Michael Zandt Hapu

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Inhaltsangabe zu „Hapu“ von Michael Zandt

Die attraktive Hapu ist eine junge Frau, wie viele andere auch. Sie liebt ihr Motorrad, geht keiner Prügelei aus dem Weg und ist engagierter Fan der Stuttgarter Kickers. In mancher Hinsicht unterscheidet sich Hapu aber von der Mehrzahl ihrer Altersgenossinnen. Sie hat schneeweiße Haut, einen beweglichen Schwanz und manchmal Appetit auf Menschenfleisch!

Fazit: Ein gelungenes Debüt, das durch seine mythische, spannende und fesselnde Geschichte und einer überaus interessanten Protagonistin überzeugt.

— Bellexr
Bellexr

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    Christina_M_Fischer

    Christina_M_Fischer

    09. August 2012 um 22:13

    Bevor ich das Buch gelesen habe, hatte ich schon einige Infos darüber, bzw. eher über das ungehörige Verhalten der Hauptprotagonistin, dennoch war ich von den ersten Sätzen schockiert.... Wer bitte schön möchte einen Delphin abknallen??? ö.Ö Aber genau das macht Hapu aus. Sie ist eben nicht wie die meisten weiblichen Buchcharaktere es sind. Hapu beleidigt, sie prügelt, gibt rotzfreche Antworten und benimmt sich eben nicht wie jeder andere Mensch! Warum? Sie ist eben kein Mensch! Hapu ist eine Asartu, besitzt einen beweglichen Schwanz und ist gezwungen Menschenfleisch zu essen, um am Leben zu bleiben. Ich ließ mich beim lesen vollkommen auf Hapu ein, störte mich nicht an ihrem untypischen Verhalten. Natürlich kann man sich nicht mit ihr identifizieren, aber genau das fand ich so spannend. Ich hatte das Gefühl, etwas vollkommen Neues zu lesen und es hat Spaß gemacht. Im ersten Teil des Buches bekommt man einen Einblick in Hapus Leben. Sie lebt eben nach dem Motto: Das Leben tritt mir sauhart in die Fresse, also trete ich genauso hart zurück! Trotz ihres rüpelhaften Verhaltens merkt man ihr sofort an, dass sie diejenigen beschützen will, die sie gerne mag. Man erhält auch Informationen über ihre Kindheit, die wohl nicht ganz so einfach gewesen sein muss. Der zweite Teil des Buches hat mich, um ehrlich zu sein, öfters mal geschockt. Hier wird die Andersartigkeit Hapus umso mehr betont. Sei es die Passage des krebskranken sterbenden alten Freundes, die mich ziemlich verstört hat, oder die Jagd auf Menschen, diese Ausblicke zeigen dem Leser, dass es sich hier um eine hartgesottene Asartu handelt. Bei der Passage mit der Menschenjagd jedoch habe ich mich gefragt, wie Hapu so hart sein und trotzdem eine menschliche beste Freundin haben kann, Hati. Das ist jedoch die einzige Stelle gewesen, wo ich leichte Zweifel hatte. Das Buch an sich ist spannend geschrieben, neuartig, so eine Protagonistin habe ich in keinem anderen Werk gefunden und ich bin schon eine richtige Leseratte. Wenn man sich mit der Heldin identifizieren will, so ist das Buch nicht die richtige Wähl. Möchte man sich jedoch auf ein fremdartiges Abenteuer einlassen, dann ist man hier genau richtig. Eine kleine Kritik habe ich jedoch, dies betrifft aber nicht die Geschichte an sich, sondern das Buch. Meines Erachtens wurde da ordentlich beim Druck gespart. Es fällt jetzt nicht auseinander, aber schon nach kurzem Lesen wölbte sich der Buchdeckel, obwohl ich wirklich zu den Lesern gehöre, die sorgfältig mit den Büchern umgehen.

