Michael Tsokos , Saskia Guddat Deutschland misshandelt seine Kinder

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Inhaltsangabe zu „Deutschland misshandelt seine Kinder“ von Michael Tsokos

Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen aus ihrem familiären Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet. Das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem versagt mit grausamer Regelmäßigkeit. Die Rechtsmediziner der Berliner Charité Michael Tsokos und Saskia Guddat decken gravierende Missstände auf. In dieser erweiterten Taschenbuchausgabe liefern sie bisher unveröffentlichte Belege für die dramatische Steigerungsrate kindlicher Misshandlungen und zeigen, wie wir die Gesundheit und Rechte der Kinder besser schützen können.

Wichtiges Buch, bereichernd für alle die mit Kindern arbeiten. Wirkt aufgrund von mangelnden Quellenangaben bisweilen populistisch.

— Schlehenfee
Schlehenfee

Manchmal trieb mir das Buch die Tränen in die Augen!

— kleine_welle
kleine_welle

Grausame Wahrheiten über Kindesmisshandlung und die tiefen Abgründe der "Erwachsenenwelt".

— Sieben-Schwester
Sieben-Schwester

Alleine die Zahlen in diesem Buch sind absolut erschreckend! Da versagt ein ganzes System! Deutschland schäm dich!!!

— Buecherseele79
Buecherseele79

Informativ und höchst schockierend - ein Buch, was einem schwer in dem Magen liegen wird. Kindesmisshandlung geschieht 100fach täglich ...

— Beyond
Beyond

Es wäre so einfach Kinder zu retten! 200000 Opfer von Gewalt durch Erwachsene...

— RebekkaT
RebekkaT

Bedrückend und notwendig. Nichts für schwache Gemüter. Sehr aufschlussreich, wenig reißerisch.

— Diandra
Diandra

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Wundertoller Reisebericht! Hat unglaublichen Spass gemacht, das Buch zu lesen, aber auch zum Nachdenken angeregt...

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  • Halloween-Lesemarathon mit LovelyBooks vom 28.10. - 01.11.2016

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Schaurig-schöne Lesestunden mit dem Halloween-Lesemarathon bei LovelyBooks! Unser letzter gemeinsamer Lesemarathon ist schon eine ganze Weile her, deswegen wird es nun höchste Zeit, sich einmal wieder ein paar Tage am Stück explizit Zeit zum Lesen zu nehmen. Und die kommenden Feiertage eignen sich dafür doch perfekt, findet ihr nicht auch? Wenn draußen Herbststürme das Laub von den Bäumen fegen und die Straßen sich in ein buntes Blättermeer verwandeln, können wir es uns drinnen mit einem guten Buch gemütlich machen. Oder vielleicht sogar mit zwei guten Büchern. Oder drei! ;) Und alle, die gern Halloween feiern, finden sicherlich auch bei allen den vielen "Süßes, sonst gibts Saures!"-Rufen Zeit, sich mit einem guten Buch in eine gruselige Stimmung zu versetzen!Deswegen: Macht euch bereit für 5 schaurig-schöne Lesetage mit dem Halloween-Lesemarathon bei LovelyBooks! Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 28.10. bis 01.11.2016 möchten wir uns Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 5 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 5 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon gehen wir wieder gemeinsam für den Lesemarathon in die Startlöcher. Wir freuen uns auf viele aufregende, romantische, fantastische, magische, lustige – und am allerwichtigsten – wunderschöne Lesestunden mit euch!P.S.: Sagt auch gern bei unserer Facebook Veranstaltung zu und ladet eure Freunde ein! Je mehr mitlesen, desto besser wird es! https://www.facebook.com/events/1099059300211150/

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    • 2132
  • Sowas machen die Eltern doch nicht!!!

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    Buecherseele79

    Buecherseele79

    03. January 2016 um 01:12

    Diesen Satz liest man ständig in diesem Buch, obwohl es mehr als offensichtlich ist dass ein Kind misshandelt wurde...und es hinterlässt mich sprachlos. Jährlich werden in Deutschland 200 000 Kinder misshandelt, viele mit Folgeschäden, viele erleiden einen grausamen Tod, viele werden wieder in ihre "Folterfamilien" zurückgeschickt- denn nur im Schosse der Familie wächst ein Kind "behütet" auf.... Das Buch von Michael Tsokos und Saskia Guddat beschreibt sehr dringlich und mit vielen Fällen die einen bekannt vorkommen(leider!!!)  wie ein ganzes System in Deutschland versagt. Egal ob als Bürger selbst, die Ämter, Richter, Ärzte, Kliniken, Schutzhäuser- es geht hier nicht um die Kinder die misshandelt werden sondern eher um den eigenen Ruf, die eigene Angst. Und immer wieder ein Lichtblick dass Eltern die kurz vor einem Missbrauch stehen sich Hilfe suchen, dass angebliche Gewalt gegen Kinder auch eine Erbrankheit sein kann, dass es auch Eltern aus jeglichen Schichten gibt die ihren Kindern nur das Beste ermöglichen wollen! Dieses Buch zeigt aber nicht nur die Fälle auf sondern auch Wege aus dieser aussichtlosen Situation- egal ob Gesetzenänderungen, bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder jedes Alters, Aufhebung der Schweigepflicht und mehr Schutz für die Opfer- in diesem Fall das wertvollste Glück auf dieser Erde- unseren Kindern. Denn jedes Kind hat ein Leben in Unversehrtheit, mit Liebe, Bildung, Freundschaft verdient! Ich spreche hier eine absolute Leseempfehlung aus und finde auch- dieses Buch sollte jede Stelle lesen die mit Kindern direkt zu tun hat. Gerade unsere Politik die in dieser Hinsicht mehr Blödsinn als Lösungen von sich gibt!

