Michael Tsokos , Christoph Kellner Sind Tote immer leichenblass?

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Inhaltsangabe zu „Sind Tote immer leichenblass?“ von Michael Tsokos

Werden Mordopfer tatsächlich von den Angehörigen in der Rechtsmedizin identifiziert? Sind Rechtsmediziner bei der Verhaftung eines Verdächtigen dabei? Nehmen sie an der Vernehmung von Zeugen teil? Und reiben sie sich vor der Obduktion Mentholpaste unter die Nasenlöcher, damit sie den Leichengeruch überhaupt ertragen können? Szenen wie diese gehören zum Standardrepertoire von Fernsehkrimis. Doch mit der Realität haben sie nur selten etwas zu tun. Meist handelt es sich um Klischees von Vorgängen im Sektionssaal. Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner und vielfacher Bestsellerautor, nimmt die bizarrsten Irrtümer aufs Korn. Er erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend zugleich über die Mittel und Methoden der Rechtsmedizin.

Witzig, intelligent und informativ - seit dem, schaue ich die Krimis im TV /Kino anders. Allerdings ein bisschen zu viele Klammern im Text.

— ochocinquo

Spannend, informativ und lustig!

— sternenbrise

Dieses Buch muss man LESEN!!!

— Mordsbuecher

Locker und faktenreich geschriebens Sachbuch

— Soeren

Da irrt Herr Tsokos an einer Stelle aber gewaltig!

— Angelique_Mundt

Bin eher enttäuscht. Trotz mancher int. Info im ganzen eher weniger ergiebig. Nach so vielen Büchern wohl eher die Resterampe seiner Ideen.

— juergenalbers

Sehr informativ und interessant

— jennny712

Komplexe und schnelle Aufklärung. Dabei sehr informativ und nicht ohne Humor.Empfehlenswerte Mini-Lektüre, auch für Drehbuchautoren geeignet

— MichaelSterzik

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  • eBook Kommentar zu Sind Tote immer leichenblass? von Michael Tsokos

    Sind Tote immer leichenblass?

    Ernst-Georg Hahn

    via eBook 'Sind Tote immer leichenblass?'

    klasse und kurzweilig. Note 1

    • 2
  • Lesenswert

    Sind Tote immer leichenblass?

    Becky_Schnecky

    27. February 2017 um 14:00

    Sehr nettes, lehrreiches Buch. Es ist wirklich teilweise sehr lustig geschrieben. Ich hatte erst etwas Angst, dass das Buch zu trocken wird, aber das war es bei weitem nicht. Die Bilder in dem Buch lockern das Thema nochmal ordentlich auf & sind sehr nett anzuschauen. Ich fand die Bezüge zu Sebastian Fitzek & Simon Beckett einerseits wirklich gut, andererseits wirkte es so, alsob er Simon Beckett etwas schlecht machen würde. Tsokos schreibt selbst, dass er die Bücher von Simon Beckett gerne liest & dadurch wird der Verdacht wieder etwas gemildert. Für alle die Interesse an der Rechtsmedizin (nein, nicht Pathologie oder Gerichtsmedizin) haben, eine große Leseempfehlung! :)

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    • 2
  • Die Rechtsmedizin ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken...

    Sind Tote immer leichenblass?

