Michael Wyhnal Oberflächenmensch

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Inhaltsangabe zu „Oberflächenmensch“ von Michael Wyhnal

Erwachsen werden ist für den namenlosen Protagonisten eine Herausforderung. Nach seiner Reifeprüfung steht ein Universitätsstudium in einer fernen Großstadt an. Vor allem an der Oberflächlichkeit der Gesellschaft stößt sich der Hauptcharakter: falsche Freundschaften, rein körperliche Beziehungen und das Mitlaufen in der Masse. Als sich auch sein bester Freund negativ verändert und zu einem Oberflächenmenschen wird, muss der Protagonist allein den Weg in eine neue Welt und in ein neues Leben antreten.

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  • Rezension zu "Oberflächenmensch" von Michael Wyhnal

    Oberflächenmensch
    Arwen10

    Arwen10

    13. September 2012 um 21:53

    Zum Inhalt: Erwachsen werden ist für den namenlosen Protagonisten eine Herausforderung. Nach seiner Reifeprüfung steht ein Universitätsstudium in einer fernen Großstadt an. Vor allem an der Oberflächlichkeit der Gesellschaft stößt sich der Hauptcharakter: falsche Freundschaften, rein körperliche Beziehungen und das Mitlaufen in der Masse. Als sich auch sein bester Freund negativ verändert und zu einem Oberflächenmenschen wird, muss der Protagonist allein den Weg in eine neue Welt und in ein neues Leben antreten. Meinung: Bei diesem Buch fällt es mir etwas schwer, eine Rezension zu schreiben. Das Buch sticht in seiner Art aus anderen Büchern heraus. So ganz ist mir nicht erschlossen worden, was der Autor dem Leser mit dem Buch sagen möchte. Das Cover finde ich schon mal sehr gelungen ! Zur Überschrift " Oberflächenmensch" gibt es ein Schild mit der Aufschrift "Tiefe", das beinahe im Wasser verschwindet. In weiten Teilen wird die Oberflächlichkeit der heutigen Menschen, der Gesellschaft genau analysiert, auseinandergenommen, genau benannt. Immer wieder staunt man über die treffsichere Beobachtung des Autors, die Ironie und immer wieder habe ich den Eindruck. dass der Autor das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht. So manches Mal war ich erstaunt, über die genaue Beschreibung und Analyse einer Situation. Eigentlich Dinge, die jedem auffallen könnten. Insgesammt ist es ein Buch zum Denken und Nachdenken Besonders interessant ist es wohl für Jugendliche,die sich gerade nach der Schule auf dem Weg ins Leben befinden. Der namenslose Protagonist und auch der Autor sind gerade im entsprechenden Alter In Anbetracht dessen finde ich es sehr erstaunlich, dass dabei ein knapp 600 Seiten starkes Buch herausgekommen ist. Allerdings fällt auch auf,dass sich der namenlose Protagonist nicht immer richtig verhält. Er ist der Meinung, dass alle außer ihm, sich falsch verhalten.Er hat eine vorgefertigte Meinung von seinen Mitmenschen und lässt ihnen wenig Freiraum. Auch hatte ich das ganze Buch durch das Gefühl, der Protagonist versinkt bald total in Depressionen und/oder scheitert im Leben. Dann scheint mir die Gedankenwelt aber auch typisch für die jetzige Generation zu sein. Fazit: Ein sehr interessantes Buch, das vom Leser auch einiges Nachdenken erfordert.

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  • Rezension zu "Oberflächenmensch" von Michael Wyhnal

