Michael Vogtmann Wintersommer

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Inhaltsangabe zu „Wintersommer“ von Michael Vogtmann

Zwei verbitterte Rivalen, zwei hasserfüllte Dörfer – der ideale Stoff für große Literatur und große Tragödien. Keiner wusste es besser als Shakespeare, dessen Klassiker »Romeo und Julia« in dem unterfränkischen Dorf Sommerhausen aufgeführt werden soll. Friedrich Fichte, ein junger Llehrer, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die feindseligen Dörfer Winterhausen und Sommerhausen einander näherzubringen. Mit viel Mühe und Aufwand stellt er daher eine Theatergruppe mit Schülern aus beiden Ortschaften zusammen. Er hat alle Hände voll zu tun mit seiner pubertären Akteursschar, der er nicht nur die Flausen, sondern auch den Dialekt austreiben muss. Schließlich ist es so weit, der große Abend steht bevor. Doch eine Sache ist bei der Premiere anders als bei den zahlreichen Proben: Julia wacht nicht mehr auf...

Leider war das Buch kein spannender regionaler Krimi wie ich mir erhofft habe.

— testandtry
testandtry

Kurzweiliger und unterhaltsamer Krimi, der den Leser oft zum schmunzeln bringt.

— Stelze74
Stelze74

Ansich hat mir der Krimi gut gefallen, aber ich fand doch manche Szenen einfach zu lang und Friedrich irgendwie unsympathisch....

— Sabrinas_fantastische_Buchwelt
Sabrinas_fantastische_Buchwelt

Sehr gelungen!

— Svanny
Svanny

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  • Spannend und sehr menschlich

    Wintersommer
    Streiflicht

    Streiflicht

    11. July 2016 um 18:59

    Dieses Buch hat mich vor allem durch seine tiefe Menschlichkeit begeistert. Die Hauptfigur Fritz hadert immer wieder mit ihrem Leben und versucht, ein guter Mensch zu sein. Dennoch ist Fritz dem Alkohol sehr zugetan und seine sexuellen Neigungen sind 1974 ein großes Problem, gerade im ländlichen Bereich. Als er versucht, mit Hilfe eines Theaterstücks zwei verfeindete Dörfer zu versöhnen, endet alles noch schlimmer als es vorher war. Oder? Und wer ist eigentlich derjenige, der die Pistolen ausgetauscht hat? Fritz lässt sich nicht beirren und sucht beharrlich nach dem Täter.Michael Vogtmann gelingt es auf beeindruckende Weise, den Zeitgeist der 70er Jahre aufleben und lebendig werden zu lassen. Das Buch ist nicht nur ein Krimis, sondern zugleich ein spannendes historisches Dokument. Gut gefallen hat mir auch der humorvolle Ton, der trotz aller Tragik immer wieder aufkommt!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
    kubine

