Michael Weski Pitch

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Inhaltsangabe zu „Pitch“ von Michael Weski

Alles scheint perfekt zu laufen für Johannes Neuhäuser, den Kreativdirektor der Werbeagentur Magellan's Ads. Er hat eine Frau und eine Geliebte und steht kurz davor, die Geschäftsführung in der Agentur zu übernehmen. Er muss nur noch eine Präsentation halten, er muss den "Pitch" gewinnen. Es geht um den Werbeetat für die Einführungskampagne eines großen Automobilkonzerns, der eine bahnbrechende Innovation auf den Markt bringen will. Aber dann laufen die Dinge aus dem Ruder und alles entwickelt sich ganz anders, als Neuhäuser sich das vorgestellt hat. Der Tag, der so fantastisch begann, wird zum Albtraum. Für ihn - und für viele andere, die in das Geschehen verwickelt werden. Einige spült der Lauf der Dinge nach oben. Andere bringt er unter die Räder. „Pitch“ bietet ein breites Sammelsurium skurriler oder weniger skurriler Gestalten: kreative Werber, machtversessene Unternehmer, Industrielle und Politiker, findige Journalisten, sensible oder weniger sensible Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern sowie Künstler, Handwerker u. v. m. treffen aufeinander. Jeder von ihnen verfolgt seine eigenen Ziele. Keiner spielt mit offenen Karten. Am Ende sind die meisten von ihnen um eine Erfahrung reicher - oder tot.

Eine ziemlich abgefahrene Tour quer durch alle Schichten und Millieus. Weit mehr als ein Werberroman. Sicher nichts für jeden Leser.

— csiwek
csiwek

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  • Der Pitch, die Präsentation, das Storytelling

    Pitch
    csiwek

    csiwek

    06. February 2014 um 21:26

    Ein Werbe-Roman? Über erfolgreiche Markenkommunikation? Über akribisch geplanten Pitch-Erfolg? Über die Kommunikationsbranche? Ja. Und nein. Vielmehr als das. Storytelling vom Feinsten. Ein Kreativdirektor vergisst seine Uhr und fällt aus der Rolle. Der Vorstand eines Automobilkonzerns erleidet einen Schlaganfall und fällt aus. Eine Werbeagentur pitcht um den Etat einer Motoreninnovation, um ihren Marktwert zu steigern. Ein Aktienunternehmen aus der Kommunikationsbranche setzt auf Marktanteile, ein Bankenchef auf Insidergeschäfte. Ein TV-Sender will eine gute Story bringen, einen Scoop, einen echten Knaller. Doch die revoluionäre Motoreninnovation entpuppt sich als Flopp. In der Pitch-Situation treffen alle aufeinander. Der Produktmanager, der Marketingleiter, die Kreativen, die Vortsände und der Aufsichtsrat. Jeder von ihnen verfolgt eigene Ziele, Marketingziele, Karriereziele, Racheziele. Was zuletzt die Pitch-Entscheidung herbeiführt, sind nicht die cleveren Marketingstrategien der Kreativen, sondern die hintergründigen Machenschaften der Strippenzieher, den Managern der Macht, die wiederum in Gruben fallen, die sie für andere haben graben lassen. "Pitch" ist die Darstellung und Beschreibung einer Präsentation. Die Werbung, das Agenturleben, der Markenduft und die Kreativkampagnen bilden aber nur das Medium für die viel weitergreifende Präsentation einer Gesellschaft, in der jeder sein Fett wegbekommt. Jedem Akteur wird genau einer von insgesamt hundert Sätzen gewidmet. Jeder Satz ist eine Geschichte für sich. Und so ist dieser Roman eine Geschichte aus hundert Geschichten, die alle eng miteinander verwoben sind und aufeinander einzahlen. Die Präsentation eines Jahrmarkts der Eitelkeiten, auf dem sich jeder nach Kräften vermarktet, zur Schau stellt, verkauft, ohne zu merken, dass er - oder sie - sich einfach nur bloßstellt.  Am Schluss ist es ein Tag wie jeder andere. Alltag eben. Nur dass es für manche eben der eine Tag war, der alles geändert hat. Oder der letzte. Oder der erste. Für alle, die lange Sätze lieben, ein Muss. Und für alle anderen eine Entdeckung, wie leicht und eingängig sie sich letztlich doch lesen lassen. 

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