Feuer und Zorn

von Michael Wolff 
3,6 Sterne bei19 Bewertungen
Feuer und Zorn
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absolut lesenswert, auch wenn sich nach der Hälfte des Buches alles wiederholt.

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Unterhaltsam und trotzdem beängstigend...

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Inhaltsangabe zu "Feuer und Zorn"

Es ist das Enthüllungsbuch, das die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert: Michael Wolffs 'Feuer und Zorn' ist ein eindrucksvolles Sittengemälde der amerikanischen Politik unter Trump. Im Mittelpunkt ein Präsident, den seine Mitarbeiter wie ein kleines Kind behandeln, und der umgeben ist von Inkompetenz, Intrigen und Verrat. Der Bestseller-Autor Wolff beschreibt das Chaos, das in den ersten Monaten im Weißen Haus geherrscht hat, er enthüllt, wie nah die Russland-Verbindung an Trump herangerückt ist und wie es zum Rauswurf des FBI-Chefs Comey kam. Und er liefert erstaunliche Details über das Privatleben dieses Präsidenten. Über zweihundert Interviews hat Wolff mit den engsten Mitarbeitern des US-Präsidenten geführt, darunter auch der ehemalige Chef-Berater Stephen Bannon: Noch nie ist es einem Journalisten gelungen, das Geschehen im Weißen Haus so genau nachzuzeichnen. Herausgekommen ist das einzigartige Porträt eines Präsidenten, der selbst nie damit gerechnet hat, die Wahl zu gewinnen. Michael Wolffs Bericht aus dem Weißen Haus unter Trump ist in den USA ein Bestseller: ein aktuelles politisches Buch, das sich wie ein Königsdrama von Shakespeare liest.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498094652
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Rowohlt
Erscheinungsdatum:16.02.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.02.2018 bei Argon erschienen.

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    TanteGhostvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ich kann den Hype um dieses Buch gut verstehen. Stellenweise einfach unfassbar!
    Donald Trump, wie er leibt und lebt

    Ich kann den Hype um dieses Buch gut verstehen. Stellenweise einfach unfassbar!

    Inhalt:
    Wie der Titel schon sagt, geht es um keinen Geringeren als Mr. Präsident Donald Trump. Der Autor berichtet ziemlich detailreich aus den ersten einhundert Tagen im Amt.
    Oftmals liest man komplette Wortwechsel, der Leser erhält Einblicke in die Strukturen vom weißen Haus und wie Donald Trump reagiert, wenn gerade keine "Wähler" das sehen können.
    Eine Story, wie sie das Leben schreibt, wenn zu Geld auch noch Macht kommt.

    Der erste Satz:
    „Der Abend begann um halb sieben, aber Steve Bannon, seit neuestem einer der mächtigsten Männer der Welt und weniger denn je bereit, sich Terminzwängen zu unterwerfen, kam zu spät.“

    Der letzte Satz:
    „Und so stand Bannon an jenem Oktobervormittag auf de rTreppe vor Breitbart und verkündete grinsens: «Das wird ein Höllenritt.»“

    Fazit:
    Das Buch hat in den USA einen ganz schönen Rummel verursacht. Ärgerlich war für mich nur, dass mein Englisch für die Lektüre nicht ausreichend gewesen wäre - Zum Glück war es ja dann auf dem deutschen Markt recht schnell erhältlich. Und zack, war es auch gekauft.
    Das cover ist dem Original sehr ähnlich. Ein schlichter weißer Hintergrund mit blauer und schwarzer Schrift. Das Bild von Trump selber, was abgedruckt ist, kann ich nur als typisch bezeichnen. Scheint bei einer seiner von Bockigkeit geprägten Ansprachen geschossen worden zu sein.
    Wobei wir auch schon beim Inhalt wären. Es ist ein Sachbuch und kommt mit dem entsprechend verschachtelten Sätzen daher. Es fallen  Fachbegriffe oder auch englischsprachige. Aber wenn man dem entsprechen aufmerksam liest, ist das alles kein Problem. - In meinem Fall hatte ich zeitweise sogar Kopfkino. Ich habe Trump des öfteren mal toben, rumschreien oder bocken sehen.
    Wie konnte dieser Kasper nur Präsident werden? - Wenn auch nur die Hälfte von dem stimmt, was man hier liest, gehört dieser Mann eindeutig in die Psychiatrie und nicht ins weiße Haus. Der Autor beschreibt die Situationen stellenweise ziemlich detailgenau. Dabei gibt er auch wörtliche Rede wieder und geht auf die Reaktion anderer Personen ein. - So zeichnet der Präsident selber kein sehr schmeichelhaftes Bild von sich. - Interessant ist der Stoff aber in jeden Fall.
    Die Übersetzung kommt mir recht detailgenau vor. Ich habe keine Vergleiche zum originalen Text, aber es liest sich so reißerisch, wie es mir in den den Medien propagiert wurde. Wie gesagt, ich hatte stellenweise Kopfkino.
    Etwas unbequem war das Hardcover für mich. So ein Buch aus Papier und Pappe hatte ich lang nicht mehr in der Hand. - Aber es ist qualitativ hochwertig verarbeitet. Stabil ist es, denn es hat auch einen Sturz ohne Schaden überlebt.
    Die Kapitel waren strukturiert. Absätze erleichtern das Verstehen und Pausieren. Die Schrift ist augenfreundlich groß und der Zeilenabstand passt sich dem auch an.
    Am Anfang hatte ich einen ganz schönen Respekt vor der Lektüre. Aber im Nachhinein bereue ich nicht, sie gelesen zu haben. - Jede Menge unnützes Wissen über Donald Trump.