    Mordsbuecher

    24. February 2017 um 00:23

    ... und tritt immer mehr in die Öffentlichkeit. Szenen aus dem TV oder in der Kriminalliteratur sind reine Fiktionen und meilenweit von der Realität entfernt. Rechtsmediziner, Gerichtsmediziner und Pathologen gelten als ein und derselbe Beruf und dass sie nur mit Toten arbeiten ist ein weit verbreiter Irrtum. Zudem sind sie alle schräge Vögel und haben sonderbare Interessen und außergewöhnliche Hobbys. Dank verschiedener Serien oder sogar Filme, man erinnere sich an „Das Schweigen der Lämmer“, wird die Arbeit der Rechtsmediziner und deren Abläufe in einem völlig anderen Bild widergespiegelt. Hier ein typisches Beispiel: Die Identifizierung eines Toten wird nie in einem Sektionssaal stattfinden. Dort läuft auch bei den Obduktionen keine klassische Musik, wie bei Prof. Boerne im Tatort Münster. Was die Leichen betrifft, auch diese liegen dort nicht tagelang unter einem Laken auf dem Sektionstisch. Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos holt sie mit diesem Buch aus der fiktionalen Welt heraus. Die Reise beginnt im Keller jenes Krankenhauses, wo viele davon ausgehen, das dort die rechtsmedizinische Abteilung ist. Der Leser wird überrascht sein, wo sich dieser Bereich tatsächlich befindet. Das Buch ist in kurzen Kapiteln aufgebaut und auf amüsante Art und Weise und ohne medizinisches Kauderwelsch steht Prof. Michael Tsokos Rede und Antwort. Ein sehr spannendes und informatives Buch über die Rechtsmedizin in Deutschland.

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  • Locker und faktenreich geschriebens Sachbuch

    Sind Tote immer leichenblass?

    Soeren

    15. February 2017 um 20:33

    Professor Michael Tsokos ist nicht nur ein international anerkannter Rechtsmedizin-Experte, er leitet seit 2007 das Rechtsmedizin-Institut der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin. Als wäre das nicht genug, hat er mehrere Bücher verfasst, darunter einen Thriller zusammen mit Sebastian Fitzek und zwei weitere mit Andreas Gössling. Da der Mann noch dazu ein großer Krimi-Fan ist, war es ihm eine Herzensangelegenheit, populären Irrtümer im Zusammenhang mit seinem Fachgebiet klarzustellen. Zum Beispiel, dass Rechtsmediziner und Pathologen eben nicht dasselbe sind. Dass Angehörige die Toten nicht in der Gerichtsmedizin identifizieren. Oder dass man sich nicht selbst erwürgen kann. Insgesamt hat sich Tsokos 40 Irrtümer vorgenommen und geht kapitelweise ausführlich darauf ein. Stellenweise fast ein wenig zu ausführlich. Manche der 40 Irrtümer erscheinen mir persönlich etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Beispielsweise, ob Rechtsmediziner bei der Arbeit immer klassische Musik hören oder sich Obduktionen über mehrere Tage erstrecken. Aber gut, es gibt vermutlich Leute, die genau das angenommen haben. Das Buch ist locker und faktenreich geschrieben, und obwohl alles in angenehm großer Schrift abgedruckt ist, sind es trotzdem bloß 187 Seiten. Reicht aber auch, um alles zu erklären. Für jeden, der sich mit dem Gedanken trägt, einen Krimi zu schreiben, oder mehr über die realistische Arbeit fernab vom „Tatort“ erfahren möchte, ist das Buch genau richtig.

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  • Da irrt er!

    Sind Tote immer leichenblass?