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    Nazurka

    Nazurka

    26. June 2012 um 00:03

    Hapu ~ Teufel im Leib - Michael Zandt Ein außergewöhnlicher Roman. Hapu - Teufel im Leib Klappentext: "Die attraktive Hapu ist eine junge Frau, wie viele andere auch. Sie liebt ihr Motorrad, geht keiner Prügelei aus dem Weg und ist engagierter Fan der Stuttgarter Kickers. In mancher Hinsicht unterscheidet sich Hapu aber von der Mehrzahl ihrer Altersgenossinnen. Sie hat schneeweiße Haut, einen beweglichen Schwanz ... und manchmal Appetit auf Menschenfleisch!" Zum Autor: Michael Zandt wurde 2011 in der Kategorie "Beste deutschsprachige Kurzgeschichte" für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. "Hapu - Teufel im Leib" ist sein Debüt-Roman. (Aus: Hapu - Teufel im Leib, Informationen zum Autor) Rezension Hapu ist keine gewöhnliche Frau – Sie gehört nicht der menschlichen Rasse, sondern dem Volk der Asartu an. Das allein reicht schon zu erkennen, dass Hapu einen außergewöhnlichen Lebenstil hat – denn ihr Volk ernährt sich von lebendigem Menschenfleisch. Dass Hapu nun aber auch in der Politik ihres Landes mitmischen muss fällt ihr eher notgedrungen in den Schoss. Und umso länger sich Hapu mit der Politik und der Religion ihres Volkes beschäftigt, desto mehr findet sie heraus, dass etwas so gar nicht nach Plan läuft. Das Gerücht, die dunkle Königin würde wieder auferstehen und die Menschenwelt an sich reißen, zieht durch die Lande. Doch was kann Hapu tun, um dem Einhalt zu gebieten? Und will sie das überhaupt? Der Debütroman „Hapu – Teufel im Leib“ vom nominierten Autor des Deutschen Phantastik Preises Michael Zandt ist durch und durch ein außergewöhnlicher – und vor allem aber auch ein sehr verwirrender – Roman über die Geschichte einer starken Einzelgängerin inmitten politischer und religiöser Intrigen und Machtspiele. Es ist ein Roman voller Gewalt, Unerbittlichkeit und manchmal auch eine von Emotionen getragene Geschichte, welche einen individuellen Zugang zum Leser fordert. Angefangen mit der Persönlichkeit Hapus, der Protagonistin dieser Geschichte, sieht man sich einem zwiegespaltenem Charakter gegenüber, denn einerseits empfindet der Leser durchaus Sympathie für diese große, selbstsichere und durchaus auch launische Figur, doch andererseits schürt sie auch Verwirrung und lässt selten tiefe Einblicke in ihr Bewusstsein zu. Eine interessante Gestalt also, welche den Fortgang im Mittelpunkt der Geschichte bestimmt. Man weiß nicht so recht, was als nächstes zu erwarten ist – Unberechenbarkeit gehört ebenfalls zu Hapus' Charakteristiken, wie sie auch die gesamte Handlung prägt. Auf ihren Reisestationen und verschiedenen Lebensabschnitten lernt Hapu die unterschiedlichsten und kuriosesten Gestalten kennen, doch nur wenige nennt sie ihre Freunde und selten gehen diese ohne Gewalteinmischungen oder Hinterhalte politischer Intrigen auseinander. Auf der Flucht vor dem Dämon Aniguel, welcher ihr aus unerfindlichen Gründen nach dem Leben trachtet, entwickelt sich Hapu als Charakter weiter und lernt mehr und mehr von den Sitten ihres Volkes – und vor allen Dingen über die Sepuku, eine Art Heilige (unter mehreren), welche einen unsterblichen Geist haben und in zeitlichen Abständen in neuen Körpern wiedergeboren werden. Die Handlung als solche ist genauso schwer greifbar, wie man Hapus Charakter genau definieren könnte: Sie sprudelt vor Unberechenbarkeit, denn eine gewisse Strukturlosigkeit erschwert dem Leser das Einfühlen in die Geschichte. In einem Moment befindet man sich in einer humoristischen Lagebesprechung wieder, im nächsten schon in einem Schützengefecht umgeben von lauter sterbenden Menschen. Normalität wird gesprengt, Zeit- und Handlungssprünge prägen die Geschichte, sodass den Leser zu jeder Zeit neue Ereignisse erwarten. Anspielungen auf Kriege und politische Situationen aus unserer Realität findet man in diesem Roman wieder, doch schon im nächsten Moment zweifelt man, ob der Autor nicht doch eine völlig andere Dimension der Tatsachen verfolgt. Die wenigen emotionalen Stellen stehen den vielen Flucht- und einigen Gewaltszenen gegenüber, in denen sich Hapus Charakter sowohl manifestiert, aber auch eine weiche Seite an ihr durchblicken lässt. Es ist schwer, einen genauen Handlungsverlauf zu reproduzieren, denn diesen gibt es in diesem Roman nicht wirklich. Alles setzt sich stückweise zusammen und die Verwirrungs ist zweitweise doch sehr groß, sodass es schwer wird, dem Handlungsverlauf zu folgen. Ein wirres Versteckspiel, welches sicherlich nicht jedermanns Kost ist. Während des Handlungsverlaus und mit fortschreitender Seitenzahl hat der Leser immer mehr das Gefühl, sich auf einem Schiff auf tobender See zu finden: Ruhige Szenen wechseln sich mit rasanten Actionszenen ab, die Ruhe vor dem Sturm, wie man so schön sagt. So bietet auch der Höhepunkt ein unglaubliches Wechselspiel: Bekannte Tatsachen vermischen sich mit unvorhergesehenen Wendungen und überraschenden neuen Details, sodass der Leser gespannt auf die Auflösung der Ereignisse hinfiebern kann. Dabei setzt der Schreibstil des Autors eine klare Gegenbewegung zur Handlung: Eine ruhige, präszise und klare Ausdrucksweise inmitten vollkommen verwirrender Ereignisse, durch die sich der Leser bis zum Schluss durchkämpfen muss. Allerdings helfen einem die schönen Illustrationen, welche ab und an in dem Roman zu finden sind, auch den eigenen Zugang zum Roman zu finden. Fazit "Hapu - Teufel im Leib" von Michael Zandt ist ein sehr ausßergewöhnlicher Roman, der mit einer interessanten, phantastischen Geschichte, jedoch auch mit viel Verwirrungspotenzial, aufwartet. Leser, die gerne etwas neues ausprobieren und Herausforderungen suchen, werden sicherlich ihren Spaß an dieser Lektüre finden und auch Fans von starken, weiblichen Protagonisten sollten einen Blick in diesen Roman werfen. Ein starker Debütroman der etwas anderen Art. Pro & Contra + Sehr außergewöhnliche Geschichte + Kontrastiernder Schreibstil im Bezug auf Handlungsebene + Illustrationen + Protagonistin mit Ecken und Kanten + Unvorhergesehene Ereignisse + Unberechenbarkeit der Geschichte und Figuren o Einige Gewaltszenen - Teilweise Strukturlosigkeit innerhalb der Handlung (Absicht des Autors?) - Viele Verwirrungen, Leser muss non-stop aufpassen Bewertung: Handlung: 3/5 Charaktere: 4/5 Lesespaß: 4/5 Preis/Leistung: 3,5/5 Autor: Michael Zandt Einzelband Verlag: Candela Verlag; Taschenbuch Genre: Fantasy; Roman Originaltitel: Hapu - Teufel im Leib Erscheinungstermin: 28. November 2011 (bezieht sich auf die Ausgabe von Candela Verlag) ISBN/ASIN: 3942635194 Preis: 11,80 €