    Auch wenn es ein Sachbuch ist. Auch wenn Politik nicht jedermanns Sache ist. Aber diesen Stoff kann ich mit einer ausdrücklichen Leseempfehlung einfach nur jedem ans Herz legen. Allein die Tatsache, wie Trump die Fakten des Buches abstreitet, bestätigt mir den Wahrheitsgehalt.
    Donald Trump ist ein gefährlicher Hitzkopf. Das Präsidentenamt macht ihn ziemlich unberechenbar.

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

    Kommentare: 1
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    Buecherheikes avatar
    Buecherheikevor 3 Monaten
    Furchtbar schlecht geschrieben...

    Ich empfand das Lesen des Buches als sehr anstrengenden. Das lag aber nicht nur am Thema, sondern hauptsächlich an Orthographie, Grammatik, Zeichensetzung und Satzführung. Schachtelsätze über teilweise 12 Zeilen führten dazu, dass ich den Satz nocheinmal lesen musste, weil der Sinn völlig verloren ging.

    Der Autor des Buches sei Autor und Journalist. Müsste er dann nicht wissen, wie er seine Leser fesseln kann? Müsste er dann nicht in der Lage sein, mich am Einschlafen zu hindern? Es liest sich wie ein schlechter Schulaufsatz nach dem Schema und dann und dann und dann. Ich war mehrmals nahe daran, das Buch abzubrechen. Ich weiß nicht, ob es schon im Original so geschrieben ist, oder ob es an der Übersetzung liegt. Müssen wirklich 7 Leute 1 Buch übersetzen?

    Von flüssig, süffisant, fesselnd und elegant geschrieben ist in den Meinungen zu lesen. Reden wir vom gleichen Buch? Ich fand es langweilig, langatmig und stellenweise mit unnötigem Ballast gefüllt. Meiner Meinung nach, hätte das ganze auch in ein Buch von 200 Seiten gepasst.

    Ich war neugierig auf das Buch. Gefühlt jeder redete davon. Es war in aller Munde. Danke Rowohlt, dass ich es lesen durfte, ich wünschte aber, ich hätte es nicht getan.

    Wenn ich dem Buch Glauben schenken kann, wird Amerika von einem Haufen bockiger, egoistischer, dummer und unwissender … Menschen … regiert. Jeder denkt nur an sich. Jeder will seinen Vorteil. Entscheidungen werden nicht nach Fakten getroffen, sondern danach, wer einem am besten in den A… kriecht und wer einem gefällt oder nicht.

    Michael Wolff demontiert mit seinem Buch nicht nur Donald Trump, sondern jeden einzelnen, der jemals mit ihm, seinem Wahlkampf und seiner Politik zu tun hatte und schlussendlich auch das amerikanische Volk. Das hat sich seinen Präsidenten schließlich ausgesucht. Er malt mit seinem Buch eine Zukunft, die mit dem Satz “Es wird ein Höllenritt.” wohl sehr treffend beschrieben ist.

    Mein Fazit zu “Feuer und Zorn”? Ich möchte jeden, der ihn gewählt hat, fragen: Was habt ihr getan?

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    Sommerkindts avatar
    Sommerkindtvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: absolut lesenswert, auch wenn sich nach der Hälfte des Buches alles wiederholt.
    ein realer Politikthriller, dessen Aktualiät ungebrochen ist

    Wenn man sich ein Schreckensszenario vorstellen will, das das Potential hat die Welt an den Abgrund zu bringen, finden man hier einen mächtigen Zaunpfahl.

    Jemand der eigentlich nie Präsident werden wollte, sondern den ganzen Wahlkampf (den er nur auf Druck mit seinem eigenen Geld unterstützte) als eine große Marketingaktion ansah.

    Dieser Jemand ist kein geringer als Donald Trump, weltabgewandter, nicht besonders heller Bauunternehmer. Gut er ist Millionär, der aber weder das Große Ganze sieht. Nur das macht was ihm gerade genehm ist. Hochproblematisch ist, dass er seine ganze Familie mit Jobs im weißen Haus bedacht hat.