    kubine

    01. July 2016 um 18:57
  • Leserunde zu "Wintersommer" von Michael Vogtmann

    Wintersommer
    MVogtmann

    MVogtmann

    Mein Kriminalroman »Wintersommer« spielt in den unterfränkischen Dörfern Sommer- und Winterhausen in der Nähe von Würzburg, wo ich aufgewachsen bin.   „Der Mond steht klar und glänzend am Himmel. Shakespeare-Mond. Er wirft ein gespenstisches Licht auf die beiden Dörfer, wo in den meisten Häusern die Fenster hell erleuchtet sind. Sie werden es noch lange bleiben in dieser Nacht des Schreckens.“  Seit Jahrhunderten sind die beiden Dörfer, die an den gegenüberliegenden Ufern des Mains liegen, verfeindet. Doch Fritz Fichte, ein junger Lehrer und neu in Winterhausen, setzt sich die kühne Aufgabe in den Kopf, die beiden Parteien zu versöhnen. Er startet diese Herkulesarbeit mit einem Theaterstück. Und welches läge da näher als „Romeo und Julia“? Tatsächlich gelingt es ihm, Bewohner aus beiden Dörfern als Schauspieler für das Stück zu gewinnen. Viele Widerstände sind zu bewältigen, manche Katastrophe muss überwunden werden, aber nach einem dreiviertel Jahr intensiver gemeinsamer Proben kommt der Tag der lang ersehnten Premiere. Es zeichnet sich ein überragender Erfolg ab. Da ändert sich von einer Sekunde auf die andere alles … In einem Wettlauf mit der Zeit sucht der junge Lehrer in der aufregenden Vergangenheit der Dörfer nach dem Ursprung des Hasses. Wird er es schaffen, die zarte Pflanze der Versöhnung doch noch zum Blühen zu bringen? Die Hauptgeschichte spielt im Jahre 1974 und ich habe versucht mit Bezügen zur Politik (W. Brandt tritt zurück, Walter Scheel Bundespräsident, Modifizierung des strengen §175 > Verfolgung Homosexueller usw.), zum Sport (Bayern München Europapokalsieger im Endspiel gegen Atlético Madrid/Fußball WM) und sehr stark zur Rockmusik, Zeitatmosphäre herzustellen.  Mit Zitaten aus Shakespeare-Stücken und -Sonetten und mit Beschreibungen von Theaterabläufen möchte ich euch außerdem ein bisschen Theaterluft schnuppern lassen. Denn da kenne ich mich aus, da ich seit vierzig Jahren dem Beruf des Schauspielers nachgehe.   Aber vor allem soll es eine spannende und amüsante Lektüre sein! Ob es mir gelungen ist? Das wird eine hoffentlich spannende Leserunde zeigen! Einen kleinen Einblick könnt ihr schon in diesem Video bekommen: Zusammen mit dem Allitera Verlag verlose ich 10 E-Books als PDF oder epub an LeserInnen, die hier mit mir diskutieren wollen! Dafür müsst ihr euch nur bewerben und am Ende der Leserunde eine Rezension schreiben. Damit ein möglichst intensiver Austausch stattfinden kann, werde ich regelmäßig die verschiedenen Beiträge lesen und kommentieren.  Ich freue mich auf interessante Gespräche und Diskussionen mit euch!

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    • 93
  • Wintersommer - Rezension

    Wintersommer
    Steffinitiv

    Steffinitiv

    29. June 2016 um 08:03

    Cover:Das Cover ist sehr schön düster gehalten, wie es sich für einen Kriminalroman gehört. Ich finde die Vögel zwischen den Fachwerkhäusern irgendwie sehr ansprechend - die haben nochmal etwas verwunschenes an sich. Das Fachwerk lässt darauf schließen, dass wir uns nicht in einer Großstadt befinden, was meiner Meinung nach dem Inhalt des Buches gerecht wird.Klappentext:Zwei verbitterte Rivalen, zwei hasserfüllte Dörfer der ideale Stoff für große Literatur und große Tragödien. Keiner wusste es besser als Shakespeare, dessen Klassiker »Romeo und Julia« in dem unterfränkischen Dorf Sommerhausen aufgeführt werden soll. Friedrich Fichte, ein junger Llehrer, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die feindseligen Dörfer Winterhausen und Sommerhausen einander näherzubringen. Mit viel Mühe und Aufwand stellt er daher eine Theatergruppe mit Schülern aus beiden Ortschaften zusammen. Er hat alle Hände voll zu tun mit seiner pubertären Akteursschar, der er nicht nur die Flausen, sondern auch den Dialekt austreiben muss. Schließlich ist es so weit, der große Abend steht bevor. Doch eine Sache ist bei der Premiere anders als bei den zahlreichen Proben: Julia wacht nicht mehr aufInhalt:Die Hürden, die Fritz und seine Theatergruppe nehmen mussten sind zwar 1974 - aber leider euch heute noch in vielen Dörfchen und auch (leider) in den großen Ländern und Weltmächten zu spüren. Ich finde Herr Vogtmann hat das Thema Feindschaft und Hass sehr schön umgesetzt. Die entstehende Liebe zwischen Rosie und Erich war auch ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Liebe eben nicht fragt, wer oder was oder woher jemand kommt - sie entsteht einfach.Beim Schuss bin ich sehr erschrocken. Also bei dem zweiten. Ich konnte gar nicht mehr aufhören mit weiterlesen und hab somit das ganze Buch in einem Abend gefressen.Die Geschehnisse nach dem Schuss sind schön emotional und mitreißend beschrieben. Was Fritz alles über sich ergehen lassen muss und wie sehr er darum kämpft, dass nicht Erich als Tatverdächtiger stehen gelassen wird. Der Selbstmord macht es den Ermittlern natürlich schwer etwas zu erfragen, doch finde ich die Kombinationsgabe von Fritz sehr schön - zwar leicht laienhaft in mancher Hinsicht, aber er hat ja auch Geschichte und nicht Kriminologie studiert.Durch die Missgunst, die nun aufgrund der Tragödien in beiden Dörfern gehegt wird, verleitet alle zu neuem Hass und zu kriegerischen bzw provokativen Handlungen. Doch Fritz gibt nicht auf und seine Hartnäckigkeit wird am Ende belohnt. Der wahre Täter zeigt sich selbst, auch wenn Fritz von ihm erstmal schön einstecken darf. Nachdem der wahre Täter gefunden wurde, fällt es den beiden Dörfern leichter, den langen Zwist doch endlich Stück für Stück abzulegen.Sprache und Stil:Der Schreibstil bzw der Dialekt ist sehr schön. Grade für gebürtige Bayern, die in anderen Bundesländern leben ist das neben Rita Falk echt sehr schön zu lesen. Ich war positiv überrascht, wie sehr man sich in Fritz hineinversetzen kann, obwohl die Handlung ja eigentlich in dritter Perspektive erzählt wird. Fazit:Ein sehr schöner, langsam beginnender Kriminalroman, der diesmal nicht mit einem Kommisar in der Hauptrolle geschmückt wird. Ich fand das Buch so fesselnd, dass ich es binnen eines Abends/Nachts gefressen habe. Auf jeden Fall für jeden Dorfkrimifan eine Empfehlung wert!Ich vergebe vier von fünf Sternen.

