Michael Tsokos Der Totenleser

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Inhaltsangabe zu „Der Totenleser“ von Michael Tsokos

Nahezu täglich hat Michael Tsokos es mit Toten zu tun, die auf spektakuläre Weise ums Leben gekommen sind und die Frage aufwerfen: War es Suizid, war es ein Unfall ? oder war es Mord? In seinem zweiten Buch ist der bekannte Rechtsmediziner dem Tod erneut auf der Spur und schildert weitere unglaubliche Fälle aus eigener Erfahrung.

Interessante Fälle aus der Rechtsmedizin, von Michael Tsokos spannend in Szene gesetzt

— makama

Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen – Zartbesaitete sollten das Buch meiden.

— Bücherfüllhorn-Blog

Sehr spannend und aufschlussreich

— Hagazussa

Der Unterschied zwischen CSI & Co. und der realen Welt der Rechtsmedizin.

— Nisnis

Sehr spannend und interessant geschrieben, ohne fade zu sein.

— Morgoth666

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  • Rechtsmedizin

    Der Totenleser

    makama

    10. June 2017 um 15:25

    Professor Dr. Michael Tsokos ist Leiter der Rechtsmedizin der Berliner Charité. Er ist an zahlreichen gerichtsmedizinsichen Prozessen im In- und Ausland beteiligt.Hier berichtet er wieder über  neue unglaubliche und interessante Fälle aus seiner Praxis.Nahezu täglich hat er es mit ungeklärten Todesfällen zu tun.War es Mord, ein Unfall oder ein Suizid oder ein natürlicher Todesfall.Das alte Ehepaar, das tot in seiner Wohnung aufgefunden wird,der junge Mann, erhängt in seinem Schlafzimmer -- war es Mord.Das Mädchen, das tot auf dem Schulhof zusammenbricht,und viele andere Fälle ausseiner Praaxis.Michael Tsokos versteht all diese Fälle spannend und drastisch zu schildern und nimmt dabei auch ein wenig seine Fernsehkollegen bei Tatort und Co auf die Schippe.Mir hat auch dieses Buch wieder gut gefallen und ich vergebe gute 4 Sterne.

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  • Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen – Zartbesaitete sollten das Buch meiden.

    Der Totenleser

    Bücherfüllhorn-Blog

    10. October 2016 um 21:49

    Echte Fälle die passiert und aufgeklärt wurden. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen. Unter anderen werden folgende Beispiele und Methoden ausführlich erläutert: -Wasserleiche, Opfer stach sich selber (!!) vier Mal in die Brust -Trennung: Täter sticht Opfer die Augen aus -Berufsbezogener Suizid (S.75, Sprengmeister) -Autoerotischer Unfall (S. 101), auch David Carradine -Knochenfunde -Neonatizide -Übergewichtige Tote, siehe Film Gilbert Grape -Reflextod -Haaranalyse: auch als Alkoholmarker möglich; siehe Britney Spears die im Sorgerechtsstreit mit einer Glatze kam. Warum wohl? Wahrscheinlich damit man keine Substanzen nachweisen konnte! -Todeszeitbestimmung: Leichenflecken, Leichenstarre; interessant der Vergleich zum Sonnenbrand - Lungenschwimmprobe   Das Buch erinnerte mich ein wenig an „Der Profiler“ von Peter Axelmann  (hier Rezi). Dieses hatte jedoch mehr Längen und war noch ausführlicher. Allerdings ist Herr Axelmann auch kein Gerichtsmediziner. https://buecherfuellhorn.wordpress.com/2016/11/26/petermann-axel-der-profiler-ein-spezialist-fuer-ungeklaerte-morde-berichtet/     Fazit: Das Buch lässt sich einfach und schnell lesen, die Fälle sind allesamt sehr interessant. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen werden genau beschrieben, es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Zart besaitete Leser sollten es sich überlegen, dieses Buch zu lesen. Wer aber gerne Krimis über Gerichtsmediziner liest, ist auch mit diesem Buch gut bedient, mit dem Unterschied, dass es echt Fälle sind und vor allem die mit den Kindern sind mir ganz schön nahe gegangen.

