Michael Verfürden

 4,5 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf

Sönke Iwersen ist der Leiter des Investigativ-Ressorts beim Handelsblatt, der größten deutschen Wirtschaftszeitung. 2011 deckte er die Ergo-Budapest-Affäre auf und wurde als Wirtschaftsjournalist des Jahres ausgezeichnet. Er ist dreifacher Träger des Wächterpreises, erhielt 2017 den Kurt Tucholsky Preis für Literarische Publizistik und 2019 den Deutschen Reporterpreis. Iwersen unterrichtet an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten und verantwortet den beliebten Podcast Handelsblatt Crime. Michael Verfürden arbeitet im Ressort Investigative Recherche beim Handelsblatt. Er berichtete über dubiose Immobiliendeals, Machtmissbrauch in der Finanzbranche und Hackerangriffe auf deutsche Unternehmen. Besonders große Aufmerksamkeit erregten seine Enthüllungen über den Skandalkonzern Wirecard. Verfürden studierte Germanistik und Politikwissenschaften in Düsseldorf, bevor er die Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten absolvierte. Heute unterrichtet er dort selbst Recherchemethoden im Cyberspace.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michael Verfürden

Cover des Buches Die Tesla-Files (ISBN: 9783406830150)

Die Tesla-Files

(6)
Erschienen am 20.03.2025
Cover des Buches Die Tesla-Files (ISBN: 9783492323291)

Die Tesla-Files

(0)
Erscheint am 30.10.2026
Cover des Buches Die Tesla-Files (ISBN: 9783844943764)

Die Tesla-Files

(0)
Erschienen am 04.04.2025

Neue Rezensionen zu Michael Verfürden

Cover des Buches Die Tesla-Files (ISBN: 9783406830150)
sternenstaubhhs avatar

Rezension zu "Die Tesla-Files" von Sönke Iwersen

sternenstaubhh
Enthüllend, informativ und entmystifizierend

Für mich war dieses Buch eine spannende und sehr informative Lektüre, die mir nicht nur Elon Musk sondern auch das Unternehmen Tesla aus vielen interessanten Blickwinkeln präsentiert hat.

Elon Musk und Tesla scheinen untrennbar miteinander verbunden. Denkt man an das eine, denkt man auch gleich an den anderen und umgekehrt. Aber wie kam es eigentlich dazu, wie wurde der Aufstieg des "Superstars" Musk beschleunigt und was ist seitdem passiert. Da war u.a. die nicht ganz gelungene Vorstellung des Cybertrucks, die sehr undurchsichtige Vorgehensweise der Produktionsstätte in Deutschland oder jetzt seit neuestem die Zusammenkunft mit Trump.

In den Medien wurde teilweise kein gutes Haar an Musk gelassen und sein Ruf als Vordenker, Visionär und Star der Popkultur scheint weiter am Sinken. Immer mehr negative Schlagzeilen und zurückgegangene Verkaufstahlen lassen viele an der Marke Tesla bzw Musk zweifeln. Was ist geschehen? Und wie sieht es hinter den Kulissen dieses arbeitswütigen Unternehmers, der so viel von seinen Arbeitnehmern abverlangt aus.

Ich fand dieses Buch sehr informativ und interessant. Mir hat es wieder einmal neue und spannende Einblicke geliefert, wobei ich das Gefühl hatte das man bewusst versucht hat journalistisch sachlich an die Sache heranzugehen. Dieses Buch ist auf jeden Fall sehr enthüllend und entmythisiert so einiges. Auf jeden Fall ein Must-Read!

Cover des Buches Die Tesla-Files (ISBN: 9783406830150)
M

Rezension zu "Die Tesla-Files" von Sönke Iwersen

M.Lehmann-Pape
Akribische Recherche und überzeugende Darstellung

Zwei gestandene und durchaus mit Meriten versehene Journalisten haben das Glück, kann man sagen, Adressaten eines Whistleblowers zu werden. Eines Tesla-Insiders. Der massenhaft Daten über Mitarbeiter rund Abläufe bei Tesla übergibt.