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  • Sprachlos

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    melli.die.zahnfee

    melli.die.zahnfee

    06. October 2015 um 22:51

    Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen aus ihrem familiären Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet. Das deutsche Kinder- und Jugendschutzsystem versagt mit grausamer Regelmäßigkeit. Die Rechtsmediziner der Berliner Charité Michael Tsokos und Saskia Guddat decken gravierende Missstände auf. In dieser erweiterten Taschenbuchausgabe liefern sie bisher unveröffentlichte Belege für die dramatische Steigerungsrate kindlicher Misshandlungen und zeigen, wie wir die Gesundheit und Rechte der Kinder besser schützen können. Dieses Buch hat mich schockiert und sprachlos zurückgelassen. Oh Mann dagegen ist Chris Carter ein Oberweichei ! Und all dies passiert wirklich , es ist kein ausgedachter Thriller verdammt ! in Deutschland ! Ich finde es gut und mutig dass Herr Tsokos und Frau Guddat dieses Buch geschrieben haben , wenn jemand Gehör in diesem Metier findet dann Herr Tsokos ist er doch mittlerweile durch seinen Ausflug mit Herrn Fitzek recht bekannt als Autor. Als Gerichtsmediziner steht seine Kompetenz natürlich auch ausser Frage. Schade dass dieser Berufszweig im täglichen Leben so wenig Gehör findet!!!! Im Thriller oft derjenige der den entscheidenden Hinweis zeigt...warum bitte nicht auch im täglichen Leben ? Es muß sich etwas ändern in Deutschland soviel steht fest.Also ich werde noch lange über dieses Buch nachdenken müssen und als Fazit kann ich es eigentlich nur jedem Menschen ans Herz legen. Egal welcher Beruf jeder hat irgendwo Familie, Nachbarn, die Kinder haben Schulfreunde ...Kinder können sich selber nicht schützen und wehren!!

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  • Erschreckend

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    RebekkaT

    RebekkaT

    Fassungslos starre ich die Zahlen in dem Buch an! Noch fassungsloser bin ich über die Macht und Handlungsweisen von Jugendämtern, entweder zu spät oder zu früh - und dann decken sich die auch noch alle. Das sitzt ein Richter und sagt: "Die Mutter sieht doch ganz lieb aus, das hat sie bestimmt nicht gemacht!" obwohl das gerichtsmedizinische Gutachten nicht lügt und dann bekommt die Täterin das Kind einfach wieder und kann munter weiter machen. Es wird von echten Fällen geschrieben, die unter die Haut gehen, die mich zu Tränen rühren und fassungslos zurück lassen. Nicht nur die Frage "In was für einer Welt leben wir eigentlich?", auch ist z.B. das Adoptionsrecht veraltet und ungerecht. Da sitzt eine Mutter, die ihr Kind fast umbringt, für dieses Kind wird ihr das Sorgerecht entzogen, zack ist die Dame wieder schwanger und das neue Kind somit auch in Gefahr. Bist Du 42 Jahre alt, hast einen guten Job, ein Haus, genug von der Welt gesehen und hast halt das Pech, keine eigenen Kinder zu bekommen, bekommst Du kein Baby, weil Du ja zu alt bist! Ich hoffe sehr, dass sich bald an den skandinavischen Ländern orientiert wird. Klar bin ich auch nicht für die totale staatliche Kontrolle, aber einfach vernünftig ausgebildete Erzieher/-innen mit endlich angepasstem Gehalt für das was sie tun, dann KiTas mit längeren Öffnungszeiten und ein Hand-in-Hand- Arbeiten mit den Eltern, was bei dem gegenwärtigen Schlüssel einfach nicht möglich ist. Nicht umsonst ist in den skandinavischen Ländern Kindesmisshandlung kaum möglich... Mich hat das Buch zutieft bewegt und aufgerüttelt: jeden Tag werden Kinder misshandelt, vielleicht auch in Deiner Nachbarschaft? Warum sind die Fenster plötzlich zugeklebt? Warum hat das Nachbarkind schon wieder komische Verletzungen? Es soll mich keiner falsch verstehen, manche Kinder fallen ständig oder haben tatsächlich Geschwisterkinder, die sehr grob sind (ich habe vier Jungs, hier haben wir auch alle möglichen Verletzungen durch), ich will keinen Generalverdacht gegen die Eltern,l - ich will einfach, dass jeder einfach etwas mehr aufpasst und bei Gefahr handelt! Wer das nicht tut, macht sich strafbar und kann bis zu 5 Jahren ein Gefängniss besuchen...