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  • Interessante Fallbeispiele

    Der Totenleser

    Kerry

    08. November 2015 um 12:40

    Prof. Dr. Michael Tsokos ist der Leiter des für Rechtsmedizin an der Berliner Charité und somit könnte man glatt sagen: Der Tod ist sein Geschäft. Unvorstellbar scheint es anzumuten, was Menschen anderen Menschen antun können und dennoch geschehen unvorstellbar grausame Verbrechen tagtäglich. Schlussendlich landen diese Fälle (optimalerweise) auf dem Sektionstisch eines Rechsmediziners. In diesem Buch werden 12 Fallbeispiele genannt, die Prof. Dr. Michael Tsokos in seiner langjährigen Karriere "auf den Tisch" gekommen sind. Besonders beeindruckt haben mich hier: Ein Mann rast mit seinem Auto in Tötungs- und auch Selbstmordabsicht in den Blumenladen seiner geschiedenen Frau. Das eigentliche Drama verbirgt sich jedoch in der Gartenhütte des Mannes - dort hat er seine derzeitige Frau aufs grausamste gefoltert und ihr sogar die Augen entfernt - doch sie überlebte. Was sich wirklich dahinter verborgen hat? In einem Binnenhafen wird die Leiche eines Mannes gefunden. Die Leiche weist vier Messerstiche im Brustbereich auf, allerdings keinerlei Abwehrverletzungen. Welch schreckliche Tragödie sich hinter dem Tod des jungen Mannes verbirgt und wer schlussendlich verantwortlich für dessen Tod ist, stellt sich erst im Laufe der Ermittlungen heraus. Interessante Fallbeispiele! Wie bereits beschrieben, handelt es sich bei diesem Buch um ein "Sachbuch", welches 12 Fallbeispiele der rechtsmedizinischen Karriere von Prof. Dr. Michael Tsokos dokumentiert. All diese Menschen kamen durch Unfälle (zum Beispiel bei einem autoerotischen Liebesspiel) oder durch Menschenhand ums Leben - einen natürlichen Tod ereilte in diesen Fällen niemanden. Die Beispiele wurden für einen Laien verständlich und klar dargestellt, sodass ich keine Probleme hatte, den Ausführungen zu folgen. Etwas enttäuscht war ich allerdings von der Auswahl der Fälle - wahrscheinlich waren meine Erwartungen einfach zu hoch, denn von Michael Tsokos bin ich bisweilen ganz andere Kaliber gewohnt, diese hier wirkten glatt etwas "zahm".

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  • Der Unterschied zwischen CSI & Co. und der realen Welt der Rechtsmedizin

    Der Totenleser

    Nisnis

    01. January 2015 um 17:40

    Michael Tsokos ist Rechtsmediziner an einer Berliner Klinik. Der Totenleser ist bereits das zweite veröffentlichte Werk. Thriller- und Krimi-Fans sind durch die Gewaltverbrechen in ihren Büchern daran gewöhnt die gelesene Brutalität, emotionale Grausamkeit, Ekel, Tod und Verwesung auf ihre Art zu verarbeiten, doch der "Totenleser" legt noch weitere Schüppen oben drauf und schließt somit zart bereitete Leser von dieser Lektüre aus. In der Totenleser schildert Michael Toskos sachlich, wahre und unglaubliche Todesfälle von Menschen, die er selbst oder seine Kollegen obduziert und untersucht haben. Tsokos bemüht sich emotionslos zu formulieren, doch manches Mal gelingt es ihm nur knapp. Er schildert die Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei und der Spurensicherung, die sich im Gegensatz zu den CSI- und TV-Ermittlern bei Weitem von den wahren Methoden der Rechtsmedizin unterscheidet und darstellt. Michael Tsokos beherrscht einen klaren Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen lässt. Er schreibt nicht im Mediziner-Jargon sondern auch für jeden Menschen ohne Medizinstudium verständlich. Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein "Muss" für jeden Krimi- und Thriller-Fan und auch wer mit der Idee einen Krimi zu schreiben liebäugelt, erhält hier wahnsinnig interessante Einblicke in die wirkliche Rechtsmedizin. Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass mich das Buch zwar mit erstklassigen Beschreibungen von Untersuchungen und Aufklärungen bei den ungeklärten Todesfällen versorgt hat, aber es hat mich auch emotional getroffen und wütend gemacht. Es ist nicht zu ertragen, wenn Kinder getötet werden und vor allem aus welchen Motiven. Michael Tsokos schenkt den Tatmotiven der einzelnen Todesdelikte ebenso ausreichend Beachtung. Oftmals sind die Auslöser kleine Augenblicke im Leben des Täters, die wiederum das Leben der Opfer auslöschen. Michael Tsokos will mit seinem Buch unter anderem auf einen Missstand in der deutschen Rechtsmedizin aufmerksam machen, denn zahlreiche Stellen von Rechtsmedizinern sind wohl in den vergangenen Jahren dem Rotstift zum Opfer gefallen. Dabei lehrt dieses Buch, wie wichtig Obduktionen sind, um uns Lebende manches Mal zu retten, um weiter zu forschen und um zu verstehen. Obduktionen helfen Täter zu entlarven und Lügen aufzudecken, damit der Täter die Strafe empfängt, die seinem Verbrechen geschuldet werden muss.

