Michael Wäser

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Michael Wäser

Lebenslauf von Michael Wäser

Michael Wäser wurde im Saarland geboren und lebt in Berlin. Er schrieb Drehbücher in Kino-, TV- und edutainment-Bereich, verfasste als Autor und Ghostwriter Biografien und Autobiografien und führte den Berliner „Geschichtenladen“. 2011 erschien sein Debütroman „Familie Fisch macht Urlaub“ bei Buchbäcker in München. Er ist Stammautor der Pankower Lesebühne „So noch nie“. „Warum der stille Salvatore eine Rede hielt“ wurde vom Deutschen Literaturfonds gefördert und ist sein zweiter Roman. Er arbeitet momentan an seinem dritten Roman.

Alle Bücher von Michael Wäser

Michael WäserWarum der stille Salvatore eine Rede hielt
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Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
 (3)
Erschienen am 24.09.2015
Michael WäserFamilie Fisch macht Urlaub
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Familie Fisch macht Urlaub
Familie Fisch macht Urlaub
 (2)
Erschienen am 18.01.2011
Michael WäserIn uns ist Licht
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In uns ist Licht
In uns ist Licht
 (0)
Erschienen am 20.06.2018
Michael WäserThuuban: Die gelbe Schlange
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Thuuban: Die gelbe Schlange
Thuuban: Die gelbe Schlange
 (0)
Erschienen am 27.07.2011

Neue Rezensionen zu Michael Wäser

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abetterways avatar

Rezension zu "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" von Michael Wäser

Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
abetterwayvor 3 Jahren

Inhalt:
"Sein Einzelgängerleben ist schlagartig vorbei, als Salvatore Krig mit seinem Motorroller in einen spektakulären Unfall verwickelt wird. Die Bürger seiner Heimat, des Kleinstaates Bovnik, lassen ihm keine ruhige Minute mehr. Dasselbe gilt für die Nachbarn aus Thunak, obwohl seit Jahren Krieg herrscht zwischen beiden Ländern. Sympathischer werden dem schweigsamen Mann seine Mitmenschen dadurch allerdings auch nicht, denn Bovniker und Thunakis sind Stinkstiefel aus Überzeugung. Verzweifelt sucht Salvatore sein altes Leben. Stattdessen findet er: Freunde mit Stielaugen oder einem richtig dicken Problem, die Liebe einer gesuchten Staatsfeindin und Gegner, die vor keiner Grausamkeit zurückschrecken. Der stille Held Salvatore ist ein Bruder des Simplicissimus aus dem 30jährigen Krieg. Die kleine, wahnsinnige Welt dieses Romans ist absurd, zärtlich, barbarisch, altmodisch und utopisch zugleich."

Meinung:
Der Autor schafft es einen sehr komplexen Roman zu schaffen der sehr vielseitig ist und das ganze von vielen Perspektiven beleuchtet.
Teilweise hatte ich ein Problem damit da es so komplex war, habe ein bisschen länger gebraucht um in den Roman hineinzukommen aber dann hat es mir richtig Spaß gemacht in das Buch einzutauchen.

Teilweise sind manche Perspektiven überspitzt beschrieben und dargestellt, aber genau das regt zum nachdenken an.

Wunderbar gelungen!

Fazit:
Das Buch ist sehr anspruchsvoll und komplex und kann sicher nicht zwischendurch gelesen werden.

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H

Rezension zu "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" von Michael Wäser

Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
hundeliebhabervor 3 Jahren

Klappentext:
Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen - dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?


Mir fällt es schwer, den Inhalt auf den Punkt gebracht zusammenzufassen, weil der Roman so vielschichtig ist. Salvatore überlebt einen tragischen Unfall, was ganz Bovnik und Thunak beeindruckt. Ab sofort wird ihm jegliche mediale Aufmerksamkeit gewidmet, er wird als Held gefeiert. Durch diesen Unfall ändert sich sein Einzelgänger-Lebensstil und er knüpft neue Kontakte. Kontakte, die sein Weltbild und seine Lebensweise verändern...

"Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" spielt in einer Gesellschaft, die von Krieg geprägt ist. Bovnik und Thunak kämpfen seit Jahren unerbittlich. Durch eine spezielle Waffentechnik nimmt die Gesellschaft keinen (tödlichen) Schaden und steht dem Krieg abgestumpft gegenüber. Die Schilderung dieses Umstands finde ich im Buch sehr gelungen, weil sie in überspitzter, sarkastischer und gleichzeitig sehr einfacher Form dargestellt wird.
Salvatore verkörpert Veränderung in jeglicher Hinsicht - persönliche und gesellschaftliche Veränderung.

