Michaela Holzinger Kalt bläst der Wind

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Inhaltsangabe zu „Kalt bläst der Wind“ von Michaela Holzinger

Ihr Vater hatte Malena noch das Bunte im Leben gezeigt. Doch seit er tot ist, gibt es nur noch eine Farbe: das Grau ihrer schwer depressiven Mutter. Nach außen hin versucht Malena, den Schein eines intakten Alltags zu wahren. Ein unerwarteter Brief bringt alles ins Wanken: Malena muss sich heimlich auf die Suche nach Antworten machen. Ihre Reise in die Vergangenheit bringt neue Freundschaften, sogar Zuversicht, doch aus dem Grau wird Schwarz, so dunkel sind die Geheimnisse rund um ihre Familie. Erst, wenn sie alles weiß, kann sie sich und ihrer Mutter helfen.

Ich bin sprachlos. "Kalt bläst der Wind" ist ein Buch, das tief unter die Haut geht und noch Tage nach dem Lesen laut im Kopf nachhallt.

— Splitterherz

Einfühlsam, bewegend und emotional - Ein wundervolles Buch

— raven1711

Ein wundervolles Leseerlebnis, was nachhaltig berührt und zum nachdenken anregt

— Bookilicious

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  • Bewegender und tief emotionaler Roman, um ein sehr aktuelles Thema