    Angelique_Mundt

    23. January 2017 um 12:55

    Bemüht humorig erklärt Herr Tskoks Besonderheiten rund um die Rechtsmedizin und ihre "Kunden". Dabei hat er vollkommen recht, dass viele Leser vor allem vom Fernsehen systematisch mit Fehlinformationen gefüttert werden (auch die Polizei kann ein Lied davon singen). Soweit so gut. Gar nicht mehr gut ist es jedoch, wenn Tsokos einen Satz bestätigt, der so falsch ist wie er alt ist: "Behalten Sie die Verstorbenen so in Erinnerung, wie sie sie zu Lebzeiten kannten." Er rät von einer Abschiednahme in der Rechtsmedizin ab. Wir sprechen hier ja nicht über den nach langer Krankheit verstorbenen Liebsten, den die Angehörigen in den Topf gepflegt haben. Auch nicht über die an Altersschwäche verstorbene Oma. Wir sprechen über den plötzlichen, unverhofften, oft gewaltsamen Tod. Über das Schicksal, was erbarmungslos zuschlägt und uns unsere Liebsten bei einem Verkehrsunfall, Arbeitsunfall, Gewaltverbrechen oder Suizid entreißt. Denn das sind die Verstorbenen, die in der Rechtsmedizin untersucht werden. Und gerade wer seine Liebsten ohne Vorbereitung verliert, muss die Realität des Todes möglichst mit allen Sinnen begreifen!Ich bin nicht nur seit über 20 Jahren Psychologin und Psychotherapeutin und weiß, wie sehr Menschen darunter leiden, wenn sie sich nicht mehr verabschieden konnte. Ich bin auch seit 8 Jahren in der Krisenintervention tätig und betreue dort Menschen direkt nach einem tragischen Verlust (siehe dazu auch das Buch "Erste Hilfe für die Seele - Einsatz im Kriseninterventionsteam" im btb-Verlag). Die Mutter, die eben noch ihr Kind geküsst und auf den Schulweg geschickt hat, die der Polizei und mir dann wenig später die Tür öffnet und die Todesnachricht ihres Kindes von uns überbracht bekommt. Diese Mutter kann und will nicht glauben, dass ein Verkehrsunfall ihr das Wichtigste im Leben genommen hat. Sie muss sich überzeugen, dass es wirklich ihr Kind ist und eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Egal, was die Polizei sagt, egal, wie schlimm die Verletzungen sind. Natürlich gibt es Ausnahmen der Wasser-/Freuer- und Fäulnisleichen, die so entstellt sind, dass sie nicht mehr zu erkennen sind. Aber das sind extreme Ausnahmen und die kommen selten vor. Tsokos sagt: "Man darf auch nicht das seelische Wohl der Angehörigen aus dem Blick verlieren ..." Richtig! Aber genau das ist Herrn Tsokos passiert. Er schreibt von Körpern, die von Messern zerstochen und von Geschossen durchlöchert sind, von Gliedmaßen die abgetrennt wurden etc. Ja, wer sagt denn, dass die Angehörigen vom zerstochenen Bauch Abschied nehmen sollen? Selbstverständlich ist es möglich Verletzungen abzudecken. Ich habe unzählige Abschiednahmen von schwerst verletzten Menschen begleitet, bei den Verletzungen teilweise abgedeckt, teilweise weniger schwere sichtbar waren. Wir nehmen sogar im schlimmsten Fall von einer Hand Abschied, wenn der Rest nicht mehr vorzeigbar ist. Aber diese eine Hand, diese unverwechselbare Hand gehört zu ihrem/ihrer Liebsten. Keiner der Angehörigen hat es je bereut, diesen letzten Blick zu haben. Tsokos fragt: "Soll das wirklich das Letzte sein, was sie von einem geliebten Menschen sehen und in Erinnerung behalten?" Die klare Antwort: Ja! Denn dieses eine letzte Bild des Verstorbenen überschreibt nicht die Millionen von Bildern und Erinnerungen die wir von dem lebendigen menschen haben! Aber dieses eine letzte Bild hilft uns zu begreifen: Er/Sie ist tot. Das unfassbare ist geschehen. Es ergänzt unsere Erinnerung sozusagen als Brücke zwischen dem Blenden und dem Verlust. Wenn uns dieses Bild, dieser letzte Händedruck, das letzte Gespräch mit dem Toten fehlt, kann das sogar belastende Angstphantasien schüren. Wir versuchen womöglich uns vorzustellen, was dem geliebten Menschen wohl genau zugestoßen ist und wie er wohl ausgesehen haben mag? Hat die Polizei vielleicht etwas verschwiegen?Der Anblick eines Verstorbenen ist schwer.. Aber die Zurückbleibenden sehen keinen Fremden, sie seinen einen der wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Sie sehen mit dem Gefühl der Liebe und Zuneigung! Tsokos fragt: "Können wir als Ärzte das ethisch vertreten?" Er gibt ein klares Nein. Wieder sage ich: Das ist aus psychologischer, ethischer und menschlicher Sicht falsch! Wer sind wir denn, dass wir anderen Erwachsenen vorschreiben können, was für sie gut oder schlecht ist? Wir können sie beraten. Und das tun wir, wenn wir sie darüber informieren, welche Anblick (und da sprechen wir in der Regel von Gesicht und Händen) sie erwartet. Dann können Angehörige entscheiden, ob sie Abschied nehmen möchten oder nicht. Vertrauen wir doch, dass sie sich zuviel zumuten, wie sie es möchten, nachdem sie beraten wurden. Tsokos schließt: "Die Angehörigen sollen ihre verstorbenen Lieben so in Erinnerung behalten, wie sie zu Lebenszeiten aussahen, und als das, was der Tod aus ihnen gemacht hat."Eine veraltete wissenschaftliche Sicht, die schon lange widerlegt ist! Ein Irrtum - ein großer Irrtum!

