Michael Winterhoff Warum unsere Kinder Tyrannen werden

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Inhaltsangabe zu „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ von Michael Winterhoff

Kleinkinder außer Rand und Band, Zehnjährige, die Eltern und Lehrern keinen Respekt entgegenbringen: Unter dem Deckmantel eines »partnerschaftlichen« Umgangs werden Kinder überfordert, erhalten weder Struktur noch Orientierung und entwickeln sich deshalb zu kleinen Tyrannen. Nur wenn unsere Kinder wieder wie Kinder behandelt werden, können sie lebensfähig und glücklich werden. Ein Buch für alle, die wollen, dass unsere Gesellschaft ihre Kinder lieben kann-…

Endlich mal ein Buch das Tacheless spricht!

— eigenART

Auch hier gilt: Selbst mitdenken und refelktieren ist unerlässlich. Dann wird auch dieses Buch zu einem Gewinn!

— Wortteufel

Sehr guter Denkansatz und analytisch aufbereitet

— Berlinda75

Gutes Buch mit spannendem Ansatz.

— Aljona

Ein gutes, wichtiges Buch, das seine Leser jedoch ohne die Idee eines Lösungsansatzes zur geschilderten Problematik zurücklässt.

— Knigaljub

furchtbar- fies- gut

— AnnikaLeu

Grenzen zwängen nicht ein – sie geben einen sicheren Raum, in dem sich das Kind wohlfühlen und entwickeln kann = mein Rèsumé

— Aleshanee

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  • Wichtige Lektüre für die heutige les affaire Gesellschaft!

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    eigenART

    24. November 2016 um 11:43

    Solch ein Buch gehört in die Regale der Kindergärten, Schulen und allen anderen Institutionen. Und vor allem in die Hand frischgebackener Eltern. Winterhoff erklärt sehr nachvollziehbar, den Zusammenhang von fehlender anleitender Erziehung und deren Auswirkungen auf die Kinder.Weil Kinder nicht mehr als Kinder betrachtet werden, sondern als kleine Erwachsene, kommen sie in Rollen - z. B Partnerrolle ", die ihnen nicht angemessen sind und sie schlichtweg überfordern.Sehr aufschlussreich!

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  • Den Finger auf die Fehler gelegt, leider ohne Hoffnungsschimmer oder Korrekturmöglichkeit

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    AngelikaGodau

    29. May 2014 um 20:19

    Es ist nun nicht wirklich keine Neuigkeit, dass unsere Kinder immer aufmüpfiger, fordernder und anspruchsvoller werden. Dass ihnen häufig jeglicher Respekt vor ihrem Gegenüber fehlt, ist auch bekannt. Schon vor 30 Jahren schrieben Dreikurs, Moor und andere, ähnliches. Kindererziehung scheint einem stündlichen Wandel unterworfen, sollte man meinen, wenn man sich allein die letzten 40 Jahre anschaut. Von der strengen, rigiden der 50er Jahre, in denen prügelnde Eltern und Lehrer überhaupt keine Ausnahme waren, zu Summerhill - alles ist erlaubt, Kinder brauchen keinerlei Führung, keine Grenzen, schon gar keine Erziehung. Dazwischen liegen zahlreiche Neuauflagen und Grautöne. Nun also Winterhoff, dem ich ja durchaus zustimme. So, wie es ist, geht es nicht gut weiter. Kinder halten sich für den MIttelpunkt des Universums und das sind sie nun einmal nicht. Die Konfrontation mit der Realität beginnt meist schon in der 1. Klasse, wenn 25 Mittelpunkte zusammen kommen. Woran liegt es? Wie immer an den Eltern? Sicher auch, die meinen es besonders gut, wollen partnerschaftlich erziehen, nicht autoritär. Fragen Dreijährige um Rat bei der Wohnungseinrichtung und dem Autokauf. Trotzdem klingt es leider so, als müsste man, um Kinder zu erziehen, zuerst einmal ein Hochschulstudium absolvieren. Schwerpunkt Entwicklungspsychologie. Leider ist man sich aber auch bei den Psychologen nicht einig. Ein bisschen mehr Bauchgefühl, ein bisschen mehr Mut zum Nein und sehr viel mehr Abgrenzung der eigenen Person gegenüber kleinen Monstern wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung. Mir hat der Ausblick gefehlt, nur Horrorszenario motiviert nicht wirklich. Dass Kinder wieder eine Kindheit bekommen, die diesen Namen auch verdient, wäre aber wirklich mehr als wünschenswert.