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    • 4
  • Nichts hat sich getan

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    Es ist sicher kein Zufall, dass es zwei Gerichtsmediziner sind, die diesen Aufschrei veröffentlichen, der mit unzähligen Beispielen das Versagen des deutschen Kinder- und Jugendschutzsystems anklagen und beschreiben. Warum so könnte man fragen, ist nicht schon längst von einem mutigen Sozialarbeiter oder Familienrichter eine solche Anklage formuliert worden? Statt dessen weisen die beiden Autoren nach, das und wie von vielen Fällen auch bei klar auffälligen Misshandlungen die mit den Fällen betrauten Sozialarbeiter oder Mediziner nicht handeln, sondern die Täter schützen und damit die wehrlosen Opfer weitere Torturen überlassen. Welche oft grausamen Misshandlungen das sind, soll hier nicht weiter beschrieben werden. Sie sind einer humanen und demokratischen Gesellschaft unwürdig, Dabei haben die beiden Autoren lediglich die körperlichen Verletzungen dokumentiert, die ihnen als Gerichtsmediziner unter die Augen kamen. Von den psychischen und sexuellen Misshandlungen an Kindern in unserem Land ist hier gar nicht Rede. Und viele Fachleute versichern, dass das nur die Spitze eines Eisberges sei … Eine große Aufgabe für die neue Familienministerin. Die hier vorliegende aktualisierte Taschenbuchausgabe zeigt, dass sich noch rein gar nichts getan hat.

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    • 2
    awogfli

    awogfli

    03. July 2015 um 08:29

    :o

  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • eBook Kommentar zu Deutschland misshandelt seine Kinder von Michael Tsokos

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    rauenkuhlmann@googlemail.com

    rauenkuhlmann@googlemail.com

    via eBook 'Deutschland misshandelt seine Kinder'

    Dieses Buch spricht mir aus der Seele. Endlich wird das Thema mal offen und wahrheitsgemaess behandelt. Dieses Buch sollte Pflichtlrktuere jedes Jugendamtes werden

    • 7
  • Die Recht der Kinder

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    KyraCade

    KyraCade

    05. July 2014 um 16:09

    Jährlich werden über 200.000 Kinder in Deutschland misshandelt. Die Dunkelziffer dabei ist noch erheblich größer. Die beiden Rechtsmediziner Saskia Guddat und Michael Tsokos haben oft mit solchen Fällen zu tun und kämpfen dabei gegen Windmühlen. Viele Richter und Kinderärzte versagen, die Jugendämter sowieso, da sie die Misshandler schützen und ihnen einfach weiterhin die Kinder anvertrauen, die teilweise bis zur Schwerbehinderung oder gar zum Tod gequält werden. Mit einigen Beispielen erzählen die beiden aus ihrem beruflichen Alltag, wo man den Tod eines Kindes hätte verhindern können, wo Kinderärzte versagt haben, weil es doch einfach nicht sein kann, dass Eltern ihren leiblichen Kindern so etwas antun. Sie erzählen von Jugendämtern, die faul und überfordert in ihren Büros hocken, zu viel auf dem Tisch haben und sich gar nicht um die einzelnen Fälle wirklich kümmern können – das geht so weit, dass einer Sozialarbeiterin über Monate hinweg das falsche Kind vorgeführt wird, während das eigentlich betroffene Mädchen im Nebenzimmer liegt und stirbt. Wie Ämter und Behörden die Augen verschließen ist eines der Themen, mit denen sich Tsokos und Guddat auseinandersetzen. Dabei wird aber nicht blind verurteilt, denn beide Seiten sind bekannt und so gibt es zahlreiche Lösungsvorschläge, die Deutschland einfach nur mal in Angriff nehmen müsste, aber hier haben die Familienminister der letzten Legislaturperioden klar versagt mit einer Scheinpolitik, die nichts bringt. Man möchte van der Leyen, Schröder und wie sie alle heißen mal für eine Woche mit in diese Familie nehmen, mit zu misshandelten Kindern, in die Gerichtssäle, in denen Eltern, die klar ein Kind misshandelt haben, aber sich gegenseitig in Schutz nehmen, freigesprochen werden. Es muss etwas geschehen – was genau, das sagen die beiden Berliner Rechtsmediziner auch sehr deutlich. Dennoch hat man das Gefühl, dass ihre Worte, so wichtig und richtig sie auch sind, nur ungehört verhallen werden. Jedes Kind hat das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Das sehen scheinbar über 200.000 Elternpaare anders. Das Buch erschüttert, macht wütend, machtlos und ohnmächtig. Teilweise hatte ich Tränen in den Augen und hoffte beinahe, es sei nur ein ganz abscheulicher Thriller, den ich da in der Hand halte. Leider ist es aber grausame Realität. Unverständlich, wie Eltern ihrem eigen Fleisch und Blut diese Dinge antun können. Aber sie geschehen, tagtäglich in unserem Land, unserer Stadt, vielleicht sogar der Nachbarschaft und wir schauen weg. Eine absolute Empfehlung für jeden.