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  • "Sind Tote immer leichenblass" - Irrtümer der Rechtsmedizin

    Sind Tote immer leichenblass?

    Klein-Alex

    18. November 2016 um 18:43

    ....totsicher lehrreich & unterhaltsam ;o)

  • Die Wahrheit über die größten Irrtümer der Rechtsmedizin

    Sind Tote immer leichenblass?

    Pharo72

    30. October 2016 um 11:48

    Was sieht man nicht alles in den beliebten Fernsehkrimis oder diversen CSI-Formaten aus Amerika, wenn es um die Identifizierung von Toten oder die Arbeit von Rechtsmedizinern geht. Eine Menge Klischees sind da im Umlauf, die mit der Realität wenig bis nichts zu tun haben. Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner, Professor Michael Tsokos, bringt Licht ins Dunkel und klärt sachlich und für den Laien verständlich über 40 Irrtümer auf. Meine Meinung:Die Rechtsmedizin ist ein Fachgebiet, das mich schon länger fasziniert. So bin ich auch, weniger beim Tatort, aber was die ganzen amerikanischen Serien in dem Bereich angeht ziemlich up to date. Natürlich stellt sich einem da schon manchmal die Frage, inwieweit einem hier realitätsnahes Wissen vermittelt wird. Daher war ich sehr gespannt, was ein anerkannter Fachmann wie Michael Tsokos, den ich als Person und Autor sehr schätze, dazu zu sagen hat und welche Details wirklich ins Reich der Fantasie gehören.Das kleine Büchlein liest sich flugs weg, da die insgesamt 40 Irrtümer auf jeweils maximal 2 bis 3 Seiten abgehandelt sind, es einige leere Seiten gibt und das Ganze auch noch durch zum Thema passende Illustrationen von Christoph J. Kellner aufgelockert wird.Zugegeben, ein großer Prozentsatz der „Irrtümer“ sollte für jede mit einem gesunden Menschenverstand ausgerüstete Person keiner sein. Manche Erklärungen wirken daher schon ein wenig an ein etwas minderbemitteltes Klientel gerichtet. Vielleicht ist dem auch geschuldet, dass Herr Tsokos hier an einigen Stellen etwas oberlehrerhaft, wenn nicht sogar arrogant, erscheint. Aber er ist ohne Zweifel eine Koryphäe auf seinem Gebiet, deshalb kann ich ihm das auch nicht wirklich übel nehmen.Die Irrtümer werden klar und sachlich aufgeklärt, sind teilweise amüsant zu lesen und bieten in einigen wenigen Fällen sogar interessantes Wissen, das sicherlich bisher nicht jedem zu eigen war.Damit war „Sind Tote immer leichenblass?“ für mich eine durchaus interessante und vor allem unterhaltsam aufbereitete Sammlung von Irrtümern die Rechtsmedizin betreffend und deren Klarstellung.