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  • Respekt und Grenzen - werde heute noch Werte vermittelt?

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    Aleshanee

    02. January 2014 um 09:06

    Klappentext Kleinkinder außer Rand und Band, Zehnjährige, für die Respekt vor Eltern und Lehrern ein Fremdwort ist, 17-Jährige, die nicht mehr arbeitsfähig sind - Kinder an die Macht? Gesellschaftliche Fehlentwicklungen und eigene Probleme von Erwachsenen verhindern, sich abgegrenzt und strukturierend gegenüber dem Kind zu verhalten und diesem dadurch eine normale Entwicklung seiner Psyche zu ermöglichen. Stattdessen wird es zunächst partnerschaftlich, dann symbiotisch vereinnahmt und kann niemals eine eigene Persönlichkeit entwickeln. Michael Winterhoff zeigt in seiner überraschenden wie erschreckenden Analyse diesen emotionalen Missbrauch unserer Kinder auf und belegt ihn mit vielen anschaulichen Beispielen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen: Nur wenn unsere Kinder wieder wie Kinder behandelt werden, können sie in einem positiven Sinne lebensfähig werden. Ein Buch für alle, die verhindern wollen, dass unsere Gesellschaft ihre Kinder eines Tages hassen wird ... Meine Meinung Ich kann mich leider nicht mehr so genau erinnern, wie die Stimmung war, als dieses Buch heraus gekommen ist – ich habe das damals nicht so verfolgt, aber ich glaube noch zu wissen, dass die Meinungen ziemlich hochgekocht sind. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Das Buch ist mit 191 Seiten nicht sehr dick und führt mit kurzen Kapiteln und Fallbeispielen zügig und prägnant durch die Kritikpunkte, die sich nach Sicht des Autors in unserer Gesellschaft in Bezug auf Kindererziehung heraus kristallisieren. Es gab kaum eine Meinung, die ich kritisieren würde, denn alles, was in diesem Buch steht, ist für mich entweder nicht wirklich neu oder logisch nachvollziehbar. Einige wenige Situationen sind für manche vielleicht unpassende Beispiele, aber man sollte sich auf den Grundgedanken besinnen, der dahinter steckt, denn es handelt sich ja hier immer um „Beispiele“. Dass viele Kinder und Jugendliche psychisch nicht fähig sind, ihrem Alter entsprechend zu reagieren und zu handeln ist heutzutage ja fast schon Standard. Manche Fallbeispiele über die Kinder wirken vielleicht überzogen, kommen aber sicherlich auf die ein oder andere Weise so vor und sollen ja vor allem eines tun: Eltern und Erzieher wachrütteln und für die Probleme sensibilisieren. Gerade das vielseits gelobte „Selbstbestimmungsrecht“ von Kleinkindern zu fördern, die erst einmal von uns Erwachsenen lernen sollten, wie die Regeln im Miteinander einzuhalten sind, ist für mich völlig daneben. Vor allem kleine Kinder bis ins Grundschulalter brauchen Grenzen und müssen auch Konsequenzen spüren, um sich in unserer Welt zurecht finden zu können. „Eltern, die mit ihrem Kind ständig Erwachsenenthemen diskutieren, schon Kleinstkindern weitestgehende Autonomie und Selbständigkeit zubilligen, handeln nicht anders als ein Tennislehrer, der seinem Schützling gar nicht erst Schläger und Ball in die Hand gibt, sondern sofort beginnt, mit ihm taktische Finessen und Spielstrategien zu diskutieren.“ S. 77 Wenn sie nie gezeigt bekommen, was richtig oder falsch ist, woher sollen sie es dann lernen? Wenn ich auf endlose Diskussionen eingehe, was ein 4jähriger heute anziehen soll, wie lernt er dann, Respekt vor mir zu haben? Und wenn ich einer 5jährigen alles nachsehe, wie soll sie sich später an die Regeln einer Gruppe halten können? Durch die vielen gutgemeinten Einlenkungsversuche der Eltern schwindet die Frustrationsgrenze der Kinder und sie lernen nicht, Enttäuschungen auszuhalten und damit umzugehen. „Konflikte lassen Kinder erkennen, was richtig und was falsch ist, sie weisen eine Richtung. Kindern, die sich durch das Aushalten und Verstehen der Konsequenzen von Konflikten diese Richtung nicht mehr weisen lassen, haben folgerichtig die Orientierung im Leben nicht.“ S. 153 Schlimm ist auch, dass das, was früher als „Fehlentwicklung“ eingeschätzt wurde, heutzutage schon Normalzustand ist – ganz einfach weil über die Hälfte der Kinder davon betroffen ist. Und dass sogar die Leistungen in der Schule immer weiter herunter geschraubt werden, weil zu viele Kinder diese Anforderungen gar nicht mehr bewältigen können – die früher von uns allen ohne Probleme gemeistert wurden. Ich nehme mich davon nicht aus, dass ich auch oft falsche Ansätze in der Erziehung meiner Kinder habe oder nicht so konsequent bin, wie ich sein sollte – aber der Grundgedanke dieses Buches spricht mir aus dem Herzen. Kinder müssen Kinder sein dürfen – sie sind keine gleichberechtigen Erwachsenen und gerade deshalb müssen wir Eltern/Verwandte/Erzieher/Lehrer etc. ihnen zeigen, wie ein gesellschaftliches Miteinander funktioniert. Liebevoll, aber mit dem intuitiven Verstand, der einen Erwachsenen von einem Kind unterscheidet. Fazit Eine ehrliche, konsequente Aufforderung an Erwachsene, die Kinder wieder als das zu sehen, was sie sind. Lernende, sich entwickelnde Persönlichkeiten, die der Führung und der Konsequenzen von verantwortungsbewussten Erwachsenen bedürfen, um zu lernen, sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden. Grenzen zwängen nicht ein – sie geben einen sicheren Raum, in dem sich das Kind wohlfühlen und entwickeln kann. © Aleshanee blog4aleshanee.blogspot.de

