Michael Weins Goldener Reiter

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Inhaltsangabe zu „Goldener Reiter“ von Michael Weins

Was geschieht, wenn einer Mutter ernsthaft die Nerven durchgehen, wenn der Boden unter ihren Füßen brüchig wird und man sie in die Psychiatrie einweist, nach Ochsenzoll? Jonas Fink verliert jede schützende Hülle seiner Kindheit. Die Mutter ist nicht mehr, wie sie war, sie tut Dinge, die sie niemals tat, und Jonas ist vollauf damit beschäftigt, beobachtend und beschreibend der Erosion seines Lebens Einhalt zu gebieten. Er hält sich an die Tatsachen. Er wahrt den Anschein von Normalität. Denn letztlich ist normal, was passiert, zumindest für ihn: Seine Mutter ist eine Ochsenzoll -Mutter und er ist ihr Ochsenzoll -Sohn. Man kann nicht anders: Man ist sofort auf Jonas Finks Seite, erlebt das Entgleiten der Mutter durch seine Augen und Ohren. Diese Perspektive ist bestechend – und das unzerreißbare Band zwischen einem Kind und seiner Mutter wurde selten so schön beschrieben. Michael Weins gelingt es eindrucksvoll, mit starken Bildern und stilistischer Entschiedenheit von einem Jahr der Veränderung zu erzählen.

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    Goldener Reiter
    Buchperlenblog

    Buchperlenblog

    28. April 2017 um 17:45

    "Wir fahren an meinem Haus vorbei. Meine Mutter steht in der Haustür. Die Haustür steht offen und meine Mutter steht in der Tür. Meine Mutter trägt ein weißes Hemd. Sie hat die Arme ausgebreitet. Ganz langsam fahren wir an meiner Mutter vorbei." (S.62)InhaltJonas Fink ist noch ein Kind, als seine Mutter langsam den Verstand verliert. Es beginnt mit Kleinigkeiten, sie verhält sich nicht mehr, wie eine Mutter sich seiner Meinung nach verhalten sollte. Ihr Zustand verschlechtert sich rapide, bis Jonas keinen anderen Weg mehr sieht, als den Anstoß für einen Aufenthalt in der Nervenklinik Ochsenzoll zu geben. Nun ist sie eine Ochsenzoll-Mutter und er ein Ochsenzoll-Kind. Doch wie soll das Leben für einen Jungen weitergehen, der außer der Mutter niemanden hat, der sich um ihn kümmert?RezensionDer Schreibstil des Buches ist markant. Er ist knapp gehalten, stakkatoartig. Kurze Sätze in der Ich-Form sind aneinander gereiht und ergeben eine eigenartige Sogwirkung. Hat man sich einmal eingelesen, kommt man aus Jonas' Gedanken nicht mehr so leicht heraus. Immer, wenn ihm etwas widerfährt, was ihm Angst macht, was negative Gefühle in ihm auslöst, verliert er sich in Wiederholungen. Es scheint, als müsse er sich vergegenwärtigen, was da genau gerade passiert. Manchmal hat mich dieser Stil genervt, manchmal fand ich ihn großartig."Ich liege auf dem Bett. Es ist dunkel geworden. Ich bin allein im Haus. Ich weiß, dass ich allein bin. Ich kann es fühlen. Das Haus um mich herum fühlt sich allein an. Es hört sich allein an. Von unten kommt das Summen der Wärmepumpe. Die Wärmepumpe summt im Keller." (S.126)Nachdem Jonas' Mutter in die Klinik Ochsenzoll eingewiesen wurde, zieht er vorübergehend zu seinem Freund Mark und dessen Mutter. Er versucht, ein ganz normales Leben unter diesem fremden Dach zu leben, scheitert jedoch daran und fühlt sich beständig als Gast, der er ja auch nur ist. Irgendwann erfindet er eine Lüge und kehrt zurück in das verlassene Zuhause. Ein zwölfjähriger Junge, der plötzlich an der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsensein steht. Für das eine ist er zu alt und für das andere ist er zu jung. Er gibt sich Mühe, allein klarzukommen und wehrt fremde Hilfe ab. Er wünscht sich, sich jemandem mitteilen zu können, doch nach außen hin führt er ein normales Leben. Er verbringt Zeit mit seinen Freunden, verliebt sich.Hin und hergerissen zwischen dem Wunsch frei und allein zu sein und dem Wunsch, dass jemand für ihn da ist, dass jemand ihn beschützt, macht er sich selbst Vorwürfe und denkt, dass er Schuld an dem geistigen Zustand seiner Mutter trägt. Auch suchen ihn immer wieder merkwürdige, surreale Träume und Visionen heim, in denen seine Umwelt brutal gesprengt wird. Diesen Aspekt hätte ich gern etwas ausführlicher gehabt. Ich hatte vermutet, dass Jonas selbst an einer psychischen Krankheit leidet, die diese Vorstellungen hervorrufen. Doch wir als Leser werden darüber im Unklaren gelassen, vielleicht weiß der Autor selbst nicht genau, was er damit andeuten will. Ich habe in einem Bericht gelesen, dass das Buch autobiographische Züge hat. Michael Weins' Mutter litt an einer psychischen Erkrankung. Vielleicht arbeitet der Autor mit diesem Buch seine Kindheit ein Stück weit auf. Die Geschichte gefällt mir ganz gut, doch irgendwie war es mir teils zu zerstückelt. Gedanken, Träume und die schonungslose Realität wechseln sich ab und man bekommt manchmal nicht mit, was nun stimmt und was nicht. Das Ende ist recht frei gehalten, Jonas und seine Mutter feiern wiedervereint Sylvester miteinander. Doch gibt es eine Chance auf Heilung? Ich weiß es nicht.FazitVerwirrend und doch zugleich tiefgründig. Wenn man sich an den Stil gewöhnt hat, ist es ein sehr eindringliches Buch, welches einen durchaus gefangen hält. Nur fehlte mir an manchen Stellen der klare Blick, das warum.