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  • Deutschland misshandelt seine Kinder

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    SuSa

    SuSa

    24. June 2014 um 10:33

    Ein kurzer Einblick Blutergüsse, komplizierte Frakturen, Unterernährung, Schütteltrauma, Bisswunden, Verbrennungen… Als das sind Verletzungen, die Babys und Kleinkinder erleiden, wenn den Eltern und/oder Betreuern die Nerven durchgehen und die staatlichen Einrichtungen zum Kindeswohl mit ihrer Arbeit versagen. Bewertung Die Autoren berichten über dieses schreckliche Thema mit schonungsloser Ehrlichkeit. Sie benennen Beispiele von Misshandlungen, die ich keinem Erwachsenen wünschen würde. Dadurch werden dem Leser sehr gut die Augen für die Missstände geöffnet und auch der Unterschied zum berühmten „Klaps auf dem Po“ wird klar. Im Großteil des Buches wird das Versagen der verschiedenen, am Kinderschutzsystem beteiligten, Personen angeklagt: Allen voran die Eltern, aber auch Erzieher und Erzieherinnen der Kindertagesstätten, Jugendamtmitarbeiter und solche der freien und öffentlichen Jugendhilfe, Kinderärzte und Richterinnen und Richter. Fehlt es den Ärzten an einer rechtsmedizinischen Ausbildung, welche sie Misshandlungsspuren besser erkennen lassen würde, gibt es bei der Jugendhilfe und dem Jugendamt neben dem permanenten Personalnotstand zumeist entweder unerfahrene und überforderte Berufsstarter oder desillusionierte Mitarbeiter, die von dem gesamten Missstand des Systems so kaputt sind, dass sie nur noch antriebslos handeln. Nimmt man Täter- statt Opferschutz hinzu und bedenkt mangelnde Gelder ist die große Hilflosigkeit komplett, die dieses Land befallen hat. Die Autoren sagen zwar durchaus, dass es auch motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jugendämtern etc. gibt, jedoch sieht und hört man in immer wiederkehrenden Nachrichtenberichten, dass das System andauernd erneut versagt. Hierbei sind aber nicht nur Babys und Kleinkinder betroffen, sondern es betrifft auch die immer mehr zunehmende Gewalt unter Vorschulkindern und Jugendlichen. Denn die Autoren sagen, wenn Kinder zuhause die Schwachen sind, psychisch unter Druck gesetzt werden und/oder Prügel einstecken müssen, versuchen sie diese „Opfer- und Ohnmachtserfahrungen durch Täter- und Machterlebnisse unmittelbar zu überschreiben.“ (Seite 27) Sie werden selber zu Schlägern. Abhängig von der Mentalität betrifft dies sicherlich nicht jedes Kind oder jeden Jugendlichen. Vielleicht erkranken sie „nur“ an Depressionen oder einer Angststörung. Man kann sich auch durchaus darüber streiten, ob einige Buchpassagen zu polemisch verfasst sind, doch „Deutschland misshandelt seine Kinder“ ist nichtsdestotrotz ein sehr gutes Buch, um öffentliche Diskussionen anzuregen (z.B. bei Stern TV) und die Menschen darauf zu sensibilisieren, vor den Missständen im Kinderschutzsystem nicht die Augen zu verschließen, um hinterher dann immer wieder entsetzt fragen zu müssen, wie so etwas passieren konnte. Was ich sehr gut finde, ist, dass aber nicht nur die Fehler des Systems Kinderschutz angeprangert, sondern auch Lösungsvorschläge aufgezeigt werden. Im letzten Kapitel werden auch nochmals Alarmzeichen und Warnhinweise konkret zusammengefasst, die auch Laien helfen, Misshandlungs- von z.B. Sturzverletzungen zu unterscheiden. Sehr schön finde ich auch, dass darauf eingegangen wird, dass manche Verletzungen, die so aussehen als stammen sie von Misshandlungen, Folgen einer bisher unerkannten Erkrankung sein können, wie z.B. Gerinnungsstörungen oder Leberentzündungen. Fazit Das Thema Kindesmisshandlung geht alle Menschen an. Die Autoren haben mit diesem Buch ein wichtiges und vor allem aufrüttelndes Buch geschrieben, das einen nicht nur privat dazu anstiftet, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sondern auch alle in den entsprechenden Institutionen arbeitenden Menschen entsprechend sensibilisieren soll, kann und muss. Allerdings sollte solch ein Buch auch unbedingt für den kleinen Geldbeutel erhältlich sein. Knapp 20 € sind sicherlich für einige Menschen ein stolzer Preis und sie werden es sich zweimal überlegen, ob sie das Buch kaufen.

