Michael Vogtmann

 3.6 Sterne bei 8 Bewertungen
Michael Vogtmann

Lebenslauf von Michael Vogtmann

Michael Vogtmann, geboren 1952 in Straubing und aufgewachsen bei Würzburg, absolvierte eine Schauspielausbildung an der Falckenbergschule in München. Er hat Engagements an zahlreichen Theatern und Schauspielhäusern. Außerdem wirkt er in vielen Fernsehsendungen und -serien mit (u. a. »Der Bulle von Tölz«, »Polizeiruf 110«). Er lebt und arbeitet als freier Schauspieler, Regisseur und Autor in München und auf Mallorca.

Alle Bücher von Michael Vogtmann

Wintersommer

Wintersommer

 (8)
Erschienen am 01.05.2016
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Erschienen am 11.09.2012

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Neue Rezensionen zu Michael Vogtmann

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Rezension zu "Wintersommer" von Michael Vogtmann

Spannend und sehr menschlich
Streiflichtvor 2 Jahren

Dieses Buch hat mich vor allem durch seine tiefe Menschlichkeit begeistert. Die Hauptfigur Fritz hadert immer wieder mit ihrem Leben und versucht, ein guter Mensch zu sein. Dennoch ist Fritz dem Alkohol sehr zugetan und seine sexuellen Neigungen sind 1974 ein großes Problem, gerade im ländlichen Bereich. Als er versucht, mit Hilfe eines Theaterstücks zwei verfeindete Dörfer zu versöhnen, endet alles noch schlimmer als es vorher war. Oder? Und wer ist eigentlich derjenige, der die Pistolen ausgetauscht hat? Fritz lässt sich nicht beirren und sucht beharrlich nach dem Täter.
Michael Vogtmann gelingt es auf beeindruckende Weise, den Zeitgeist der 70er Jahre aufleben und lebendig werden zu lassen. Das Buch ist nicht nur ein Krimis, sondern zugleich ein spannendes historisches Dokument. Gut gefallen hat mir auch der humorvolle Ton, der trotz aller Tragik immer wieder aufkommt!

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Rezension zu "Wintersommer" von Michael Vogtmann

Wintersommer - Rezension
Steffinitivvor 2 Jahren

Cover:
Das Cover ist sehr schön düster gehalten, wie es sich für einen Kriminalroman gehört. Ich finde die Vögel zwischen den Fachwerkhäusern irgendwie sehr ansprechend - die haben nochmal etwas verwunschenes an sich. Das Fachwerk lässt darauf schließen, dass wir uns nicht in einer Großstadt befinden, was meiner Meinung nach dem Inhalt des Buches gerecht wird.

Klappentext:
Zwei verbitterte Rivalen, zwei hasserfüllte Dörfer der ideale Stoff für große Literatur und große Tragödien. Keiner wusste es besser als Shakespeare, dessen Klassiker »Romeo und Julia« in dem unterfränkischen Dorf Sommerhausen aufgeführt werden soll. Friedrich Fichte, ein junger Llehrer, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die feindseligen Dörfer Winterhausen und Sommerhausen einander näherzubringen. Mit viel Mühe und Aufwand stellt er daher eine Theatergruppe mit Schülern aus beiden Ortschaften zusammen. Er hat alle Hände voll zu tun mit seiner pubertären Akteursschar, der er nicht nur die Flausen, sondern auch den Dialekt austreiben muss. Schließlich ist es so weit, der große Abend steht bevor. Doch eine Sache ist bei der Premiere anders als bei den zahlreichen Proben: Julia wacht nicht mehr auf