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  • Faszinierendes Buch

    Der Totenleser

    leserin

    01. July 2013 um 14:20

    Der Totenleser ist ein faszinierendes Buch über die Arbeiten des Gerichtsmediziners.
    Michael Tsokos beschreibt sachlich und akribisch seine Tätigkeit. Er schildert äußerst interessant, wie er zu bestimmten Ergebnissen kommt um Mord von Suizid unterscheiden zu können.

    Manchmal fühlt man sich nicht in der Realität, so unglaublich sind seine Fälle.

  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    melli.die.zahnfee

    24. December 2012 um 13:06

    Nahezu täglich hat Michael Tsokos es mit Toten zu tun, die auf spektakuläre Weise ums Leben gekommen sind und die Frage aufwerfen: War es Suizid, war es ein Unfall - oder war es Mord? In seinem zweiten Buch ist der bekannte Rechtsmediziner dem Tod erneut auf der Spur und schildert weitere unglaubliche Fälle aus eigener Erfahrung. Für mich ein spannendes Buch, mir hat der erste Teil ja auch schon recht gut gefallen. Der Autor schreibt sachlich über seine Arbeit und die Vorgehensweisen in der deutschen Rechtsmedizin. Dabei bleibt er eher informativ als effektheischend. Man muss dieses Genre mögen um das Buch gut zu finden, das ist ganz klar, aber ich finde Michael Tsokos hat zudem auch ein Händchen für Sprache und Schreibstil und so ist dieses Buch sehr informativ und gut zu lesen. Ein Sternchen Abzug für die Fälle, da hätte ich mir den einen oder anderen Mord mehr gewünscht, dann hätte man noch ein bisschen mehr Spannung aufbauen können....

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    Bastelfee

    22. November 2012 um 21:18

    Sachlich, informativ und sehr ins Detail gehend schildert Michael Tsokos einige seiner Fälle aus der Rechtsmedizin. Es ist sehr spannend zu lesen und das weglegen fällt schwer. Es ist jedoch nichts für schwache Nerven.

    Auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    ChristineToulon

    08. October 2012 um 23:42

    Ein spannendes Buch, dass ausnahmsweise mal von großartigen Effekten absieht und die reale Vorgehensweise beschreibt.
    Ausnahmslos gut geschrieben, bildlich Vorstellbar und in einer Art und Weise verfasst, die die Schrecken und psychische Belastung der Pathologen nachvollziehbar beschreibt. Emotion und Nüchternheit in einem.
    Absolut fantastisch!

  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    MrsCodyMcFadyen

    25. September 2012 um 22:01

    Schockierend real. Mal was anderes im Gegensatz zu den sonstigen erfundenen Krimis, bei denen immer das Gewitter beginnt und somit die Opfer vorm Axtmörder warnt ;)
    10 spannende, außergewöhnliche Fälle aus der Rechtsmedizin, so geschrieben, dass ein Jeder ohne medizinisches Grundwissen, es versteht.
    Ein Muss für alle Krimi-Fans, die mal in der Realität abtauchen wollen!!