    Kalt bläst der Wind

    Splitterherz

    03. September 2016 um 12:31

    Und plötzlich begriff ich. Es war die Stille, die anders war, weil der Fernseher nicht lief, obwohl er sonst immer lief. Täglich. Rund um die Uhr. Weil Ma die Stimmen brauchte, um ihre eigenen nicht hören zu müssen. Aber wieso lief der Flimmerkasten nicht? Mas glasige Augen waren wie immer, wenn sie welche genommen hatte. Die Hände in ihrem Schoß waren verdächtig, aber warum? Weil sie sie so krampfhaft hielt, als würde sie darin etwas verbergen wollen. [...] Noch einmal sah ich genau hin, ganz genau, und schließlich entdeckte ich das kleine Stück Papier zwischen ihren Fingern."Kalt bläst der Wind" - Michaela Holzinger[S. 24 f.]Inhalt:Malenas Leben war ein weites, tobendes Meer aus Farben. Damals. Als ihr Vater noch gelebt hat. Nun ist er tot und hinterlässt einen farblosen Fleck aus Nichts. Malenas Mutter ist grau. Grau, trüb, trist. Schwer depressiv gibt sie sich täglich ihrer Sucht nach Tabletten hin. Tabletten, die in Augen der Mutter Besserung versprechen. Tabletten, die in Malenas Augen alles kompliziert und gefährlich machen, denn sie muss die wahre Situation geheim halten, darf keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen - zu groß ist die Angst davor elternlos in ein Heim zu müssen. Eines Tages findet das junge Mädchen einen geheimen Brief in den Taschen ihrer Mutter, packt ihre Sachen und macht sich auf die Suche. Auf die Suche nach der Vergangenheit, auf die Suche nach Antworten, auf die Suche nach Hoffnung.Kann Malena satt leuchtende grüne Hoffnung finden? Oder wird das grau auch von ihr Besitz ergreifen und alle Farben ihres Vaters übermalen?Meinung:Gänsehaut. Farbexplosion. Gedanken. Kreisend. Schwer. Leicht. Laut pocht "Kalt bläst der Wind" in meinen Gedanken nach und hinterlässt farbige Spuren auf dem Boden. Obwohl der Buchdeckel knapp 180 Seiten hinter sich verbirgt, vermögen es diese die Gefühlswelt der Leser ins Wanken zu bringen. Michaela Holzinger hat hier einen wunderbaren Roman geschrieben, der tief unter die Haut geht. Erzählt wird die Geschichte der Schülerin Malena, dessen Leben durch den Tod ihres Vaters vollkommen aus den Bahnen gerät. Denn nur ihr Vater vermochte mit der schwer depressiven Mutter umgehen zu können. Nur er hat Malena vor dem Grau beschützt und sie in die Welt der Farben entführt. Denn Malenas Vater war leidenschaftlicher Künstler. Nun ist er fort, tot, hat Malena mit ihrer Mutter alleine gelassen und ihr das Versprechen abgenommen, dass sie sich gut um diese kümmern soll. Deshalb hält Malena den Zustand, die Krankheit ihrer Mutter vor der Außenwelt geheim. Zu groß ist die Angst davor diese zu verlieren und ins Heim zu müssen. Die Autorin schneidet hier ein sehr aktuelles und schwieriges Thema an: Depressionen. Und lastet es auf die Schultern eines jungen Mädchens, dessen Gefühlswelt ständig zwischen Angst und Verzweiflung schwankt. Total überfordert, versucht Malena den Schein aufrecht zu erhalten und die Situation mit ihrer depressiven Mutter zu meistern. Rechnungen bezahlen, einkaufen gehen, die Tabletten vor ihrer Mutter verstecken, kochen, in die Schule gehen Hausaufgaben machen, all dem muss sich das junge Mädchen täglich stellen. Frau Holzinger gelingt es dabei auf sehr einfühlsame und überzeugende Weise, die Gefühlswelt Malenas zu beschreiben und schafft es schon nach wenigen Seiten, dass man als Leser vollkommen zwischen den Seiten versinkt und mit der gleichen Schwere der Geschichte infiziert wird. Es ist beeindruckend, wie reell die Autorin das Buch innerhalb dieser wenigen Seiten für den Leser werden lässt, wie sehr man Eins wird mit den Emotionen der Protagonistin und wie sehr einen die Schwere der Geschichte ergreift. Malerisch und auf eine sehr lyrische Weise beschreibt die Autorin Gefühle und Situationen, erschafft durchgehend starke Kontraste, spielt mit Leicht und Schwer, mit Hell und Dunkel, mit Grau und Bunt und verdeutlicht so die große Problematik und die Auswirkungen des Krankheitsbildes. Dadurch kriecht die Schwere und Beklemmung dieser Thematik aus den Seiten und in den Leser und erweckt das Bedürfnis, laut zu schreien, Malena aufzuwecken, zu schütteln - trotzdem bleibt man stumm. Schaut der Handlung zu und hofft, bangt, bekommt schwitzige Hände, Tränen in den Augen und kämpft. Gegen die Krankheit. Mit Malena. Für mehr Farbe. Für mehr Hoffnung. Depressionen sind für Menschen, die noch nie mit dieser Krankheit in Berührung gekommen sind, sehr schwer nachspürbar und unverständlich. Dieses Unverständnis für oft zu Schwierigkeiten in den menschlichen Beziehungen untereinander. Diese Komplexität fängt "Kalt bläst der Wind" auf sehr einfache, einfühlsame und zugängliche Art ein, was dieses Werk zur passenden Lektüre für Jung und Alt macht. Durch den bildlichen Schreibstil, die bunte Wortwahl, hat auch jüngeres Publikum die Möglichkeit das Thema der Geschichte nachzuspüren und Schwierigkeiten der Erkrankung aufzudecken. Durch die Schwere der Handlung und Malena als Protagonistin, die hin und her gerissen ist, zwischen grau und bunt, leicht und schwer, Verantwortung und ein normaler Teenager zu sein, eröffnet sich viel kritisches Denkmaterial für älteres Publikum. Fazit:"Kalt bläst der Wind" von Michaela Holzinger ist ein kurzer und gefühlvoller Roman für Jung und Alt. Dabei widmet sich das Werk einer sehr schweren Erkrankung, welches es auf sehr emotionale und lyrische Weise einzufangen vermag. Sanft, aber eindringlich stößt die Autorin dabei das Gedankenkarussell des Lesers an, verdeutlicht kritische Situationen und die Komplexität der Gefühle durch Kontraste und schafft es so, dass die Seiten von einem Besitz ergreifen, einen nicht mehr loslassen und selbst noch Tage nach dem Lesen, laut im Kopf nachhallen.

