Michael Winterhoff Lasst Kinder wieder Kinder sein!

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Inhaltsangabe zu „Lasst Kinder wieder Kinder sein!“ von Michael Winterhoff

Die Rückkehr zur Intuition – damit Kinder wieder Kinder sein dürfen
In seinem neuen Buch wendet sich der erfahrene Kinder- und Jugendpsychiater und Bestsellerautor Michael Winterhoff den Erwachsenen zu und fragt, warum es für immer mehr Erwachsene nicht mehr möglich ist, eine angemessene, von unbewussten Belastungen freie Beziehung zu anderen Menschen – und damit auch zu (ihren) Kindern – aufzubauen.
Für Winterhoff liegt das Kernproblem darin, dass der Mensch seine innere Ruhe verloren hat. Die allgegenwärtige Penetration mit Negativnachrichten – verbunden mit einer vielfachen persönlichen Überforderung durch gesellschaftliche und technische Entwicklungen sowie einer Destabilisierung der eigenen Lebensverhältnisse - erzeugt eine Art Massentraumatisierung: Der Mensch wird rastlos, handelt nicht mehr ruhig und zielgerichtet, findet keinen Weg mehr aus dem sich ständig beschleunigenden Hamsterrad. Psychisch defizitäre, auf Dauer gehetzte Menschen aber werden die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens nicht mehr tragen können.
Dabei zerstört Winterhoff zwar das Trugbild einer grenzenlosen Freiheit, in der wir uns heute wähnen, weist aber auch Wege aus dem Dilemma auf. Aus seiner Analyse heraus entwickelt er Alternativen, die eine Rückkehr zum intuitiven Verhalten ermöglichen – auch und vor allem gegenüber unseren Kindern, damit Kinder endlich wieder Kinder sein dürfen.

Der Anfang des Buches war vielversprechend, doch gegen Ende kam es mir so vor, als ob der Autor sich selbst im "Hamsterrad" verloren hat.

— Trini68

wenig konkete Hilfen und schauderhaft geschrieben

— thursdaynext

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    Lasst Kinder wieder Kinder sein!

    suggar

    18. January 2014 um 20:18

    ... die mehr den Hintergrund beleuchtet, warum Kinder heute so anders sind und die Intuition der Erziehung verloren gegangen ist.
    Hier werden Fakten und Wege aufgezeigt ohne zu belehren oder zu beschuldigen. Ein Buch was zum Nachdenken anregt.
    Allein der Buchtitel ist etwas ungünstig gewählt und lässt etwas Anderes erwarten.

  • Rezension zu "Lasst Kinder wieder Kinder sein!" von Michael Winterhoff

    Lasst Kinder wieder Kinder sein!