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  • Leserunde zu "So nicht! Anklage einer verlorenen Generation" von Bernhard Winkler

    So nicht!

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Politiker sind keine Landwirte - warum betreiben sie dann Kuhhandel? ... diese und andere Fragen mehr, werden uns in dieser Leserunde beschäftigen. Worum geht's? In 20 Anklagepunkten greift Bernhard Winkler die derzeitige Politik frontal an. Seine Vorwürfe sind hart: Die Politik hat keine Ideale mehr und kümmert sich nicht um die Perspektiven der Jugend, bei der Jobsuche, in der Bildungspolitik, bei der Altersvorsorge. Demokratie ist zur Farce verkommen, die Politiker leben nur mehr in der Defensive, schreibt er. Sein Aufschrei ist laut, offensiv und brillant. Sein Fazit: Reißt endlich das Ruder rum, sonst entern Piraten und Dagobert Ducks das Parlament. Erscheinungstermin: 7. Mai 2013  Bernhard Winkler geboren 1989, 2008 bis 2010 Journalist bei den Oberösterreichischen Nachrichten, seit 2010 ist er PR-Mitarbeiter eines großen österreichischen Sportartikel-Unternehmens. >> Informationen zum Buch >> Leseprobe >> Facebook-Fanseite zum Buch Bewerbung zur Leserunde: In der Politik muss sich etwas ändern, also reißt endlich das Ruder rum und bewert euch bis 2. Mai 2013 für eines von 15 Leseexemplaren von "So nicht!". Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!  Formuliert bis einschließlich 2. Mai einen (kreativen) Anklagepunkt gegen die derzeitige Politik (gemeint ist: was nervt euch selbst an der Politik? z.B. leere Versprechungen) und schreibt uns auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbungen" verwenden. Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Folgt uns auf Facebook, Twitter und Pinterest und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr. 

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    • 350
  • Für und wider...