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    Kendra

    Kendra

    14. March 2012 um 21:58

    Das Buch "Hapu-Teufel im Leib" von Michael Zandt ist ein wirklich einzigartiges Werk, das mich letztendlich ziemlich uneins und zweifelnd über meine Meinung zurücklässt. Denn einerseits bin ich sehr von dessen Andersartigkeit des Inhaltes angetan, besonders mag ich die wirklich interessante und hervorragende Idee der Handlung, jedoch hege ich keine Sympathie gegenüber der Hauptperson und deren Handlungsmotiven. Schlussendlich ist dies aber für mich ein wichtiger Faktor, der mir sagt, dass ich aufgrund dieser Ablehnung das Buch nicht wirklich ins Herz schließen kann... Da mir Hapu, das Mädchen mit Schwanz und Lust auf Menschenfleisch sehr unsympathisch und mir etwas zu speziell ist, fand ich es sehr schwer ihren Weg und ihr Schicksal mitzuverfolgen. --------- Hapu- ein Kind des Teufels, ist eine so genannte Asartu und wir verfolgen ihren sehr steinigen Weg in der Ich- Form. Obwohl ich diese Schreibversion am liebsten lesen, da ich somit am besten Bezug zu der erzählenden Person bekomme und ich mich in sie hineinversetzen kann, fehlte hier jedoch die geliebte Chemie. Davon abgesehen fand ich es mehr als schwierig das Buch an einem Stück zu lesen. Dies liegt vermutlich an den teilweisen etwas komplizierten , bzw. anspruchsvolleren Textpassagen, die man konzentriert verfolgen muss, um sie auch zu begreifen. Ab und zu musste ich einzelne Kapitel erst einmal "sacken" lassen, um dann weiter lesen zu können. Was mir wiederrum sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil, der mit viel Ironie und Sarkasmus gewürzt ist und an manchen Stellen auch schonungslos mit Worten den Leser verblüfft^^ ----------- Hapu, die eigentlich ein ganz normales Mädchen ist, außer mit dem kleinen Unterschied dass sie eine Asartu ist, lebt lebt ein ganz normales Leben mit ihrer Familie in Deutschland. Jedoch ändert sich ihr Leben, als sie eine Einladung zum Brocken bekommt, da das Oberhaupt der Asartu verstorben ist. Während dort angekommen alles für die Zeremonie vorbereitet wird, lernt sie die Lehrerin Amessis kennen und sie freunden sich an. Doch dann wird ihre neue Freundin zur Janade gewählt und Hapu bekommt den Posten der ersten Sekretärin. Dieser Job soll ihr Leben jedoch grundlegend verändern. Nachdem sie nicht nur mit eigenen Verfolgern zu kämpfen hat, beschützt sie ihre Janade und dies tut sie mit jeglicher Rücksichtslosigkeit,, ohne auch vor Mord zurückzuschrecken. Immer mehr verstrickt sie sich in der Politik bis es zum äußersten kommt und sie die deutschen Staatsbürgerschaft entzogen bekommt und nach Kemet ausgewiesen wird. Aber erst dort nimmt die Handlung erst richtig an Fahrt auf..... ---------- Auf keinen Fall darf ich die wirklich gelungenen schwarz/weiß Zeichnungen von Grit Richter erwähnen, die vereinzelt im Buch auftauchen und Hapu praktisch bildlich verkörpern. Meiner Meinung nach finde ich es immer sehr schön, wenn ein Roman mit solchem tollen Extra aufwarten kann.. Leider finde ich dagegen die Gestaltung des Covers nicht so überragend, aber das ist wie gesagt Geschmackssache. Genauso wie der doch etwas spezielle Inhalt, der sicherlich die Meinungen spalten wird^^ Auf keinen Fall ist das ein Buch für die breite Masse, aber für Liebhaber der Dark-Urban-Fantasy ist dies genau der richtige Leckerbissen :-)