    Und da fängt auch schon das große Problem an. Das große alte weiße Haus wird von Amateuren regiert, die von Politik und dem Weltgeschehen keine Ahnung haben. Anstatt dies einzusehen und Profis ranzulassen, lassen sie sich auf Grabenkämpfe ein und beugen das Gesetz bis an seine äußersten Grenzen.

    Der Autor schildert, die noch immer anhaltende Katastrophe, die im weißen Haus tobt. Wobei toben noch milde ausgedrückt ist. Er schildert wie unfähig, desinteressiert, unaufgeklärt, populistisch und ungebildet doch der amtierende Präsident doch ist. Der das Land nicht eint sondern immer weiter auseinander treibt. Wer den amtierenden Präsidenten schon vorher nicht mochte wird bestätigt und stellt fest, dass er sich kein Stück weiterentwickelt hat seit seinem Amtsantritt. Er biegt sich seine Wahrheit immer noch zu recht. Und alles was ihm nicht passt sind Fakenews und alles was im grad so passt seine geliebten Alternativen Fakten.

    Der Autor legt einen flüssigen Schreibstil an den Tag der einen fesselt und versucht eine gewisse Neutralität an den Tag legt. Er versucht den Leuten die Augen zu öffnen, was ja auch funktioniert. Jedoch stellt sich die Frage, ob dieses Buch die Macht hat, ein Umdenken bei den Amerikanern einzulenken. Wie lange nimmt diese große Nation, diese Situation noch so hin. Wann kommt das Amtsenthebungsverfahren. Amerika hat schon viele Präsidenten gesehen, aber dieser hier ist bei weiten der jenige, der dieses Amt hätte nie bekleiden dürfen.

    Fazit: Nach der Hälfte des Buches wiederholt der Autor seine ewige Litanei, welch ein unausgegorenen und problematischen Charakter der amtierende Präsident doch hat und belegt dies mit immer neuen Geschichten. Im Prinzip hätte er die Kapitel kürzen können, dann wäre das Buch nur halb so dick und die Aussage wäre die gleiche geblieben.

    Dennoch ein absolut fesselndes Buch mit gewissen Längen.

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    The_Mentalists avatar
    The_Mentalistvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam und trotzdem beängstigend...
    Unterhaltsam und trotzdem beängstigend

    Das Buch „Feuer und Zorn- Im Weissen Haus von Donald Trump“ ist das Buch, das bei seiner Veröffentlichung 2018 für viel Aufsehen sorgte. Der Autor ist der Journalist Michael Wolff, der viel Zeit im Weißen Haus verbrachte und das Erlebte und Gehörte in diesem Buch zusammenfasst. Umfasst wird die Zeitspanne des Wahlkampfs bis ungefähr ein Jahr nach der Amtseinführung Donald Trumps. Im Mittelpunkt stehen hierbei nicht nur Trump, sondern vor allem auch seine Berater Steve Bannon, Jared Kushner und Ivanka Trump und (meist nicht ganz so lang durchhaltende) andere.

     

    Die ersten Kapitel drehen sich hauptsächlich um den eigentlich aussichtslosen Wahlkampf und die folgende Ungläubigkeit über den Wahlsieg. Man erhält einen Einblick, wie der Wahlkampf ablief und wie viel jeder meint zum Sieg beigetragen zu haben. In zwei folgenden Kapiteln werden Steve Bannon und Jarvanka (Jared Kushner & Ivanka) vorgestellt, die beiden Seiten, die sich auch noch im Weiteren immer wieder fast schon feindlich gegenüberstehen und versuchen den Präsidenten für ihre Ideen zu gewinnen und ihn zu manipulieren. Ab Kapitel 7 werden die Russlandermittlungen immer wieder erwähnt, die ihren Höhepunkt (zumindest im Buch) mit der Entlassung des FBI-Chefs James Comey  erreichen.

    In mehreren Kapiteln wird auch die Rolle der Medien erwähnt oder thematisiert und Kapitel 15 widmet sich diesen ganz. Es zeichnet sich im Verlauf des Buchs ab, dass es für die rivalisierenden Lager (vor allem Bannon und Jarvanka) von größter Wichtigkeit ist, wie mit den Medien umgegangen wird. Jeder überlegt sich wann er welche Informationen durchsickern lässt um dem anderen zu schaden oder um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken.

    Im Großen und Ganzen geht es immer wieder um die Personen, die mit den großen Plänen ins Weiße Haus kommen, den Präsidenten zur Vernunft zu bringen oder ihn zumindest zu kontrollieren. Der Einzige, der scheinbar dazu in der Lage wäre ist General Kelly, dem Kapitel 22 gewidmet ist. Das Buch endet mit dem Abgang Steve Bannons aus dem Weißen Haus und einem etwas beängstigendem Ausblick auf die (von Bannon vorausgesagte) noch kommende „Trump-Revolution“.