Inhalt:
Die Hürden, die Fritz und seine Theatergruppe nehmen mussten sind zwar 1974 - aber leider euch heute noch in vielen Dörfchen und auch (leider) in den großen Ländern und Weltmächten zu spüren.
Ich finde Herr Vogtmann hat das Thema Feindschaft und Hass sehr schön umgesetzt. Die entstehende Liebe zwischen Rosie und Erich war auch ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Liebe eben nicht fragt, wer oder was oder woher jemand kommt - sie entsteht einfach.
Beim Schuss bin ich sehr erschrocken. Also bei dem zweiten. Ich konnte gar nicht mehr aufhören mit weiterlesen und hab somit das ganze Buch in einem Abend gefressen.
Die Geschehnisse nach dem Schuss sind schön emotional und mitreißend beschrieben. Was Fritz alles über sich ergehen lassen muss und wie sehr er darum kämpft, dass nicht Erich als Tatverdächtiger stehen gelassen wird. Der Selbstmord macht es den Ermittlern natürlich schwer etwas zu erfragen, doch finde ich die Kombinationsgabe von Fritz sehr schön - zwar leicht laienhaft in mancher Hinsicht, aber er hat ja auch Geschichte und nicht Kriminologie studiert.
Durch die Missgunst, die nun aufgrund der Tragödien in beiden Dörfern gehegt wird, verleitet alle zu neuem Hass und zu kriegerischen bzw provokativen Handlungen. Doch Fritz gibt nicht auf und seine Hartnäckigkeit wird am Ende belohnt. Der wahre Täter zeigt sich selbst, auch wenn Fritz von ihm erstmal schön einstecken darf.

Nachdem der wahre Täter gefunden wurde, fällt es den beiden Dörfern leichter, den langen Zwist doch endlich Stück für Stück abzulegen.


Sprache und Stil:
Der Schreibstil bzw der Dialekt ist sehr schön. Grade für gebürtige Bayern, die in anderen Bundesländern leben ist das neben Rita Falk echt sehr schön zu lesen. Ich war positiv überrascht, wie sehr man sich in Fritz hineinversetzen kann, obwohl die Handlung ja eigentlich in dritter Perspektive erzählt wird.

Fazit:
Ein sehr schöner, langsam beginnender Kriminalroman, der diesmal nicht mit einem Kommisar in der Hauptrolle geschmückt wird. Ich fand das Buch so fesselnd, dass ich es binnen eines Abends/Nachts gefressen habe. Auf jeden Fall für jeden Dorfkrimifan eine Empfehlung wert!

Ich vergebe vier von fünf Sternen.

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T

Rezension zu "Wintersommer" von Michael Vogtmann

Spannung fehlt
testandtryvor 2 Jahren

Das Buch spielt im Jahr 1974. Die Dörfer Sommerhausen und Winterhausen sind schon lange miteinander verfeindet. Der junge Lehrer Friedrich Fichte versucht durch ein gemeinsames Theaterstück beide Dörfer miteinander zu versöhnen. Darum hat er sich auch "Romeo und Julia" als Theaterstück herausgesucht. Den Romeo und die Julia spielen jeweils Schauspieler aus beiden Dörfern. Am Anfang scheint Friedrich's Plan zu gelingen. Beide Dörfer fiebern der Premiere entgegen und alle Schauspieler gehen versöhnlich miteinander um. Doch bei der Premiere kommt es zur Katastrophe. Denn in der Version von Friedrich's "Romeo und Julia" soll sich Julia mit einer Spielzeugpistole erschießen. Doch bei der Premiere stellt sich diese als echte Pistole heraus und Julia wird vor dem ganzen Publikum erschossen. Jemand hat die Pistolen ausgetauscht. Zuerst wird Erich, der Romeo-Darsteller, verdächtigt. Und auch nachdem er sich selbst erschießt, ist für die Polizei Erich immer noch der Täter, der die Julia-Darstellerin umgebracht hat. Doch Lehrer Friedrich Fiste glaubt auch nach seinem Selbstmord noch an seine Unschuld. Er beginnt sich selbst auf die Suche nach dem Täter zu machen.Das Buch würde ich in 2 Teile bewerten. Nämlich vor dem Schuss und nach dem Schuss. Denn vor dem Schuss finde ich das Buch noch gut. Ich finde die Idee mit dem Theaterstück prima um beide Dörfer wieder miteinander zu versöhnen. Das Engagement des Lehrers, der das Theaterstück leitet, finde ich toll. Man erfährt auch einiges über Friedrich Fichte. Er ist schwul und muss das verheimlichen. Schließlich war 1974 Homosexualität noch strafbar. Er ist sogar eine Scheinehe mit einer lesbischen Volleyballnationalspielerin eingegangen, die aber verstarb. Als Julia erschossen wird, ist Friedrich schockiert. Und noch mehr als sich Erich selbst erschießt. Friedrich wendet sich immer mehr dem Alkohol zu. Für mich hat er ein Alkoholproblem. Und er beginnt immer mehr zu jammern. Statt das man mehr über den Streit der Dörfer und der Suche nach den Mördern erfährt, wird die Geschichte um Friedrich weiter vertieft und viele Details sind einfach überflüssig. Nach dem Schuss wird mir Friedrich immer unsymphatischer und nervt einfach nur. Für mich ist er auch ein bisschen ein Muttersöhnchen. Der Autor schweift immer mehr vom eigentlichen Geschehen ab und es wird immer langweiliger das Buch zu lesen. So stelle ich mir keinen spannenden Krimi vor. Am Ende wusste ich gar nicht mehr um welches Personen es sich handelte, wenn z.B. von Andreas Neuber die Rede war. Denn das stand am Anfang bzw. Mitte des Buches. Aber das vergisst man, weil der Autor sich in Nebensächlichkeiten vertieft. Das Ende ist auch absehbar und keine Überraschung mehr. 

