Das Leuchten der Erinnerung

von Michael Zadoorian 
4,4 Sterne bei34 Bewertungen
Das Leuchten der Erinnerung
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Flohs avatar

... hätte dieser Roman doch bloß mehr Tiefe....

Naylas avatar

Ella´s mutige Reise

Alle 34 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Leuchten der Erinnerung"

Ella macht sich nichts vor. Ihre eigenen Tage sind gezählt, und ihr Mann John ist zu senil, um gestern noch von heute und morgen zu unterscheiden. Ob es da eine gute Idee ist, sich mit über achtzig einfach in ein Wohnmobil zu setzen und über die Route 66 nach Disneyland zu türmen? Natürlich nicht. Doch Ella ist die Hüterin der Straßenkarten und die Wächterin der Käse- und Tablettenrationen. Und sie wird sich dieser Reise stellen - auch wenn sie fürchtet, dass auch Liebe sich vergessen lässt.

"Ein Buch, das einen über die schwierigsten Zeiten lachen lässt."
Los Angeles Times

"Ergreifend … Eine authentische und witzige Liebesgeschichte"
Publishers Weekly

„Ella ist eine bemerkenswerte Figur. "The Leisure Seeker“ ist ein Buch wie das Leben selbst: humorvoll, schmerzhaft, ergreifend, tragisch, rätselhaft – und man will es auf keinen Fall missen.“
Booklist

"Eine bittersüße Geschichte über die besten Jahre des Lebens - und ein Trostpflaster für alle, die einen betagten Menschen kennen oder vorhaben, selbst alt zu werden." Kirkus Reviews

„Leidenschaftlich und voller Klarheit zeigt Michael Zadoorian ein Paar vom Pech verfolgter Senioren, die sich auf ihre eigene Art von der Welt verabschieden möchten.“
BookPage

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959671187
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:20.12.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.12.2017 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne17
  • 4 Sterne12
  • 3 Sterne5
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Flohs avatar
    Flohvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: ... hätte dieser Roman doch bloß mehr Tiefe....
    Als Film sicherlich viel emotionaler und bildhafter….

    Ein sehr schöner Titel, nebst einem roadtriphaftem Cover, einer Information zum entsprechendem Kinofilm und ein vielversprechender Klapptext. Ja, so hat dieses Buch meine Aufmerksamkeit und Neugierde gewonnen.

    Ich gebe zu, mit diesem Buch hatte ich sehr bildhafte Lesestunden, mit einigen Lachern, Schenkelklopfern und bekannten Alltagssituationen alter Menschen.

    Das Buch hat mich gefangen genommen, unterhalten und zum Nachdenken gebracht. Aber für ein absolut bewegendes und unvergessliches Leseerlebnis hat es leider nicht gereicht. Einzig das gefühlvolle Ende, das wahre Happy-End, hat mich sehr stark mitfühlen lassen und beinahe zu Tränen gerührt. So viel Ehrlichkeit steht darin geschrieben. So traurig anmutend, aber vielleicht doch genau das richtige für die Liebe zwischen John und seiner Ella. Zwei alte Menschen, die ihr Leben gelebt haben. Ein Leben, was wir auf ihrer Reise auf der legendären Route 66, nochmals durch Ellas Ich-Perspektive reflektiert bekommen. Dieses alte gebrechliche Rentnerpaar macht sich in einem alten Mohnmobil nochmals auf eine strapaziöse, wenn auch eindrucksvolle Reise. Nach all den Ärzten, OP´s, Diagnosen, Behandlungen, Therapien, Schmerzen, Verlusten usw. brauchen Ella und John einfach mal wieder Urlaub… Ihren beiden längst erwachsenen Kindern Cynthia und Kevin zum Trotz.
    Eine Reise durch die USA mit dem Ziel Disney-Land. Ella und John machen verschiedene Stopps, treffen unterschiedlichste Menschen, begegnen Wohlwollen und Hilfsbereitschaft, aber auch Abwertungen und Gefahren. Wir blicken beim Lesen immer wieder durch Ellas Augen, sehen das Hier und Jetzt, fühlen die Natur, die Tageszeiten und ihren Empfindungen nach. Wir reflektieren aber auch die Vergangenheit und die Sehnsüchte. Doch die starken und bindenden Emotionen bleiben beim Lesen leider aus. Kurze Sätze in der Ich-Perspektive ermöglichen ein rasches Lesen, ohne jeglichen Anspruch, dafür mit Komfort. Wir Leser erleben einen Roadtripp alter Menschen mit Gebrechen, wie aus einem bebilderten Reiseführer. Als wäre der Reiseführer geöffnet und passend zu den Bildern und Sehenswürdigkeiten dieses Highways spielt Ellas und Johns letzte Reise.

    Störend empfand ich beim Lesen diese reihenartige Abhandlung der Szenen und Orte. Je mit einer Erinnerung der Ehe- und Familienjahre der beiden. John, mittlerweile senil und teils aggressiv. Ella, vom Krebs und weiteren Altersschwächen geplagt, immer mit ihrer tiefen Liebe zu John. An der sie sich festzuhalten scheint: diese Liebe!
    Die Verwechselung zwischen Wohnwagen und Wohnmobil war mir ständig ein Dorn im Auge. Hier wurde munter hin und her formuliert. Definitiv fuhren die Zwei ein großes Wohnmobil der amerikanischen Art.

