Michaela Falkner Kaltschweißattacken

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Inhaltsangabe zu „Kaltschweißattacken“ von Michaela Falkner

SIE IST WEGEN IVAN GEKOMMEN, für ihn ist sie hier. Ivan ist
ihre Heimat, der Ort ihrer Wünsche und Sehnsüchte, der großen
Idee von Liebe. Doch als sie schwanger wird, zuerst ein Kind, dann
drei, ist Ivan der, der diese Idee verraten hat. Ihre Liebe wird zu einer Obsession, geht unter in Exzessen der Gewalt. Denn der Verrat verlangt nach Rache, und die Rache ist so leidenschaftlich wie die Liebe und so brutal wie das Begehren.
„Ich bin die Mutter. Ich habe sie geboren ich kann mit ihnen machen was ich will.“
Michaela Falkner erzählt vom Tod einer Liebe mit der Theatralik
einer griechischen Tragödie. Und sie macht gleichzeitig in seiner
ganzen Ungeheuerlichkeit den alltäglichen Schrecken eines Familiendramas erkennbar. Diese Autorin hat den unbedingten Mut
zur großen Pose, zum eisigen Pathos der Zerbrechlichkeit und der
Grausamkeit.

»Kaltschweißattacken« rüttelt wach, rührt zu Tränen, erzeugt Ekelgefühle, beschert Gänsehaut und führt zu einem emotionalen Ausnahmezustand,

— J-B-Wind

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    Kaltschweißattacken

    J-B-Wind

    17. April 2013 um 09:45

    »DIE HÖLLE DER MUTTERSCHAFT, DER TOD DER LIEBE: EIN REQUIEM FÜR EUPHORIE UND AUFGESCHLAGENE KNIE In ein paar Jahren wird sie stark genug sein zurückzuschlagen. Es ist Mittagszeit. Mir scheint dies wäre der richtige Zeitpunkt. Vergiss eines nie mein Kind: Ich bin es die dich nicht bei sich haben will.« Beim Lesen des Klappentexts denkt man, einen literarischen Roman vor sich zu haben, aber so einfach ist es nicht. 95 Seiten würden gut zu einer Novelle passen, aber auch in diese Kategorie ist »Kaltschweißattacken« nicht einzuordnen. Es ist weder Roman, noch Novelle, noch Gedicht, sondern ein Konstrukt aus 18 Teilen, die wiederum in Strophen eingeteilt sind und dennoch ist ihr Werk auch kein Sonnett. Ich würde ihre Sprache als lyrische Prosa bezeichnen, wenn auch diese Beschreibung Falkner nicht gerecht wird. Sie setzt sich über sämtliche grammatikalischen Regeln hinweg, verschachtelt Sätze ineinander, ohne sich eines Kommas zu bedienen und wiederholt verbale Satzkonstrukte, um sie immer zu neuen Wortgeflechten zusammenzufügen. Michaela Falkner erzählt nicht, sie lässt ihre Protagonistin denken, fühlen und handeln. Es ist ein Monolog einer depressiven und emotional unterkühlten Frau, in den Gesprächsfetzen eingestreut sind, von denen man nicht sofort weiß, wo sie hingehören. Wer spricht hier? Wer wird angesprochen?, fragt man sich zuweilen. Klar ist: Die namenlose Protagonistin folgt ihrer großen Liebe Ivan. Es ist eine Liebe der Extreme. Ivan schlägt und erniedrigt sie. Sie, die unfähig ist für ihr Leben Eigenverantwortung zu übernehmen und gefangen in einer melancholisch-masochistischen Grundstimmung ist: »Bleiben, muss man aushalten. Jenseits von Beherrschung gibt es keinerlei Einverständnis Zärtlichkeitsexzesse aufs Ärgste konstant geliebt werden zu wollen.« Sie glaubt Ivan zu lieben, die Fähigkeit dazu ist ihr aber verloren gegangen. Wohin und warum erfährt man nicht. Sie wird dreimal ungewollt von Ivan schwanger, versucht die Kinder, allesamt Mädchen, »auszuhungern« und »wegzumachen«. Warum sie keine Vorkehrungen trifft, um nicht wieder schwanger zu werden, begreife ich als Leserin nicht. Bereits nach der ersten Geburt fällt sie in tiefe Depressionen. »Ich mochte dieses Kind von Anfang an nicht. Ich fühle überhaupt nichts seit es da ist. Ich will es keinesfalls sehen.« Später vernachlässigt sie die Mädchen, hasst die Kinder dafür, Ivan nicht mehr für sich zu haben und kämpft mit dem unbändigen Wunsch, sie mögen einfach verschwinden... »Kaltschweißattacken« ist ein Buch für anspruchvolle Leser, die gerne experimentelle Literatur kennen und lieben lernen wollen. Wenn man einmal angefangen hat die Sprache zu verstehen, entwickelt der »Roman« eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann. Ich habe das Werk in einem Zug gelesen, war gefangen und erstaunt über die Wortgewalt. »Kaltschweißattacken« rüttelt wach, rührt zu Tränen, erzeugt Ekelgefühle, beschert Gänsehaut und führt zu einem emotionalen Ausnahmezustand, der nicht immer positiver Natur ist. Nur eines macht das schmale Bändchen nicht: Es lässt den Leser auf keinen Fall unberührt. Fazit: Sehr lesenswerte Literatur für Kenner, Liebhaber und alle Leute, die dem Blockbuster-Einheitsbrei entfliehen wollen. Ich würde das Werk allerdings mit einem Stempel versehen: »Für zartbesaitete Gemüter und werdende oder frisch gebackene Mütter mit Vorsicht zu genießen.« ;-)

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