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Gespräche aus der Community

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Mein Kriminalroman »Wintersommer« spielt in den unterfränkischen Dörfern Sommer- und Winterhausen in der Nähe von Würzburg, wo ich aufgewachsen bin.  

„Der Mond steht klar und glänzend am Himmel. Shakespeare-Mond. Er wirft ein gespenstisches Licht auf die beiden Dörfer, wo in den meisten Häusern die Fenster hell erleuchtet sind. Sie werden es noch lange bleiben in dieser Nacht des Schreckens.“

 Seit Jahrhunderten sind die beiden Dörfer, die an den gegenüberliegenden Ufern des Mains liegen, verfeindet. Doch Fritz Fichte, ein junger Lehrer und neu in Winterhausen, setzt sich die kühne Aufgabe in den Kopf, die beiden Parteien zu versöhnen. Er startet diese Herkulesarbeit mit einem Theaterstück. Und welches läge da näher als „Romeo und Julia“? Tatsächlich gelingt es ihm, Bewohner aus beiden Dörfern als Schauspieler für das Stück zu gewinnen. Viele Widerstände sind zu bewältigen, manche Katastrophe muss überwunden werden, aber nach einem dreiviertel Jahr intensiver gemeinsamer Proben kommt der Tag der lang ersehnten Premiere. Es zeichnet sich ein überragender Erfolg ab. Da ändert sich von einer Sekunde auf die andere alles …

In einem Wettlauf mit der Zeit sucht der junge Lehrer in der aufregenden Vergangenheit der Dörfer nach dem Ursprung des Hasses. Wird er es schaffen, die zarte Pflanze der Versöhnung doch noch zum Blühen zu bringen?


Die Hauptgeschichte spielt im Jahre 1974 und ich habe versucht mit Bezügen zur Politik (W. Brandt tritt zurück, Walter Scheel Bundespräsident, Modifizierung des strengen §175 > Verfolgung Homosexueller usw.), zum Sport (Bayern München Europapokalsieger im Endspiel gegen Atlético Madrid/Fußball WM) und sehr stark zur Rockmusik, Zeitatmosphäre herzustellen.

 Mit Zitaten aus Shakespeare-Stücken und -Sonetten und mit Beschreibungen von Theaterabläufen möchte ich euch außerdem ein bisschen Theaterluft schnuppern lassen. Denn da kenne ich mich aus, da ich seit vierzig Jahren dem Beruf des Schauspielers nachgehe.

 

Aber vor allem soll es eine spannende und amüsante Lektüre sein! Ob es mir gelungen ist? Das wird eine hoffentlich spannende Leserunde zeigen!

Einen kleinen Einblick könnt ihr schon in diesem Video bekommen:
###YOUTUBE-ID=9SBblRg1MBo###

Zusammen mit dem Allitera Verlag verlose ich 10 E-Books als PDF oder epub an LeserInnen, die hier mit mir diskutieren wollen! Dafür müsst ihr euch nur bewerben und am Ende der Leserunde eine Rezension schreiben.

Damit ein möglichst intensiver Austausch stattfinden kann, werde ich regelmäßig die verschiedenen Beiträge lesen und kommentieren.

 Ich freue mich auf interessante Gespräche und Diskussionen mit euch!

D
Letzter Beitrag von  Dauerleserinvor 2 Jahren
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