    Im Grunde ein sehr schönes Buch, mit sehr viel Potential und idealen Vorlagen zu einer Verfilmung. Die es ja nun auch schon gibt.

    Kommentare: 1
    39
    Teilen
    Naylas avatar
    Naylavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ella´s mutige Reise
    Ella´s mutige Reise

    „Das Leuchten der Erinnerung“ von Michael Zadoorian ist das Buch zum gleichnamigen Kinofilm mit Helen Mirren und Donald Sutherland, welcher im Januar 2018 in die Kinos kam.

    Ella und John Robina, beide über 80J. unternehmen einen Roadtrip mit ihrem alten Wohnmobil von Detroit über die Route 66 bis nach Kalifornien. Endziel ist das Disneyland, welches sie beide noch aus der Zeit mit ihren Kindern kennen. 

    Ella hat Krebs im Endstadium, ihr Mann John ist dement.
    Entgegen allen Warnungen ihrer Ärzte und ihren zwei Kindern hat Ella ihr Wohnmobil schon vor langer Zeit gepackt, schnappt sich ihren Ehemann und die beiden fahren heimlich los.
    Für John ist es eine Fahrt in den Urlaub, fahren kann er und das tut er hier auch unbeirrt. Ella allerdings weiß, dass dies ihre letzte Reise sein wird....
    Sie hat John versprochen, ihn nicht in einem Altersheim zu lassen und sie selber ist die ganzen Chemotherapien leid, die ihren Krebs nicht besiegen können, sondern nur die körperlichen Qualen verlängern, um letztendlich in einem Krankenhaus zu sterben.
    Nein, sie möchte noch einmal reisen, Erinnerungen auffrischen und etwas Schönes mit ihrem John zusammen erleben.
    Dazu gehört allerdings Mut und ich frage mich, ob ich im Alter auch so entschieden hätte.

    Für die beiden Senioren beginnt nun eine lange Reise durch 10 Bundesstaaten. Es werden viele Sehenswürdigkeiten besucht, Erinnerungen aufgefrischt, besonders die Dia-Abende vor ihrem Wohnmobil, wo sie sich Fotos aus ihrer Vergangenheit ansehen, von ihren Kindern, wie diese langsam groß werden, ihren Freunden, von denen die meisten inzwischen verstorben sind und das Ehepaar selber, von jung bis älter werdend.

    John hat manchmal kurze Augenblicke, in denen er sich erinnert, in denen er "anwesend" ist, aber oft weiß er nicht, was er tut, was gerade noch war und auch Ella´s Name fällt ihm manchmal nicht mehr ein. Allerdings weiß er, dass sie "seine Geliebte" ist und selbst in seiner Demenz merkt man, wie sehr er seine Frau noch nach 60 Jahren Ehe liebt.
    Ella ist der Organisator der Reise, sie bestimmt, wo es langgeht, welches Hotel oder welchen Campingplatz sie besuchen und wann sie schlafen, aufstehen, fahren.

    Die Geschichte lebt von Ella´s trockenem Humor, ihrem Pragmatismus. Sie lässt einen an all ihren Gedanken teilhaben und man hat das Gefühl als unsichtbarer Gast mitzureisen. John erleben wir nur als Beobachter. Die beiden erleben schöne, aber auch schwierigere Momente, doch mit der Zeit lässt Ella´s körperliche Kraft nach. Erschrocken habe ich mich, als beide nach einem Sturz nicht mehr hochkommen.

    Ein bisschen langatmig fand ich die ganzen Aneinanderreihungen von Sehenswürdigkeiten, Restaurants, zeitlichen Abläufen. 
    Allerdings gepaart mit den witzigen Kommentaren von Ella (ich musste öfters schmunzeln), empfand ich das nicht allzu schlimm.

    Mich hat der Roman berührt, die weisen und humorvollen Kommentare von Ella oft nachdenklich gemacht, ihr Mut, bis zuletzt selbstbestimmt zu leben macht selber Mut. Denn wir alle werden älter.......


    Kommentare: 2
    146
    Teilen
    xknutschixs avatar
    xknutschixvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch das zeigt, dass man alles schaffen kann wenn man will.
    Um Alt zu werden braucht es Mut

    Ella hat Krebs und John ist dement. Doch anstatt im Krankenhaus eine Chemotherapie nach der anderen zu machen, begeben sich beide auf eine letzte Reise in ihrem geliebten Wohnmobil.
    Wie sagte schon Blacky Fuchsberger: "Alt werden ist nichts für Feiglinge". Genau diesen Eindruck hinterlässt "Das Leuchten der Erinnerung". Ella ist eine sehr mutige und taffe Frau. Die sich von nichts von ihrem Vorhaben, über die Route 66 nach Disneyland zu fahren, abbringen lässt. Und obwohl sich John aufgrund seiner Krankheit sehr verändert hat, ahnt man, dass die beiden mal ein wunderbares Paar abgegeben haben und immer auch immer noch sind.
    Mich hat das Buch ein wenig ängstlich zurück gelassen. Ich habe es mit der Angst zu tun bekommen, vor dem was vielleicht vor einem liegt. Gerade wenn man Szenen liest, in denen beide auf dem Boden liegen und nicht mehr hochkommen. Aber es macht auch Mut sich dieser Angst zu stellen. Denn irgendwie geht es immer weiter. Man darf nur nicht seinen Humor verlieren.
    Mein Fazit: "Das Leuchten der Erinnerung" ist sicherlich kein Buch zum eben mal weglesen. Man muss sich schon darauf einlassen. Aber wer das schafft, der wird dieses Buch so schnell nicht vergessen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 6 Monaten
    Das Leuchten der Erinnerung