    LilStar

    06. March 2012 um 22:07

    "Lasst Kinder wieder Kinder sein" lautet der Titel von Winterhoffs letztem Buch. Erwartet habe ich ein Buch, in dem es um den Umgang mit unseren Kindern geht. So suggeriert es ja auch schon der Titel. Und ja, es geht auch um unsere Kinder und wie sie uns erleben, allerdings nur am Rande. Die Hauptaussage, das Kernthema, ist eigentlich der Erwachsene und wie er sich im sogenannten Hamsterrad befindet, was damit überhaupt gemeint ist und wie der Autor darauf kommt. Das Kinder von diesem Teufelskreis im Hamsterrad mitbetroffen sind, und dass das auch gar nicht so gut ist, das erfahren wir nur so nebenbei. Aber mal von vorne. In Michael Winterhoffs neuem Buch will er uns seine neue Analyse vorstellen, wie es aus seiner Sicht dazu kommt, dass immer mehr Kinder eine unbefriedigend entwickelte Psyche aufgrund der Beziehungsprobleme mit ihren Eltern haben. Leser, die bereits die ersten Bücher des Autors gelesen haben, wissen, dass dies seiner Meinung nach das Gesellschaftsproblem unserer heutigen Zeit ist, nicht die Erziehung selbst. Wer die ersten Bücher Winterhoffs nicht gelesen hat, der könnte allerdings ab und an mal über einige Begriffe stolpern (z.B. Symbiose), die der Autor für seine Theorie geprägt und definiert hat. Dabei macht der Autor klar, dass es ihm ganz und gar nicht um Schuldzuweisungen geht, wie es in diversen Kritiken der Vergangenheit öfter lautete, sondern um das Aufzeigen eines Problems unserer heutigen Zeit, denn nur, wenn ein Problem als solches erkannt wird, sind wir in der Lage auch einen Ausweg zu finden. Nach Winterhoff liegt das Problem, dass wir uns heute nicht mehr angemessen unseren Kindern gegenüber verhalten, also unserer Intuition folgen, darin, dass wir uns im sog. Hamsterrad befinden. Damit meint der Autor, dass in unserer heutigen Zeit, wo jeder jederzeit und allerorts erreichbar ist, niemand mehr wirklich abschalten kann und mal einige Minuten Ruhe genießt. Selbst wenn man mal die Ruhe hätte, um nichts zu tun, dann würde unsere Psyche, die sich im Katastrophenmodus befindet, sich Dinge suchen, die es zu tun gibt. Lässt sich nichts tun, dann wären wir weiter unruhig. Winterhoff belegt diese These mit so vielen Beispielen, dass sich wahrscheinlich jedermann mehr als einmal darin wiederfinden wird. Ich persönlich hatte stellenweise den Eindruck, dass nur über mich geschrieben wurde. Und das liegt nicht an total verallgemeinernden Beispielen, sondern daran, dass diese Darlegung tatsächlich ein Massenphänomen unserer heutigen Zeit ist. Warum Winterhoff, der ja Kinder- und Jugendpsychiater ist, sich mit den Problemen Erwachsener beschäftigt liegt hier wahrscheinlich auf der Hand: Kinder bekommen die Handlungen Erwachsener, ihre Unruhe, ihren Stress ungefiltert ab und nehmen sich ein Beispiel an ihren gestressten Eltern, Lehrern oder sonstigen Bezugspersonen. Dafür, dass der Titel des Buchs Lasst Kinder wieder Kinder sein" lautet, ist mir der Bezug zu eben diesen allerdings viel zu knapp geraten. Der Großteil des Buches beschäftigt sich mit der Darlegung Winterhoffs Analyse des bereits erwähnten Hamsterrads und den darin rotierenden Erwachsenen. Die Einbeziehung der Kinder und wie diese unter solchen Bedingungen beeinträchtigt werden liegt mehr auf der Hand als dass man die Erläuterungen dafür im Buch vorfindet. Der Untertitel des Buches Die Rückkehr zur Intuition" bleibt mir auch nach Beendigung des Buches zu schwammig. Natürlich kann man sich denken was der Autor damit meint, allerdings gehört da vielmehr eigene Intuition dazu als die Fähigkeit zu lesen, denn im Buch wird weniger erläutert was genau der Autor mit Intuition" meint. Außerdem fehlen mir ebenfalls ein paar Ansätze wie der Autor gedenkt, dass man zur Intuition zurück finden kann. Die Lösung beschreibt er zwar als einfach: Raus aus dem Hamsterrad, allerdings schreibt er auch, dass es sehr, sehr schwer ist aus eigener Kraft aus diesem Teufelskreis Hamsterrad auszubrechen. Die Lösung bleibt also auf der Strecke, leider konnte ich keine konkreten Vorschläge erkennen, aber das nächste Buch kommt ja bestimmt. Insgesamt fand ich das auch dieses Buch des Autors wieder einmal sehr interessant. Winterhoff gelingt es brillant ein Problem zu analysieren und zu isolieren und so darzustellen, dass klar wird, wo seiner Meinung nach Missstände entstehen. Leider fehlt mir hier allerdings ein nachvollziehbarer Lösungsansatz. Einen solchen hätte ich mir nach einer solchen Lektüre dringend gewünscht. Außerdem muss ich den Titel bemängeln, denn diesem nach habe ich eine Lektüre erwartet, die viel mehr die Kinder und unseren Umgang mit ihnen im Fokus hat. Insgesamt vergebe ich trotzdem 4 von 5 Punkten, denn die vorliegende Analyse ist hervorragend gelungen.

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  • Rezension zu "Lasst Kinder wieder Kinder sein!" von Michael Winterhoff

    Lasst Kinder wieder Kinder sein!