     

    Ich hatte mir das Buch vorgenommen mit der Absicht „nur mal hineinzulesen“ aber schon nach einer Weile konnte ich einfach nicht mehr aufhören. Obwohl seit den beschriebenen Ereignissen nun doch schon relativ viel Zeit vergangen ist, wollte ich immer wissen, wie es weiter geht. Ich muss gestehen, ich hatte mich vorher nicht übermäßig viel mit Donald Trump beschäftigt, weshalb ich auch nicht mit diesen Ausmaßen des Chaos gerechnet hätte. Ich wusste nichts von Steve Bannon, von Kushner und Ivanka hatte ich schon gehört. Nach dem Buch habe ich das Gefühl, dass ich mehr über Bannon als über Trump gelernt habe. Um ehrlich zu sein, hätte ich mir noch ein bisschen mehr Inhalte über Trump gewünscht, aber das war sicher nicht die alleinige Intention des Autors. Die Stellen, die über Trump berichten, wären ziemlich amüsant, wenn die ganze Sache nicht so ernst wäre. Die Zitate und Ausschnitte aus Reden würde man kaum einem Präsidenten zuordnen. Immer wieder wenn ich annahm, dass sich das Weiße Haus nun langsam in eine Richtung bewegt, entweder Richtung Bannon oder Richtung Jarvanka, kam wieder ein Moment in dem sich Trump manipuliert, beleidigt oder ungeliebt fühlte und in dem er dann wieder alles durcheinander brachte und irgendwem hinterher die Schuld dafür gab.

    Schwierig finde ich, dass ständig neue Personen in einem Satz vorgestellt werden und dann soll man sich merken, wer wer ist. Ich habe irgendwann den Versuch aufgegeben mir das alles zu merken. Die Personen, die öfter vorkamen, kannte ich trotzdem irgendwann.

     

    Das Ganze liest sich also fast mehr wie ein Roman (auch genauso flüssig) mit einem Präsidenten, den man kaum ernst nehmen kann und vielen Intrigen und Machtkämpfen in den unteren Etagen. Insgesamt zeichnet sich ein ziemlich erschreckendes Bild des Weißen Hauses, das ich mir zwar schlimm, aber doch nicht ganz so schlimm vorgestellt hatte.

    Alles in Allem würde ich das Buch jedem empfehlen, des sich zumindest ein bisschen für die Thematik interessiert. Natürlich sollte man das Ganze aber mit Vorsicht genießen, denn die eher subjektiven Einschätzungen können natürlich nicht als Fakten eingestuft werden.

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    Amilyns avatar
    Amilynvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Genauso, wie man sich eine Präsidentschaft von Trump vorstellt, leider komplett ohne Quellenangaben
    So oder so ähnlich?

    Der Journalist Michael Wolff erzählt von den ersten Monaten im Weißen Haus unter der Führung Donald Trumps ...

    ... und die sind genau so, wie man sie sich vorstellt: chaotisch, planlos und geprägt von kindlichem Trotz. Keiner, weder seine Mitarbeiter noch Trump selbst, hat auch nur den Hauch einer Ahnung von Politik. Dass man überhaupt die Präsidentschaftwahlen gewonnen hat, ist für alle höchst überraschend, vor allem für Donald Trump, der seiner Frau doch versprochen hatte, nach den Wahlen könne sie wieder ihr gewohntes Leben größtenteils abseits der Medien führen. Was als PR-Aktion begonnen hat, entwickelt sich zu etwas, womit keiner aus dem Wahlkampfteam gerechnet hat: der Regierung eines Landes.

    "Voller Lügen, Entstellungen und Quellen, die nicht existieren." - Donald Trump

    So steht es doch tatsächlich auf dem Buchrücken. Der Rowohlt-Verlag, der das Buch im Eiltempo von sieben Übersetzern ins Deutsche übertragen ließ, wirbt mit diesem Zitat des US-Präsidenten unter den anderen Pressestimmen. Sprechen die bei Rowohlt denn so gut ironisch? Oder ist es ernst gemeint? Immerhin gibt es, außer dem Hinweis des Autors im Vorwort, dass er auch wirklich und ganz echt alles genauso erlebt hat oder man es ihm aus erster Hand erzählt hat, keinerlei Quellenangaben. Nicht einmal er selbst schreibt im Text, wann ihm was und wie zugetragen wurde. Alles liest sich wie ein Roman, und es gibt nichts, aus dem ersichtlich wäre, dass Michael Wolff Interviews geführt hätte oder selbst dabei gewesen wäre.