    Gegen die Meinungen der Ärzte und ihrer Kinder machen sich die todkranke Ella und ihr dementer Mann John auf in einen Urlaub. Dieser soll Erinnerungen an ihr Leben wach rufen und überhaupt will sie einfach noch einmal mit ihrem Mann im Urlaub sein und versuchen, ihn zu erleben, wie er vor der Krankheit war.
    Also machte ich mich mit den beiden im Wohnmobil auf, quer von Detroit nach Kalifornien über die Route 66. Freunde von mir haben diese bereits befahren und auch mein Traum ist das eines Tages, diese mal entlang zu fahren.Natürlich ist nicht mehr allzu viel der alten 66 über, dafür gibt es jede Menge Diners am Rand, die alte Requisiten der 66 haben und allesamt Route 66 Diner heißen. Hier begleite ich Ella und John zu verschiedenen Museen und Campingplätzen, manchmal auch ein Hotelzimmer.
    Aber viel mehr, als die Sehenswürdigkeiten nahm Ella mich mit in ihre Gefühlswelt und in ihr vergangenes Leben. So dachte sie viel an ihre Kinder, an ihre wundervolle Ehe und ihr Leben. Und ich lernte eine achtzigjährige Frau kennen, die immer noch mutig war. Auch John hat immer wieder helle Momente, erkennt seine Frau, kramt uralte Erinnerungen hervor, nicht selten standen mir Tränen in den Augen.

    „ Wenn man älter wird, schätzt man diese Gleichförmigkeit, sehnt sich danach. Deine Kinder verstehen das nicht.Sie wollen immer alles verändern, die Dinge erneuern, die für dich bequem und vertraut sind, wie dein gut eingefahrenes Auto oder den Wasserkessel, der klappert, wenn er kocht. Doch diese Gleichförmigkeit ist auch eine Falle. Sie ist Teil deiner sich verengenden Welt, der Tunnelblick des Alters. Wenn dir dann etwas abwegiges widerfährt, fällt es dir schwer, es als etwas Gutes anzusehen. Und das bedeutet, dass du einen perfekten Augenblick nicht immer erkennen kannst oder dich auch nicht an einen Ort begibst, wo dir ein solcher widerfahren kann. Manchmal gibt es auch einen perfekten Augenblick, ohne das du es mitkriegst.“
    Seite 112/113

    Ich habe vieler solcher Stellen im Buch markiert, einfach weil sie mir so richtig erschienen. Da meine Eltern / Schwiegereltern selbst fast dieses Alter haben und an diversen Krankheiten leiden, habe ich hier so vieles erkannt, was auf uns mehr oder weniger zutrifft. Und das gab mir wirklich zu denken.Ella und John sind ein wunderbares Paar, auch wenn John nicht mehr vieles seiner Ehe weiß, wenn er allerdings in klaren Momenten aufwacht merkt man es so deutlich, wie sehr er seine Frau auch immer noch liebt!
    Sehr gut hat mir auch der besondere Witz im Buch gefallen. Ella sieht jetzt im Alter vieles anders und kann über einiges nur noch Späße machen. Sie ist so humorvoll und das tat dem Buch auch sehr gut, sonst wäre man als Leser wahrscheinlich rettungslos in die Traurigkeit gestürzt.

    „ „Ich sehe aus wie das Wrack der Hesperus“, murmelte ich. John drehte mir den Kopf zu. „Ich finde, du siehst schön aus.“ Ich betrachtete meinen Ehemann. Es ist eine Ewigkeit her, dass er etwas in der Art zu mir gesagt hat. Ich denke daran, wie ich mich nach seinen Komplimenten verzehrt, wie ich sie ihm geglaubt habe und wie sie mich davor bewahrt haben, beim Blick in den Spiegel zu erschauern.„Du redest Blödsinn“, sagte ich und spiele ein Spiel von vor langer Zeit.„Das stimmt, aber ich finde dich noch immer schön.“Dieser verdammte Mann. Zum Teufel mit ihm, dass er mich noch immer liebt, selbst jetzt.“
    Seite 122 / 123

    Und so begleite ich die beiden auf eine Reise gen Disneyland und schaue mit ihnen zurück auf ihr Leben, und was ich sehe und lese hat mir so gut gefallen, trotz, oder vielleicht gerade wegen des ernsten Themas.

    Fazit
    Eine wirklich bittersüße Geschichte, die mich, als ich das Buch beendet hatte traurig und glücklich gleichzeitig zurück gelassen hat. Das Buch hat mich selbst tief bewegt und klingt jetzt noch nach. Ich bin froh, mich für das Buch entschieden zu haben.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    I
    Isabell47vor 7 Monaten
    Auf den letzten Meilen des Lebens und der Erinnerung