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  • Spannung fehlt

    Wintersommer
    testandtry

    testandtry

    28. June 2016 um 20:21

    Das Buch spielt im Jahr 1974. Die Dörfer Sommerhausen und Winterhausen sind schon lange miteinander verfeindet. Der junge Lehrer Friedrich Fichte versucht durch ein gemeinsames Theaterstück beide Dörfer miteinander zu versöhnen. Darum hat er sich auch "Romeo und Julia" als Theaterstück herausgesucht. Den Romeo und die Julia spielen jeweils Schauspieler aus beiden Dörfern. Am Anfang scheint Friedrich's Plan zu gelingen. Beide Dörfer fiebern der Premiere entgegen und alle Schauspieler gehen versöhnlich miteinander um. Doch bei der Premiere kommt es zur Katastrophe. Denn in der Version von Friedrich's "Romeo und Julia" soll sich Julia mit einer Spielzeugpistole erschießen. Doch bei der Premiere stellt sich diese als echte Pistole heraus und Julia wird vor dem ganzen Publikum erschossen. Jemand hat die Pistolen ausgetauscht. Zuerst wird Erich, der Romeo-Darsteller, verdächtigt. Und auch nachdem er sich selbst erschießt, ist für die Polizei Erich immer noch der Täter, der die Julia-Darstellerin umgebracht hat. Doch Lehrer Friedrich Fiste glaubt auch nach seinem Selbstmord noch an seine Unschuld. Er beginnt sich selbst auf die Suche nach dem Täter zu machen.Das Buch würde ich in 2 Teile bewerten. Nämlich vor dem Schuss und nach dem Schuss. Denn vor dem Schuss finde ich das Buch noch gut. Ich finde die Idee mit dem Theaterstück prima um beide Dörfer wieder miteinander zu versöhnen. Das Engagement des Lehrers, der das Theaterstück leitet, finde ich toll. Man erfährt auch einiges über Friedrich Fichte. Er ist schwul und muss das verheimlichen. Schließlich war 1974 Homosexualität noch strafbar. Er ist sogar eine Scheinehe mit einer lesbischen Volleyballnationalspielerin eingegangen, die aber verstarb. Als Julia erschossen wird, ist Friedrich schockiert. Und noch mehr als sich Erich selbst erschießt. Friedrich wendet sich immer mehr dem Alkohol zu. Für mich hat er ein Alkoholproblem. Und er beginnt immer mehr zu jammern. Statt das man mehr über den Streit der Dörfer und der Suche nach den Mördern erfährt, wird die Geschichte um Friedrich weiter vertieft und viele Details sind einfach überflüssig. Nach dem Schuss wird mir Friedrich immer unsymphatischer und nervt einfach nur. Für mich ist er auch ein bisschen ein Muttersöhnchen. Der Autor schweift immer mehr vom eigentlichen Geschehen ab und es wird immer langweiliger das Buch zu lesen. So stelle ich mir keinen spannenden Krimi vor. Am Ende wusste ich gar nicht mehr um welches Personen es sich handelte, wenn z.B. von Andreas Neuber die Rede war. Denn das stand am Anfang bzw. Mitte des Buches. Aber das vergisst man, weil der Autor sich in Nebensächlichkeiten vertieft. Das Ende ist auch absehbar und keine Überraschung mehr. 