    "Meine Schilderung der Ereignisse beruht auf Gesprächen die ich (...) mit dem Präsidenten, den meisten seiner Berater (...) sowie mit Leuten geführt habe, mit denen diese engsten Mitarbeiter gesprochen hatten. (...) Kurz nach dem 20. Januar nahm ich eine Art Stammplatz auf einem Sofa im West Wing ein. Seither habe ich mehr als zweihundert Interviews geführt." - S. 13/14

    Das war's auch schon. Das sind die Quellenangaben in Feuer und Zorn. Das und ein

    "Und im Trump Tower sprach ich mit einem redseligen Steve Bannon (...)" - S. 14

    Gegen Ende des Buches gibt es Formulierungen, die darauf hinweisen, dass Wolff tatsächlich ein Interview mit Trumps ehemaligen Chefstrategen, Steve Bannon, geführt hat, alles andere ist jedoch romanartig formuliert und lässt keinen Hinweis darauf zu, wie der Autor genau an seine Informationen gekommen ist. Das hätte ich erstens gerne einfach gehabt, denn so kann, trotz dem, dass man sich als Leser hundertprozentig vorstellen kann, dass alles genau so abgelaufen ist, Donald Trumps Zitat von oben durchaus wahr sein, und zweitens wäre es, meiner Meinung nach, auch einfach ein übersichtlicheres Buch geworden. Überhaupt habe ich mir während des Lesens ab und zu gewünscht, Wolff hätte doch einfach die Interviews abgedruckt.

    Denn das Lesen gestaltet sich als schwierig. Michael Wolff scheint - durchaus zu meiner Freude - ein Fan von endlos langen, verschachtelten Monstersätzen zu sein. Das bin ich auch, und ich finde, dass er ein sehr gutes Talent dafür hat, diese auch lesbar zu formulieren. Aber, wie so vieles im Leben, ist weniger oft mehr. Michael Wolff setzt einen Schachtelsatz an den anderen und gönnt dem Leser kaum eine Verschnaufpause. Keine Frage: ich finde jeden einzelnen dieser Sätze für sich großartig, aber was zu viel ist, ist zu viel und macht das Lesen unglaublich mühsam ...

    ... weshalb ich nach der Hälfte des Buches und einer Pause von etwa sechs Wochen auf das Hörbuch umgestiegen bin. 

    Wer sich für dieses Buch interessiert und generell Probleme mit einem verschachtelten Schreibstil hat, dem empfehle ich das Hörbuch, gelesen von Richard Barenberg, der das Ganze wirklich phantastisch vorliest. So hatte ich nicht mehr das Gefühl, als wäre hier irgend etwas zu viel oder mühsam. Mit der richtigen Intonation, einer passenden Geschwindigkeit und dem nötigen Schuss Ironie führt Barenberg, dessen Stimme ich vorher nicht kannte, durch das Chaos von Trumps Regierung. Hätte ich es von Anfang an als Hörbuch gehört, hätte das Buch insgesamt eine bessere Bewertung von mir bekommen.

    Außerdem merkt man dem Buch an, dass es nicht für den ausländischen Markt geschrieben wurde. Jede im Text vorkommende Person wird mit einem Halbsatz vorgestellt, danach muss man wissen, wer wer ist. Viele von Trumps High Society-Kumpels aus New York sind sicherlich namentlich bekannt, doch was genau die machen, weiß man bestimmt, wenn man sein Leben lang von den US-Medien berieselt wird. 

    Trotz allem war es ein genauso erschreckendes und fassungsloses Leseerlebnis, wie es der Autor sicherlich beabsichtigt hat. Keiner hat Ahnung, keiner hat politisches Vorwissen. Die ahnungslosen Wahlhelfer, die eigentlich nur dazu da waren, einen Wahlsieg zu verhindern, wurden prompt als Regierungsmitarbeiter eingestellt, egal, auf welchem Posten, und wenn sie Trump nicht nach dem Mund redeten, wurden sie halt gefeuert. Und die Verwandtschaft kommt auch noch an die wichtigsten Job im Land, qualifiziert oder nicht.

    "Wenn man einen Idioten zum Vater hat und wenn ohnehin jeder darüber spricht, dann macht einem das vielleicht sogar Spaß, und das Leben wird zu einer Art romantischer Komödie." - S. 137 (über Ivanka Trump)

    "Hier verlief die Trennungslinie zwischen denen, die aus ausdrücklicher Loyalität gegenüber dem Präsidenten im Weißen Haus waren, und den Fachleuten, die sie hatten engagieren müssen." - S. 286/287

    Fazit: Ja, ich glaube, das ist alles genauso passiert, wie es in diesem Buch steht, und ja, da bekommt man große Angst. Dass ich die Worte "Präsident" und "Trump" noch immer nicht in Zusammenhang bringen kann, ist da noch ein ganz anderes Thema. Trotzdem könnte das Buch durchaus "voller Lügen, Entstellungen und Quellen, die nicht existieren" sein, wie Trump auf dem Buchrücken zitiert wird, denn es gibt praktisch keinerlei Quellenangaben. Zusätzlich überfordert der Autor den Leser mit zwar wirklich gut formulierten Megasätzen, dafür schreibt er aber auch fast keinen unter 10 Wörtern. Schade, dass ich das Hörbuch (auf Spotify) zu spät entdeckt habe, denn das ist eine wirkliche Empfehlung. Von mir gibt es 3***.