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  • "Rechtsmediziner sind teilweise schon recht schräge Vögel"

    Sind Tote immer leichenblass?

    R_Manthey

    28. October 2016 um 12:22

    Ob die Kollegen von Herrn Tsokos über diese Feststellung sehr erfreut waren, ist nicht überliefert. Man findet diese Aussage unter Irrtum 16: "Rechtsmediziner sind chronisch schlecht gelaunte Zyniker". Wahrscheinlich soll der Leser auch hier wieder lernen, dass der Fernsehprofessor Karl-Friedrich Boerne aus dem Münsteraner Tatort nicht unbedingt typisch für die Gilde der Rechtsmediziner ist. Das hätte man auch so wahrscheinlich vermutet. Ebenso, dass der gewöhnliche Rechtsmediziner nicht selbst konkurrierend zur Kriminalpolizei ermittelt. Weil aber in diesen Serien nun neuerdings ständig irgendwelche genialen Rechtsmediziner auftreten, sah sich Michael Tsokos wohl genötigt, endlich einmal über die wahre Tätigkeit seiner Kollegen aufzuklären. Immerhin ist Tsokos Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Charite und des Landesinstituts für gerichtliche und soziale Medizin. Nebenbei schrieb er noch zahlreiche populäre Bücher. Sicher wird auch dieses hier wieder ein Bestseller, weil es dem Fernsehtrend folgt. Tatsächlich kann man eine Menge aus diesem schmalen Büchlein lernen, wenn die nötige Vorbildung fehlt. Zum Beispiel, dass Leichen gewöhnlich nicht blass sind. Oder dass Rechtsmediziner und Pathologen verschiedene Arbeitsgebiete haben. Wer Gefallen an diesem Thema findet oder wer gerne in schlechter Luft arbeitet und dabei wenig freudvolle Dinge sehen möchte, der wird bei diesem Buch sicher auf seine Kosten kommen, weil er es immer wieder in relativer Deutlichkeit geschildert bekommt. Selbstverständlich kann man bei Tsokos eine Menge lernen, was die Grundlage für meine Bewertung ist. Nicht gefallen hat mir jedoch der herablassende arrogante Unterton in diesem Text. Manche Ausführungen erschienen mir zusätzlich reichlich grenzwertig. Zum Beispiel Irrtum 17: "Der Tod ist umsonst". Der Autor klärt auf: "Falsch. Er kostet das Leben." Und schon sind wieder zwei Buchseiten gefüllt. Immerhin weiß man nach dem Lesen dieses Textes auch, dass man sich nicht selbst erwürgen kann. Falls man nicht schon selbst darauf gekommen war. Kurz: Neben recht vielen interessanten Erklärungen erhält man auch viel Klugschiß im belehrenden Modus.

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  • Michael Tsokos räumt mit 40 Irrglauben auf

    Sind Tote immer leichenblass?

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    27. October 2016 um 15:29