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  • Goldener Reiter

    Goldener Reiter
    littleowl

    littleowl

    11. January 2017 um 09:30

    Meine Meinung Ich habe dieses Buch von einer Bekannten geschenkt bekommen, von mir aus hätte ich es wohl nicht als Lektüre gewählt. Weil es jedoch nie schaden kann, den eigenen Lesehorizont ein bisschen zu erweitern, habe ich mich dazu entschlossen, dem Roman eine Chance zu geben. Der Einstieg ist mir dann aber recht schwer gefallen, da ich den ungewöhnlichen Schreibstil des Autors extrem gewöhnungsbedürftig fand. Weins schreibt in sehr kurzen, einfachen Sätzen, z.B. "Ich sitze neben meiner Mutter im Auto. Ich sitze auf dem Beifahrersitz. Wir hören Musik. Meine Mutter hat eine Kassette eingelegt." (S. 10). Diesen Stil zu wählen, um die Sicht eines Kindes besser darstellen zu können, ist an sich ja logisch und sogar ziemlich innovativ, allerdings wirkt Protagonist Jonas dadurch ein bisschen… langsam. Ganz zu schweigen davon, dass angesichts dieser abgehackten, stakkatoartigen Sätze zumindest zu Beginn von einem "Lesefluss" keine Rede sein konnte. Nach ein paar Kapiteln hatte ich mich dann allerdings eingelesen und gerade in emotionalen Szenen trägt der Stil tatsächlich dazu bei, dass man sich dem Protagonisten nahefühlt und mit ihm mitleidet. Faszinierend fand ich außerdem, wie der Autor die Grenzen zwischen Realität und Traum sowie Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen lässt, und den Leser teilweise bewusst im Unklaren darüber lässt, welcher Kategorie eine Passage zuzuordnen ist. Der Klappentext der Geschichte hat mich, wenn auch nicht komplett begeistert, auf jeden Fall neugierig gemacht. Psychische Krankheiten sind in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema, daher finde ich es gut und wichtig, dass sich Autoren in ihren Romanen damit auseinandersetzen. Der Spannungsaufbau gelingt zu Beginn auch wirklich gut, Jonas' Gefühle, während er mitansehen muss, wie seine Mutter den Bezug zur Realität immer mehr verliert, werden wirklich eindrücklich und anschaulich vermittelt. Ab dem Zeitpunkt, wo seine Mutter ins Krankenhaus Ochsenzoll eingeliefert wird, hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich die Geschichte ein bisschen verliert, als wüsste der Autor selbst nicht so recht, wie es weitergehen soll. Nach den intensiven und beklemmenden ersten hundert Seiten dümpelt der zweite Teil ein bisschen ratlos vor sich hin und die Handlung wird nicht zu einem befriedigenden Ende gebracht. Allgemein hat mir der Schluss nicht so gut gefallen, es bleiben viel zu viele Fragen offen und die Geschichte bricht sehr abrupt ab. Die Tatsache, dass dieser Roman aus der Kindersicht erzählt wird, macht definitiv seinen besonderen Reiz aus, bringt aber auch ein paar Herausforderungen mit sich. Ich-Erzähler Jonas Fink war mir jedenfalls von Anfang an sympathisch, er beschreibt den allmählichen Realitätsverlust seiner Mutter so anrührend, dass man gar nicht anders kann als ihn zu mögen. Insgesamt konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen und seine Gefühl und Handlungen nachvollziehen. Dass er, wahrscheinlich durch den Schreibstil bedingt, ein bisschen einfältig rüberkommt, ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Fazit Mit dem ungewöhnlichen Schreibstil konnte ich mich erst nach ein paar Kapiteln anfreunden, die Story beginnt dagegen stark und lässt dann stark nach. Mein Urteil zum Roman fällt daher eher mittelmäßig aus- selbst der sympathische, wenn auch etwas einfältig wirkende Protagonist Jonas kann da nichts mehr retten.