Michael Wäser hat den Roman sehr vielschichtig gestaltet. Da aus verschiedenen Perspektiven berichtet wird, und der Leser sukzessive Einblicke in die bovnische und thunakische Gesellschaft erhält, hat es mich einige Seiten gekostet, die Zusammenhänge und Entwicklungen nachzuvollziehen. Diese Erfahrung finde ich sehr spannend, da beim Lesen mit meinem Verständniss und meinen Interpretationsansätzen gespielt wurde. Im Nachhinein klärten sich alle Zusammenhänge, in denen Salvatore der rote Faden ist.
In dem Buch sind die unterschiedlichen Themen wie Krieg, persönliche Abgestumpftheit, Abneigung, der Kampf um Veränderung, Freundschaft, Liebe, Kraft, Mut etc. auf höchster Ebene miteinander auf überspitzte, sarkastische, abgründige, und absolut eindrucksvolle Weise verbunden und ergeben ein großes Ganzes.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, weil er sehr komplex, anspruchsvoll und gleichzeitig schlicht ist. Wer auf lange Sätze, viele Einbettungen und einen anspruchsvollen Schreibstil steht, wird hier auf seine Kosten kommen.
Die Figuren sind, wie bereits oben angedeutet, sukzessiv beschrieben und ergeben Kapitel für Kapitel ein Gesamtbild ab. Diese Vorgehensweise gefällt mir. Salvatore war mir von der ersten Seite an sympathisch und entwickelte sich für mich als DIE feste Komponente. Auch Vera gefällt mir in ihrer Beschreibung sehr gut.

Die Entwicklungen sind alle stimmig und finden in einem (für mich teilweise überraschenden) Ende ihren Höhepunkt.

Ich kann für dieses Buch definitiv eine Leseempfehlung aussprechen!

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KerstinnIs avatar

Rezension zu "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" von Michael Wäser

Warum der stille Salvatore eine Rede hielt
KerstinnIvor 3 Jahren

" Er blickte aufs Meer. Wie er hierher gelangt war, wusste Salvatore nicht. Er war einfach gefahren und gefahren, und jetzt stand er mit seinem Motorroller am Strand. Dorthin, dachte er. Wie komme ich dorthin. Er konnte das Wasser riechen, den Seetang, der an den Strand gespült wurde, die Muscheln, die im Schlick gluckerten und das Wasser reinigten.(...) Wie komme ich dorthin. Um ihn und seinen Roller herum standen etwa hundert Badegäste und nahmen ihm die Sicht auf das Meer, standen dicht gedrängt um ihn herum und lächelten ihn an." Es fällt mir recht schwer, den Inhalt dieses Buches zusammenzufassen, da es so viele Bestandteile hat, die ich erwähnenswert finde um auf dieses Buch aufmerksam zu machen. Es geht um Salvatore, einen etwas eigentümlichen, einsamen Helden der ungewollt ins Zentrum der medialen Aufmerksamkeit gerät. Die passiert in einer von Krieg geprägten Gesellschaft, die diesen zwar patriotisch aber eher desinteressiert verfolgt- denn für die Bevölkerung besteht durch eine besondere Form der Kriegsführung keine Gefahr. Die Gesellschaft ist unfreundlich und es gibt wenig Solidarität und Herzlichkeit in Bovnik. Nur Zu Salvatore scheinen plötzlich alle nett zu sein. Und dann ist da noch die geheimnisvolle Vera, die in Salvatores Leben purzelt und ihm nichts über sich verrät- aber sein Leben trotzdem wieder bereichert. Und dann, ja dann soll er aufeinmal eine Rede halten. Dieses Buch ist in jedem Fall etwas besondres. Zum einen weil mich die Idee der Beschreibung der Kriegsfüfhrung und der damit einhergehenden Verändrung der Gesellschaft sehr gelungen finde. Ein Land in dem Krieg geführt wird, aber die Gesellschaft derart abstumpft ist erschreckend, aber irgendwie auch nicht unrealistisch. Es wirkt, wie eine Dystopie, die es aber nicht sein muss, viel mehr macht der Autor aufmerksam auf die Abstumpfung gegenüber Kriegshandlungen die uns nicht unmittelbar betroffen. Insbesondere eine Szene ist mir in dem Buch besonders übel aufgefallen und im Gedächtnis geblieben, die zeigt, wie abstrus Krieg eigentlich ist. Aber auch der Umgang der Medien mit einem Helden, der Umgang von Salvatore mit seiner Berühmtheit, die Idee des gewaltfreien Terorrismus- alles verpackt in ein wenig Humor, haben das Buch für mich sehr interessant und kurzweilig gemacht. Es spielt mit Grausamkeit, die übertrieben wirkt, aber dennoch eine Idee Wahrheit beheimatet- so kam es zumindest bei mir an und wird mir im Gedächtnis bleiben. Der Schreibstil gefällt mir also gut, ebenso die beiden Helden Vera und Salavatore. Ich möchte also unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen. Warum ich trotzdem nur vier Sterne gebe, findet seine Begründung im Ende. Leider ist der Showdown für mich etwas zu viel gewesen. In einem Hollywood Streifen wäre das sicher gut gekommen, in diesem, irgendwie doch tiefgründigen Buch, war er in meinen Augen fehl am Platze. Fazit: unbedingt lesen!

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Gespräche aus der Community

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MichaelWaesers avatar

Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion!

Der Klappentext:

Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?

Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus.

Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog.

Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

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