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    thesmallnobles avatar
    thesmallnoblevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Schwere Kost
    Schwere Kost

    Gut zu lesen, allerdings kommt man durch die vielen Namen sehr durcheinander. Bevor man sich an die eine oder andere Person gewöhnt hat, ist sie schon wieder "gefeuert". Unter so einem Chef, der seine eigene Unfähigkeit in so mancher Angelegenheit versteckt, möchte wohl kaum jemand arbeiten. Trotzdem ist es gut zu wissen, was im Weißen Haus so vor sich geht und wer intern gegen wen integriert.

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    Buecherseele79s avatar
    Buecherseele79vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Man wünscht sich dass es einfach nur Satire ist...und nicht Feuer und Zorn... Die USA haben sich mit diesem Mann keinen Gefallen getan...
    Ach du dickes Ei...

    Wie tickt der neue Präsident der USA?
    Ist er wirklich so schlimm wie alle Medien behaupten?
    Oder fehlt ihm einfach der Durchblick und es "braucht seine Zeit"?!
    Wer hat wirklich das Sagen im Weissen Haus?

    Michael Wolff gibt einen guten Einblick in die aktuellen Geschehnisse, seit der Wahl von Donald Trump
    zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten.
    Und ich habe mir beim Lesen sehr oft nur gedacht- bitte lass nicht alles wahr sein, so dumm kann doch
    keiner sein.
    Wenn es nach diesem Buch geht dann hat sich das Land USA ein dickes Ei ins White House gesetzt...

    Der Schreibstil ist flüssig, trotzdem kann man dieses Buch nicht in einem Rutsch durchlesen sondern muss
    sich dafür Zeit nehmen.
    Der Autor hat sehr gut recherchiert und gibt gute Einblicke in die Politik der USA.
    Auch würde ich ein gewisses Wissen und Interessen für die Politik der USA voraussetzen sonst könnte man es schwerer haben diesem Buch und seinen Vorgängen zu folgen.
    Wobei der Autor auch sehr deutlich macht- die Vorgänge und Gesetzgebungen der USA sind alles andere als einfach, also einfach so ins Weisse Haus einziehen und kaum Ahnung haben ist alles andere als klug.
    Und doch ist dies bei Donald Trump der Fall.

    In erster Linie liebt Donald Trump sich über alles und erwartet es von allen, seinen Mitarbeitern, seinem Stab der für
    ihn arbeitet und natürlich von den Medien.
    Gerade dass alle Medien ihn lieben und ihn als den besten Präsidenten sehen ist ihm sehr wichtig und jede Hasswelle
    die ihm entgegenschlägt kann er gar nicht nachvollziehen.
    Im Prinzip geht es dem aktuellen Präsidenten nur darum- geliebt und ja, vergöttert zu werden, für dieses Ziel tut er alles,
    es geht ihm selbst gar nicht um die Politik.

    Wenn es die Wahrheit ist, und wenn man die Nachrichten verfolgt dann bekommt man diesen Eindruck auf jeden Fall,
    dann glaubt weder Trump noch sein Stab dass der ins Weisse Haus einziehen wird.
    Keiner aus seinem Team welches im Wahlkampf für ihn gekämpft hatte glaubte dass er der nächste Präsident werden würde
    und doch kam es so.
    Und in diesem Moment waren alle überrascht, allen voran Donald Trump.
    Eigentlich hat er gar keine Lust auf Politik, das Golfspielen ist ihm viel wichtiger, seine Geschäfte voranzutreiben und
    sich ins rechte (im wahrsten Sinne des Wortes!) Licht zu rücken.

    Unter dem Strich hat keiner Ahnung von Politik, alle versuchen irgendwie mit der Gesetzgebung zu Recht zu kommen
    und die Gesetze die Trump sich wünscht durchzusetzen.

    Trump ist die Puppe im Weissen Haus, er hat keine Ahnung, er hat kein Interesse an der Politik und somit gibt es zwei
    Lager- das von Bannon und von seiner Tochter Ivanka und ihrem Mann, beide haben sich eine Position in der Nähe
    des Vaters/Schwiegervaters "erkämpft".
    Diese beiden Lager kämpfen nicht zusammen für eine bessere Situation in den USA sondern jeder möchte seine
    Interessen durchsetzen.
    Während Bannon eher konservativ ist, aber er ist auch ein offensichtlicher Rassist was ihn in keinster Weise stört.
    Für ihn zählen nur gewisse Schichten der USA und die sollen zu  mehr Recht und Würde kommen, man möchte wieder
    ein Amerika der 1950iger bis 1965iger Jahre und dafür kämpft und steht Bannon.

    Ivanka und ihr Mann hingegen wollen eher die "zarte" Seite von Donald Trump zum Vorschein bringen, sie wissen
    wie schwer es ihm fällt sich zu Attentaten zu äussern, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, sich wirklich als der Präsident
    zu geben den man sich wünscht.
    Gleichzeitig sehen sich die beiden schon als das nächste Präsidentenpaar und nutzen die Möglichkeiten im Weissen
    Haus für ihre Ansichten und Absichten.