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  • Wenn auf dem Grab jedes Ermordeten eine Kerze brennen würde, wären Friedhöfe nachts hell erleuchtet

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    Kerry

    Kerry

    Kindesmisshandlung, ein Thema, das in Deutschland nach wie vor ein Tabu-Thema ist. "Mir hat das auch nicht geschadet", eine häufige Aussage von heutigen Erwachsenen, die selbst Gewalt in ihrer Kindheit erlebt haben, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Laut offizieller Polizeistatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder durch Misshandlung, siebzig werden so schwer misshandelt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Doch diese Zahlen sind nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher anzusetzen. Geht man jedoch davon aus, dass "nur" 50 Prozent der Gewaltdelikte an Kindern nicht bemerkt werden (was jede zweite Misshandlung wäre und damit eigentlich vollkommen unrealistisch, solch eine geringe Prozentzahl anzunehmen) könnte man sagen, dass jeden Tag in Deutschland ein Kind an den Folgen von Misshandlungen stirbt und mehr als 200.000 Kinder jährlich misshandelt werden. Michael Tsokos und Saskia Guddat haben sich daran gemacht, diese Thema aus rechtsmedizinischer Sicht aufzuarbeiten, denn sie sind es, die schlussendlich die Fälle, die bekannt werden, "begutachten" bzw. obduzieren und was sie dabei Tag für Tag sehen und erleben müssen, grenzt an Unmenschlichkeit gegenüber den schwächsten Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft. Kindesmisshandlung kommt in allen Gesellschaftsschichten vor, egal, ob in Familien mit Migrationshintergrund oder Akademikerfamilien, Fakt ist, die Opfer sind immer Kinder und Jugendliche und die Täter fast immer Eltern- bzw. Stiefelternteile. Wer die Meinung vertritt "Eine Mutter tut so etwas nicht", der irrt, denn es sind nachweislich die Mütter und Väter, die ihre Kinder verletzten oder gar töten. Seit dem Jahr 2000 hat jedes Kind in Deutschland ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung - die Realität sieht anders aus. Schlussendlich ist es die Aufgabe der Rechtsmedizin, Fakten zusammen zu tragen, wenn Eltern und ggf. das Jugendamt versagt haben und ein Kind zu Schaden/Tode kam. Doch die Rechtsmedizin kann auch entlasten. In dem Buch wird ein Fall benannt, in dem ein sechs Wochen alter Säugling 23 Knochenbrüche aufwies. Auf den ersten Blick sah alles nach Kindesmisshandlung aus, zumal der Kindsvater bereits Vorstrafen in Sachen Gewaltdelikte hatte. Hier konnte die Rechtsmedizin helfen und klären, dass dieses Kind keinesfalls von seinen Eltern misshandelt wurde, sondern an der Glasknochenkrankheit leidet, was den Eltern die Möglichkeit gab, frühzeitig mit Therapien zu Gunsten ihren Kindes zu beginnen. Doch solche Fälle sind selten, meistens sind es Verletzungen, die keinen anderen Schluss zulassen, als dass die Eltern ihr eigen Fleisch und Blut misshandelt haben. Viel muss getan werden, um diesen Missstand in Deutschland (und weltweit) auszumerzen. "Wenn auf dem Grab jedes Ermordeten eine Kerze brennen würde, wären Friedhöfe nachts hell erleuchtet"! Dieses Buch klärt auf und beschönigt nichts, denn bei Kindesmisshandlung gibt es nichts zu beschönigen! An Hand diverser Fälle wird aufgeführt, wie Eltern und staatliche Stellen versagt haben, in denen schlussendlich Kinder zu Schaden/Tode kamen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass hier Lösungsansätze aufgezeigt werden. Gäbe es zum Beispiel eine generelle Obduktionspflicht für verstorbene Kinder und Jugendliche, würden viele Misshandlungen entdeckt werden und die Verursache endlich zur Rechenschaft gezogen. Wenn bekannt wäre, wie hoch die Zahl der Misshandlungen wirklich ist (was mit Hilfe einer Obduktionspflicht zumindest bei getöteten Kindern und Jugendlichen deutlichere Zahlen hervorbringen würde), müssten sich die Gerichte und die Gesellschaft sich endlich den Tatsachen stellen und zwar, wie viele Kinder und Jugendliche tatsächlich in Deutschland durch Misshandlungen sterben, ein Tabu-Thema, das endlich zur Sprache gebracht werden müsste. Ich muss gestehen, dieses Buch hat mir die Augen geöffnet, denn es zeigt auch mir, als einfachem Bürger an, was ich tun kann, wenn ich mitbekommen sollte, das ein Kind in meinem Umfeld misshandelt wird und wenn ein jeder so handeln würde, wie in diesem Buch beschrieben, um Kindesmisshandlungen ein Ende zu setzen, vielleicht, nur vielleicht, wäre die Welt dann ein Bisschen besser.

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    • 4
  • Rezension zu Deutschland misshandelt seine Kinder

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 500 Kinder von Erwachsenen aus ihrem familiären Umfeld misshandelt. Fast jeden Tag wird ein Kind durch körperliche Gewalt getötet.  Diese Buch sollte jeder Erwachsene gelesen haben, es ist erschreckend was Kinder in diesem "zivilisierten" Land alles hinnehmen müssen. Das Buch zeigt auf wie viele Instanzen in Deutschland versagen und einem Kind nicht geholfen wird. Auch anhand von Fallbeispielen wird gezeigt wie das System in Deutschland funktioniert, oder besser gesagt nicht funktioniert. Es ist erschreckend wieviele einfach nicht sehen wollen was geschieht, und sogar Gerichte solche Verbrechen nicht wirklich wahrnehmen wollen und die Täter, wenn überhaubt mit zu geringen Strafen davon kommen lassen. Dabei gibt es Maßnahmen die wirklich helfen können,  andere Länder machen uns das vor und vielleicht sollten wir davon ja mal lernen. Das Buch lässt sich vom Schreibstl flüssig lesen und kommt ohne Theatralik aus, nur die Thematik ist halt schwer zu verdauen, aber wie ich schon am Anfang schrieb, sollte jeder Erwachsene es gelesen haben.

