Michael Weins Krill

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Inhaltsangabe zu „Krill“ von Michael Weins

'Ich hätte ihr erzählen können, dass Autobahnraststätten für mich eine Art von Heimat darstellten, dass ich mich auf ihnen nicht so verloren fühlte, weil alles auf ihnen sich verloren anfühlt. Ich hätte ihr erzählen können, dass ich Raststätten aufsuchte, wie andere Leute Eurodisney besuchen. Dass ich auch gerne im Karstadtrestaurant aß, weil es den selben Effekt auf mich ausübte. Dass ich nur deshalb gerne Ausflüge zu Ikea unternahm, um durch die Scheibe in das Bälleparadies zu gucken oder mich in die Nichtraucherecke setzen zu können. Dass ich an diesen Orten zur Ruhe kam, weil sie wie nichts anderes das kleinbürgerliche Nest symbolisierten, in dem mich der Kuckuck abgelegt hatte. Aber das kam mir alles etwas viel vor für den Anfang, und ich wollte sie nicht beunruhigen.' Mark wäre gern ein Russe. Tamara will raus aus Polen. Gabriel hält sich für einen Engel. Und Super-Lüc weiß, wie er Frauen rumkriegt. In Michael Weins’ zweitem Erzählband sind es die unwirklichen Momente, die kleinen Fluchten, die einen mitnehmen. Dahin, wo es wehtut. 'Krill' versammelt die besten Erzählungen der Lesungen und Literaturshows von Michael Weins sowie bisher ungehörte Texte.

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  • Rezension zu "Krill" von Michael Weins

    Krill

    Oliver Uschmann

    03. September 2009 um 15:46

    Dieser Autor hat mein Schreiben beeinflusst, weil ... er in absolut einmaliger Weise, lakonisch und sensibel zugleich, in wenigen Worten und Gesten unglaublich viel durch Weglassen ausdrücken kann. "Krill" ist eine niemals zu erschöpfende Sammlung rätselhafter Geschichten zwischen melancholischer Tragik und selbstironischem, köstlichem Humor. Dazu dermaßen voll mit Symbolik, Metaphorik und Sinnebenen, dass man Regalmeter von Aufsätzen darüber verfassen kann und ich Michael schon seit Erscheinen dieses Buches für den legitimsten Vertreter des "Kafkaesken" in der Gegenwartsliteratur halte, was ihn grundsätzlich rot werden lässt. Es stimmt aber, denn wenn etwas "kafkaesk" ist, dann die Kombination aus stilsicherer Schlichtheit und luzider Klarheit der Sprache bei gleichzeitig maximaler Rätselhaftigkeit und Vieldeutigkeit der Motive. "Krill" hätte statt 2007 in Hamburg auch 1912 in Prag erscheinen können.

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