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  • Kurzweilig und unterhaltsam!

    Wintersommer
    Stelze74

    Stelze74

    27. June 2016 um 18:16

    Zwei verfeindete Dörfer in Franken, Lehrer Fritz, der durch seine sehr offenen Anschauungen diesen Zustand ändern möchte und eine gute Portion Humor. Fertig ist eine Geschichte, die den Leser mit ins Jahr 1974 nimmt und gut unterhält. Mir hat das Buch gut gefallen. Die Geschichte wurde sehr bildlich geschrieben und ich konnte alles gut nachvollziehen und mir vorstellen. Man wird unaufdringlich an Shakespeares »Romeo und Julia« erinnert und fiebert mit Fritz und seinem Theaterteam der Premiere entgegen. Die Protagonisten sind sympathisch und jeder, der auf dem Land lebt, kann sie nachvollziehen, weil man diesen oder jenen aus seinem Ort wiedererkennt. Der Schreibstil von Michael Vogtmann gefällt mir richtig gut, ich musste so oft schmunzeln über seinen trockenen, gut platzierten Humor.Herzlichen Dank für dieses Buch, es hat Spaß gemacht! 

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  • Wintersommer

    Wintersommer
    Manu2106

    Manu2106

    25. June 2016 um 14:48

    Wintersommer ist ein leichter, mit Shakespeare Zitaten gespickter Krimi der im Jahre 1974 spielt. Zwei verbitterte Rivalen, zwei hasserfüllte Dörfer – der ideale Stoff für große Literatur und große Tragödien. Keiner wusste es besser als Shakespeare, dessen Klassiker »Romeo und Julia« in dem unterfränkischen Dorf Sommerhausen aufgeführt werden soll. Friedrich Fichte, ein junger Lehrer, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die feindseligen Dörfer Winterhausen und Sommerhausen einander näherzubringen. Mit viel Mühe und Aufwand stellt er daher eine Theatergruppe mit Schülern aus beiden Ortschaften zusammen. Er hat alle Hände voll zu tun mit seiner pubertären Akteursschar, der er nicht nur die Flausen, sondern auch den Dialekt austreiben muss. Schließlich ist es so weit, der große Abend steht bevor. Doch eine Sache ist bei der Premiere anders als bei den zahlreichen Proben: Julia wacht nicht mehr auf... Die Geschichte hat mir gefallen, der Anfang zieht sich für mein empfinden etwas in die länge, es dauert eine ganze Weile bis etwas passiert. Dennoch ist es spannend, denn wir lernen die Akteure und deren befinden etwas kennen. Ich hatte das Gefühl das das Theaterstück bei einigen Einwohnern beider Dörfer doch zum langsamen umdenken angregte. Bis es dann zum großen Knall kam, da war Seitens Aller auch gleich schon ein Täter gefunden, nur Fritz glaubte an seine Unschuld und begab sich auf die Suche nach dem wahren Mörder.... Spannung baut sich langsam auf, den Showdown am Ende fand ich gelungen, auch wenn dieser nicht wirklich überraschte. Gefallen haben mir die Shakespeare-Zitate, die passten jedesmal perfekt rein, auch die Bezüge zur Politik, die zu der Zeit Aktuell war wurde gut in die Geschichte integriert. Mit Fritz bin ich leider nicht wirklich warm geworden, ich fand seinen Alkoholkosum ein wenig nervig. Alle Charaktere werden gut beschrieben, wir bekommen ein Gutes Bild von den mitwirkenden Charakteren. Die Beschreibungen der Schauplätze fand ich gelungen, man konnte sich alles sehr gut vorstellen. Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm, die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Das wenige eingebaute fränkische Dialekt hat mir gefallen, es passte auch zur jeweiligen Situation und dem der es spricht. Lesen tun wir leider nur aus einer Sicht, aus die von Fritz, gerne hätte ich auch dem Kommissar etwas über die Schultern geschaut. Da mir "Wintersommer" ein paar schöne Lesestunden beschert hat, kann ich es nur empfehlen.