  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. May 2011 um 19:45

    Gefällt mir weniger gut als das erste Buch des Autors. Viel zu oft schweift Michael Tsokos ab, erzählt von ähnlichen Fällen, von diesen und jenen Erfahrungen, was eigentlich keine schlechte Idee ist, aber dadurch geraten die einzelnen Fälle, von denen das Buch ja handelt, in den Hintergrund. Anders als im ersten Buch wird zu wenig intensiv auf die jeweiligen Umständer der ausgewählten Todesfälle eingegangen, zu wenig intensiv darüber berichtet. Dadurch gerät auch der Lesefluss ins stocken. Interessant ist das Buch allemal, nur hat mich dies ein wenig gestört.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    variety

    26. March 2011 um 09:15

    Das zweite Buch des Rechtsmediziners aus Berlin (das erste kenne ich nicht), in dem er authentische Fälle aus seinem Alltag präsentiert. Dabei gerät er stellenweise auf die Plauderschiene und lenkt vom eigentlichen Thema ab. Dafür kann ich ihm nicht die volle Punktzahl vergeben. Allerdings schafft er den Spagat, solch heikle Themen wie Obduktionen und Gewaltverbrechen sachlich, kompetent und dabei ohne zu viele Sensationshäppchen und eklige Bemerkungen zu beschreiben. Ausserdem lernt man als Leser/in viel dazu. Ich habe beispielsweise den Unterschied zwischen Leichenfäulnis und -verwesung nicht gekannt. Ob ich jedoch damit beim Millionenspiel absahnen kann, bezweifle ich...

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    mandarinpeach

    19. February 2011 um 22:26

    Als Rechtsmediziner hat Michael Toskos täglich mit Toten zu tun und immer wieder landen auf seinem Tisch auch ungewöhnliche Fälle. Dann muss geklärt werden, ob es sich um Tod durch Fremdeinwirkung, Suizid oder einen natürlichen Tod handelt. Manchmal bleibt diese Frage aber auch für immer unbeantwortet. Als ein Mann tot aus einem Fluss geborgen wird, finden die Ermittler schnell heraus, dass er sich bereits Wochen vor seinem Tod verfolgt gefühlt hat. Stammen die Stichwunden in seinem Rumpf also von seinem vermeitlichen Verfolger oder gibt es vielleicht noch eine andere Lösung für dieses Rätsel? Und warum arrangierte der Vater, der seinen eigenen Sohn umbrachte, für seine Ex-Frau eine beinahe romantische Kulisse aus einem Lichtermeer und Familienfotos? Michael Tsokos erklärt anhand von realen Fällen, welche Schritte bei einem Todesfall unternommen werden und welche Motive hinter den Taten stecken können. Schon als Kind habe ich mich nachts heimlich ins Wohnzimmer geschlichen, um mir Serien wie Autopsie anzusehen. Der Totenleser ist nun sozusagen die deutsche Version in Schriftform. Die erwartete Spannung blieb leider aus. Stattdessen berichtet Michael Tsokos mit kühler Distanz von durchaus ungewöhnlichen und tragischen Fällen und erklärt dem Leser viel Wissenswertes. Obwohl es sich hierbei also nicht um amerikanische Dramatisierung handelt, ist das Buch trotzdem interessant und auf jede Fall lesenswert.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2011 um 16:38

    Michael Tsokos erzählt in seinem zweiten Buch wieder von unglaublichen Fällen aus seiner Arbeit als Rechtsmediziner.
    Mal trocken, dann erschreckend und auch mit viel Gefühl.
    Man merkt beim Lesen sofort wie sehr dieser Mann seine Arbeit liebt und wie gern er dem Leser einen Einblick in diese gibt.
    Mir wurde einmal mehr klar, dass ich lieber seine Bücher lese als CSI zu gucken!