    Oberflächenmensch
    Ernst_Rachudl

    Ernst_Rachudl

    „Dann schlief ich ein“ endet das vorletzte Kapitel von Michael Wyhnals Debütwerk „Der Oberflächenmensch“. Was danach kommt, unterscheidet sich in innerer und äußerer Handlung sowie in der Erzählform so stark vom restlichen Buch, dass eine Interpretation des letzten Abschnitts als Traum nicht zu weit hergeholt erscheint. Das Ende der Erzählung vom Erwachsenwerden bleibt also offen und dieser Aspekt ist nicht der einzige, der Erinnerungen an Grass‘ Novelle „Katz und Maus“ hervorruft. Im zweiten Teil der Danziger Trilogie berichtet der Nobelpreisträger (damals noch nicht mit „letzter Tinte“) von einem jugendlichen Außenseiter, der von zu Hause auszieht um sich endlich Anerkennung zu erwerben. Er scheitert schließlich grandios – an der Welt, vor allem aber an sich selbst. Was bei Grass das Ritterkreuz, ist bei Wyhnal die akademische Leistung. Nach Jugendjahren als Außenseiter erhofft sich die namenlose Hauptfigur nach dem Umzug aus der Provinz in eine Großstadt einen Neuanfang. Insbesondere die von ihm konstatierte Oberflächlichkeit seiner Mitmenschen stört den Protagonisten und erhofft sich, wahre Tiefe zu finden. Früh wird jedoch klar, dass die Innensicht des lyrischen Ich nur teilweise mit der Realität übereinstimmt. Zwar erkennt die Hauptfigur tatsächlich viele Beispiele für Oberflächlichkeiten und Sprach-Losigkeit in der postmodernen Gesellschaft, klar wird aber auch, dass der Protagonist selbst keineswegs frei von einer entsprechenden Geisteshaltung ist. Er begegnet vielen Menschen mit großen Vorurteilen sowie mit ungerechtfertigter Arroganz und Überheblichkeit, er ist meist nicht bereit, sich auf andere Sichtweisen, Argumente und Haltungen einzulassen. Symbolische Schlüsselszene ist in diesem Zusammenhang der Spaziergang auf einem zugefrorenen See: für das lyrische Ich ist die Eisfläche ein Symbol für glatte Oberflächlichkeit und mangelnde Tiefe, der Leser jedoch kann die Eisschicht jedoch auch als durchsichtige Trennwand interpretieren, durch die die Hauptfigur das Leben zwar beobachten kann, eine Teilnahme bleibt ihr jedoch verwehrt – das Eis ist hier also Symbol für die Hemmungen und die psychische Konstitution des Protagonisten. Großartig gelungen in Wyhnals Werk ist die gewählte Innenperspektive des Außenseiters. Die „Ansichten eines Nerds“ erlauben einerseits einen Blick von außen auf die Mehrheitsgesellschaft, zum anderen lassen sich von diesem Standpunkt aus in spannender Weise die Versuche des Protagonisten beobachten, Beziehungen zu seinen Mitmenschen aufzubauen. Da der Leser tief in die Gedankenwelt des lyrischen Ich eintaucht, überrascht mit der Zeit das völlige Fehlen sexueller Wünsche und Überlegungen. Für einen männlichen 20-jährigen ist dies sicherlich mehr als ungewöhnlich und untypisch ist dieser Aspekt auch im Vergleich zu anderen Erzählungen vom Erwachsenwerden – „Katz und Maus“ ist hier ein perfektes Beispiel, da dort das sexuelle Motiv von erheblicher Bedeutung ist. Die Hauptfigur im „Oberflächenmensch“ unterdrückt also offensichtlich ihre Sexualität und dies trägt im Verlauf des Textes zu ihrem Scheitern auf allen Ebenen bei. Ausbaufähig aus meiner Sicht ist die Charakterisierung der weiteren Personen, diese bleibt oft holzschnittartig. Manche Aspekte der äußeren Handlung scheinen mir auch etwas weit hergeholt, beispielsweise der Personenkult um den Fußballstar Robert, der aufgrund seiner Leistungen in der Unimannschaft verehrt wird…an meiner Universität lag die Wahrnehmung der Fußball-Unimannschaft nahe 0 und das dürfte in den meisten anderen Städten ähnlich sein. Die Sprache ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, da entsprechend des Charakters der Hauptfigur recht gestelzt, nach kurzem Einlesen passt die sprachliche Darstellung jedoch sehr gut in das Gesamtkonzept. Einige sprachliche Perlen findet der Leser ebenfalls, an erster Stelle steht dabei das erstklassige: “...schneller aus den Federn gelockt hatte, als es einem Huhn in der Tierverwertung geschehen konnte“ Das konsequente Vermeiden der Nennung von Name und Studienfach der Hauptfigur sowie Ort der Handlung trägt zwar zur Allgemeingültigkeit des Werkes bei, ermüdet jedoch auf die Dauer etwas. Was Erkenntnisse und Denkanstöße über das Leben im allgemeinen und die moderne Gesellschaft im besonderen angeht, gibt es durchaus einige interessante Ansätze, das Potential, das die Figurenkonstellation bietet, wird jedoch aus meiner Sicht nicht voll ausgeschöpft. Alles in allem halte ich den „Oberflächenmensch“ für ein vielversprechendes Debütwerk mit vielen Stärken, das durchaus vergnüglich zu lesen ist. Bis zur großen Literatur sind jedoch noch ein paar Schritte zu gehen, deshalb von mir 3 Sterne

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. September 2012 um 13:42
  • Leserunde zu "Oberflächenmensch" von Michael Wyhnal

