Michael Wildenhain

 3.4 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor von Das Lächeln der Alligatoren, Die Schwestern und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michael Wildenhain

Michael Wildenhain wurde am 20. September 1958 in West-Berlin geboren. Er begann 1977 ein Wirtschaftsingenieurstudium und studierte auch Informatik, Philosophie und Mathematik. Er schloss als Diplom-Informatiker ab. In den 80er Jahren engagierte er sich in der Hausbesetzer-Szene in Berlin. 1995 besuchte er die Summer School des Royal Court Theatre in London. Bereits 1987 entschloss er sich zu einem Leben als freier Schriftsteller und ist Verfasser von Romanen, Jugendbüchern und Gedichten. Wildenhain ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller und gehört dem P.E.N.-Zentrum Deutschland an. 2015 war er bereits in der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse nominiert mit "Das Lächeln der Alligatoren". 2017 wurde sein Roman "Das Singen der Sirenen" für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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Das schöne Leben und der schnelle Tod

Erscheint am 13.03.2019 als Hardcover bei FISCHER Sauerländer.

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Das Lächeln der Alligatoren

Das Lächeln der Alligatoren

 (9)
Erschienen am 09.12.2016
Blutsbrüder

Blutsbrüder

 (6)
Erschienen am 01.12.2012
Wer sich nicht wehrt

Wer sich nicht wehrt

 (5)
Erschienen am 26.06.2012
Die Schwestern

Die Schwestern

 (7)
Erschienen am 01.09.2005
Mit heißem Herz

Mit heißem Herz

 (4)
Erschienen am 01.06.2007
Das Singen der Sirenen

Das Singen der Sirenen

 (3)
Erschienen am 09.09.2017
Russisch Brot

Russisch Brot

 (2)
Erschienen am 01.02.2005
Erste Liebe Deutscher Herbst

Erste Liebe Deutscher Herbst

 (1)
Erschienen am 01.08.2007

Neue Rezensionen zu Michael Wildenhain

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Aspasias avatar

Rezension zu "Das Singen der Sirenen" von Michael Wildenhain

Wenn ihr Lied erklingt..
Aspasiavor einem Jahr


dann sollte vielleicht mal jemand dem armen Dr. Jörg Krippen ein paar Wachspfrofen schenken, wie einst Odysseus seinen Gefährten..

Der Berliner Akademiker, seines Zeichens Doktor phil. der Komparistik, also der vergleichenden Literaturwissenschaften, und zu Beginn der Narration gerade „verloren“ in London, wo er eigentlich am College als Postgraduierter ein Seminar über künstlich geschaffene Menschen in der Literatur abhalten soll, aber schon im ersten Torbogen Mae, einer der zwei Titel gebenden Sirenen in die Arme läuft, und ganz wie bei Homer geschrieben ihrem „Gesang“ erliegt.

Die weit jüngere, attraktive Britin, Naturwissenschaftlerin mit Indischen Wurzeln, deren Einfluss auf den Teint der Heldin, der Autor, Michael Wildenhains, ausgiebigst thematisiert, ist Stammzellenforscherin und beschäftigt sich sich von Berufs wegen mit der Zeugung von künstlichen Menschenteilen in der Petrischale.

Schon nach dem ersten, kurzen Dialog des hilflosen Antihelden Krippen mit dieser selbstsicheren und gleichzeitig auch irgendwie geheimnisvollen Frau, die ihm erklärt, wo’s lang geht, Krippen hat sich zwischen den Gebäuden auf dem Campus verlaufen, ist er ihr verfallen.

In immer wieder eingestreuten Rückblenden erfährt der Leser des für den Deutschen Buchhandelspreis 2017 nominierten Romans „Das Singen der Sirenen“ , dass Krippen Frauen mag, die Anweisungen geben, denen er folgen kann, egal wohin es geht.