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    illunis

    23. May 2013 um 02:30

    Das Buch '"Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff ist ein gutes Buch, ein wichtiges Buch, dazu brilliant geschrieben und daher sehr packend beim Lesen. Jeder, der mit Kindern zu tun hat, sollte sich von diesem Buch wachrütteln lassen. Meine erste Reaktion war: Danke für dieses Buch! 5 Sterne Aber dennoch nur 3 Sterne: Auch noch längere Zeit nach der Lektüre des Buches verfällt man in eine Weltuntergangsstimmung, in der man sich vom Autor alleine gelassen fühlt. Michael Winterhoff gibt zu wenig ganz konkrete Handlungsalternativen, um der von ihm sehr gut analysierten Misere der tyrannischen Kinder zu entkommen. Denn: dieses Buch möchte kein neuer Erziehungsratgeber sein. Doch damit macht es sich der Autor recht leicht. Zudem gibt es zu wenig Anhaltspunkte, ob man sich selber eventuell doch noch auf dem rechten Wege der Kindererziehung befindet. Zu undifferenziert sind die aufgezeigten Fallbeispiele, um sich darin wiederzuerkennen oder eben nicht wiederzuerkennen. Man sollte sich von diesem Buch wachrütteln lassen, aber sich nicht zu sehr von der negativen Stimmung anstecken lassen. Sonst läuft man Gefahr, selber tyrannisch zu werden, jedes aufflackern des kindlichen Willens misstrauisch zu beäugen und unterbinden zu wollen. Die Lektüre kann einem rasch die Freude an Kindern nehmen, vor allen Dingen die Freude über ihr Heranwachsen, ihre zunehmende Selbständigkeit und Eigenständigkeit, auch schon im Kindergartenalter. Denn vorsicht: überall wittert man die Gefahr der zu frühen und zu ausgeprägten Partnerschaftlichkeit. Das Hauptanliegen des Autors, sich die Hintergründe für den 'gegenwärtigen Abwärtstrend' bewusst zu machen, erfüllt sich sehr gut. Grundlage für diesen Abwärtstrend ist unter anderem die moderne, auf Partnerschaftlichkeit ausgerichtete Pädagogik, die in den letzten Jahrzehnten die Hierarchieverhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern auf den Kopf gestellt hat. Zu wenig erwähnt wird vom Autor allerdings, dass doch das wesentliche in der Kindererziehung darin liegt, eine gute Beziehung zu den Kindern herzustellen. Gerade die 'Moderne Pädagogik', die auf Respekt und Achtung vor dem Kind gründet, ohne sich dabei von den Kindern beherrschen zu lassen, gibt einem dazu doch das nötige Rüstzeug und sollte daher nicht voreilig über Bord geworfen werden. Dieser Gefahr sollte man sich bei der Lektüre des Buches bewusst sein.

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    Buecherteich

    17. February 2013 um 20:14

    Mehrfach habe ich dieses Buch weitergegeben und empfolhen. Man könnte auch zusammenfassen: Gebt den Kindern die Kindheit zurück! Das heißt nicht, dass sie spielen sollen, bis sie erwachsen sind. Michael Winterhoff zeigt sehr gut verständlich Faktoren auf, die die psychische Entwicklung von Kindern behindern können. Dabei vermeidet er den erhobenen Zeigefinger und sucht selbst bei den Eltern und Erziehern nach Ursachen.

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    Rhiannon83

    13. August 2010 um 22:03

    "Absolut unverständlich und verwirrend" Nachdem eine Freundin uns dieses Buch geliehen hat um es zu lesen, tat ich dies auch. Mit dem Ergebnis, dass ich sage: ich habe noch nie etwas so knochentrockenes gelesen wie dieses Buch von Hr. Winterhoff. Sicher er scheint Ahnung zu haben und dennoch schafft er es nicht mir den Inhalt begreiflich zu machen, sondern ich sitze da und denke: Hä? Wie bitte? Also ich weiß nicht wie mir dieses Buch weiterhelfen soll bei meinem "Problemkind" wie ich glaube unsere Freunde unseren Sohn insgeheim nennen. Die Fallbeispiele bringen mich auch nicht unbedingt weiter, denn ein 2jähriger verhält sich anders als ein 7 oder 12jähriger. Komisch, also mir war das keineswegs hilfreich. Es hat mich eher verwirrt ...