    Im Prinzip ist Trump weder mit Bannon noch mit Ivanka gut beraten.
    Und Bannon ist mittlerweile Geschichte, hat aber, laut diesem Buch vor, selbst als nächster Präsident anzutreten.
    Denn der will nicht den "Trumpismus sondern er will einfach nur Bannon und seine Ansichten, dafür ist er bereit
    alles zu tun.

    Dieses Buch zeigt einfach auf dass Trump ein älterer Herr ist der mit seinem Sieg nicht gerechnet hat.
    Der jetzt versucht mehr von den Medien geliebt zu werden als zu regieren.
    Der so kindisch und ja, dumm ist, dass er sich mit jedem anlegt, egal ob mit der ehmaligen Regierung von
    Obama(die sind an allem Schuld, die haben ihm die schlechte Publicity eingebracht, die agieren immer noch und wollen
    Trump stürzen, sie hören ihn ab) oder Nordkorea.
    Er hasst Power-Point- Präsentationen, er will nicht aufgeklärt- erklärt werden, er hasst es zu lesen, er hat eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und mit der Intelligenz ist es auch nicht weit her...

    Trump ist kein einfacher Mensch und wenn man in einem Moment die Aufmerksamkeit von ihm hat kann man im
    nächsten Moment schon verflucht werden und zum Gespött von Donald Trump.
    Er hält es nicht für nötig seinen Stab zu informieren, sondern twittert lieber, schaut sich alle Sendungen über seine
    Regierung an, telefoniert mit Freunden und Bekannten und ist ständig am jammern wie gemein doch alle zu ihm sind.
    Er ist das Leck im Weissen Haus, durch ihn weiss die ganze Welt was Trump denkt, was ihn bewegt und was ihn ärgert.

    Die Russlandaffäre die durch die Presse geht wird hier genauer beleuchtet, ebenso der Abgang des FBI-Chefs
    Comey.

    Dieses Buch- ich wünschte dass nur die Hälfte wahr ist..aber selbst wenn dies so ist dann ist dies schon
    erschreckend genug und lässt einen innehalten.
    Ich war mehr als einmal abgestossen, angeekelt und fassungslos, man fragt sich wie Trump sich so lange in dieser
    Positon halten konnte/kann... was sich die Leute dabei gedacht haben.
    Mit diesem Mann an der Macht hat sich dieses Land keinen Gefallen getan, der ganzen Welt keinen Gefallen getan.

    Ein Buch welches aufzeigt was hinter den Mauern des Weissen Hauses passiert und von daher sollte man dieses Buch
    auf jeden Fall gelesen haben!

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    howaboutlifes avatar
    howaboutlifevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Lässt einen ungläubig den Kopf schütteln, fassungslos die Augen aufreißen & sich wünschen, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt.
    Dieses Buch lässt mich sprachlos und erschüttert zurück.

    Schon als Donald J. Trump für die Präsidentschaft kandidiert hat, hatte ich das ungute, aber sichere Gefühl, dass er schlussendlich ins weiße Haus einziehen würde. So leid es mir tat, aber die Entwicklungen der letzten Jahre hatten mir eins gezeigt: Der gesunde Menschenverstand wird bei manch einem leider viel zu oft ausgeschaltet. Tägliche Berichte in den Medien bestätigen, dass USA sich und der Welt mit Donald Trump als Präsidenten keinen Gefallen getan haben. Und auch Feuer und Zorn von Michael Wolff unterstützen diese Ansicht.

    „Es war das ewige Rätsel aller Mitglieder des Führungsstabs im Weißen Haus: Warum nur tat Trump, was er tat?(S.449)

    Wolff berichtet in seinem Vorwort, wie er an all seine Informationen und Interviews kam und dass das Buch ursprünglich nur ein Bericht über die ersten 100 Tage der Präsidentschaft werden sollte. Aufgrund der zahlreichen Ereignisse jedoch entwickelte sich dieser Bericht zu einer Beobachtung die über 18 Monate dauern sollte. Während dieser Zeit war Wolff ein offiziell eingeladener und dann vergessener, ständiger Lauscher im Weißen Haus, der keinerlei Regeln oder Absprachen unterworfen war.

    Zunächst zum Aufbau des Buchs: Es gibt 24 Kapitel, die zum einen die verschiedensten Charaktere beleuchten, die eine Zeit lang Trumps engstem Zirkel angehörten oder diesem wegen ihres Verwandtschaftsverhältnisses noch zuzuordnen sind. Dies sind beispielsweise Steve Bannon, lange Chefstratege Trumps, Ivanka und Jared Kushner (kurz: Jarvanka), Reince Preibus, Stabschef, oder Sean Spicer, Trumps Pressesprecher. Personen, die Trump von Beginn seines Wahlkampfes an begleitet haben, die ausgetauscht, von Trump in den Himmel gelobt oder bis aufs äußerste beschimpft wurden und dabei stets ihre eigenen Ziele verfolgt haben. Zum anderen drehen sich die Kapitel jedoch auch um spezielle Ereignisse, die während des Wahlkampfes oder der ersten Wochen/Monate von Trumps Amtszeit auftraten – hier zieht sich insbesondere das Thema Russland durch das gesamte Buch.