  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. January 2011 um 10:47

    - Zunächst einmal kann ich sie beruhigen: Die Tatsache, dass Sie dieses Buch gelesen haben, spricht statistisch gesehen dagegen, dass Sie irgendwann als Verbrechensopfer auf meinem Obduktionstisch oder dem eines Kollegen landen werden. - (Aus dem Abschlusskapitel) Selbstmörder, Vergewaltigungsopfer, verhungerte Kinder und Wasserleichen. Michael Tsokos hat als Leiter der Rechtsmedizin in der Charité Berlin schon einiges gesehen und erlebt. Doch sieht der Alltag eines Rechtsmediziners wirklich so aus, wie es uns häufig im Fernsehen berichtet wird? Tsokos beschreibt in seinem Buch Fälle, die sich wirklich so zugetragen haben und schildert dem Leser an entsprechenden Stellen die angewandten Methoden und Möglichkeiten der Rechtsmedizin. Dadurch erfährt man zum Beispiel wie genau die Todeszeit bestimmt werden kann und wann mikroskopische Untersuchungen hilfreich sein können. Gleichzeitig gewährt er auch an manchen Stellen einen kleinen Einblick in die Medizingeschichte. Zweifellos hat Michael Tsokos ein umfangreiches medizinisches Wissen angesammelt. Und der geneigte Leser möchte das ein oder andere Häppchen davon mitgeteilt bekommen. Doch dies in einen 250 Seiten langen Text zu pressen, der auch noch in einer relativ großen Schrift gesetzt ist, scheitert an manchen Stellen. Man kann förmlich nachvollziehen wie dem Autor bei einer Fallbeschreibung noch eingefallen ist, was man alles erklären kann und teilweise auch muss. So kommt es zu Gedankensprüngen, die zwar einen Sinnzusammenhang haben, vom Leser aber teilweise als uninteressant eingestuft werden. Es ist ein hehres Ziel der lesenden Bevölkerung zu zeigen wie wichtig die Rechtsmedizin ist und wie sie wirklich funktioniert. Aber auch diese Art von Leser ist zum großen Teil "sensationslüstern" und mehr an den Fällen interessiert, als an der Theorie. Daher müssten die Grundlagen noch geschickter in den Text eingebunden werden. Diesbezüglich wirkt die Sprache von Michael Tsokos auch noch zu hölzern und enthält zu viele Mehrfachnennungen. Fazit: Ein für mich interessantes Buch, das allerdings sprachlich nicht überzeugen kann. Der wissenschaftlich weniger interessierte Leser wird damit wahrscheinlich kein Vergnügen haben.

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  • Rezension zu "Der Totenleser" von Michael Tsokos

    Der Totenleser

    Gospelsinger

    18. September 2010 um 00:12

    Die Wirklichkeit eines Rechtsmediziners muss wirklich krass sein, wenn die in diesem Buch versammelten Fälle in abgeschwächter Version geschildert werden, wie Tsokos im Vorwort schreibt. Denn diese entschärften Versionen haben es immer noch in sich. Vor allem die zweite Geschichte, „Lebensgefährliche Trennung“. Frauen, die sich von ihrem Partner getrennt haben, sollten das lieber nicht lesen. Oder, noch wichtiger, Männer, deren Partnerinnen sich von ihnen getrennt haben, sollten das auf gar keinen Fall lesen! Die Geschichten geben spannende Einblicke in menschliche Abgründe, in Todesarten und in die Arbeit der Rechtsmedizin. Ob Wahnvorstellungen, Frust, Leidenschaft, Angst, Rache, tödliche Krankheiten, Auftragsmord – es gibt viele Todesursachen, und Tsokos schildert sie und die Art ihrer Aufklärung sehr spannend. Von den Toten kann man aber auch noch für das Leben lernen, oder vielmehr für das am Leben bleiben. Ein Bolustod beispielsweise lässt sich ganz leicht vermeiden, indem man die Ratschläge seiner Großeltern befolgt. Neugierig geworden? Gut so, dann lest es doch einfach in diesem interessanten und kompetent geschriebenen Buch nach. Abschließend möchte ich mich dem Plädoyer des Autors anschließen, die Rechtsmedizin besser mit Mitteln auszustatten. Ich finde den Gedanken, dass durch die geringe Rate an Obduktionen reihenweise davon gekommene Mörder durch die Gegend laufen, nicht gerade beruhigend. Wie drückte es ein Kollege des Autors so schön aus: „Wenn alle unerkannt Ermordeten am Jüngsten Tag ihre Zeigefinger aus dem Grab strecken, werden unsere Friedhöfe Spargelfeldern gleichen.“

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