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. July 2010 um 09:02

    Winterhoffs Sachbuch "Warum unsere Kinder zu Tyrannen werden" war in den letzten Monaten ein absoluter Bestseller und wurde in unserem Lehrerzimmer per Aushang als absolut empfehlenswert deklariert. Als es jetzt in der Bibliothek herumlag, habe ich es mir gleich mal gegriffen. Winterhoff, der selbst Kinderpsychiater ist, analysiert in diesem Buch die von ihm so bezeichneten "Auswüchse" falscher Erziehung durch Eltern, Großeltern, Erzieher, Lehrer und anderes pädagogisches Personal. Demnach projizieren Erwachsene sich in ihre Kinder ("Lass ihm doch das Spielzeugauto."), leben in Partnerschaft mit ihnen (alles ausdiskutieren) und befinden sich in einer Symbiose, in der das Kind nicht mehr als Mensch, sondern als "Körperteil" empfunden wird, wodurch es keine Grenzen lernt. Das Grundproblem ist, dass eben nicht nur sog. untere Schichten ihre Kinder in dieser Form 'verziehen', sondern besonders häufig Kinder aus der Mittel- und Oberschicht so zu Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Störungen kommen. Mir erscheint die Analyse insgesamt schlüssig. Da ich selbst keine Kinder habe, kann ich nicht so unmittelbar vergleichen, allerdings gibt es ja welche im Umfeld, bei denen man das ein oder andere "Symptom" schon erkennen kann. Allerdings sehe ich hierin auch einen Schwachpunkt des Buches: Wie bei jedem psychologischen Thema neigt man dazu, sofort Parallelen zu suchen (und auch zu finden). Viele der von Winterhoff angeführten Beispiele sind praxisnah und jeder hat sie sicher so schon einmal beobachtet. Wenn also demnächst das Kind eines Freundes diesen mal wieder durch Gejammer und Gezetere genau dazu bringt, wogegen er sich vorher bewusst entschieden hatte, werde ich sofort diagnostizieren können, dass sich dieser Vater in Symbiose mit seinem Kind befindet... Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass zwar viele - für meine Begriffe auch logische Aspekte - analysiert und dargelegt werden, aber mit keinem Wort erwähnt wird, was man anders machen soll. Da ist das Beispiel eines Jungen, der sich in der Schule weigert, die ihm zugeteilten Aufgaben zu lösen. Der Lehrer wiederholt seine Aufforderung drei-, viermal, was von Winterhoff kritisiert wird. Auch wird kritisiert, dass er anschließend versucht, dem Schüler zu erklären, dass er genau diese Aufgabe jetzt machen soll und auch noch sagt warum. Das sei nicht nötig, Schüler hätten auf Lehrer zu hören. Welche Möglichkeiten dem Lehrer aber bleiben, zeigt Winterhoff nicht auf, einfach weil da nicht viele Möglichkeiten vorhanden sind. Hier bleibt einiges im Argen. Wie ich aber gesehen habe, gibt es Nachfolgebände. In diese werde ich mal einen Blick werfen. Und bei meinen eigenen Kindern mal alles anders machen :) Der Schreibstil ist einfach, wobei sich Winterhoff ständig wiederholt, was auf die Dauer nervig ist. Aber es soll ja auch jeder verstehen. Dem Bibliotheksstempel nach zu urteilen tun das aber nicht viele. Ich bin innerhalb von 10 Monaten erst die zweite, die das Buch hat...