Eine solche ist auch Sabrina, die Mutter seines fünfzehnjährigen Sohnes Leon. Leon heißt Löwe, und vielleicht wollte Krippen mit der Namenswahl seines Erstgeborenen eine Art Schutzzauber über ihn legen, der verhindert, dass der Sohn zur leicht erlegbaren Antilope für Frauen wie Sabrina wird. Er selbst hatte sie Ende der 80er, kurz nach dem überdurchschnittlichen Abitur, kurz nach dem Verlassen des kleinbürgerlichen Elternhauses, als er mit nur wenigem Gepäck in Berlin von Couch zu Couch zog, kennengelernt. Den Ballast der Vergangenheit in Pappkartons im alten Leben zurückgelassen. In jener instabilen Zwischenzeit kurz vor der Wiedervereinigung, in der alle Wahrheiten der Systeme aufgelöst waren, die der politischen, aber auch die emotionalen, traf sie auf ihn. Er war völlig wehrlos gegen ihren Sirenengesang.

Mit ihr an seiner Seite wurde er zum Ritter in glänzender Rüstung, zum Kämpfer für Gerechtigkeit, zum Verteidiger der Wehrlosen und Schwachen, auch wenn es sich dabei um Cordsakko tragende Biolehrer handelte, die während der S-Bahnfahrt von der personifizierten Gewalt von Rechts zum Aussteigen genötigt wurden.

Sabrina, die damals nach Martina hieß, und gerade die Ausbildung zur Krankenschwester geschmissen hatte, die in der linken Hausbesetzerszene eine feste Größe war, mit allzeit hohem Testosteronspiegel gesegnet eher eine Verfechterin der non-verbalen Kommunikation in Streitfällen war, was Jörg das Leben rettete und einem Rechten seins beinahe nahm . Und weil das nicht nichts war, und Krippen diesem weiblichen Kraftfeld nichts entgegen zusetzen hatte, schenkte er ihr seins.

Er blieb. Blieb bei ihr im besetzten Haus, blieb bei ihr, als sie versuchte mit ihm gleichzuziehen, das Abitur zu machen, mit um Jahre jüngeren Mitschülern, die diese laute, kraftmeiernde Frau nicht hineinließen in ihren Kreis. Er blieb, als sie darüber gekränkt, um sich schlug. Blieb, als sie hinschmiss. Folgte ihr in das Projekt Kleinfamilie. Leon wurde geboren. Sein Sohn. Die ersten Jahre Glück pur. Er blieb.

Um bleiben zu können, suchte er, mittlerweile das Studium beendet, promoviert mit Auszeichnung, Auszeiten, Abstand, Fluchten. Suchte ein neues Leben im alten. Er schrieb. Theaterstücke. Nicht unerfolgreich sogar. Sie wurden aufgeführt. An kleinen Nebenbühnen, aber es gab Schulterklopfen von Kollegen, Applaus vom Publikum und sogar Lob von der Kritik. Die Welt des Worts, die Sabrina unheimlich ist, feierte ihn. Er hatte künstlerische Ambitionen, die Sabrina torpedierte, er hatte Zweifel, die Sabrina bestärkte. Er blieb.

Danach der Versuch an der Universität Fuß zu fassen. Eigentlich zu alt, aber Hartz 4? Also, mal hier eine Assistentenstelle, dort eine akademische Vertretung in einer anderen Stadt. Sie räumt im Supermarkt Regale ein und beschimpft ihn als Versager. Irgendwann sogar eine kleine Wohnung für sich alleine, nur ein paar Straßen entfernt, denn er bleibt.

Da kommt ihm das Angebot für die Gastdozententätigkeit in London gerade recht. Die auch Flucht ist, und nicht nur ein letzter Versuch seine akademische Karriere als Frankensteinspezialist zu pushen.

Doch auch hier wird er willenlos, als er Mae trifft, verdrängt Zeit, Ziel und am liebsten auch die Familie daheim in Berlin, denn die Sirene singt. Lauscht, verschweigt ihr sein eigentliches Leben. Schon bald sind seine universitären Ambitionen vergessen. Er verliert Job und Wohnung, kriecht zur Untermiete bei seinem Tutor unter.