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  • Vom Absturz des Goldenen Reiters

    Goldener Reiter
    Babscha

    Babscha

    10. February 2015 um 21:47

    An der Umgehungsstraße, kurz vor den Mauern unserer Stadt, steht eine Nervenklinik, wie sie noch keiner gesehen hat. Joachim Witt, Goldener Reiter (1981) Jonas Fink ist zehn, zwölf, als es los geht. Irgendwann Anfang der Achtzigerjahre, irgendwo in Hamburg. Seine Mutter verändert sich, hört Stimmen, fühlt sich verfolgt. Lässt alles schleifen, taucht geistig ab, wird untragbar. Bis die Dinge dann richtig eskalieren und der kleine toughe Jonas, der uns seine Geschichte hier selbst erzählt, das Ganze auch nicht mehr bewältigt kriegt. Er selbst ist es letztlich, der den Anstoß gibt, dass man seine Mutter nach Ochsenzoll bringt, Stadtteil und Synonym für die dortige psychiatrische Klinik in einem. Und damit fangen die Probleme erst an. Wie Michael Weins im Nachwort zur Neuauflage seines Buches offen mitteilt, hat er in seinem Roman zu einem guten Teil autobiographische Erfahrungen verarbeitet. Das macht das Ganze weder besser noch schlechter, eigentlich nur nachvollziehbarer. Denn gut ist sein Buch sowieso. Anschaulich und eindringlich, in einer für einen Jungen dieses Alters typischen Sprache, schildert er die innere Zerreißprobe seines Protagonisten, der so ziemlich alles an Hilfe und Unterstützung brauchen könnte auf seinem Weg ins Leben, aber nicht eine schizophrene alleinerziehende Mutter, die ihn mit ihrer Krankheit einfach im Stich lässt. Überzeugend und glaubhaft, wie der kleine Jonas hier dann über sich selbst hinaus wächst, die Dinge auf die Reihe und organisiert kriegt und trotz aller Scham und Wut und Verleugnung im tiefsten Innern fest zu seiner Mutter steht. Wie sollte es bei einem Kind auch anders sein. Und wie die beiden bei der Entlassung, innerlich verändert, der eine gereift und so erleichtert wie skeptisch, die andere auf dem Rasierklingenritt einer medikamentösen Ruhigstellung, versuchen, sich irgendwie wieder zusammen zu raufen. Weil es doch weiter gehen muss. Ende offen. Das Buch überzeugt mit einer starken Tiefe und Emotionalität, die aus der Gedankenwelt des einfach nur um Normalität bettelnden Jungen zum Leser hinüber fließt. Ein guter Roman, überzeugend gerade in der Schlichtheit seiner Erzählkunst.

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  • Rezension zu "Goldener Reiter" von Michael Weins