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    dramelia

    31. March 2010 um 15:15

    Warum sind Kinder heute so, wie sie sind: narzisstische, egozentrische kleine Tyrannen? Michael Winterhoff, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, berichtet in seinem Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" über seine Beobachtungen aus seinem Berufsalltag und stellt Theorien auf, warum dies so ist. Mithilfe von Beispielen aus Schule, Alltag und aus seiner Praxis versucht er, die Erziehungsmethoden und -fehler der heutigen Eltern. Angefangen wird das Buch mit einem Zitat von Pink Floyd: "We don't need no education, we don't need no thought control, no dark sarcasm in the classroom, teachers, leave them kids alone". Danach erklärt Winterhoff innerhalb von neun Kapiteln den aktuellen Stand der Erziehung der Kinder, zieht dazu Beispiele hinzu und stellt Lehrer vor, welche in ihrem Alltag überfordert sind. Dann stellt Winterhoff die Wichtigkeit einer geregelten psychischen Entwicklung vor, und dass diese Entwicklung gewährleistet sein muss, da sonst schwere Fehlentwicklungen auftreten. In den nächsten Kapiteln stellt er seine Theorie über diese Fehlentwicklungen vor: "Von der intuitiven Erziehung zur Symbiose" (Kapitel 4). Dazu geht es von verschiedenen Stufen der Beziehungsstörung zwischen Eltern und Kind aus: Partnerschaftlichkeit, Projektion und Symbiose. Dazu wird die These erläutert und mit vielen Beispielen untermauert, u.a. erklärt Winterhoff, wie es zu Gewalt gegen Kinder kommen kann und wie Cyberbulling zustande kommt, und wie die Zukunft aussehen könnte. Obwohl dies sich nun so anhört, als würde der Autor nur auf den Eltern, Lehrern und Erziehern rumhauen, ist dies nicht so. Denn auch die Gesellschaft trägt einen Teil zu diesen Fehlentwicklungen dar. Insgesamt ist das Buch sehr interessant und sehr logisch aufgebaut. Dadurch, dass er selbst Kinder- und Jugendpsychiater ist, kennt er die Thematik nur zu gut. Dieses Buch zeigt eine erschreckende Entwicklung in der Psyche der Kinder auf, aufgrund einer Erziehung, die sich äußerlich positiv entwickelt hat, innerlich jedoch sehr große Schäden zulässt und es niemand verhindert. Nichtmal verhindern will, sondern dieses Verhalten wird sogar noch von Staat, Schule und Kindergarten unterstützt. Daher ist dieses Buch schon längst überfällig! Genug Beispiele findet man ja selbst im Alltag oder im Fernsehen: Man muss nur Sendungen wie "Die Super-Nanny" oder "Die Schulermittler" einschalten und man findet sehr viele Paradebeispiele, welche sehr gut zu diesem Buch passen würden. Was mich an dem Buch jedoch etwas stört ist der Gedanke, dass er vielleicht seine Schweigepflicht verletzt. Er führt in diesem Buch viele Beispiele aus seinem Berufsalltag an, teilweise mit Namen und Alter. Auch werden viele Beispiele übernommen, wo ich nicht genau weiß, ob die Namen geändert worden sind oder ob sie einfach nur erfunden sind. Vielleicht sollten viele Eltern dieses Buch lesen, um vielleicht etwas durch ihre Kinder durchzublicken und ihre Kinder wieder kindgerecht zu erziehen. Jedoch ist die in diesem Buch "normale" Entwicklung eines Kindes, welches bis zu einem gewissen Lebensjahr über keine Persönlichkeit verfügt und meistens aus Lust und Laune heraus agiert, gesellschaftlich häufig sehr geächtet. Die Prognose, die Micheal Winterhoff aber abgibt, scheint keinerlei Verbesserungen zu zeigen, sondern nur, dass es nur schlimmer wird. Aber die Zukunft wird es zeigen...

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    martina400

    20. February 2010 um 14:04

    Wie es der Titel schon sagt, geht es in diesem Buch darum, wie aus Kindern "Tyrannen" werden. Wieso tauchen Verhaltensstörungen auf? Wieso verhalten sich Kinder bei einer "normalen" Erziehung "unnormal"? Winterhoff beschreibt hier einige Fallbeispiele und beobachtet 3 verschiedene Bezeihungsstörungen, in denen das Kind als Erwachsener Partner gesehen wird, oder sich die Eltern dem Kind unterordnen oder mit der Psyche des Kindes verschmelzen. Deutlich gemacht werden diese Thesen anhand von Beispielen. Ich denke, Winterhoff schert viele Familien über einen Kamm und beschreibt seine Thesen auch etwas überspitzt, aber genau das ist notwendig um solche situationen oder ev. "Fehler" zu erkennen. Das ganze Buch ist logisch aufgebaut, lässt sich leicht lesen und tut einfach der Seele gut. Situationen mit Lehrern werden aufgezeigt, man findet sich selbst, sein Verhalten und einige Kinder, die man als Schüler hat, wieder und erkennt: "Anderen gehts genau so wie mir. Es liegt nicht an mir, dass dieses Kind sich so wehrt." Es tut einfach gut zu lesen, dass es anderen nicht anders geht und man versteht so einiges wenn man diese Thesen auf seine Schüler überträgt. Leider findet man jedoch keine Lösungsansätze, wie man in solchen Situationen am besten Handeln soll, wie man etwas verbessern kann, usw. Aber vieleicht erfährt man das ja im zweiten Tiel des Buches...