Mae, die eigentliche Mohini heißt, nimmt es mit der Wahrheit des Wortes auch nicht so genau. Sie hat ihn auf Wunsch ihrer älteren Schwester Ashanti schon als jugendliche Gastschülerin in Berlin durch die Zwischenetagentoilette seines Mietshauses beim Streiten mit Sabrina beobachtet, was sie verschweigt. Diese ältere Schwester hat einen nun elfjährigen Sohn, von dem Krippen erst in London von Mae erfährt. Raj, ein Schach-und Rugbygenie, gezeugt von ihm während eines One-night-stands im Taumel einer erfolgreichen Aufführung eines seiner Theaterstücke.

Mae findet Gefallen an ihrem Gesang und an ihm, will dass er Berlin gegen London tauscht, dass er bei ihr bleibt. Die Naturwissenschaftlerin arbeitet dabei nicht mit schönen Worten, sondern schafft Fakten. Stellt ihm, dem ehemaligen Anti-Establishment-Kämpfer, mit Hilfe eines Verwandten eine Festanstellung mit beachtlichem Gehalt in Aussicht. Zur Bewährung zwei Artikel. Eine Reise in ihrer Begleitung ins Pre-Trump- Amerika, die eher was von Urlaub hat, und mit einem beachtlichem Spesenkonto versehen ist. Dann ein Trip nach Dresden, einen Artikel über die neuen Rechten in Deutschland. Sie hält alle Fäden in der Hand. Dazu eröffnet sie ihm hoch über den Wolken eine Wahrheit, die er gar nicht hören will und in Berlin singt Sabrina.

Soweit zur zugegebenermaßen ambitionierten, weit schweifenden Handlung. Diesen Roman nun als Biographie eines Getriebenen zu lesen, trifft es nicht, finde ich. Da ist kein innerer Impuls, der ihn bewegt, auf jeden Fall nie für längere Zeit. Er ist ein Angetriebener. Ihm passiert sein Leben. Sobald sein Schiff wieder eine Sirene kreuzt, eine Frau, die ihn einer Billiardkugel gleich anspielt, kommt er in Schwung, aber bleibt er halt auch irgendwann einfach liegen.

Wildenhains Stil des assoziativen, disruptiven Erzählens, Gedankenfetzen an raumnehmenden Schachtelsätzen, dazwischen Perspektivenwechsel, das war oft herausfordernd, auch gewöhnungsbedürftig, auch anstrengend. Und ja, ich musste teilweise solche Passagen gaaanz laaangsam und wiederholt lesen, aber es erschien mir nie als künstlerischer Selbstzweck, immer textlicher Ausdruck der Figuren. Es gab auch ruhigere Passagen, ohne Unterbrechungen des Leseflusses, mit kurzen Sätzen und auch langen. Verschachtelt ja, aber wunderschön, mit einem außergewöhnlichen Blick für Details.

Was ist nun aber das Thema dieses Romans? Worum geht es?

Natürlich um den Widerstand gegen Rechts. Wer dem Internet glauben schenkt, oder schon mehrere Werke von Wildenhain gelesen hat, ist dies eines der Lieblingsthemen des Autors Jahrgang 55. Ein Thema, dessen erneute literarische Wiederholung kritisch kommentiert wurde. Ich finde das unbegründet. Jemand, der Ende der 80er links sozialisiert wurde, der legt dieses Thema nicht ab, wie eine unmoderne Hose, den verfolgt es ein Leben lang, wie Dr. Krippen und auch Wildenhain.

In dem Roman geht es um Beziehungen, um Liebesbeziehungen, das ist nicht zu überlesen, deren Beteiligte hier ausgesprochen manipulativ agieren, aber auch um die Beziehung zwischen Vätern und Söhnen. Merkwürdigerweise scheinen hier mal die Mütter für die Söhne nur Nebenfiguren zu sein.

Es geht möglicherweise auch um das Gegensatzpaar Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft, wobei das für mich nicht so deutlich war, wie für andere Rezensenten, aber man liest ja nur, wofür es in einen Resonanzraum gibt.