    Ella und John sind beide am Ende ihres Lebens angekommen. Während Ella unter Krebs  leidet, verschwindet bei John sein Erinnerungsvermögen. Ella möchte ihr Leben selbstbestimmt leben und so beschließt sie mit ihrem Mann John, der stets der gute Autofahrer war und "Autofahren hat er noch nicht verlernt", eine Reise entlang der Route 66 anzutreten, wo sie viele schöne Erinnerungen dran haben.
    Die Geschichte rührte mich zu Tränen, das obwohl Ella selten rührselig wirkt, sondern eher pragmatisch. Sehr offen wird erzählt, welche Schwierigkeiten gesundheitlicher Art beide zu bewältigen haben und wie Ella die Vergangenheit anhand von Diashows ins Heute katapultiert. Teilweise musste ich zwischen Tränen schmunzeln, denn Ella ist teilweise sehr zynisch .  Es ist eine sehr starke Liebe, die beide verbindet.
    Es ist eine besondere Hommage an das Leben, die Liebe und Selbstbetimmtheit.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Sylwesters avatar
    Sylwestervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: rührend und sehr sympathisch
    rührend und sehr sympathisch

    Ella und John sind beide über 80 und machen sich auf zu ihrer letzten Reise mit dem Wohnmobil über die Route 66 quer durch Amerika. Da aus Sicht von Ella geschriebene Buch enthält viele ihrer Gedanken, Erinnerungen und Interpretationen. Die beiden waren mir sehr sympathisch und ich habe sie sehr gerne begleitet. Passend zu dem Alter der beiden Protagonisten wird der aktuelle Zustand der Route 66 beschrieben, die ebenso "in die Jahre gekommen" ist. Die Erinnerungen an ihr Leben frischen die beiden mit regelmäßigen Dia-Abenden vor dem Wohnmobil auf. Auch das lenkt den Blick zusätzlich auf die vergangenen Zeiten. 
    Absolut empfehlenswertes Buch - nicht nur für Senioren.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    tinstamps avatar
    tinstampvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Leider konnte mich die eigentlich rührende Geschichte nicht ganz abholen. Zu amerikanisch und ohne große Höhen und Tiefen...
    Entlang der Route 66

    Bei Lovelybooks habe ich diesen Roman zur Buchverfilmung mit Donald Sutherland und Helen Mirren gewonnen. Ich war schon sehr gespannt auf diese Geschichte, in der es um ein über 80-jähriges Ehepaar geht, dass sich auf eine allerletzte Reise in ihren Oldtimer-Wohnmobil "The Leisure Seeker" aufmacht. Ihre Kinder und die Ärzte sind absolut dagegen, denn Ella hat Krebs und John leidet an schwerer Demenz.

    Was mir gleich aufgefallen ist, obwohl ich den Film nicht gesehen habe, sondern mir nur den Trailer dazu angeschaut habe ist, dass sich im Buch und Film das Ziel der Reise, als auch die Strecke komplett unterscheiden. Während sich John und Ella im Film entlang der Ostküste von Boston bis nach Florida auf den Spuren von Ernest Hemingway begeben und in Key West sein Haus anschauen wollen, fahren die Beiden im Buch auf der Route 66 von Chicago nach Kalifornien.
    Dabei finde ich eigentlich die Idee im Film besser, denn warum das alte Ehepaar Disneyland als Ziel gewählt hat, war mir nicht wirklich klar.

    Die Route 66 ist wohl den meisten ein Begriff. Dass es sie eigentlich gar nicht mehr vollständig gibt und befahrbar ist, war mir nicht bekannt und finde ich sehr schade. Die verfallenen Raststätten und die heruntergekommenden Orte entlang der berühmten Straße, die flirrende Hitze und der Staub, die trockene und öde Landschaft - all das verbreitet eine eher trostlose Stimmung im Roman. Dazu kommt natürlich auch die schwere Krebserkrankung von Ella und die Demenz von John. Trotzdem schwingt immer wieder ein Schuss Humor mit, den Ella ist trotz ihrer Krankheit ein toughe Frau, die auch schwierige Situationen, wie einen Überfall, meistert.

    Der Roadtrip der beiden alten Menschen besteht größtenteils aus Aneinanderreihungen von denselben Begebenheiten oder ähnlichen Ereignissen. Auf dem Weg nach Santa Monica machen die Beiden, mit einer Ausnahme, immer wieder auf Campingplatzen Halt, wo sie auf ihrer Leinwand Fotos von früheren Reisen mit ihrem Wohnmobil anschauen. Für Ella ist es eine schöne Erinnerung an ihr gemeinsamen Leben und die Kinder. Außerdem gedenkt sie an gemeinsame Reisen mit bereits verstorbenen besten Freunden. Ella möchte aber auch mit den Bildern Johns Erinnerung überprüfen und ihn immer wieder an seine Kinder und schöne gemeinsame Momente erinnern. Die starke Persönlichkeit von Ella trägt die beiden dabei durch die Handlung.

    Die gesamte Reise ist nicht nur wegen des Settings sehr amerikanisch, sondern mir fällt bei US-Autoren immer wieder auf, wie anders wir hier eigentlich in Europa leben bzw. wie uns die Amerikanierung immer mehr und mehr einholt. Ich fragte mich während der Lektüre, ob es in den USA eigentlich nichts anderes als Burger zu essen gibt. Man wird zwar darauf hingewiesen, dass Burger Johns Lieblingsessen ist und er darauf besteht. Bei Demenzkranken ist eine tägliche Routine sehr wichtig...doch muss man diese Besuche in Burgerketten immer wieder und vorkauen? Ich finde auch, dass Johns Demenzerkrankung zu leicht dargestellt wird. Wenn ich an meine verstorbene Mutter denke, die noch keine schwere Demenz, aber ab und zu richtige Aussetzer hatte, wo sie vollkommen in eine andere Welt abtauchte, mit Johns Verhalten vergleiche, kommt die Krankheit hier für einen schwer Demenzkranken zu leicht daher.