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  • Tolles Jugendbuch mit mysteriösem Familiengeheimnis

    Kalt bläst der Wind

    kleinfriedelchen

    15. July 2016 um 12:36

    "Ob ich Ma vermisse? Ich vermisse es, jemandes Tochter zu sein. Jemanden zu haben, der sich um mich sorgt, auf reale Weise. Nicht nur, wenn es die Pillen zulassen. (...) Ich vermisse es, mit Freunden abzuhängen, während zuhause alles in Ordnung ist." (S. 119)Seit ihr Vater gestorben ist, ist die Welt für die junge Malena ein grauer Ort geworden. Ihre Mutter versinkt in ihren Depressionen und Malena versucht krampfhaft, den Anschein eines intakten Familienlebens zu wahren, um nicht im Heim zu landen. Als da plötzlich ein Brief für ihre Mutter eintrifft, der Malena eine ihr völlig unbekannte Vergangenheit ihrer Mutter enthüllt, begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Familiengeschichte. Und stößt dabei nicht nur auf neue Freunde, sondern auch ein mysteriöses Geheimnis...Vor ein paar Jahren konnte mich Michaela Holzinger mit ihrem sommerlichen Jugendbuch Funkensommer verzaubern, weshalb ich auch begeistert zugegriffen habe, als ich die Chance hatte Kalt bläst der Wind zu lesen. Und wieder konnte mich die Autorin mit ihrem bildhaften Stil und einer echt spannenden Geschichte überzeugen. Diesmal geht es um ein Mädchen, welches aufgrund der Krankheit ihrer Mutter viel zu schnell erwachsen werden muss.Seit ihr Vater gestorben ist, ist Malenas Mutter nämlich in einer schweren Depression versunken und vegetiert nur noch mit Pillen zugedröhnt auf dem Sofa dahin. So ist es an Malena, Lebensmittel zu kaufen oder die Rechnungen zu bezahlen. Und das Geld ist immer knapp. Als da plötzlich ein Brief eintrifft, der Malena nicht nur eröffnet, dass ihre ihr unbekannte Oma verstorben ist, sondern sie auch deren Haus geerbt haben, macht sie sich auf in das kleine Örtchen, um die Angelegenheit zu klären.Die Geschichte wechselt sehr bald den Schauplatz, und ab da wurde die bis dato eher deprimierende Geschichte richtig spannend und mitreißend. In dem kleinen österreichischen Örtchen scheint nämlich jeder bei Malenas Anblick regelrecht zu erstarren, und über ihre Oma will ihr auch niemand so wirklich etwas erzählen. Dank einiger Hinweise konnte man gut mitraten, was da wohl vor sich geht und die Auflösung der Geschichte war sehr schlüssig.Eine besondere Note bekommt die Geschichte durch den Einsatz der Farben. Malenas Vater war Maler, und so hat sie die Welt und ihre Farben immer viel bewusster und intensiver wahrgenommen als andere, was sich auch darauf auswirkt, wie Malena Schauplätze oder Personen beschreibt. So sind vor meinem inneren Auge tolle farbenreiche Bilder entstanden und die Geschichte hat eine ganz besondere Atmosphäre ausgestrahlt. Holzingers neuestes Jugendbuch ist also wieder einmal sehr gelungen und ich empfehle es gerne allen weiter, die auf realistische Jugendbücher mit einer sympathischen Protagonistin und einem spannenden Familiengeheimnis stehen. Greift zu, es lohnt sich! :-)

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  • Einfühlsam, bewegend und emotional - Ein wundervolles Buch