Für mich persönlich ein größeres Thema des Romans: Identitätsbildung. Die stetige Suche nach dem Ich. Die Fragen: Wer bin ich? Und was hat mich dazu gemacht? Wer möchte ich sein? Wie erschaffen ist mein Ich? Oder auch einfach: Wieviel Dr. Frankenstein ist in uns allen?

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wandablues avatar

Rezension zu "Das Singen der Sirenen" von Michael Wildenhain

Viel Experiment, wenig Erzählung.
wandabluevor einem Jahr

Viel Experiment, wenig Erzählung.
Wie auch im Roman „Das Lächeln der Alligatoren“, der mir sehr gut gefallen hat, agiert auch im Roman „Das Singen der Sirenen“, dessen Held inmitten einer politischen Landschaft. Er ist links und schlägt mit der Faust nach rechts.

War ich im erstgenannten Roman gefangengenommen von der Sprache und der Geschichte, bin ich im zweitgenannten schnell hauptsächlich genervt. Jörg, ein Privatdozent im Fach Vergleichende Literaturwissenschaften, war früher ein schlimmer Finger, direkter Gewalt nicht abgeneigt. Nun ist er in die Jahre gekommen. Er hat die Kurve ins Establishment gekriegt, doch seine Lebensgefährtin verweigerte sich dem System und schmiss in letzter Sekunde das Abi. So hängt er sie ab, die Ehe wird schal. Midlife crisis wird bekanntlich männlicherseits kuriert mit Sex.

Nichts Neues. Dennoch hätte man aus der Geschichte etwas Bewegendes machen können, wenn man gewollt hätte. Das wollte der Autor aber nicht. Er legt mit seiner Schreibweise eine Distanz über die Story. Das ist modern, ohne Zweifel. Man muss aus endlosen Relativsätzen, aus unendlichen sich schlängelnden Assoziationen und aus hin geschmissenen minutenlangen Aufzählungen, den Narrativgehalt aus dem Roman herauszuzzeln wie die Weißwurst aus der Pelle. Die wie Schutt aufgehäuften Details öden an. Sicher atmet man die Slums Londons, das Ranzige des billigen Fetts beim Inder, die Rugbyszenen haben durchaus etwas und der Schmelztigel Londons ist vorstellbar. Aber wenn das alles ist! Das wurde doch schon hundertmal erzählt!

Die Figur des Antihelden Jörg Krippen ist völlig in dem Fabulierwulst des Autors verklebt. Obwohl in diversen Rückblenden sein Leben aufgeschlagen wird, bekommt man diese Figur nicht richtig zu fassen. Was ist los mit dem Mann und wieso? Warum kann er nicht einmal ein einfaches Seminar sauber abwickeln und seine Arbeit machen, das kann doch jeder Dozent mit links. Warum lässt Jörg Krippen sich mit dem ersten Rock ein, der ihm über den Weg läuft? Und sofort ist es die große Liebe. Sexszene reiht sich an Sexszene. Midlife Crisis. So absolut gewöhnlich.

Fazit:
Erstens:
Ich halte Michael Wildenhain für einen exzellenten Schreiber. Wenn sein Roman so geworden ist, wie er geworden ist, dann wollte Herr Wildenhain das so. Genau so. Aber er kann nicht erwarten, dass mir das Ergebnis gefällt.

Zweitens:
„Das Singen der Sirenen“ verweigert dem Leser mit Absicht und nicht aus mangelndem Können eine „normale“ Erzählung zugunsten eines Assoziations-Entfremdungs-Experiments. Ergebnis: Rohrkrepierer!