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  • Irgendwie hat mir etwas gefehlt !!

    Wintersommer
    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    25. June 2016 um 09:43

    Art; Krimi/fränkisch Seiten: 175 Reihe: - Verlag: Allitera Wie oft hatte er sich gedacht: Was für eine Schnapsidee, diese zwei Dörfer zueinander zu führen, und dann auch noch mit diesem außerordentlich schwierigen Shakespeare! Diese Dorftrottel haben keine Ahnung, worum es da geht, die haben nur Most, Streit und Bratwurst im Kopf. Am liebsten ständig auf der Lauer liegen und im günstigen Moment den Nachbarn ein paar Zentimeter Land klauen. Und dennoch - es war eine gute Zeit. //S.37-38// Klappentext: Zwei verbitterte Rivalen, zwei hasserfüllte Dörfer – der ideale Stoff für große Literatur und große Tragödien. Keiner wusste es besser als Shakespeare, dessen Klassiker »Romeo und Julia« in dem unterfränkischen Dorf Sommerhausen aufgeführt werden soll. Friedrich Fichte, ein junger Llehrer, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die feindseligen Dörfer Winterhausen und Sommerhausen einander näherzubringen. Mit viel Mühe und Aufwand stellt er daher eine Theatergruppe mit Schülern aus beiden Ortschaften zusammen. Er hat alle Hände voll zu tun mit seiner pubertären Akteursschar, der er nicht nur die Flausen, sondern auch den Dialekt austreiben muss. Schließlich ist es so weit, der große Abend steht bevor. Doch eine Sache ist bei der Premiere anders als bei den zahlreichen Proben: Julia wacht nicht mehr auf... Meine Meinung: Ich bin eher durch Zufall über dieses Buch gestolpert ! Da mich Shakepeare mitunter doch auch interessiert und ich die Idee des Autors spannend fand, las ich es. Nachdem ich jetzt durch habe, bin ich bei meiner Meinung schon etwas zwiegespalten ! Einerseits finde ich es klasse, andererseits aber auch nicht. Die ertse Hälfte fand ich wirklich gut, danach langweilte es mich ! Was gefiel mir ? Die erste Hälfte fand ich echt klasse...man spürte diese Anspannung zwischen den Dörfern...sie war praktisch greifbar...und ich wartete nur auf den Mord. Ich glaube, ich war nich nie so begierig darauf, dass mal einer stirbt. Auch wenn man schon vorher wusste wie, wannn & wo, war es doch echt unerträglich spannend. Als besagte Szene dann endlich kam, fand ich sie wirklich gut beschrieben. Das Chaos, die Gefühle der Menschen....das ganze Feeling der Situation waren perfekt rübergebracht. Ich war entsetzt...schockiert... Den Dialekt fand ich in der ersten Hälfte ebenfalls echt klasse. Verständlich..ohne irgendwelche Spezieworte, die kein Mensch in meiner Region verstehen würde oder so. Da gefiel mir wirklich. Der Schreibstil war flüssig und gut lesbar. Was gefiel mir nicht ? Die zweite Hälfte !! Nach dem Mord...der eigentlich ein provzierter Selbstmord war, wurde es mir dann doch recht schnell langweilig. Okay...der zweite Todesfall schockierte und auch Inges Geschichte packte mich ungemein, weil ich schon immer ein großes Interesse am 2. Weltkrieg hatte, aber es war mir zu sehr auf Fichte konzentriert. Ich hatte kaum das Gefühl, noch einen Krimi in den Händen zu halten...dieses Feeling kehrte erst wieder zum Schluss, wenn der Möchtegern-Sherlock Holmes ermittelte ! Klar ist Fichtes Hintergrundstory interessant und es spiegelt sich im Allgemeinen auch ganz gut die damalige Zeit wieder...aber es packte mich null komma nadda... Zumal ich Fichte irgendwann einfach nicht mehr leiden konnte...es kam mir vor, als würde er die ganze Zeit nur über seine Situation rumheulen...Ich hätte ihn mir etwas stärker vorgestellt ! Ansich mag ich ja Krimis, in denen die Polizei eher eine Nebenrolle spielt, aber es hätten doch gerne mehr Ermittlungen sein können...mein Gefühl jedenfalls... Ich fand es jedenfalls schade, dass der schöne Anfang dann doch so ausuferte....es ist nicht schlecht oder so, aber dann doch nicht mehr mein Fall gewesen, Cover: Das Cover finde ich mehr als passend. Ich liebe es !! Es ist schön düster udn unheilvoll...die Fachhäuse und die Vögel am Himmel passen einfach perfekt !! Bewertung: Schon während des Lesens habe ich mir viele Gedanken zu der Bewertung gemacht. Hoch loben kann ich das Buch eindeutig nicht...aber genauso wenig kann ich es runtermachen, weil mir doch einiges gefiel...ich denke, hier ist die Mitte gerecht.. Deswegen gibt es von mir: 3 von 5 Sterne