    Die beiden Hauptprotagonisten sind sehr liebevoll beschrieben, wirken lebendig und authentisch. Ella ist eine patente Frau mit einem großen Herz und viel Mitgefühl für andere Menschen. Ihren sarkastischenr Humor mochte ich sehr. John hat hingegen keine Ahnung von Ellas schweren Krankheit. Für ihn ist es einfach nur eine weitere Reise mit dem Wohnwagen, wie er sie die letzten Jahrzehnte immer wieder gemacht hat. Die Liebe zwischen den beiden ist trotz ihrer Krankheit greifbar. Auch wenn John nicht immer den Namen seiner Frau weiß, erkennt er in ihr seine Geliebte.
    Ellas Wunsch für diese Reise konnte ich nachvollziehen. Mit der ansteigenden Zahl an gefahrenen Kilometern, schwinden die Kraftreserven besonders von Ella immer mehr und ich habe bei ihren Beschwerden mitgelitten. Das Ende war für mich zwar traurig, aber stimmig. Trotzdem hat mir das gewisse Etwas gefehlt.
    Mir hat der Roman gefallen, aber richtig berührt hat er mich leider nicht. Das lag vorallem an den immer wiederkehrenden Aneinanderreihungen gleicher Begebenheiten, das "zu Amerikanische" und manche Ungereimtheiten. Außerdem plätscherte mir die Handlung einfach zu viel dahin.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil des Autoren ist leicht und flüssig zu lesen. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und sind nach der Reiseroute von Ella und John angeordnet. So begleitet man die Beiden von einem Bundesstaat zum nächsten bis sie in Disneyland ankommen. Die Dialoge zwischen John und Ella sind liebevoll, heiter, aber auch zornig und deprimierend.
    Eine Karte mit den Etappen im Buch wäre ebenfalls nett gewesen.

    Fazit:
    Leider konnte mich die eigentlich rührende Geschichte nicht ganz abholen. Es ist ein leiser Roman ohne große Höhen und Tiefen, der trotzdem die Empfindungen von Ella sehr gut widerspiegelt. Bei mir kamen die Emotionen dennoch nur teilweise an und der ganze Roman war mir etwas "zu amerikanisch" (aufgebauscht).

    Kommentare: 3
    33
    Teilen
    heidi_59s avatar
    heidi_59vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ganz besonderer Roadtrip auf der historischen U.S. 66 Route ♡
    Ella & John , eine Liebe die bleibt



    Das Leuchten der Erinnerung

    Michael Zadoorian  






    Als die über Achtzigjährige Ella und ihr stark seniler Mann John mit ihrem Oldtimer Wohnmobil dem Leisure Seeker , von Detroit bei Michigan aufbrechen um quer durch Amerika über die historische U.S. 66 Route nach Disneyland in Kalifornien zu fahren , weiß wohl nur einer von ihnen das es wahrscheinlich eine Reise ohne Wiederkehr ist .
    Ella hat die Nase gestrichen voll von unendlich vielen Arztbesuchen , Krankenhausaufenthalten und quälenden Therapien, die an ihrem metastasierten Krebs im Endstadium doch nichts mehr ändern können . Ihre Tage sind gezählt und deshalb hat sie kurzerhand diese letzte Reise beschlossen . Alles ist besser , als auf den Tod zu warten . Ihre längst erwachsenen Kinder Cindy und Kevin , sind natürlich außer sich und möchten die letzte Reise der Eltern am liebsten verbieten lassen  . Doch sie haben nicht mit Ellas Kampfgeist gerechnet , die ihren John einfach in das gepackte Wohnmobil setzt und ihn durch den Großstadt Dschungel von Detroit navigiert. Schließlich sind die Zwei schon seit über 60 Jahren verheiratet, da vertraut man sich und bleibt zusammen, egal was auch passiert.
    Sie hat ihm geschworen , das er niemals in ein Heim muss …
    Als John den Leisure Seeker startet und sich von Ella auf den Weg zur Route 66 lotsen lässt , hat er keine Ahnung von ihrer schweren Krankheit. Für ihn ist es einfach nur schön mal wieder mit Ella und dem Camper zu fahren . Aber selbst wenn Ella ihm jetzt erzählen würde, dass sie nicht mehr lange zu leben hat , spätestens an der nächsten Raststätte hätte John es schon wieder vergessen .
    Für Ella und John beginnt eine ganz besondere Reise , durch Vergangenheit ihrer langjährigen Beziehung , die seit mehr als 60 Jahren von Liebe und Verständnis füreinander geprägt ist . Ein letzter Roadtrip,  quer durch 10 Staaten von Amerika , auf der Suche nach den wahren Schätzen ihrer großen Liebe. 

    Passend zum Kinostart am 04. Januar 2018 , erschien im Dezember 2017 der tolle Roman , “Das Leuchten der Erinnerung”  im Harper Collins Verlag .