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    • 7
  • Regt Diskussionen an - allerdings echt überteuert

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    Tialda

    Tialda

    19. April 2014 um 15:54

    Rezension: Ein Buch wie “Deutschland misshandelt seine Kinder” von Michael Tsokos und Saskia Guddat zu lesen, ist meiner Meinung nach die Pflicht eines jeden Erwachsenen. Wir alle waren Kinder, garantiert wurden mehr als ‘nur einige’ in verschieden schweren Graden misshandelt – und wer hätte sich als Kind nicht gewünscht, dass einem ein Erwachsener hilft, und selbst wenn es ein Fremder ist!? Die Autoren wollen mit diesem Buch ein Tabuthema ansprechen und vor allem eine Diskussion lostreten. An dieser Stelle fragte ich mich aber ehrlich gesagt: Sollte dieses Buch dann nicht jedem zugänglich gemacht werden? Ein Hardcover mit nicht einmal 300 Seiten ist mit 20 Euro schon teuer genug, aber hätte es hier nicht auch eine unaufwändige Taschenbuchausgabe für 5 Euro getan? An diesem Punkt hinkt das Prinzip in meinen Augen. Klar – die Autoren und auch der Verlag verdienen ihr Geld damit, aber im Auftrag der Aufklärung wäre ein bisschen ehrenamtliches Engagement auch nicht schlecht. Wenn ich schon dabei bin, würde ich auch gerne gleich auf meinen zweiten Kritikpunkt zu sprechen kommen: Klischees. Für den unaufmerksamen Leser wird folgende Botschaft ankommen: “Die Mischung aus Gepierct, Tättowiert, Harz4 und Muskeln = der Vorzeige-Kinderschläger” – die meisten der genannten Fallbeispiele bedienen sich auch genau an diesem Typ Mensch. Ich kenne jedoch genug Leute, auf die dieses Muster zutrifft und die einem Kind nie etwas zu Leide tun könnten und fühle mir persönlich durch das indirekte “Vorsicht vor Gepiercten und Tätowierten” etwas auf den Fuß gestiegen. Klar – in einem Fall wie diesem ist es vielleicht nicht mal so schlimm, etwas übertriebene Vorsicht zu schüren – und vor allem möchte ich gar nicht abstreiten, dass (zumindest körperliche) Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in ärmeren Familien möglicherweise öfter vorkommt als wo anderes – aber es störte mich, dass nur am Rande erwähnt wird, dass das natürlich nicht immer so sein muss und dass so etwas auch ‘in den besten’ Familien passieren kann. Die Relation zueinander erschien mir zwischen ‘arm und reich’ einfach zu weit auseinanderklaffend. Nun fragt man sich wahrscheinlich, warum ich dann trotzdem noch 3 von 5 Sternen vergebe… – Ganz einfach: Allein das Thema aufzugreifen und zu publizieren ist viel wert. Zudem wurde auf viele wichtige Ansätze eingegangen – zum Beispiel auch auf das Thema “Warum der Kinderschutz versagt” (mich erschütterte die Gleichgültigkeit mancher Sozialarbeiter) und auf die Rechte der Opfer. Zudem gibt es ein Kapitel das sich “Eingreifen, statt wegschauen” nennt – auch das ist recht gut geworden. Und manchmal ermutigt das Buch sogar dazu, selbst aktiv zu werden… Fazit: Macht wachsamer, regt zum Nachdenken und auf jeden Fall zu Diskussionen an – Allerdings sollte ein Aufklärungsbuch mit einem solchen Thema auch unbedingt für den kleinen Geldbeutel erhältlich sein.

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  • Grausame Kindheit, wegschauende Erwachsene