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  • Sehr guter regionaler Krimi mit dem Hintergrund der 70er Jahre

    Wintersommer
    Svanny

    Svanny

    24. June 2016 um 20:23

    „Der Mond steht klar und glänzend am Himmel. Shakespeare-Mond. Er wirft ein gespenstisches Licht auf die beiden Dörfer, wo in den meisten Häusern die Fenster hell erleuchtet sind. Sie werden es noch lange bleiben in dieser Nacht des Schreckens.“  Seit Jahrhunderten sind die beiden Dörfer, die an den gegenüberliegenden Ufern des Mains liegen, verfeindet. Doch Fritz Fichte, ein junger Lehrer und neu in Winterhausen, setzt sich die kühne Aufgabe in den Kopf, die beiden Parteien zu versöhnen. Er startet diese Herkulesarbeit mit einem Theaterstück. Und welches läge da näher als „Romeo und Julia“? Tatsächlich gelingt es ihm, Bewohner aus beiden Dörfern als Schauspieler für das Stück zu gewinnen. Viele Widerstände sind zu bewältigen, manche Katastrophe muss überwunden werden, aber nach einem dreiviertel Jahr intensiver gemeinsamer Proben kommt der Tag der lang ersehnten Premiere. Es zeichnet sich ein überragender Erfolg ab. Da ändert sich von einer Sekunde auf die andere alles … In einem Wettlauf mit der Zeit sucht der junge Lehrer in der aufregenden Vergangenheit der Dörfer nach dem Ursprung des Hasses. Wird er es schaffen, die zarte Pflanze der Versöhnung doch noch zum Blühen zu bringen? Bewertung: Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Der regionale Bezug mit den sprachlichen 'Besonderheiten' hat den Krimi gut erweitert. Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Autor auf eine falsche Fährte geführt hat, was den Mörder angeht. So etwas ist für mich das Zeichen, dass das Buch mindestens 4 Sterne verdient hat. Dieser Krimi hat sogar 5 verdient, da der historische Hintergrund mit den sich daraus hervorgerufenen Begebenheiten (Homosexuelle und Behinderte werden noch nicht zu 100% akzeptiert) den Krimi abrundet. Auch die Shakespeare Zitate passen jedes Mal wirklich gut in den Zusammenhang hinein. Ich kann für dieses Buch auf jeden Fall eine Kaufempfehlung/ Leseempfehlung raus geben, hinter der ich zu 100% stehe.

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  • Toller Lokalkrimi mit Theaterbezug

    Wintersommer
    Alex1309

    Alex1309

    24. June 2016 um 14:05

    Das Cover zeigt schöne Fachwerkhäuser und im Titel werden die zwei Orte der Handlung, Winter- und Sommerhausen, zusammengefasst. Der Klappentext des Krimis hat mich angesprochen und ich war gespannt auf die Handlung und die Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und locker und ich konnte mir sowohl die handelnden Akteure als auch die Handlungsorte sehr bildlich vorstellen. Der Spannungsbogen hat sich langsam aufgebaut und bis zum Schluss gehalten. An manchen Stellen des Buches war es mir etwas zu langatmig, aber insgesamt konnte mich der Lokalkrimi von Michael Vogtmann überzeugen.

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