    Ein wunderbar unterhaltsamer Roman über das Leben eines älteren Paares , dass sich mit diesem Roadtrip auf eine letzte , selbstbestimmte Reise begibt .
    Der Autor Michael Zadoorian lässt seine Protagonistin Ella , ganz tagesaktuell von ihrer Reise erzählen . Als Leser hat man das Gefühl hinten im Wohnmobil zu sitzen und live dabei zu sein.
    Ein schöner lebhafter Schreibstil erzählt die Geschichte von Ella und ihrem Mann John . Er lädt mich sofort in ihr Wohnmobil ein, um die Zwei auf ihre emotionale Reise zu begleiten .
    Die sehr unterhaltsamen Dialoge eines lang verheirateten Paares , .verleihen der Geschichte ihr ganz eigenes Esprit. Liebevoll bissig , witzig oder auch voller Ironie und Sarkasmus, doch niemals ohne die dazugehörige Portion Liebe und Respekt füreinander . So geben die Gespräche dem Roman einen teilweise humorvollen Hintergrund , dem man sich nicht entziehen kann. Wer in einer langjährigen Beziehung lebt , der weiß was ich meine .
    Michael Zadoorian hat dem Roman eine ganz eigene zauberhafte Aura gegeben , die sich mit jedem Erlebnis und jeder Etappe der Reise weiter ausbreitet . Hier spielen eher die leisen Töne der zwischenmenschlichen Beziehungen eine große Rolle. Als Leser hofft und bangt man immer wieder um Ella und John , die mir sofort ans Herz gewachsen sind .
    Auch wenn ich total entsetzt wäre, würden meine Eltern so handeln könnte ich es doch sehr gut verstehen . Wenn ich in so einer Situation die Möglichkeit dazu hätte , würde ich es wahrscheinlich genauso machen .
    “Das Leuchten der Erinnerung” ist einer dieser wunderschönen , leisen , tiefgehenden Romane , die uns daran erinnern wie kostbar das Leben mit  seinen  Erinnerungen für uns ist  . 



    Mir hat der außergewöhnliche Roadtrip mit Ella und John sehr gut gefallen und auf 304 Seiten bestens unterhalten . 
    Sehr gerne vergebe ich für den tollen Roman
    5 Sterne ☆☆☆☆☆
    und eine ganz klare Leseempfehlung . 



    @heidi_59



    Buchdetails
    Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.12.2017
    Aktuelle Ausgabe : 20.12.2017
    Verlag : HarperCollins
    ISBN: 9783959671187
    Flexibler Einband 304 Seiten
    Sprache: Deutsch


    Ich bedanke mich ganz herzlich bei SLMedianetworx und dem Harper Collins Verlag für das tolle Rezensionsexemplar, das mir schöne Lesestunden bereitet hat .  

    Kommentare: 6
    112
    Teilen
    Sigismunds avatar
    Sigismundvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ungewöhnlicher Roman wie ein Erlebnisbericht
    Ein ungewöhnlicher Roman wie ein Erlebnisbericht

    Ungemein ehrlich wie ein Erlebnisbericht, beklemmend, ergreifend wie ein Tagebuch liest sich der Roman „Das Leuchten der Erinnerung“ des amerikanischen Schriftstellers Michael Zadoorian, der bereits 2009 in den USA veröffentlicht wurde. Erst jetzt im Dezember erschien die deutsche Übersetzung von Elfriede Peschel rechtzeitig zum gleichnamigen Film mit Helen Mirren und Donald Sutherland. „The Leisure Seeker“, so der Originaltitel, war 2009 erst der zweite Roman Zadoorians. „Leisure Seeker“ ist die Marke ihres Oldtimer-Wohnmobils, mit dem sich die Eheleute Ella und John Robina auf ihre letzte Reise machen – eine Fahrt entlang der verfallenen Route 66 von Chicago nach Santa Monica. Ella ist unheilbar krank, Ehemann John leidet an Demenz. Gegen den Willen der Ärzte und ihrer zwei Kinder gehen beide auf Reisen. Auf den Campingplätzen verschafft ihnen der mitgebrachte Dia-Projektor in der Nacht das „Leuchten der Erinnerung“, wenn die beiden Alten sich ihre „Greatest Hits der Robinas“ aus längst vergangener Zeit anschauen – einer Zeit, in der sie als junge Eltern mit kleinen Kindern noch gemeinsam unterwegs waren. Die Reise ist zugleich ein Abschied vom Leben. Denn Ella, die uns Lesern ihren ehrlichen und schonungslosen Bericht widmet, ist sich ihrer kurzen noch verbleibenden Lebenszeit bewusst. Sie startet in die Reise, wie sie erzählt, „mit mehr Gesundheitsproblemen als ein Dritte-Welt-Land“. Doch gerade deshalb wagt die Todgeweihte trotzig diese Fahrt im vertrauten Wohnmobil: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Ärzte retten gern Menschen, sagt sie sich, „aber wenn es um jemanden geht, der 80 Jahre alt ist, was gibt es da noch zu retten?“ Quälender ist das Gefühl der Entmündigung durch ihre erwachsenen Kinder: Als diese von der Abreise der Eltern erfahren, sind sie zunächst fassungslos, dann erbost, wollen die Eltern sofort zurückholen und nehmen Kontakt zur Bundespolizei auf. Aber Emma verwehrt sich dagegen: „Alt zu sein, verstößt nicht gegen das Gesetz – jedenfalls noch nicht.“ Auf der Reise bestimmt Ella, wo es lang geht, wo Pause gemacht wird, wo übernachtet wird. Ehemann John mit „gültiger Fahrerlaubnis“ lebt am Lenkrad auf. Während wir Leser Emmas Gefühle in jeder Stunde miterleben, bleiben wir bei John nur Beobachter. Was der Demenzkranke denkt, ob er überhaupt etwas denkt, erfahren wir nicht. Nur manchmal erfahren wir Gesprächen, dass er sich an Einzelheiten aus frühen Ehejahren erinnert. Doch manchmal weiß er nicht einmal mehr den Namen seiner Frau, mit der er seit 60 Jahren verheiratet ist. „Das Leuchten der Erinnerung“ ist keiner der zur Zeit geläufigen, netten Romane über lebensfrohe Senioren mit Hinweis auf ein selbstbestimmtes Leben alter Menschen. Denn Ella und John erleben wirklich nicht nur schöne Tage. So manches Mal hätten sie Hilfe nötig. Oft zweifelt Ella sogar, ob sie Santa Monica überhaupt erreichen. Doch gerade diese weniger schönen Erlebnisse, die Autor Michael Zadoorian seine Ella schlagfertig und meist mit trockenem Humor beschreiben lässt, sind die wirklich lesenswerten Passagen dieses insgesamt recht ungewöhnlichen, deshalb einzigartigen Romans.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein warmherziger, emotionaler Roman, der mich begeistern konnte und bei mir noch eine Weile nachwirken wird
    Ein letztes Mal gemeinsam auf Reisen