 

Was natürlich erst der Anfang der Recherche sein wird, in deren Verlauf sich die beiden Journalisten tief in die Struktur Teslas, aber auch das gesamten Wirtschaftsreiches des Elon Musk samt seiner nicht einfachen Persönlichkeit am Ende mit in den Brennpunkt nimmt.

 

Wobei alles sachlich damit beginnt, dass der hochgepriesene (und als Wette auf die Zukunft den Kurs Teslas) mit hochtreibende Bereich des autonomen Fahrens sich intern ganz anders darstellt, als die vollmundigen Ankündigungen und „Erfolgsmeldungen“ dieser „technischen Zukunft“ auch, nie müde werdend, aus dem Munde Musks selbst.

 

Schritt für Schritt legen die Autoren ihren Rechercheweg offen, verbinden dies mit einer kurzen Biographie von Elon Musk und seinem Weg, der im Verlauf der Lektüre verdeutlicht, dass nicht an erster Stelle die „Visionen“ und der „Pioniergeist“ hinter der fast manischen Getriebenheit des Mannes stehen, sondern seine Lebensgeschichte, die Prägung durch seinen Vater, seine ausufernde, rahmenlose und teils nicht anders als kindisch zu nennende, samt Neigung zu persönlichen Erhöhungen und maßlosen Übertreibungen der eigenen „Wichtigkeit“ versehene Haltung wohl der tiefste Antrieb des Unternehmers sind.


Was, offenkundig, zu hohem Erfolg geführt hat. Bei dem, das eine Quintessenz aus dem Buch, der Preis nicht selten von anderen bezahlt wird und gerne tief im Hintergrund mit seinen auch menschlichen Kosten vergraben wird.

 

Die Neigung zu exzessivem Gebrauch mancher chemischer und natürlicher Mittel, die privaten Unstimmigkeiten, all das fließt mit ein, ohne das eigentliche Thema des fundierten Blickes hinter die Kulissen Teslas je aus den Augen zu verlieren.

 

Manisch nach vorne, gegen alles austretend, was im Weg stehen könnte und gegenüber kritischen, differenzierten Meinungen eher taub, das könnte man am Ende noch durchgehen lassen und es unter „durchsetzungsfähiger Unternehmer verbuchen“ (auch wenn es höchst unsympathisch im Buch herüberkommt).

 

Dass aber sicherheitsrelevante Erkenntnisse schlicht verschwiegen bis geleugnet werden, das es wie ein „mit dem Kopf durch jede Wand mit jedem Mittel“ teils wirkt, das Schnelligkeit das einzig antreibende Motiv ist und dem alles an fundierter Forschung und Verbesserung auch der Sicherheit der hergestellten Maschinen untergeordnet bis ignoriert wird, das liest sich dann doch wie ein Kriminalroman auf höchster wirtschaftlicher Ebene.

 

Und führt wieder in die untrennbare Verbindung zwischen der Persönlichkeit des „Ein-Mann Unternehmers“ Elon Musk, seiner Hybris und seiner auch Skrupellosigkeit, wenn es um sein Werk und seine eigenen Interessen geht.

 

„So ist Elon Musk. Weil ihm die Außenseite seiner Teslas ohne Türgriffe besser gefällt, nimmt der die Gefahr für seine Kunden in Kauf. Irgendwann…werden seien Ingenieure schon eine Lösung für das Problem finden“.

 

Wobei eines gilt (und in der Zwischenzeit auch durch seine politische Werbung weltweit für rechte Spektrum und seine ständigen kritischen Angriffe auf vermeintliche Störungen der Meinungsfreiheit in funktionierenden liberalen Demokratien vor aller Augen offenkundig wurde):

 

„Musks oberstes Ziel ist die Freiheit, und zwar seine eigene“. Die Freiheit der andern, wenn sie kritisch denken, die wird natürlich mit allem an Geld und Einfluss bekämpft.