    Oberflächenmensch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Oberflächenmensch - ein Roman der Gegenmoderne Oberflächenmensch handelt von einem frisch maturierten jungen Mann, der bewusst gegen die Moderne lebt. In einer Welt, die sich durch Schnelllebigkeit und stetig wachsende Oberflächlichkeit auszeichnet, wehrt sich der Hauptcharakter gegen falsche Freundschaften, rein körperliche Beziehungen und das Mitlaufen in der Masse. Stattdessen strebt der Protagonist nach Selbstverwirklichung und sehnt sich nach einer Seelenverwandten, einem Menschen auf der gleichen Wellenlänge.Im Rahmen eines turbulenten Sommers verflüchtigt sich der bisherige soziale Mittelpunkt in Form des besten Freundes, der die Entwicklung zum Oberflächenmenschen klammheimlich bereits vollzogen, und es verstanden hat, sich mit den Normen der modernen Zeiten vertraut zu machen. Entschlossen, den neuen Lebensabschnitt auch ohne die Stütze, die sein bester Freund jahrelang dargestellt hat, zu bewältigen, macht sich der namenlose Hauptcharakter in fremde Gefilde auf: Um seine beruflichen Träume zu verwirklichen, steht ein Studium an einer Universität in einer fernen Großstadt an, einem vermeintlich heiklen Pflaster für Einzelkämpfer.Auf dem Weg durch die Hektik des Großstadtlebens, im Alltag zwischen Hörsaal und Studentenwohnheim sowie auf der stetigen Suche nach Bedeutung im zwischenmenschlichen Bereich wird der Protagonist vor so manche Herausforderung und Entscheidung gestellt, die sein Leben für immer verändern wird ...

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  • Rezension zu "Oberflächenmensch" von Michael Wyhnal

    Oberflächenmensch
    buchprinzessin

    buchprinzessin

    29. July 2012 um 11:40

    Taschenbuch: 580 Seiten Verlag: novum pro (8. März 2012) Inhalt: Erwachsen werden ist für den namenlosen Protagonisten eine Herausforderung. Nach seiner Reifeprüfung steht ein Universitätsstudium in einer fernen Großstadt an. Vor allem an der Oberflächlichkeit der Gesellschaft stößt sich der Hauptcharakter: falsche Freundschaften, rein körperliche Beziehungen und das Mitlaufen in der Masse. Als sich auch sein bester Freund negativ verändert und zu einem Oberflächenmenschen wird, muss der Protagonist allein den Weg in eine neue Welt und in ein neues Leben antreten. Leseprobe: Wenn es jemals so weit kommen sollte, dass ich meine Freizeit freiwillig mit solchen Typen verbrachte, wäre dies gleichbedeutend mit einem Scheitern all meiner Pläne. Mit dem Enden meines Lebens in einer Katastrophe. „Nein, nein, das hat andere Gründe. Ich gehe studieren, etwas weiter weg von hier“, klärte ich auf. „Oh, einer dieser Studentenfritzen, die demonstrieren, die Hörsäle besetzen und dann hoch hinauswollen, was? War nur ein Spaß, eigentlich müsste ich dich ja beneiden: Kannst jeden Tag derb abfeiern, hast die Auswahl zwischen Hunderten Studententussis und kommst bekifft zu den Vorlesungen. Davon kann unsereins nur träumen!“, beschrieb Thomas grinsend seine Vorstellungen von einem Studentenleben. Unglaublich, was dieser Schwachkopf verzapfte. „So ähnlich wird es wohl sein“, gab ich knapp zu verstehen. Thomas, der trotz seiner Fahrpflichten kräftig Alkohol tankte, beschwor einen sogenannten „Gruppengeist“ in uns hervor: Wir mussten uns gegenseitig versprechen, nur die ausschließlich heißesten Bräute anzubraten, und abzufeiern, als gäbe es kein Morgen mehr. „Eigentlich haben wir ja nur für eine weitere Person Platz im Auto. Das heißt, dass ihr euch wohl oder übel ein Taxi nehmen müsst. Im Fall der Fälle. Thomas und ich werden heute jedenfalls nichts anbrennen lassen. Habe ich recht, Bruder?“, wieherte Hannes und gab Zähne preis, die so schief aussahen wie die Bahn, auf die Lukas durch den Einfluss seiner beiden Freunde geraten war. „Null Problemo, Mann!“, kam meinem Freund kein Einwand in den Sinn. Womöglich würde er heute noch tief in die Tasche greifen müssen. Meine Meinung: „Oberflächenmensch“ ist ein gelungener und emotionaler Roman. Trotz der stattlichen Seitenzahl wird Wyhnals Roman nie langweilig und die interessante Handlung hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Der eigenwillige, zynische Schreibstil ist stets sehr flüssig und der namenlose Protagonist ist ein außergewöhnlicher, aber definitiv sympathischer Charakter. Inhaltlich bleibt „Oberflächenmensch“ bis zum Schluss atemberaubend spannend, zudem erwartet den Leser auf den letzten Seiten noch eine unvorhersehbare Wendung. Insgesamt hat mir Michael Wyhnals Roman wirklich gut gefallen und daher vergebe ich 5 Sterne für ein Buch, das mich zum Nachdenken angeregt hat und das ich so schnell sicher nicht vergessen werde!

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