    Es gibt sie, die Irrtümer, die dem fleißigen Krimigucker untergejubelt werden.Realität und ihre Fiktion, die der Fantasie von Autoren und Drehbuchschreibern entstammen.Michael Tsokos, Experte auf dem Gebiet der Forensik und Professor für Rechtsmedizin, räumt mit diesem kleinen Buch mit 40 Irrtümern von ihnen auf.Wer viel Krimis und Thriller sieht, in denen die Protagonisten auch Rechtsmediziner sind, ist sicher schon auf das ein oder andere gestoßen, ohne zu bemerken, dass es mit der Realität nichts zu tun hat.Selbst ich kenne die Szene aus dem Film "Das Schweigen der Lämmer", in dem sich vor der Obduktion alle Beteiligten Mentholsalbe unter die Nase streichen. Für den Laien eine völlig verständliche Handhabung, die jedoch im wirklichen Leben und bei realen Obduktionen niemals angewendet werden.Michael Tsokos erklärt hier, warum nicht nur er persönlich die Methode nicht anwendet, sondern auch, warum sie generell nicht angewendet wird.Gleich zu Beginn des Buches klärt er erst einmal auf, was ein Rechtsmediziner ist, welcher Weg eingeschlagen werden muss, um überhaupt einer zu werden. Des Weiteren zeigt er den Unterschied zwischen Rechtsmediziner und Pathologen auf. Bis dato war auch für mich das ein und dasselbe.In einigen Filmen oder Krimiserien sieht man, wie die ermittelnden Beamten plötzlich im Obduktionssaal erscheinen, dort gegessen und getrunken wird oder auch der Tote mal eben ein paar Tage auf dem Untersuchungstisch, nur mit einem Tuch abgedeckt, liegen bleibt.Mit all diesen Klischees räumt der Autor hier auf. Er erklärt sachlich, warum bestimmte Dinge der Fantasie der Autoren entsprungen sind und diese niemals Realität sein können.Auch räumt er mit Vorstellungen auf, die zumindest in meinem Kopf keine Rolle gespielt hätten. Als Leser erfährt man auch einige interessante Dinge, die einem nicht so bewusst waren. Wachsen nach dem Tod die Haare und die Fingernägel weiter oder kann man dem Gesicht eines Toten ansehen, ob er einen ruhigen Tod hatte? Ist Leichengift hochinfektiös und wie genau kann der Todeszeitpunkt bestimmt werden?Auch rechnet Michael Tsokos mit den diversen Krimiserien ab, in denen beispielsweise ein Rechtsmediziner allein nicht nur die Todesursache ermittelt, sondern obendrein auch noch den Mörder findet.Es stehen den genannten Beispielen Realität und Fiktion gegenüber.Dieses Buch klärte mich nicht nur über die diversen Irrtümer der Rechtsmedizin auf, es unterhielt mich auch.Zum einen wurde es mit Karikaturen versehen, die zum jeweiligen Thema passen. Zum anderen gab es tatsächlich auch Momente, in denen ich schmunzeln musste, zumindest als es um die Macken der Rechtsmediziner ging. Die Macke des Autoren selber ist echt nicht zu verachten, ich konnte mir ein breites Grinsen definitiv nicht verkneifen.Mit seinen 183 Seiten hat man das Buch recht schnell durchgelesen. Ich fühlte mich im Anschluss gut unterhalten und konnte auch für mich einige kleine Irrtümer richtig stellen. Andere bestätigten nur, was ich schon vermutet hatte.Das Buch ist unterteilt in 40 Kapitel, die die 40 Irrtümer wiederspiegeln. Kurz und verständlich erklärt der Autor die Irrtümer, was daran falsch ist und wie die Realität aussieht.Ein Buch mit Informations- und Unterhaltungswert.

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  • Todsichere Unterhaltung und das auch mit Humor

    Sind Tote immer leichenblass?