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    Julianna

    Julianna

    12. February 2012 um 15:08

    Den meisten Urban-Fantasy-Lesern geht es wohl ähnlich: Hält man eine Neuerscheinung mit einer jungen, weiblichen Hauptfigur in Händen, tauchen vorm inneren Auge zwangsläufig Bilder von unwiderstehlichen Vampiren, Mahren, Werwölfen und mittlerweile auch Engeln auf. Nichts anders erwartete ich mir daher bei Michael Zandts brandneuem Erstlingswerk „Hapu. Teufel im Leib“. Aber weit gefehlt! Schon nach den ersten Seiten ist klar, das Buch geht in eine ganz andere Richtung – dies macht nicht nur neugierig, sondern erweist sich als große Stärke der Publikation. Analogien zu anderen Romanen des Genres gibt es nämlich schlichtweg nicht: Mit seinen Asartu hat der Autor detailreich eine neue Spezies kreiert, die aber in unserer heutigen menschlichen Gesellschaft integriert, ja sogar vollkommen von ihr abhängig ist: Denn, ob ein Asartu will oder nicht, benötigt er in unterschiedlichen Abständen Menschenfleisch, und zwar lebendiges. So auch Hapu, aus deren Sicht die Geschehnisse geschildert werden. Trotz der Ich-Perspektive bleibt der Leser über lange Strecken des Romans zur Motorrad fahrenden, attraktiven Hapu distanziert. Denn ihr Verhalten irritiert und verhindert eine Identifikation. Dies mögen auch keine Einblicke in ihre Gefühlswelt noch das Wissen um ihre Motive ändern: Hapu gebärdet sich mit Ausnahme ihrer menschlichen Freundin Hati gegenüber gewalttätig, unberechenbar, egoistisch und skrupellos. Aber dem nicht genug, die Wirren der Geschehnisse machen Hapu zwangsläufig sogar zur Mörderin. Denn aus ihrem Kleinstadtleben gerissen, findet sie sich plötzlich in den Intrigen und Machtkämpfen der obersten Asartu als Assistentin und Beschützerin der neu ernannten Führerin der weißen Asartu wieder. Doch die Ereignisse überschlagen sich weiter und während Hapus Schützling stirbt, wird auch sie selbst Opfer der Ränkespiele. So endet der erste Teil des Buches für Hapu in einer Katastrophe: Der deutschen Staatsbürgerschaft entzogen, blickt sie einer unsicheren Zukunft im Asartu-Staat Kemet entgegen – nicht jedoch ohne dem ungeheueren Wissen, dass sie die Inkarnation einer der mächtigen Sepuku, einer Tochter des Leibhaftigen, ist. Aber nicht nur für Hapu ändert sich fortan einiges, sondern auch für den Leser. Denn der zweite Teil ist der weitaus bessere: Die Geschichte gewinnt an Fahrt, was mit den zeitweise zu ausführlichen Textpassagen des Auftakts versöhnt. Hapus Kampf ums Überleben, ihre Ausbildung beim Militär und schließlich die gefährliche Suche nach dem Geheimnis ihrer Herkunft bilden den nun spannungsreichen Erzählbogen hinzu einem äußerst überraschenden Ende. Dass der Leser dabei trotz mancher verstörender Szenen (z.B. wenn Hapu Liebhaberin eines krebskranken, heruntergekommenen Greises wird und dessen Verfall fasziniert beobachtet bzw. als die Betäubung eines Menschenopfers versagt, das Hapu bei lebendigem Leibe verspeist) der Geschichte nicht abtrünnig wird, liegt auch an Michaels Zandts gelenken, frischen Schreibstil. Teilweise würzt der Autor seinen Roman auch mit einer gehörigen Prise Ironie, was zu obskuren Situationen führt, wenn Hapu beispielsweise in ihrer Rolle als Assistentin der Janade wichtige Minister trifft und Reden verfasst, aber gleichzeitig das Cover des Playboys gehüllt in einer Deutschlandfahne ziert. Grundsätzlich wird jedoch nicht nur anhand solcher Episoden deutlich, dass das Buch aus der Feder eines Mannes stammt. Das dargestellte Frauenbild entspricht wenig der Realität: Sexbomben wie Hapu, die jedem Stelldichein offen gegenüber sind und gleichzeitig jedoch im Kampf gefährliche Gegnerinnen sind, stehen schablonenhaft körperlich völlig unattraktiven, plump-übergewichtigen Frauen wie Hati gegenüber. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass Zandts Debüt oberflächlich ist. Vielmehr will der Autor mit Hapus charakterlichen Abgründen Gesellschaftskritik üben. Im Gegensatz zur verlogenen Masse ist die Hauptfigur schlichtweg ehrlich und hat es nicht nötig sich unter einer „Maske aus lächelnder Güte und wohlstandmilder Konsensrhetorik“ zu verbergen. Ob Hapus fehlende Empathie und ihre Gewaltausbrüche im Zweifelsfall dem vorzuziehen sind, soll dahin gestellt bleiben. Den Leser des Buches jedenfalls - das ist gewiss - erwartet ein Leseerlebnis fernab vom Mainstream, das er so schnell nicht vergessen wird.

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    haTikva

    haTikva

    10. February 2012 um 15:23

    Hapu - Eine Menschenfresserin! Der Klappentext beschreibt die Protagonistin, um die es geht, ziemlich genau! Aber worum es in dem Roman geht, wird dagegen nicht erwähnt und ich werde auch nicht großartig darauf eingehen. Hapus Geschichte sollte jeder Interessierte einfach selbst lesen und darüber staunen. Denn diese hat es in sich! Aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, arbeitet die junge Frau in einem Museum, deren Geschichte die ihrer Art erzählt: den Asartu. Diese sind die leibhaftigen Nachfahren des Lichtbringers, wogegen die Dämonen ihre christlichen Gegner sind. Mit Hapu hat der Autor eine Figur erschaffen, wie ich sie persönlich noch nicht in der fantastischen Welt getroffen habe. Während ich an Hapus alltäglichem Leben teilnehmen durfte, konnte ich mir immer besser ein Bild von der Dame machen. Kaum hatte ich eine genaue Vorstellung von ihr, schon gab es Action ohne Ende. Die junge Asartu macht im Laufe des Buches eine enorme Entwicklung durch. Von einer kleinen Angestellten durchlebt sie verschiedene Situationen und wird dadurch mental und physisch immer stärker. Dabei stellt sich heraus, dass in ihr etwas schlummert, dass sie zu etwas ganz Besonderem macht. Diese Besonderheit macht sie allerdings auch zu einem Außenseiter und zu einem leichten Ziel, sodass sie immer wieder auf der Flucht ist und ständig Andere Wesen gegen sich hat. Von einer speziellen Gruppe eingeladen, wird sie kurz darauf des Landes verwiesen, durchlebt eine militärische Laufbahn und endet allein im Regenwald, gejagt von Dämonen. So ist es natürlich kein Wunder, dass in diesem Buch sehr vieles auf wenigen Seiten passiert. Eine extreme Situation nach der anderen, weswegen ich den Roman immer wieder zur Seite legen musste, um das Gelesene zu verarbeiten. Dadurch wurde es auch nie langweilig, da Hapu von einer Actionszene in die nächste geriet und dabei weder ihren Stil noch ihre Motivation jemals verlor, was ich sehr bewunderte. Die verschiedenen Länder, Örtlichkeiten und Gegenden wurden sehr anschaulich beschrieben. So fröstelte es mich in einem Kellergewölbe und mir wurde im Regenwald heiß. Ich konnte durch die realen Beschreibungen die jeweiligen Situationen hautnah miterleben. Auch alle wichtigen Figuren wurden gut dargestellt. Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert, die den Werdegang von Hapus Entwicklung unterstreichen. Der Roman beinhaltet auch mehrere Illustrationen, die Hapu in verschiedenen Situationen zeigen. Das machte das Werk abwechslungsreich und die Hauptfigur ist meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. So in etwa stellte ich sie mir vor. Ich fand die Bilder richtig gut! Das Format des Taschenbuches ist etwas größer als die Normalen, weshalb die Seitenzahl auch geringer ist. Aber umso spannender ist der Inhalt! Fazit: Lasst euch von einem Rohdiamant von Protagonistin eine Geschichte erzählen! Ein fantastisches Buch aus der Moderne, erzählt von einem Autor der schnörkellos Hapus Abenteuer erzählt. Ich bin gespannt, was es in Zukunft noch aus Michael Zandts Feder stammen wird!