 

Wobei natürlich auch dahinterstehen könnte, wie in der gesamten Tech-Hochfinanz, dass jene liberalen Demokratien ein Finanzierungsproblem erkennen und über Steuern nachdenken. Für die, die es nun wirklich haben. Vielleicht geht es eher um die Freiheit des eigenen Kontos.

 

„Kein Cent dem Feind“, auch wenn der „Feind“ die Menschheit ist. Die dabei ist, einen hohen Preis für die Konzentration von Macht, Einfluss und Monopolstreben zu bezahlen. 

Während nur eine Handvoll an Personen und deren Firmen den Finanz- und Macht-Vorteil abräumen. Und darin wohl eher nicht gestört werden wollen, denn die „Elite“ hat es sich ja verdient.

 

Eine wichtige Lektüre, die breit gelesen werden sollte.

Cover des Buches Die Tesla-Files (ISBN: 9783406830150)
Stefferls avatar

Rezension zu "Die Tesla-Files" von Sönke Iwersen

Stefferl
Es ist nicht alles gold was glänzt: Ein spannender Blick hinter die wenig schönen Kulissen von Tesla und Elon Musk

Elon Musk war zuletzt omnipräsent in den Medien. Er ist schillernd, er ist unkonventionell, er ist egozentrisch, er ist machtbesessen, er provoziert, er manipuliert, er ist gnadenlos. Er gilt zudem als genialer Unternehmer vor allem mit seinem wohl prominentesten Unternehmen Tesla und dessen kometenhaften Aufstieg zum Big Player der Autoindustrie.

Wenig überraschend ist es, dass bei Tesla bei weitem nicht alles Gold ist, was glänzt. Ganz im Gegenteil. Das Silicon Valley-Motto „Move fast and break things“ ist auch eine der Guidelines durch Elon Musks persönliche und Teslas Geschichte. Technische Pannen, auch mit tödlichem Ausgang aufgrund technischer Bugs in Teslas, werden lediglich als eine Art Milestone auf dem Weg zu Höherem – in Musks Fall komplett autonom fahrende Fahrzeuge gesehen. Sie werden öffentlich entweder unter den Teppich gekehrt oder stark bagatellisiert. Sehr unerwünscht ist zu dem jegliche Art von Kritik bei Tesla – von Mitarbeitern, von der Presse, von egal wem. Wer nicht zu 100% in Musks Team spielt, wird schikaniert, bedroht oder muss gehen. Generell muss gehen, wer nicht in die Vision Musks passt. Ausgehend von Elon Musk als Chef des Unternehmens herrscht bei Tesla daher ein sehr autokratischer, toxischer Führungsstil, der auch in seiner Zeit im Weißen Haus an der Seite von Donald Trump deutlich zu Tage trat.

Das Buch „Die Tesla Files“ der beiden Investigativ-Journalisten Sönke Iwersen und Michael Verfürden des Handelsblattes ist ein journalistischer Coup! Ihnen wurden offene Daten aus dem Innersten von Tesla zugespielt, auf die ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens erstaunlich leicht zugreifen konnte. Die beiden Journalisten haben diese umfangreichen geleakten Daten akribisch nachrecherchiert und durch Hintergrundgespräche verifiziert.

Iwersen und Verfürdes Buch ist spannend geschrieben. Es nimmt den Leser mit auf den Weg ihrer Recherche. Vom Erhalt der Daten, über Telefonate und Treffen mit dem Hauptinformanten über Hintergrundgespräche mit Mitarbeitenden des Tesla-Werkes in Grünheide bis hin zu Reaktionen von Tesla selbst auf ihre Recherche. Zudem beschäftigen sich die Autoren mit der der Figur Elon Musk selbst, da dessen Persönlichkeit gefühlt auf allen Ebenen des Unternehmens Tesla spürbar ist und von ihm und seinem Streben nach immer mehr Macht geprägt ist.  

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