    MichaelSterzik

    13. October 2016 um 20:33

    In unserer Medienlandschaft – bzw. gehen wir doch gleich auf die verschiedenen Krimiserien im Fernsehen ein, gibt es diverse Klischees, oder der Einfachheit halber – es gibt viele Irrtümer über rechtsmedizinische Themen. Autopsie, Obduktion, Gerichtsmediziner, Forensik und vieles mehr an Fachbegriffen, deren sich Drehbuchautoren und Regisseure recht frei bedienen. Wir kennen Sie alle – Quincy, CSI – Den Tätern auf der Spur, Bones – Die Knochenjägerin und nicht zuletzt die etwas verschrobene Tatortfigur des Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne. Alle Figuren sind im Fernsehen garantierte Quotenbringer – doch sind diese wirklich alles Profis in ihrem „Toten“ Geschäftsbereich? Können diese fiktiven Charaktere ein professionelles Spiegelbild der wirklich faktischen Rechtsmediziner sein? Todsicher – ein kristallklares „Nein“. Der derzeitige Boom in der Kriminalliteratur und ebenfalls in Kino- und Fernsehfilmen ist absolut präsent und scheint noch kein Ende zu haben. Dass sich dabei die Drehbuchautoren und Regisseure sich die künstlerische Freiheit nehmen, den Ablauf eines Arbeitsalltags in der Rechtsmedizin recht frei interpretiert zu zeigen, lässt bestimmt einige professionelle und vor allem reale Rechtsmediziner entweder laut auflachen, oder verzweifelt den Kopf schütteln. In den letzten beiden Jahrzehnten reihen sich somit zahlreiche Klischees höchst lebendig durch die fiktiven Säle der Rechtsmedizin. Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner und Professor ist ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er in Berlin – am Charité, das Institut der Rechtsmedizin und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin. Mit seinem neuesten Titel: „Sind Tote immer leichenblass“ – räumt er unter den bizarrsten und fest verankerten Klischees und Irrtümer über die Rechtsmedizin auf. Natürlich sollte es dem Leser des Buches bekannt sein, dass höchstwahrscheinlich die Realität in der Rechtsmedizin evtl. eine andere ist, doch natürlich bedienen sich die Filmemacher gerne theatralischen und dramaturgisch wichtigen Elementen. Michael Tsokos erzählt von den groben Fehlern der fiktiven Doktoren und Professoren, wenn diese eine Leiche öffnen, die Sterbeursache identifizieren , mit Angehörigen und der Polizei sprechen usw. Das Michael Tsokos manchmal etwas schnippisch die Drehbuchautoren und ihren fiktiven Blick auf die Rechtsmedizin kommentiert, sei ihm verziehen. Es ist aber ebenfalls sehr witzig, wenn er mit dem Irrtum Nr. 16 „Rechtsmediziner sind chronisch schlecht gelaunte Zyniker“ aufräumt, dieses Vorurteil kann er allerdings leicht eingeschränkt bestätigen. Aber das einem sehr ironischen Humor – der selbst den Leser laut auflachen lässt. Also so knochentrocken ist das Buch, dann doch nicht. Im Gegenteil – es ist unterhaltsam. Lehrreich und deckt so manches auf, von dem wir alle gedacht haben: Oh, dass stimmt ja doch nicht. Michael Tsokos nimmt sich die Zeit kurz und prägnant mit 40 Irrtümern aufzuräumen und die Welt der Rechtsmediziner etwas gerade zur rücken. Dass es dabei immer mal wieder ein „Seitenhieb“ auf die Filmindustrie hagelt, soll nur dazu dienen – dem Leser begreiflich zu machen, dass die wirklichen „Aufschneider“ wahre Profis ihres Standes sind. Spannung bietet das Buch allemal, und ebenso kommt der immer wieder in Anekdoten geschilderte offensichtliche Humor des Autors zum Vorschein. Sehr liebevoll sind die Karikaturen zwischen den Kapiteln gezeichnet, die natürlich stark überzeichnet einzelne Situation und Abläufe darstellen. Fazit„Sind Tote immer leichenblass ?“ ist eine spannende und messerscharfe Analyse mit Irrtümern spannend und höchst lebendig aufzuräumen. Sie werden die fiktive Filmwelt der Rechtsmediziner mit etwas anderen Augen sehen, gar nicht schlecht oder!? Doch hinter jeder Legende, hinter jeder Fabel – steckt auch ein wenig Wirklichkeit – so unterhaltsam, spannend und witzig wie Michael Tsokos es erzählt ist empfehlenswert und nicht zuletzt, bietet er auch für Drehbuchautoren und lebendige Dramaqueens neue Ideen für die filmische Darstellung. Beste Unterhaltung – Todsicher. Michael Sterzik

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