    Ella und John Robina sind nicht nur mehr als 80 Jahre alt, sondern auch schwer erkrankt. Während sie an Krebs im Endstadium leidet, ist seine Demenz schon weit fortgeschritten. Ellas Tage sind gezählt, doch weiteren Operationen und Behandlungen durch die Ärzte will sie sich nicht aussetzen. Stattdessen machen sich die beiden auf einen ungewöhnlichen Roadtrip: Mit ihrem Oldtimer-Wohnmobil, dem „Leisure Seeker“, fahren die Senioren von ihrem Zuhause nahe Detroit in Michigan über die Route 66 einmal quer durch die USA bis zum Disneyland nach Kalifornien. Eine letzte abenteuerliche Reise gegen den Willen ihrer Kinder. Die Fahrt lässt nicht nur alte Erinnerungen aufleben, sondern ist auch eine Probe für ihre Liebe.

    „Das Leuchten der Erinnerung“ von Michael Zadoorian ist das Buch zum gleichnamigen Kinofilm mit Helen Mirren und Donald Sutherland.

    Meine Meinung:
    Erzählt wird die Geschichte im Präsens aus der Ich-Perspektive von Ella. Ihre teils bissigen, teils trockenen Kommentare, die den Leser direkt ansprechen, haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Insgesamt durchreist das Paar zehn Staaten. Jedes Mal, wenn die beiden einen neuen Bundesstaat erreichen, beginnt ein weiteres Kapitel, so dass diese unterschiedlich lang sind. Eine schöne Idee, den Roman so zu untergliedern.

    Der Leser wird gleich mitten in die Handlung geschmissen. Dennoch bin ich gut in die Geschichte reingekommen und habe das Buch nur ungern zur Seite gelegt.

    Beide Hauptprotagonisten sind mir schnell ans Herz gewachsen. Vor allem Ella war mir gleich sympathisch. Ihr Sarkasmus und Galgenhumor, ihre schnodrige und direkte Art haben mich angesprochen. Es ist absolut bewegend, wie sie sich trotz ihrer eigenen Qualen durchkämpft, um sich um ihren Mann zu kümmern. Auch John ist ein liebenswerter Charakter, für den ich viel Mitgefühl entwickelt habe. Die übrigen Personen im Roman wirken ebenfalls authentisch.

    Der Schluss der Geschichte ist ebenso wie die gesamte Handlung glaubwürdig und stimmig. Mehrere überraschende Ereignisse sorgen für Spannung. Positiv anzumerken ist auch der Wechsel zwischen humorvollen Episoden und traurigen Momenten – eine gelungene Mischung. Sehr berührt haben mich nicht nur die Passagen, in denen es darum geht, wie sich die Krankheiten der beiden äußern. Auch die Erinnerungen an die Vergangenheit und tiefgründige Betrachtungen über das Leben sind ergreifend und haben mich zum Nachdenken gebracht. Dabei setzt der Roman jedoch nicht auf Kitsch und übermäßige Dramatik, sondern berührt mit leisen Tönen. Auch weniger ereignisreiche Passagen habe ich als kurzweilig und unterhaltsam empfunden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man durch die Schilderungen einiges über die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der einzelnen Staaten erfährt. Da bekommt man selbst ein wenig Fernweh.

    Das deutsche Cover ist an das Filmplakat angelehnt und trifft meinen Geschmack. Auch der Titel des Romans, der stark vom amerikanischen Original („The Leisure Seeker“) abweicht, sagt mir zu und ist passend gewählt.

    Mein Fazit:
    „Das Leuchten der Erinnerung“ von Michael Zadoorian ist ein warmherziger, emotionaler Roman, der mich begeistern konnte und bei mir noch eine Weile nachwirken wird. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und werde mir mit Sicherheit noch die Verfilmung ansehen.

    Kommentieren0
    6
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    S
    Zum Kinostart von DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG am 4. Januar verlosen wir 5 Exemplare der Buchvorlage.

    Um an der Verlosung teilzunehmen, verratet uns einfach, wohin euch ein Roadtrip füren würde!

    Wir wünschen allen Teilnemern viel Glück!

    Ab dem 4. Januar 2018 nehmen Oscar®-Preisträgerin Helen Mirren und Ehren-Oscar®-Preisträger Donald Sutherland Sie in DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG mit auf den berührendsten Roadtrip des Jahres. Regisseur Paolo Virzì ist es gelungen, die beiden Schauspiellegenden für seinen ersten englischsprachigen Film zu gewinnen und zeigt mit viel Liebe und Humor, dass eine Reise – egal in welchem Alter – alles verändern kann.