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    fruchtsirup311

    12. February 2010 um 19:38

    Ein Buch zum Nachdenken und kritischen Hinterfragen: ist eine partnerschaftliche Erziehungshaltung wirklich so gut, wie ihr Ruf? Der Autor und Kinderpsychiater weiß aus jahrelanger Praxiserfahrung, dass das Gegenteil der Fall ist. Kinder werden durch eine partnerschaftliche Eltern-Kind-Beziehung überfordert und können Schaden in ihrer psychischen Entwicklung nehmen, der nur schwer zu beheben oder sogar irreparabel ist. Viele Fallbeispiele beleuchten typische fehlgesteuerte Erziehungssituationen. Ebenso wird deutlich, dass der gesellschaftliche Druck in die Richtung geht, dass autoritärer und hierarchischer Erziehungsstil als lieblos und grausam abgetan werden. Auch andere am Erziehungsprozess beteiligte Personen tappen in der Irre umher. Statt einem Umdenken, findet kurzfristiges Denken statt, dass drastisch kontraproduktiv ist. Leider bleiben Tipps im Umgang mit solchen Kindern und Eltern aus.

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    literat

    20. January 2010 um 20:43

    Der Autor ist Kinderpsychologe und will mit seinem Buch auf das Problem der "unerzogenen" Kinder und Jugendlichen, die derzeit aufwachsen, aufmerksam machen. Es handelt sich dabei nicht um ein Fachbuch, dessen Zielgruppe ausschließlich pädagogisch geschultes Fachpublikum ist, sonder der Autor spricht mit seinem Buch durchaus die breite Masse an, schreibt sehr einfach, populär um komplizierte Sachverhalte einfach und allgemeinverständlich zu erklären. Das ist ihm sehr gut gelungen. Seiner Meinung nach werden durch drei Arten von Beziehungsstörungen vor allem zwischen den Eltern und ihrem Kind (aber auch anderer Erwachsenen im Umfeld des Kindes) aus Kindern Tyrannen, die nicht hören, stören, sicht nicht konzentrieren können und überhaupt nur lustgesteuert ihr Leben verbringen wollen und überhaupt keine Leistungsbereitschaft zeigen. Die 3 Beziehungsstörungen sind "Partnerschaftlichkeit in der Erziehung", "Projektion - Eltern begen sich unter das Kind" und "Symbiose - Eltern verschmelzen mit der Psyche ihres Kindes". Ich will hier gar nicht weiter auf Einzelheiten eingehen, der Autor ist auf jeden Fall der Meinung, daß Eltern ihren Kindern keinen Gefallen tun, wenn sie sie partnerschaftlich, statt hierarchisch erziehen. Ich bin der Meinung, daß der Autor schon sehr stark schwarz-weiß-malt. Vielleicht will er mit seinem Buch aber auch Widerspruch provozieren. Und deswegen diese Extreme. Gut finde ich, daß er dafür plädiert, daß Eltern mehr intuitiv erziehen sollten. Das finde ich allerdings auch - ich hasse diese vielen Ratgeber, die es auf dem Markt gibt, die Eltern oft nur verunsichern. Eltern halten Widerspruch oder "Liebesentzug" ihren Nachwuchses nur schlecht aus, deswegen scheuen sie sich davor, Grenzen zu setzen. Sie sollten sich mal körperlich misshandelte und vernachlässigte Kinder ansehen, die ihre Eltern immer noch lieben und bloss nicht von ihnen getrennt werden wollen. Soviel dazu. Wieso wollen wir unsere Kinder in Schemen pressen, die sich irgendein Pädagoge oder Kinderpsychiater ausgedacht hat? Jeder Mensch, jedes Kind, trägt seine Historie, seine Geschichte mit sich, jede Erfahrung prägt uns, prägt genauso das Kind. Ist es nun psychisch krank, wenn es in einer bestimmten Lebensphase nicht "perfekt", wie im Ratgeber vorgegeben, reagiert? Wollen wir wirklich psychisch pefekt trainierte Kinder, die immer wie vorgegeben reagieren? Oder will das nur unsere Gesellschaft, sind sie leistungsfähiger für die Wirtschaft, wenn sie "psychisch perfekt trainiert" sind? Machen wir damit die Einzigartigkeit, die Individualität des Kinder kaputt? Ich habe schon durchaus einige Probleme mit dem Buch, ich stimme dem Autor nicht in allen Punkten zu. Trotzdem finde ich, daß es ein wichtiges Buch ist, Eltern sollten es lesen und sich das Wesentliche für ihre Erziehung rausziehen. Das Buch ist provokant, aber es steckt Wahrheit hinter den wesentlichen Thesen und die sollten gehört werden.