Kategorie: Gehobene Literatur /Experimentelle Literatur
Verlag: Klett Cotta, 2017

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serendipity3012s avatar

Rezension zu "Das Singen der Sirenen" von Michael Wildenhain

Krippens Krise
serendipity3012vor einem Jahr

Krippens Krise 

In diesem Jahr ist mein Verhältnis zu den für den Deutschen Buchpreis nominierten Romanen bisher ganz offenbar schwierig. Nachdem ich vor kurzem Mirko Bonnés Roman „Lichter als der Tag“ abbrach, (wobei ich sein „Nie mehr Nacht“ in bester Erinnerung habe) da ich zu den allesamt passiven Charakteren keinen Zugang fand, konnte ich auch mit Michael Wildenhains Roman „Das Singen der Sirenen“ wenig anfangen. Dabei halte ich mich eigentlich für eine recht geduldige Leserin, die bereit ist, Verständnis für schwierige Charaktere aufzubringen, doch in beiden Romanen fand ich die männlichen, mittelalten Hauptcharaktere, die sich in Sinnkrisen befinden und die sich, der eine mehr, der andere weniger, als erstes durch ihren Egoismus auszeichnen, zumindest teilweise schwer zu ertragen.

In „Das Singen der Sirenen“ geht der Literaturwissenschaftler Jörg Krippen nach London, wo er ein Seminar halten soll. Er forscht über Frankenstein. Frau und Sohn lässt er in Berlin zurück, von ihr erhält er erboste Anrufe, in denen sie ihn wüst beschimpft. Krippen lässt es stoisch über sich ergehen. In London lernt er Mae kennen, eine junge Frau indischen Ursprungs, scheinbar zufällig ist die Begegnung, doch es gibt eine Verbindung zu ihr, wie sich bald zeigen wird. Mae forscht über Reproduktionstechnologien: Sie und Krippen verkörpern in Wildenhains Roman, grob gesprochen, die Geistes- und Naturwissenschaften. Die beiden verlieben sich.

Wildenhains Roman erzählt nicht nur über Krippens Zeit in London, er geht auch zurück in seine Vergangenheit, in der er in der linksautonomen Szene unterwegs war und er betritt weitere Schauplätze. Zudem schert er sich nicht um Chronologie und manchmal muss man sehr aufpassen, dass einem nicht entgeht, wo bzw. wann man sich in seiner Geschichte gerade befindet. Zeitsprünge lockern Romane meiner Meinung nach oft sehr auf und erzeugen Spannung, hier empfand ich die Struktur des Romans oft wirr, konfus und sperrig. Es war, als habe Wildenhain mich auf Distanz halten wollen.

„Das Singen der Sirenen“ erzählt nicht nur von Krippens Affäre mit Mae und thematisiert die gegensätzlichen Wissenschaften (was interessant hätte sein können, eigentlich aber nicht wirklich vertieft wird). Wir erleben Krippen auch als Vater und im Hadern in seiner Vaterrolle, in dem Versuch, es richtig zu machen. Und es geht um Beziehungen, um Sexualität, kurz um alles, was das Leben Jörg Krippens ausmacht und in der Vergangenheit ausgemacht hat.

Wildenhains Sprache trug leider nicht dazu bei, dass mir die Geschichte und seine Figuren nahe kamen. Seine oftmals über ganze Absätze verkürzten, elliptischen Sätze empfand ich als abgehackt und wenig aussagekräftig. Andere Teile hingegen sind in einem freien und einfachen, aber nicht simplen Stil verfasst, den ich mochte, und der mich in die Geschichte zumindest zeitweise eintauchen ließ, hier hat mir die Lektüre dann Spaß gemacht.

Vielleicht richtet sich „Das Singen der Sirenen“ an einen Leserkreis, dem ich nicht angehöre und das Buch und ich passen einfach nicht zusammen, vielleicht ist es das oft beschworene „falsche Buch zur falschen Zeit“ (das es meiner Erfahrung nach so wirklich gibt). Ich konnte zu Michael Wildenhains Roman keinen Zugang finden, obwohl ich einige Passagen gelungen fand und gern gelesen habe. Welche Geschichte genau mir der Autor erzählen wollte? Ich weiß es nicht. 

Eine Rezension, die mehr vom Inhalt verrät und sich differenziert mit den Schwierigkeiten von Wildenhains Roman befasst und in der mich sehr wieder finde, ist bei Deutschlandfunk Kultur zu finden.

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Michael Wildenhain wurde am 20. September 1958 in Berlin (Deutschland) geboren.

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