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    marion_gallus

    marion_gallus

    08. January 2012 um 20:15

    Hapu ist eine grazile, attraktive junge Frau von Anfang zwanzig. Eigentlich anderen Frauen in ihrem Alter nicht unähnlich. Sie hat einen Job, der ihr Spaß macht und mit dem sie sich identifiziert, liebt es Motorrad zu fahren, ist Fan der Stuttgarter Kickers und lebt mit ihrer besten Freundin Hati zusammen in einer Wohnung. Sie quatschen, hören Musik, lesen gemeinsam, trinken mal gerne einen über den Durst. Aber Hapu ist kein Mensch, sie ist eine Asartu. Die Asartu sind Nachfahren Luzifers, geschaffen nach seinem Ebenbild. Sie leben unter uns Menschen und unterscheiden sich eigentlich nicht sonderlich von uns. Von der verlängerten Wirbelsäule (Asartu haben einen Schwanz, den sie allerdings nicht offensichtlich zur Schau stellen), den Fangzähnen im sonst schneeweißen Gebiss einmal abgesehen. Und ab und an benötigen die Asartu Menschenfleisch um ihren Enzymhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Dies bekommen sie im Krankenhaus zugewiesen, von Menschen die sich als Spender bereit erklären und den Asartu kurz vor ihrem Tode unter Narkose als Mahlzeit dargeboten werden. Doch in unserer Welt leben nicht nur Menschen und Asartu, auch Dämonen sind unter uns und wir können sie nicht erkennen, sie sehen aus wie du und ich, doch ab und an zeigen sie ihr Wahres Ich und das nicht ohne Grund. Als Hapu gegen diese Dämonen kämpft (der Gewalt war sie nie abgeneigt und sie versteht es ihre körperlichen Kräfte zum Einsatz zu bringen) spürt Hapu das dort mehr in ihr ist, ein zweites Wesen lebt in ihrem Körper. Diese Seele beschert Hapu nicht nur zusätzliche Kräfte, die magisch wirken. Hapu erfährt, dass sie eine Sepuku ist. Sie ist eine der 12 Töchter der Angrubar. Mit dieser Göttin hat Luzifer diese 12 weiblichen Nachfahren gezeugt. Doch was soll Hapu mit dieser Erkenntnis nun anfangen und wer lehrt sie ihre Kräfte zu nutzen und vor allem, was ist ihre Aufgabe? Sie wird es erfahren und einen Weg einschlagen, der ihr bisheriges Leben völlig aus der Bahn wirft … Weiterlesen ... http://buchwelten.wordpress.com/2012/01/08/hapu-teufel-im-leib-von-michael-zandt-45/ © Buchwelten 08.01.2012

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    Bellexr

    Bellexr

    08. January 2012 um 19:36

    Den Teufel im Leib . Die Asartu wurden vor vielen Jahrhunderten von Luzifer persönlich auf die Erde geschickt, um diese zu erobern. Doch das ging schief, heute sind sie eine Minderheit und leben unter uns Menschen. Auch die junge Hapu ist eine Asartu, sie liebt ihr Motorrad, hat einen Schwanz, ist Fan der Stuttgarter Kickers und einer Schlägerei geht sie in der Regel nicht aus dem Weg. Ja, und gelegentlich hat sie auch Appetit auf Menschenfleisch. Eines Tages steht die Wahl einer neuen Anführerin der Asartu an und Hapu erhält hierzu eine Einladung. Also reist sie auf den Brocken, um an der Wahl teilzunehmen. Doch die Reise verändert ihr Leben nachhaltig und führt sie bald weit weg von Deutschland auf eine geheimnisvolle Insel. . Anfangs hatte ich etwas Probleme mit dem Charakter von Hapu. Mit ihrem zornigen und so gewaltbereiten Verhalten sorgt sie nicht gerade dafür, dass sie einem schnell sympathisch wird. Allerdings merkt man doch schon bald, dass hinter der harten Fassade doch ein recht weicher Kern steckt. Selbstlos setzt sich Hapu beispielsweise für Andere ein, die ihr etwas bedeuten und hilft ihnen ohne groß darüber nachzudenken. Und je mehr man von den gefahrvollen Erlebnissen von Hapu liest umso sympathischer wird einem die rebellische junge Asartu. . Da Hapu selbst ihre Geschichte erzählt, ist auch der Schreibstil stellenweise sehr direkt, durchweg erfrischend, bringt einem zum Schmunzeln, ist manchmal ein wenig zynisch und auch mal ziemlich schroff. Anfangs wirkte die Erzählweise für mich noch etwas gehetzt, doch je mehr man von der Geschichte liest, umso fesselnder wird sie und dem Autor gelingt es schon bald mühelos, einen in seinen Roman eintauchen zu lassen. Denn das Buch entwickelt sich mit der Zeit zu einem richtig tollen Fantasyroman voller Mythologie, Rätsel und Gefahren, dem die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken nicht gerecht wird. . Sehr gut hat mir die Einbindung der Asartu in unsere Welt gefallen, was die Geschichte sehr realistisch und jederzeit nachvollziehbar wirken lässt. Ganz selbstverständlich leben diese unter uns Menschen, aber wie bei allen Minderheiten müssen auch die Asartu Feindseligkeiten und Ausgrenzung hinnehmen, was auch Hapu öfter zu spüren bekommt. . Mit der Zeit erfährt man immer mehr über das Leben der Asartu und so erhält auch der Prolog, der so gar nichts mit der Geschichte zu tun zu haben scheint, immer mehr einen Sinn. Die Geschichte ist durchweg unterhaltsam, wird bald auch ziemlich mythisch und ist durchweg spannend erzählt. Überzeugend ist auch der Charakter von Hapu angelegt, die sich im Verlauf des Romans weiter entwickelt und so auch in ihrer Handlungsweise öfter zu überraschen weiß. Und auch die weiteren Mitwirkenden sind detailreich beschrieben. . Fazit: Ein gelungenes Debüt, das durch seine mythische, spannende und fesselnde Geschichte und einer überaus interessanten Protagonistin überzeugt.

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    Lilly Block

    Lilly Block

    03. January 2012 um 22:49

    Die junge Hapu liebt Ihr Motorrad, die Spiele der Stuttgarter Kickers, raucht, trinkt, ist wild und unangepasst, manchmal sogar ziemlich aggressiv und hat menschliche Freundinnen und Liebhaber, sehr zum Ärger ihrer Eltern. Doch Hapu ist anders: Sie ist eine Asartu, ein Wesen mit Menschengestalt, einem Schwanz und Reißzähnen. Normalerweise nimmt sie dieselbe Nahrung wie Menschen zu sich, doch alle paar Monate benötigt sie Menschenfleisch. Wie andere zivilisierte Asartu auch stellt sie dann einen Antrag auf eine menschliche Organspende, anders als Vampire geht sie normalerweise nicht auf die Jagd. Hapus Leben verändert sich völlig als sie zur Wahl der neuen Janade, des Oberhauptes der Gemeinschaft eingeladen wird. Auf dem Weg zum Versammlungsort wird sie fast von Dämonen getötet. Während der Versammlung fragen sich alle, warum die kastenlose, alle Regeln missachtende junge Hapu eingeladen wurde. Sie wird zur Sekretärin der neu ernannten Janade und erfährt, dass sie eine Sepuku - eine Unsterbliche - ist. Sie nutzt ihr Amt, um in den großen Bibliotheken geheime Dokumente über die Geschichte der Sepuku einzusehen. Es scheint Ihr, dass die Geschichte verfälscht wurde und wichtige Informationen fehlen. Während einer der Reisen wird die Janade getötet und die Jagd auf Hapu beginnt. Sie muss nun entscheiden, wer Freund und wer Feind ist. Eine sehr gut erzählte Geschichte mit ungewöhnlichen Charaktären, die immer wieder Überraschungen bereit hält und spannend von der ersten bis zur letzten Seite ist sowie auch diverse gesellschaftskritische Denkanstöße enthält. Darüber hinaus enthält das Buch wunderschöne Illustrationen. Gern gelesen und zukünftig sicher ein Geschenk für einige Freunde, die auch gern Fantasy lesen und trotzdem wahrscheinlich – genau wie ich – von dem Buch sehr überrascht sein werden.

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  • Rezension zu "Hapu" von Michael Zandt

    Hapu
    Fabella

    Fabella

    02. January 2012 um 11:39

    Inhalt: Hapu ist eine sehr rebellische junge Frau. Sie liebt ihr Motorrad und die Stuttgarter Kickers und nicht zuletzt ihre beste Freundin Hati, mit der sie sich eine Wohnung teilt. Doch Hapu liebt auch die Gewalt - irgendwie. Denn nicht selten setzt ihr Verstand aus, was ihr nachträglich immer eine Reihe Ärger bringt. Das das liegt wohl im Wesen von Hapu begründet. Denn sie ist kein Mensch, sondern eine Asartu - ein Kind des Herrn der Finsternis. Äußerlich macht sich dies allerdings nur an ihrem Schwanz bemerkbar und an ihrem Hunger auf Menschenfleisch. Meine Meinung: Ich war mir nicht so ganz sicher, was hier auf mich zukommt. Hapu hat einen Schwanz, mag Menschenfleisch? Was erwartet einen da? Richtige Fantasy, was ja eigentlich nicht so mein Fall ist? Jedoch sprach dagegen, daß sie ein Fan von den Stuttgarter Kickers ist :-) Und so wurde mein "Mut" des Lesens dann auch belohnt. Hapu ist ein sehr hmm ungewöhnliches Buch, wie ich finde. Die paranormalen Aspekte, die Hapu und ihre Bekannten mit sich bringen, ordnen sich so mühelos in die menschliche Welt ein, sind bekannt und wenn auch nicht erwünscht, so dann doch wenigstens geduldet. Das schafft eine irgendwie ganz neue Realität. Man stelle sich das mal vor, nicht nur, daß es solche Wesen gibt, nein sie leben auch noch ganz offen unter uns. Aber wie mit allem "Neuen", haben sie es nicht wirklich leicht. Ein Rauswurf aus einem Lokal ist hierbei noch die harmloseste Begegnung. Es fließt sehr viel alltägliches mit in dieses Buch, man könnte es fast als eine Art Tagebuch von Hapu betrachten, auch wenn es nicht im Tagebuchstil geschrieben ist. Jedoch begleiten wir Tag für Tag diese ungewöhnliche Frau bei ihren Bemühungen, sich in das "normale" Leben einzupassen. Mir gefielen die so neuartigen Charaktäre in diesem Buch sehr gut. Gerade die eigenwillige Hapu schafft es mit ihrem schroffen Charme doch recht schnell, sich einen Platz im Herzen zu ergattern und nicht selten mußte ich über ihre Aussprüche lächeln. Wer große Gefühle oder Romantik erwartet, der ist bei diesem Buch falsch. Trotzdem schadet es dem Buch nicht, sondern bringt eine erfrischende Abwechslung mit hinein. Für schwache Gemüter allerdings ist dieses Buch nicht zu empfehlen, denn der Autor geht sehr offen mit Geschehnissen und Worten um. Erwähnen möchte ich noch die ungewöhnlichen Zeichnungen in diesem Buch. Sie zeigen uns immer wieder einmal Hapu bei dem, was gerade passiert. Das macht es einem leicht, sich Hapu vorzustellen. Mir gefielen diese Bilder sehr gut! Fazit: Ein etwas anderer Roman, der zwei Welten so selbstverständlich miteinander verbindet, daß sie sehr real erscheinen. Nichts fürs Herz, jedoch für die Kämpfernatur in uns, die mit Hapu garantiert mitfiebern können. Eigentlich hat das Buch von mir 3,5 Sterne erhalten. Da dies hier jedoch nicht geht, habe ich aufgerundet.

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