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    12. April 2014 um 21:47

    Deutschland misshandelt seine Kinder Ja, das Buch ist provozierend, und ja, die Autoren, Michael Tsokos uns Saskia Guddat benutzen eine drastische Sprache. Und das ist gut so. Denn es geht um nichts anderes als um unsere Zukunft: unsere Kinder. Provozierend ist auch die These, dass bestimmte Vornamen darauf schließen lassen, hier werden mehr und körperlich brutaler Kinder misshandelt. Provozierend auch, dass in intelligenteren, reicheren Haushalten Kinder auf subtilere Weise misshandelt werden, die nicht so leicht zu entdecken sind. Aber all die Anzeichen sind erkennbar, wenn man weiß, wo und wie man suchen muss. Das ist eigentlich ganz einfach und, so wie die Autoren immer wieder und nicht müde werden zu schreiben, zu lernen. Wenn man denn wollte. Und das Geld dafür da wäre. Und all die Beamten und Angestellten der zuständigen Behörden und nachrangigen Organisationen denn nur wollten. Und nicht wenige von ihnen kurz vor der Rente stehend mit ihren Gedanken schon ganz woanders sind. Wie gesagt, die Autoren provozieren. Aber nicht nur das. Tsokos und Guddat schildern anhand von Beispielen aus ihrem Alltag als Rechtsmediziner die scheinbare Hilflosigkeit der zuständigen Personen, mangelnde Gelder, falsch verstandene Bemühungen gegenüber den Eltern, überforderte Berufsanfänger und Gerichte. Gerade diese, die doch für die Kinder da sein sollen, verkennen anscheinend die Tatsache, dass Eltern nicht immer das Beste für ihre Kinder wollen, sondern nur für sich selbst. Und es ist eine Schande, dass es immer noch möglich ist, Kinder in einen Haushalt zurückzuschicken, wenn nicht zweifelsfrei geklärt ist, wer denn der Täter ist. Die Frage stellt sich hier, wem damit geholfen ist. Dem Kind sicher nicht, denn es kann weiter gequält werden. Tsokos und Guddat belassen es aber nicht dabei, sondern klären sehr wohl auch darüber auf, welchen Weg die Eltern gegangen sind, die meist selbst Opfer von Gewalttaten in ihrem Elternhaus geworden sind. Und fordern vehement, dass es viel mehr Personenkreise geben muss, die schnell Misshandlungen erkennen. Am Ende des Buches wird ein ganzer Maßnahmenkatalog vorgestellt, was getan werden muss, um diesen Zustand zu ändern. Ein Beispiel davon ist, dass wir als Nachbarn, Freunde, Bekannte und Verwandte zügig unsere Beobachtungen an entsprechende Stellen weitergeben können. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre werden für alle, die mit Kindern in Berührung kommen. Nein, es geht nicht um den berühmten Klaps auf den Popo, sondern um brutale Gewalt gegenüber Hilflosen, Schwächeren, denen unsere ganz Aufmerksamkeit gilt, denn: Kinder sind unsere Zukunft!

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  • Gruseliger als jeder Thriller

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    kampfsenf

    kampfsenf

    07. March 2014 um 12:39

    Saskia Guddat und Michael Tsokos, beide Rechtsmediziner an der Berliner Charité, haben ein Buch geschrieben, dass gruseliger als jeder Thriller ist. In Deutschland werden jährlich ca. 200000 Kinder Opfer von häuslichen Gewalttaten. Das entspricht 500 Kinder pro Tag. 1 Kind stirbt täglich an den Folgen der Misshandlungen. Durch die tägliche Arbeit bekommen die beiden Ärzte das grausame Ausmaß zu sehen was den Kindern -meistens von den eigenen Eltern- angetan wird. Man liest ja häufig von Kindesmisshandlungen in der Zeitung oder im Internet und schüttelt nur den Kopf, aber was im Buch für Geschichten erzählt werden, da fällt einem nichts mehr dazu ein. Beispiel: Kinder werden auf heiße Herdplatten gesetzt oder in der Badewanne fixiert und diese wird mit brühend heißem Wasser gefüllt. Guddat und Tsokos berichten aber nicht nur von den Grausamkeiten, die den Kindern angetan werden, sondern auch von der Absurdität wie teilweise die Behörden mit den Fällen umgehen. Man lässt sich mit fadenscheinigen Ausreden der Eltern abspeisen und gibt die Kinder nach der Behandlung im Krankenhaus den Eltern sofort wieder mit. Kommt es dann doch einmal zu einer Anklage sprechen die Gerichte die Eltern oftmals wieder frei, entweder aus Mangel an Beweisen oder im zweifel für den Angeklagten, weil der Misshandler nicht eindeutig identifiziert werden kann. Nicht selten werden aus den kindlichen Opfern später selber Gewalttäter. Wenn man die Geschichten dieser Täter liest ist es aber auch kaum anders logisch, dass sie sich zu Tätern entwickeln. Sie kennen es ja nicht anders. Auch der Teufelskreis unserer Jugendämter wird aufgezeigt: Junge, motivierte Mitarbeiter, frisch von der Universität haben sich zum Ziel gesetzt, den Kindern zu helfen, werden zu den Brennpunktfamilien geschickt, lassen sich durch die schon erwähnten fadenscheinigen Ausreden abspeisen oder bewusst täuschen, stellen nach einigen Dienstjahren einen Versetzungsantrag in den Innendienst um mehr zu verdienen, sind einige Jahre später total ausgebrannt und krank, wodurch die Ämter chronisch unterbesetzt sind und die Fälle sich auf dem Schreibtisch stapeln. Selten ist ein erfahrener Mitarbeiter mit Durchsetzungsvermögen vorort bei den Familien. Sicherlich trifft das nicht auf jeden Mitarbeiter der deutschen Jugendämter zu, jedoch zeichnet sich im Buch eine Tendenz dazu ab. Saskia Guddat und Michael Tsokos geben allerdings nicht nur Einblick in die Greueltaten sondern zeigen auch Fakten auf, die die Misshandlungen (hier vor allem die Folgemisshandlungen) mindern könnten. Z.B. eine generelle rechtsmedizinische Schulung der Familienhelfer um sich nicht so leicht täuschen zu lassen. Eine generelle Meldepflich der Kinderärzte bei Verletzungen die auf Gewalteinwirkung schließen lassen. Zur Zeit gibt es diese Meldepflicht nicht. In einem Abschnitt im Buch steht, dass viele Ärzte, gerade in Stadtteilen mit einer hohen Anzahl an Brennpunktfamilien, von einer Meldung absehen, weil sie eine Abwanderung ihrer Patienten fürchten, wenn sich rumspricht, dass dieser Arzt Meldung an die Polizei bzw. Jugendamt macht. Da weiß ich nicht, was mich wütender macht? Die Kindesmisshandlungen oder die Tatsache, dass nicht mit der nötigen Härte gegen die Misshandler vorgegangen wird. Ich bin selber Mutter zweier Kinder und habe das Buch fast durchgängig nur kopfschüttelnd gelesen. Am liebsten möchte man sofort in irgendeiner Weise helfen um die Kinder zu schützen. Obwohl es ein Sachbuch ist, ist es sehr verständlich geschrieben. Viele Sachen werden wiederholt, was aber kein Minuspunkt ist. Im Gegenteil, so werden Informationen nachhaltig verinnerlicht und damit auf die Wichtigkeit der Aspekte hingewiesen. Ich empfehle dieses Buch JEDEM.

