Michael Wanner

 3.5 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Tödlicher Geburtstag, Totgeschrieben und weiteren Büchern.
Michael Wanner

Lebenslauf von Michael Wanner

Michael Wanner, geboren 1954 in Tübingen, studierte Germanistik, Pädagogik und Rechtswissenschaften. Einige Jahre brütete er als Prozessvertreter vor Arbeits- und Sozialgerichten ausschließlich über einer einzigen Sorte von Texten: juristischen Schriftsätzen. Sein Verdacht, dass es da „noch mehr“ geben müsse, führte ihn in eine Schreibwerkstatt. Mit dem dort erworbenen Rüstzeug verfasste er zunächst zwei erfolgreich aufgeführte Theaterstücke. Doch damit „genug des Dramas“: Es folgte die Veröffentlichung von drei Kriminalromanen sowie einer Sammlung von Kurzkrimis. Nach Aufenthalten im befreundeten Ausland (Baden) fühlt sich Michael Wanner an seinem Wohnort in Tübingen (Württemberg) außerordentlich wohl. Er lebt dort zusammen mit seiner Frau Ulrike Wanner, die ebenfalls Kriminalromane, Drehbücher und Theaterstücke schreibt.

Alle Bücher von Michael Wanner

Tödlicher Geburtstag

Tödlicher Geburtstag

 (8)
Erschienen am 01.12.2012
Totgeschrieben

Totgeschrieben

 (4)
Erschienen am 31.03.2008
Madonnenmord

Madonnenmord

 (2)
Erschienen am 01.09.2009
Letzte Stunde

Letzte Stunde

 (1)
Erschienen am 01.03.2015

Neue Rezensionen zu Michael Wanner

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Lilith79s avatar

Rezension zu "Letzte Stunde" von Michael Wanner

Leider sehr spannungsarm und mit einem sehr enttäuschenden Ende
Lilith79vor 3 Jahren

Der Krimi "Letzte Stunde" von Michael Wanner klang vom Klapptext her sehr interessant und Tübingen kenne ich als Stadt zwar kaum, aber Regionalkrimis aus der eigenen Region (Baden-Württemberg) finde ich in der Regel auch interessant ohne den Handlungsort gut zu kennen. Der Krimi beginnt recht action-reich, bei einer feierlichen Schulversammlung, die auch die Tochter des ermittelnden Hauptkommissars besucht taucht plötzlich ein maskierter Amokläufer und erschießt scheinbar wahllos 3 Menschen.

Danach lernt der Leser peu a peu die ermittelnden Beamten näher kennen und es manifestieren sich auch schnell zahlreiche Verdächtige heraus, die für die Täterschaft in Frage kommen. Genau hier begann für mich auch schon eine der Schwächen des Buches, das Buch ist von so vielen wichtigen und unwichtigen Nebenfiguren bevölkert, das es mir sehr schwer viel den Überblick über die ganzen Namen und Charaktere zu behalten. Viele davon blieben auch recht holzschnittartig. Es passierte mir sogar, dass ich fast gegen Ende des Buches den Nachnamen des Kommissars nicht wiedererkannte (wird er doch in 90% des Buches mit seinem Vornamen betitelt) und mir erst aus dem Kontext klar wurde, dass da grad die Rede vom Hauptkommissar war. Für die zentrale Figur eines Buches etwas suboptimal...auch den tatsächlichen Täter konnte ich bei der Auflösung übrigens erst nach längerem Überlegen der bisherigen Handlung zuordnen.

Vom Schreibstil fand ich das Buch anfangs recht gut, aber gegen Ende leider auch leicht abfallend. Vom Aufbau handelt es sich bei dem Roman um einen klassischen Ermittlungskrimi, Befragungen von Zeugen und Verdächtigen machen den Hauptteil aus, leider sind diese teilweise sehr repetitiv und monoton. Trotzdem fand ich die ersten 2/3 des Buches eigentlich ganz ok, leider hat mich der Schluss dann sehr enttäuscht. Die Auflösung kam so plötzlich und kurz und überraschend (und trotz der ganzen vorangegangen Ermittlungsarbeit auch noch durch einen reinen Zufall), dass man sie mit etwas wenig Aufmerksamkeit fast hätte überlesen können und ich fand sie um ehrlich zu sein auch recht abstrus. Die Hintergründe der Tat werden dann auch noch durch ein ziemlich durchschaubares "Gimmick" noch irgendwie hintendran geklatscht, das wirkte auf mich sehr lieblos.

Insgesamt ist das wohl leider ein recht vernichtendes Urteil für dieses Buch, aber ich fand es halt auch wirklich sehr schwach.