    Goldener Reiter
    TA_Wegberg

    TA_Wegberg

    26. September 2012 um 10:26

    Jonas, so um die zwölf Jahre alt, wächst in einem Hamburger Vorort auf, gleich neben der Lärmschutzwand der Autobahn. Er lebt mit seiner Mutter allein. Jonas geht zur Schule, hat ein paar halbherzige Freundschaften, ist von ferne in ein Mädchen verliebt und isst gerne bei McDonald’s. Seine Mutter benimmt sich zunehmend sonderbar. Sie läuft die halbe Nacht im Haus herum, führt Selbstgespräche, kichert, lässt das Essen auf dem Herd verbrennen und fühlt sich beobachtet. Anfangs findet Jonas das nur peinlich, doch allmählich wird ihm klar, dass mit seiner Mutter etwas nicht stimmt. Schließlich wird sie in die Hamburger Nervenklinik Ochsenzoll eingeliefert, wo sie einige Wochen stationär bleiben muss. Jonas kommt vorübergehend bei der Familie seines Freundes Mark unter, doch das Zusammenleben klappt nicht allzu gut. Die beiden Einzelkinder haben sich wenig zu sagen und gehen sich gegenseitig auf die Nerven. Unter dem Vorwand, seine Oma komme ihn besuchen, kehrt Jonas schließlich wieder in sein Elternhaus zurück, um dort alleine zu leben, und er kommt zurecht: Mit großer Umsicht erledigt er alle notwendigen Dinge wie Einkaufen, Nahrungszubereitung und Wäschewaschen. Zwischendurch besucht er immer wieder seine Mutter, die durch Medikamente ruhiggestellt und völlig verändert ist. Wenn Jonas allein zu Hause ist, scheint der Wahnsinn gelegentlich auch nach ihm zu greifen, besonders in den Nächten. Irgendwann kehrt seine Mutter aus der Klinik zurück. Weiterhin muss sie täglich eine Menge Tabletten schlucken, und Jonas beobachtet sie argwöhnisch auf jede Absonderlichkeit. Aber es scheint ihm nicht mehr so viel Angst zu machen; er weiß jetzt, dass er es auch alleine schaffen kann. "Goldener Reiter" geht unter die Haut. Aus der Ich-Perspektive erzählt Jonas in kurzen, sehr lakonischen Sätzen von seinem Alltag und wirkt dabei gleichermaßen unbeteiligt, ob er nun mit seinem Freund Playmobil-Figuren aufbaut oder seine Mutter ins Krankenhaus begleitet. Trotzdem werden seine tiefgehenden Ängste überdeutlich, denn er lässt kein einziges Detail unerwähnt, und der Leser ist immer wieder gezwungen, die Welt durch Jonas’ Augen zu betrachten. Zudem ist der Roman ein wunderbares Dokument der Zeitgeschichte, der viele längst vergessene Erinnerungen an die siebziger und achtziger Jahre weckt, von der zusammenfaltbaren Regenjacke im Gürteltäschchen bis zur Brigitte-Diät. Ich gestehe, dass der stakkatohafte, wenig abwechslungsreiche Erzählstil mir stellenweise ein bisschen auf die Nerven ging, dabei ist mir aber durchaus klar, dass dieses Stilmittel bestens geeignet ist, um Jonas’ Innenwelt perfekt auszuleuchten. Nicht ganz einleuchtend waren mir die erst im letzten Teil des Buches auftretenden Zeitsprünge, Träume und Rückblenden – nach der anfangs so präzise chronologischen Schilderung kommt mir das unnötig vor. Doch das Unbehagen, das dieses Buch in mir geweckt hat, ist für mich ein eindeutiges Qualitätsmerkmal.

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  • Rezension zu "Goldener Reiter" von Michael Weins

    Goldener Reiter
    DrGordon

    DrGordon

    27. August 2011 um 19:09

    Die Geschichte des Grundschülers Jonas Fink und seiner alleinerziehenden Mutter während eines Jahres in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Seine Mutter wird psychisch krank und in die Psychiatrie des Allgemeinen Krankenhauses Ochsenzoll bei Hamburg eingeliefert. Jonas versucht die Veränderungen und Verhaltensweisen seiner Mutter zu verstehen. Er versucht die Stabilität und Normalität seiner Kindheit aufrecht zu erhalten, oftmals erfolglos. "Ochsenzoll Mutter" und "Ochsenzoll Sohn". Jonas lebt zuerst bei den Nachbarn, seinem Schulfreund Mark Bloom, dann kurze Zeit allein bei sich zu Hause bis seine Tante kommt. Er spielt mit Mark oder Dirk die gleichen Spiele wie immer (Playmobil) aber trotzdem wird Jonas Einsamkeit immer stärker. Seine Mutter wird nach mehreren Wochen entlassen, das gemeinsame Leben geht weiter aber auch wenn sowohl Mutter als auch Sohn versuchen wieder Normalität in ihr Leben zu bekommen ist das Jonas sein Vertrauen in seine Mutter nachhaltig erschüttert. Der Autor Michael Weins schreibt in sehr kurzen Sätzen. Ofmals nur Hauptsätze ohne Nebensätze. Beschreibungen werden mit kleinen Veränderungen wiederholt. Das ist manchmal recht nett, dann störend oder sogar nervig. Beispiel: "Wir fahren an Hochhäusern vorbei. In Neugraben steigen wir aus. Wir suchen die Bushaltestelle. Wir stehen in Neugraben und warten auf den Bus. Ich war noch nie in Neugraben. Das ist Neugraben. Hallo, Neugraben. Der Bus kommt." (Seite 15) "Er schaut in den Spiegel, ein Junge. Er räumt die Kulturtaschen ein. Er packt die Zahnbürsten und Zahnpasta ein. Er geht in das Zimmer seiner Mutter. Er guckt aus dem Fenster. Er guckt Kirschbaumlaub an. Er nimmt Abschied. Er geht in sein Zimmer. Er setzt sich auf das Bett." (Seite 95) Der Titel des Buches ist nicht einleuchtend. Es spielt in den 80er Jahren also Joachim Witt mit seinem Hit der NDW? Beim Standbild August des Starken in Dresden fehlt komplett jeder Bezug zum Buch. Der Autor zitiert Susan E. Hinton, Die Outsider am Anfang des Buches "So, wie du dir einen Sonnenuntergang ansiehst, Pony, das ist golden. Blein so, das ist gut"

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