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  • Kurz und bündig, trotzdem informativ

    Deutschland misshandelt seine Kinder
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    20. February 2014 um 12:11

    Die beiden Gerichtsmediziner Michael Tsokos  und Saskia Guddat haben mit ihrem Ghostwriter Andreas Gößling das Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" herausgebracht, um die Öffentlichkeit wachzurütteln. Das Buch richtet sich an die Gesellschaft, nicht an wissenschaftliche Spezialisten, und schlägt darum einen flotten bis frechen Ton an, der das Buch sehr lesbar macht. Ihr Anliegen formulieren sie nicht versachlicht, sondern ergreifen Stimme für die Kinder. Wir erfahren, dass Kindesmisshandlung das häufigste Gewaltdelikt ist- trotzdem sind weder Polizisten, Richter, Ärzte oder Sozialarbeiter dafür Ausgebildet. Viele wissen nicht, dass ein Gerichtsmediziner zur Untersuchung von Verletzungen geholt werden kann, wenn der Verdacht besteht, ein Kind sei misshandelt worden. Auch ich wusste bisher nicht, dass Gerichtsmediziner überhaupt Menschen untersuchen, die noch leben. Ihre Gutachten können Gewalttaten beweisen und so dem Kind Schutz und rechtliche Ansprüche sichern. Tsokos und Guddat schildern Fälle aus ihrer Arbeit und thematisieren eine Art kollektiven Wegsehens und Leugnens gegenüber dem Leid, dem Hunderttausende Kinder mitten unter uns ausgesetzt sind und an dem Hunderte jedes Jahr sterben müssen. Die Gerichtsmediziner kritisieren eine fehlende Reaktionspflicht der Kinderärzte, haarsträubende Gesetze und passive und unterbesetzte Jugendämter, die das Leid der Kinder zwar beobachten, jedoch nicht einschreiten. Der Leser erfährt, dass womöglich wirtschaftliche Gründe die Not der Kinder schüren: Kinderärzte, die bei Misshandlunsverdacht reagieren, werden von den Erwachsenen gemieden und somit ruiniert; Jugendämter lagern aus Sparsamkeit ihre Aufgaben aus, die Kinderschutzträger bekommen ihre Gelder nach Zahl der Kinder, die in Misshandlungsfamilien verbleiben, zugewiesen- wird das Kind von der Familie getrennt, gibt es kein Geld. Nicht in jedem Bundesland wird der Einsatz eines Gerichtsmediziners finanziert, teilweise werden dafür Spendengelder benötigt. Während die häusliche Gewalt gegen Kinder rasant zunimmt, werden die Stellen vom Jugendamt abgebaut. Nachdem Tsokos und Guddat es geschafft haben, die Not der Kinder für drei Tage in die Medien zu bringen, gibt es auch viel Kritik an dem Buch. Sind einem die finanziellen Hintergründe bewusst, versteht man auch, warum sich die Verantwortlichen nicht bewegen wollen. Die Gerichtsmediziner offenbaren: "Für den Schutz und die Förderung der Kinder in diesem Land sind zuerst und zuletzt wir selbst verantwortlich- die bürgerliche Zivilgesellschaft." Das Buch räumt mit zahlreichen Mythen und Illusionen rund um den Kinderschutz auf, so dass ich es für sehr empfehlenswert halte. Traurige Seite des Buches: Täter erfahren hier in ganzer Fülle, was alles möglich ist- diese nützlichen Hilfen beziehen sie aber leider auch schon von Anwaltschaft und Jugendamt. Der harmlose Bürger wandelt jedoch in dummer Ahnungslosigkeit. Dieser Zustand zumindest kann durch diese Lektüre etwas gebessert werden. Kinderlieb geht anders :( Ich danke Droemer für den Mut, das Leid der Kinder zu thematisieren.

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