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    Martin58

    04. January 2010 um 15:11

    Michael Winterhoff entlarvt in seinem Buch die heutzuitage oft gehörte Vorstelung von der völligen Verschiedenheit zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt als ideologisch verblendete Klischeevorstellung. In unserer westlichen Zivilisation und insbesondere in der deutschen Welt gab es in den letzten Jahrzehnten machtvolle gesellschaftliche Strömungen, die die Zeit der Kindheit absolut unrealistisch und wirklichkeitsfremd bewerteten. So räumt der Autor mit der beliebten These auf, dass eine "antiautoritäre" Erziehung zur Verbesserung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens führen würde. In viele Beispielen zeigt er, dass Kinder in ihrer Entwicklung sich an Grenzen stoßen müssen und in der ihnen oft abverlangten " freien und unabhängigen Entscheidung" eher überfordert sind und deshalb aggressiv oder gar verhaltensgestört reagieren. Der Autor plädiert für eine liebevolle Erziehung, die aber die Kinder nicht überfordert. Kinder müssen seiner Ansicht nach heute allzu oft theoretische Vorstellungen der Erwachsenenwelt nachleben. Dies führt zu ständigen Verwerfungen und Unsicherheiten.Manche Eltern und Lehrer projezieren in die Kinder viel zu sehr ihre eigenen Unsicherheiten und lassen keinen Raum mehr für ein entwicklungspsychologisch sinnvolles Heranreifen der Jugendlichen. Vor allem verhindert der übliche ständige Druck in Richtung " seinen eigenen Willen durchsetzen" oft ein gewinnbringendes Zusammenarbeiten mit Partnern und anderen Mitmenschen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da der Autor mutig eine Schwäche deutscher Kindererziehung bloßstellt. Es ist keineswegs so, dass Nichterziehung besser ist als Erziehung, weil man so der Individualität des Kindes am besten gerecht werden könne.

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  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. October 2009 um 15:34

    Sehr interessantes Buch. Man erkannt immer die Situation wieder. Nur leider sind kaum Ansätze wie man es von Anfang an richtig macht. Für die, die wissen wollen ob sie was falsch gemacht haben, wenn das Kind auf eine gewisse Art agiert, ist es okay. Wie sie es wieder "hinbekommen" steht nicht drin. Man darf sich selbst ein Kopf machen oder am Besten gleich zu einem Kinderpsychologen gehen.

  • Rezension zu "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff

    Warum unsere Kinder Tyrannen werden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. August 2009 um 16:54

    Ich war sehr froh, dass dieses Buch kein Erziehungsratgeber ist, sondern vielmehr eine Analyse mit Hintegründen. Herr Winterhoff hat sehr gut beobachtet, in welche Richtung sich Erziehung und somit eine ganze Generation entwickelt. Dem entgegenzusteuern wird es aber viel mehr als nur ein Umdenken brauchen. Aber der Anstoß zum Nachdenken wurde zumindest getan.

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