     

    Paolo Virzì vereint in DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG das amerikanische Roadmovie-Genre mit der Poesie, Ironie und dem Gefühl, das man aus seinen italienischen Filmen kennt. Bekannt wurde Virzì mit dem mehrfach prämierten LA BELLA VITA von 1994, der die Geschichte eines Dreiecksverhältnisses vor dem Hintergrund der italienischen Arbeiterklasse seziert und der seine Premiere auf den Filmfestspielen in Venedig feierte. Seinen ersten Abstecher in die englischsprachige Filmwelt machte Virzì 2002 mit seinem Film MY NAME IS TANINO, der auch in den USA und Kanada gedreht wurde und in dem die junge Rachel McAdams ihre erste Rolle spielte. Nachdem er bereits 2008, im Alter von 44 Jahren, den Sergio Leone Preis für sein Gesamtwerk erhielt, konnte Paolo Virzì 2012 mit DIE SÜSSE GIER, der sieben David di Donatello Preise gewann und 2015 als „Bester fremdsprachiger Film“ zu den Oscars® geschickt wurde, den bisher größten Erfolg seiner Karriere feiern. Nun veröffentlicht der italienische Regisseur mit DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG seinen ersten englischsprachigen Film und konnte hierfür mit Helen Mirren und Donald Sutherland zwei herausragende Schauspieler für die Hauptrollen gewinnen.

     

    Helen Mirren, die bereits mit zahlreichen Preisen – darunter ein Oscar®, drei Golden Globes® und fünf BAFTA®-Awards – ausgezeichnet wurde, war zunächst misstrauisch gegenüber einer Geschichte, die vom Alter handelt, ließ sich aber von Regisseur Paolo Virzì und seiner Arbeit überzeugen. In ihrer langen und erfolgreichen Karriere überzeugte Mirren immer wieder in starken Frauenrollen. Besonderen Ruhm erhielt sie für ihre Darstellungen von Königinnen wie in CALIGULA, der Miniserie „Elizabeth I“ oder schließlich DIE QUEEN, für die sie mit dem Academy Award sowie dem Golden Globe® als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Weitere der bereits fünfzehn Golden-Globe®-Nominierungen erhielt sie für ihre Darstellungen in KALENDER GIRLS, HITCHCOCK und MADAME MALLORY UND DER DUFT VON CURRY. In DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG verleiht sie nun an der Seite von Donald Sutherland ihrer Figur Ella eine außergewöhnliche Kraft und wurde für ihre Leistung erneut für den Golden Globe® nominiert.

     

    Donald Sutherland, der kürzlich mit dem Ehren-Oscar® für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, spielt in DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG John, einen pensionierten Lehrer, der den Kopf übervoll mit Büchern hat, aber allmählich seine geistige Klarheit verliert. Bereits seit Anfang der Sechziger ist der gebürtige Kanadier immer wieder in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen zu sehen und beeindruckt dabei vor allem durch seine Wandlungsfähigkeit. Seinen Durchbruch schaffte Sutherland, der am Anfang seiner Karriere häufig in Kriegsfilmen zu sehen war, 1970 mit der Vietnam-Groteske „M.A.S.H.“, überzeugt aber auch in Komödien, Horrorstreifen, Krimis oder Dramen. Für seine Leistungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter zwei Golden Globes® als „Bester Nebendarsteller – Serie, Mini-Serie oder TV-Film“ in CITIZEN X und PATH TO WAR. Bereits 1978 wurde er zum „Officer oft he Order of Canada“ ernannt und 2011 erhielt er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. In DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG zeigt Sutherland erneut sein ganzes Können, und lässt John als facettenreichen Charakter mit von Krankheit und Vergesslichkeit geprägten Eigenschaften, aber auch mit guten und charmanten Seiten aufleben.



    Zur Buchverlosung
    HarperCollinsGermanys avatar
    "Ein Buch, das einen über die schwierigsten Zeiten lachen lässt." 
    (Los Angeles Times)

    Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur
    Leserunde des neuen Romans


    "Das Leuchten der Erinnerung" von Michael Zadoorian

    ein. Bitte bewerbt euch bis zum 10.12.2017 für eines von 30 Leseexemplaren (Klappenbroschur) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


    Über den Inhalt:

    Ella macht sich nichts vor. Ihre eigenen Tage sind gezählt, und ihr Mann John ist zu senil, um gestern noch von heute und morgen zu unterscheiden. Ob es da eine gute Idee ist, sich mit über achtzig einfach in ein Wohnmobil zu setzen und über die Route 66 nach Disneyland zu türmen? Natürlich nicht. Doch Ella ist die Hüterin der Straßenkarten und die Wächterin der Käse- und Tablettenrationen. Und sie wird sich dieser Reise stellen - auch wenn sie fürchtet, dass auch Liebe sich vergessen lässt.


    Die Verfilmung des Romans wird ab dem 04.01.2018 in den deutschen Kinos zu sehen sein.


    Du möchtest "Das Leuchten der Erinnerung" von Michael Zadoorian lesen?


    Dann bewirb dich jetzt um eines der 30 Leseexemplare. Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine

    Rezension dann auf Amazon & Co und auf harpercollins.de teilst.


    Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany

    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks