Ovids Metamorphosen verhandeln die großen Menschheitsfragen-und sind dabei aus unserer heutigen Sicht beinahe moderner als viele Bücher jüngeren Erscheinungsdatums. Und auch, wenn die Sprache alt und behäbig wirken mag: Heute wirken die Geschichten so lebendig wie wenig sonst. Neid, Eifersucht, Liebe, Freundschaft, Ehe ... auch nach 2.000 Jahren erwartet einen hier das pralle Leben.
Michael von Albrecht
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Ovid
Geschichte der römischen Literatur von Andronicus bis Boëthius
Neue Rezensionen zu Michael von Albrecht
In dem Buch diskusieren einige gebildete Männer über den Staat. So bekommt der Leser viel Wissen darüber, was einen Staat ausmacht. Da mehrere Männer miteinander diskusieren werden auch viele verschiedene Sichten dargestellt.
Ich finde es geschickt, wie Cicero in einem Gespräch so viel Wissen vermittelt. Dies lockert das Sachbuch sehr auf. Das, was die Männer sagen, ist gut erklärt und selbst aus heutiger Sicht noch verständlich, auch wenn man an manchen Dingen (z. B. Diskusion über Sklaven) merkt, dass das Buch in einer völlig anderen Zeit spielt. Die meisten Dinge lassen sich aber problemlos auf den heutigen Staat übertragen. Dabei bekommt man auch noch einen geschichtlichen Eindruck der Zeit, da Scipio in dem Gespräch den Staat anhand dessen Geschichte erklärt.
Leider ist das Buch nicht vollständig erhalten. Dadurch ist das Lesen sehr anstrengend, da zwischendurch Seiten fehlen. Beim ersten und zweiten Buch hielt dies sich noch in Grenzen, sodass sich diese flüssig lesen ließen. Die restlichen Bücher sind aber kaum erhalten. Dies führt dazu, dass man überhaupt nicht versteht, worum es geht, da man nur sehr kurze Teile lesen kann.
Insgesamt muss das Buch echt gut gewesen sein. Heutzutage kann man aber mit den Fragmenten nicht mehr viel anfangen.
In diesem Buch wurden die Metamorphosen so ins deutsche übersetzt, dass sie für den heutigen Leser gut verständlich sind. Es handelt sich hierbei um kurze Geschichten zum Thema Verwandlung, in denen am Anfang die Götter, später Menschen die Hauptrollen sind. Dabei sind die Geschichten normalerweise nicht voneinander getrennt, sondern gehen fliessend ineinander über. Die Übersetzer haben allerdings versucht, die Bücher der Metamorphosen in kleinere Sinnabschnitte zu unterteilen, um das Lesen angenehmer zu machen.
Insgesamt haben mir die Geschichten gut gefallen, da sie -obwohl sie sich sehr ähneln- immer anders erzählt werden(mal sehr ausfürlich, andere werden nur kurz angeschnitten. Leider kommen im Buch sehr viele Namen vor, sodass man sich unmöglich alle merken kann. Auch ist es teilweise sehr irritierend, dass in den Geschichten Menschen ebenfalls Geschichten erzählen. Wenn das Erzählte zu Ende ist, weiß man manchmal gar nicht mehr, wer es zu welchem Anlass erzählt hat. Einmal kam es sogar vor, dass in einer Erzählung einer Figur eine andere Figur etwas erzählt hat! Die Übersetzung die ich gelesen habe, war für den Leser angepasst, sodass er es gut verstehen konnte. Gut hat mir außerdem gefallen, dass sehr bekannte und auch weniger bekannt Geschichten erzählt werden.
Insgesamt also ein Buch, dass sich zu lesen lohnt, wenn man sich für die römische Mythologie interessiert!