    Michael Wolff verwendet eine sehr einfache Sprache, sodass ein guter Lesefluss möglich ist. Er beschäftigt sich tiefgehend mit den einzelnen Persönlichkeiten, sodass man wirklich das Gefühl bekommt hinter die Fassaden blicken zu können. Der Autor hat jedoch so viel zu sagen und vollführt hierdurch Sprünge zwischen Ereignissen und Personen, dass es manchmal schwierig wird ihm zu folgen. Ich stellte mir hin und wieder die Frage nach dem roten Faden und was genau Wolff seinen Lesern sagen möchte? Will er einem die Augen öffnen für die erschreckende Wirklichkeit, das Chaos, im weißen Haus? Das gelingt ihm definitiv.

    Für Laien der amerikanischen Politik gestalten sich Teile etwas kompliziert, weil so viele Personen, Funktionen und Gremien genannt werden, die einem nicht unbedingt bekannt sind. Es verdeutlicht jedoch, wie verworren und auch chaotische die Regierung der Vereinigten Staaten sein kann bzw. ist. Wenn man Wolff und den öffentlichen Berichten glauben kann, dann sind neben Trump so viele unfähige und rücksichtslose (wenn es um die eigenen Ziele geht allerdings sehr clevere) Menschen an der Macht, die nicht nur versuchen sich gegenseitig aus dem „Spiel“ zu kicken, sondern auch den Präsidenten manipulieren, dass es einem Angst macht. Ich fühlte mich hierdurch oft an Game of Thrones erinnert – es gibt tatsächlich erschreckende Ähnlichkeiten, nur ohne die Drachen.

    „Die Frage war, wie Bannon es ausdrückte, nicht, ob der Präsident in einer üblen Lage war, sondern nur: War die Lage übel genug für eine Amtsenthebung?“ (S. 442)

    In manchen Szenen tat mir Trump fast leid, wenn deutlich wird, wie tief die Abneigung der Medien gegen ihn geht und dass sie ihn tatsächlich anders behandeln als bisherige Präsidenten: Weniger Schamgefühl, weniger Respekt, weniger Grenzen. Auch wenn Wolff die Meinung von Trumps ehemals engsten Beratern über ihn zitiert („verfluchter Trottel“, „dumm wie ein Stück Scheiße“, „Idioten“, S.451), hinterlässt dies einen bitteren Beigeschmack. Wolff gelingt es hierdurch jedoch bestens ein Bild von den zerrütteten Beziehungen innerhalb des Weißen Hauses zu zeichnen und zu verdeutlichen, was mangelndes Vertrauen, fehlender Respekt, Machtstreben, Inkompetenz und Paranoia auf beiden Seiten bewirken können. Dies bietet auch einen Teil der Erklärung für die vielen Abgänge der Trump-Regierung.

    Das Buch beginnt mit dem Wahlkampf und der Aussage, dass Trump gar nicht Präsident habe werden wollen, sondern einfach nur seine Popularität, seine Marke, weiter ausbauen wollte, um so zum berühmtesten und reichsten Mann New Yorks (oder Amerikas?) zu werden. Trumps verzweifelter Wunsch nach Zuspruch und Bewunderung, vor allem durch die Medien, zieht sich somit durch jegliche seiner Gespräche, Ausbrüche und schlussendlich auch Entscheidungen während seiner bisherigen Präsidentschaft.

     

    Fazit

    Beim Lesen war ich sehr oft sprachlos und erschüttert. Ich hatte zum Teil das Gefühl, dass Wolff mit seinen Schilderungen übertreibt, ich wollte es fast schon glauben… denn sollte er nicht übertreiben und das alles tatsächlich wahr sein, dann ist es einfach nur beängstigend.

    Wieso Trump nach alldem, was geschehen ist und so offensichtlich verkehrt läuft in seiner Regierung, noch im Amt ist, ist mir einfach nur ein Rätsel. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der einen tieferen Einblick in die Psyche eines Präsidenten und einer Regierung bekommen möchte, deren oberste Priorität scheinbar nicht dem Wohlergehen des eigenen Volkes gilt.  Meiner Meinung nach definitiv ein Buch, mit dem man sich mal auseinandersetzen sollte.

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    Buecherhexes avatar
    Buecherhexevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Die Ereignisse in der Realität haben sich so schnell überschlagen, dass das Buch eigentlich schon "veraltet" war, als es erschien.
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    V
    Viragoladyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Sollte das alles wahr sein was in diesen Buch steht na dann Glückwunsch Amerika..., hoffen wir lieber das ist eine Geschichte ....
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