 

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LiberteToujourss avatar

Rezension zu "Tödlicher Geburtstag" von Michael Wanner

Anders als erwartet..
LiberteToujoursvor 4 Jahren

Wie abscheulich muss ein Mensch sein, damit seine drei Töchter beschließen ihn umzubringen? Und zwar jede für sich, ohne mit den anderen beiden Absprachen zu treffen. Selbst das Timing der drei ist perfekt - sie entschließen sich alle zum selben Zeitpunkt für diese Tat. Und wer überlebt schon drei Mordanschläge?


Der Klappentext war leider etwas irreführend. Dort wird beschrieben, dass sich jede der drei Schwestern absolut sicher ist, den Vater auf dem Gewissen zu haben, sich aber zwei doch wohl irren müssen. Drei Mörder für einen Toten, das ist schließlich schwer vorstellbar. Da hatte ich mir beim Lesen dann etwas ganz anderes erwartet, denn gefehlt hat zunächst schon das Elementarste : Die Leiche. Der Vater ist lange Zeit erstmal noch putzmunter, alles dreht sich weniger um Mord als viel mehr um Familiengeschichte. Das ist prinzipiell ja auch nichts schlechtes, nur mit der Erwartungshaltung "Krimi" sollte man besser nicht an die Sache rangehen.

Die Familiengeschichte selbst ist dann über weite Strecken durchaus gut konstruiert. Ich persönlich finde es immer etwas schwierig zu behaupten, man verstehe warum ein Mord begangen wird, aber wir sind uns denke ich alle einig, dass es gute und weniger gute Gründe gibt. Hier kann man zumindest zwei der Schwestern absolut verstehen. Ich möchte nicht zu weit voraus greifen, aber in beiden Fällen kann man durchaus nachvollziehen, wie der Hass so groß werden konnte. Bei der dritten sieht die Sache in meinen Augen ein bisschen anders aus, aber darüber sollte man sich am besten selbst ein Urteil bilden.

Alles in allem eher Drama als Krimi, aber doch gut gemacht!

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MagicMoments avatar

Rezension zu "Tödlicher Geburtstag" von Michael Wanner

Gar nicht schlecht
MagicMomentvor 4 Jahren

In dem Buch „Tödlicher Geburtstag“ geht es um 3 Schwestern, die jeweils unabhängig voneinander ihren Vater an dessen 75. Geburtstag umbringen wollen.

Der Roman ist so aufgebaut, dass das Leben der Schwestern in Tagebuchform immer abwechselnd aus der jeweiligen Sichtweise beschrieben wird. Nach und nach kommen immer mehr dunkle Geheimnisse ans Licht und das Mordmotiv wird nachvollziehbarer. Am Schluss des Buches schildern dann auch noch einige andere Personen ihre Sicht der Dinge.

Der Roman liest sich recht flüssig. Anfangs kommt man evtl. beim Auseinanderhalten der 3 Schwestern etwas durcheinander, das gibt sich aber im Laufe des Buches. Am Anfang ist die Geschichte noch etwas langweilig, da man sich erst ein wenig in die Handlung hineinfinden muss. Dann gewinnt der Roman aber immer mehr an Tempo und wird schließlich richtig spannend. Besonders toll fand ich, dass zum Ende auch die anderen Personen zu Wort kommen, wodurch einige Dinge nochmal ins richtige Licht gerückt werden.

Mir hat das Buch recht gut gefallen. Zwar sind die Mordmotive der Schwestern für mich nicht alle überzeugend, aber dennoch gut beschrieben. Insgesamt hätte man die Geschichte sicher noch etwas erweitern können (das Buch hat auch nur 160 Seiten) und vielleicht etwas lebendiger gestalten können(z.B. durch Dialoge), aber die Story an sich ist schon ganz gut durchdacht. Ich gebe dem Buch daher 3 Sterne, denn man hätte sicher einiges besser machen können,  wird aber dennoch ganz gut unterhalten.

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Gespräche aus der Community

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MichaelWanners avatar
"Tödlicher Geburtstag" ist vollkommen anders. 

Es gibt keine Ermittlerfigur und keine Verdächtigen, die den Mord an Bernhard Stamm mit Händen und Füßen abstreiten.
Statt dessen behaupten drei Frauen gleichzeitig, aber unabhängig voneinander, ihren Vater umgebracht zu haben. Jede ist sich absolut sicher, dass sie es war, die den ihn getötet hat.
Nur: Zwei von ihnen müssen sich irren ...
Oder vielleicht doch nicht?
Der Roman vereint ein äußerst packendes Katz-und-Maus-Spiel um die Ermordung des Vaters und eine tragische Familiengeschichte mit all ihren dunklen Geheimnissen und Lebenslügen.






 
LiberteToujourss avatar
Letzter Beitrag von  LiberteToujoursvor 4 Jahren
http://www.lovelybooks.de/autor/Michael-Wanner/T%C3%B6dlicher-Geburtstag-1127925202-w/rezension/1132677418/ Ein bisschen spät, aber jetzt wo die Prüfungen fast rum sind komme ich auch mal wieder zum Rezensionen schreiben. Danke, dass ich mitlesen durfte!
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