    WinfriedStanzick

    17. September 2011 um 10:29

    Drei Bücher sind in diesem September 2011 erschienen, die aus verschiedenen Perspektiven alle ein und dasselbe Thema beleuchten: es geht ihnen allen um die Verantwortung der Eltern gegenüber ihren Kindern, bzw. die Notwendigkeit einer Rückkehr zu einer bewussten Übernahme dieser Verantwortung. Die ZEIT-Journalistin Susanne Gaschke klagt in ihrem Buch „Die verkaufte Kindheit“ an, dass die Kindheit zu einem Objekt von Geschäften verkommen ist, dass sie regelrecht „verkauft“ werden von Firmen und Medien, für die Kinder der ideale Kunde sind. Ein Phänomen, das es noch nicht so lange gibt, dass aber den Kindern für ihre Entwicklung wesentliche Dinge sozusagen stiehlt. Gefragt, was sie denn bei all ihrer Kritik unter einer glücklichen Kindheit verstehe, hat Susanne Gaschke geantwortet: „Das wird jeder Mensch unterschiedlich beantworten. Aber einige Dinge gehören dazu: Geborgenheit und Verlässlichkeit, Liebe, Zuwendung, Gelobtwerden, Verstandenwerden. Kinder brauchen ein ‚Draußen’, sie müssen die Welt erklettern und erkriechen. Sie müssen ausreichend schlafen. Und sie brauchen Bücher.“ Und vor allen Dingen, so Gaschke, brauchen sie Eltern, die bereit sind, auch einmal Nein zu sagen, sie brauchen Eltern, die erwachsen und reif handeln, damit ihre Kinder möglichst lange Kinder bleiben können. Ihre Kollegin bei der FAZ, Melanie Mühl, hat zur gleichen Zeit, mit ihrem Buch „Die Patchwork-Lüge“ eine der wesentlichen und dramatischen Lebenslügen von immer mehr Menschen und einer ganzen Gesellschaft angegriffen. Sie beklagt eine Gesellschaft, die nicht wahrhaben will, welche schlimmen und meist lebenslangen Folgen die immer mehr zunehmenden Scheidungen von Ehen für die sogenannten Scheidungskinder hat. Eine Gesellschaft, deren Mitglieder in einer immer größeren Zahl einfach nicht erwachsen werden wollen: „Heute ist uns die Vorstellung davon, was Erwachsensein heißt, abhandengekommen. Erwachsen sein heißt, Entscheidungen zu treffen. Indem wir uns auf eine Option festlegen, schließen wir andere Optionen aus. Wir verzichten auf etwas und übernehmen für etwas Verantwortung, für einen Menschen zum Beispiel oder für eine Familie. Erwachsensein bedeutet, die banale Tatsache zu akzeptieren, dass sich nicht jeder Wunsch verwirklichen lässt und Lebensabschnitte einander abwechseln. Erwachsensein kann ein beruhigendes Gefühl vermitteln. Die Möglichkeitswelt ist kleiner geworden, sie erfordert keine permanenten Revision, weil man nicht fürchtet, Erlebnisse, Menschen oder irgendetwas sonst zu verpassen. Man ist angekommen.“ Der Kinderpsychiater und Psychotherapeut Michel Winterhoff setzt in seinem neuen hier anzuzeigenden Buch „Lasst die Kinde wieder Kinder sein!“ in der Analyse seinen Schwerpunkt etwas anders, kommt aber zu ähnlichen Schlüssen. In einem Interview sagt er: „Wenn man sich in unserem Alltagsleben umschaut, sieht kann immer mehr Menschen, die sich scheinbar in einer Art Hamsterrad befinden. Da gibt es keine Ruhe, keine Erholung, nur ein ständiges Weiterdrehen auf immer höheren Touren. Diese Menschen verhalten sich, als befänden sie sich direkt im Angesicht einer große Katastrophe.“ Er möchte mit seinem Buch dazu beitragen, die Zusammenhänge zu verstehen, die uns in das Rad hineingetrieben haben. Die meisten Menschen, eben auch Eltern von Kindern, haben sich dort eingerichtet, ihre krank gewordene Seele sucht ständig nach Dingen, die sie im Hamsterrad festhalten. Doch das ist weder für sie selbst noch für ihre Kinder gut. Denn Erwachsene, die ständig im „Katastrophenmodus“ sind, wie Winterhoff das nennt, übertragen diesen Stress auf ihre Kinder und können sich dann auch nicht mehr intuitiv richtig verhalten. Die Folge sind dauerhafte Beziehungsstörungen zwischen den Eltern selbst und auch mit ihren Kindern. Auf Dauer gehetzte Menschen können die Grundpfeiler unseres Zusammenlebens in der Gesellschaft nicht mehr tragen. Mit vielen Beispielen auch aus seiner therapeutischen Praxis zeigt Michael Winterhof Alternativen auf, Auswege aus dem Teufelskreis des Mehr, Schneller, Besser …. Nur die Erwachsenen, so seine überzeugende These, die sich in ihrem Umgang mit Distanz, mit Ruhe, Selbstreflexion und dem Wiederentdecken ihrer Intuition neu definieren und verändern, können ihren Kindern wieder ein echtes und erwachsenes Gegenüber werden. Es ist genau das, was sie brauchen, um selbst erwachsen werden zu können und um später, im Verhältnis zu ihren eigenen Kinder, nicht das zu wiederholen, was Melanie Mühl in ihrem Buch so beschreibt: „Wir sprechen nicht über ein paar Kindheitstraumata, die nur die Persönlichkeit Einzelner betreffen, wir sprechen über nicht weniger als den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Kinder, die in unverbindlichen Sozialkonstruktionen aufwachsen, die sich selbst überlassen werden, verlieren jedes Gefühl für Bindungen, für Freundschaft, Liebe und Solidarität. Sie sind Vagabundierende, an keinem Ort verankert, ohne feste Beziehungen, nicht einmal der zum eigenen Ich. Das macht sie zu tickenden Zeitbomben. Denn irgendwann werden die Kinder Erwachsene sein, und das psychische Profil einer ganzen Generation prägen.“ Michael Winterhoffs Buch ist zusammen mit den anderen eine von vielen Stimmen, die in diesen Zeiten für die Rückkehr und die Wiederbesinnung auf Werte und Fähigkeiten werben, die uns im Bezug auf unsere Kinder über Jahrzehnte schleichend aus den Händen genommen wurden. Wir haben es zugelassen, deshalb können wir es auch wieder ändern.

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