    Kalt bläst der Wind

    raven1711

    19. May 2016 um 12:52

    Klappentext:Ihr Vater hatte Malena noch das Bunte im Leben gezeigt. Doch seit er tot ist, gibt es nur noch eine Farbe: das Grau ihrer schwer depressiven Mutter. Nach außen hin versucht Malena, den Schein eines intakten Alltags zu wahren. Ein unerwarteter Brief bringt alles ins Wanken: Malena muss sich heimlich auf die Suche nach Antworten machen. Ihre Reise in die Vergangenheit bringt neue Freundschaften, sogar Zuversicht, doch aus dem Grau wird Schwarz, so dunkel sind die Geheimnisse rund um ihre Familie. Erst, wenn sie alles weiß, kann sie sich und ihrer Mutter helfen.Meinung:Die junge Malena hat eine schwere Bürde zu tragen. Ihren Vater hat sie an den Krebs verloren, ihre Mutter an Depressionen, denn sie sieht sich außerstande, sich ausreichend mit ihr zu beschäftigen. Malena versucht zwar ihr Bestes, sich um ihre Mutter zu kümmern, doch die Zeiten sind hart und die Angst, dass man sie von ihrer Mutter trennt und in ein Heim steckt, ist groß. Deshalb teilt Malena sich niemandem mit und vertuscht die Zustände daheim. Ein unerwarteter Brief sorgt jedoch dafür, dass Malena aus ihrem tristen Leben ausbricht und sich mit der Vergangenheit ihrer Mutter auseinander setzt. Malena reist in deren Heimatdorf und versucht herauszufinden, was ihr damals dort widerfahren ist.Malena mit ihren roten Haaren kann man als Leser einfach nur ins Herz schließen. Ihre Lebensgeschichte hat mir schon auf den ersten Seiten das Herz gebrochen, denn nach dem Tod des geliebten Vaters muss sie sich nicht nur mit den schweren Depressionen ihrer Mutter auseinandersetzen. Auch Geldprobleme und ein daraus resultierender Schulwechsel machen ihr das Leben nicht leichter und bedrücken ebenfalls Malenas Gemüt. Dass sie wenig bis keine Perspektiven für sich und ihre Mutter sieht, ist nur zu verständlich. Malena schämt sich, dass ihre Mutter nicht in der Lage ist, sich um sich selber zu kümmern und dass kein Geld da ist, um an Schulausflügen oder ähnlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Außerdem fühlt sie sich ihrem Vater gegenüber verpflichtet, für ihre Mutter da zu sein. Viele Dinge also, mit denen sich ein 15-jähriger Teenager auseinandersetzen muss, mitten in der Pubertät. Aber auch die anderen Charaktere im Buch empfand ich als gut ausgearbeitet, trotz der relativen Kürze des Romans.Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive und Malena lässt uns an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und der Plot ist wundervoll ausgearbeitet.Kurz ist der Roman zwar schon, aber atmosphärisch dicht und spannend bis zu letzten Seite. Bereits auf den ersten Seiten der Geschichte hat die Autorin es dank ihres emotionalen Schreibstils geschafft, dass mir das Wasser in den Augen stand, so sehr habe ich mit Malena gelitten. Aber keine Angst, trotz der schweren Thematik kommen genügend Spannung und Lichtblicke im Roman vor, um den Roman nicht zu bedrückend zu machen. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, Malena auf ihrer Suche nach der Vergangenheit und der Wahrheit zu begleiten, denn die Autorin hat mit klaren, prägnanten Worten gut durchdachte und anschauliche Schauplätze geschaffen.Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.Fazit:Kalt bläst der Wind ist ein wahnsinnig emotionales, bewegendes Jugendbuch, dass spannend und einfühlsam das Thema Depressionen und Familie umsetzt. Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil und auch wenn das Buch nicht wirklich lang ist, ist die Geschichte dafür umso dichter gestrickt. Unbedingt lesen!Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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  • Ein Buch das Helfen kann

    Kalt bläst der Wind

    Natalie77

    18. May 2016 um 12:48

    Inhalt:Malena ist Halbwaise von ihrem Vater hat sie noch alles bunte im Leben gezeigt bekommen, bis er vor einiger Zeit starb. Sein Tod brachte das grau das alles schwer macht. Sie kümmert sich um ihre Mutter, nicht umgekehrt. Dann kommt ein Brief an der vieles verändern könnte und der Malena dazu bringt ihre Mutter alleine zu lassen und eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Mit der Aussicht auf eine bessere Zukunft...Meine Meinung:Mein erstes Buch von Michaela Holzinger war Funkensommer. Ein Buch das genauso nachdenklich macht wie dieses Buch. Als die Autorin mich fragte ob ich Interesse an Kalt bläst der Wind hätte, habe ich, in Aussicht auf schöne Lesestunden, gerne zugesagt.Das Buch ist ab 11 Jahren, doch das empfinde ich als zu niedrig angesetzt. Sicher kann man das Buch auch schon in dem Alter lesen, ob der Sinn dahinter jedoch verstanden wird oder ob es dann nur eine nette Geschichte ist, weiß ich nicht. Ich denke eher letzteres. Ich würde das Buch frühstens ab 14 Jahren empfehlen.Michaela Holzinger schreibt sehr tiefsinnig und bringt ein immer aktuelleres Thema mit ein. Depressionen. Hiervon sind heute viele Menschen betroffen und man hat das Gefühl das es immer mehr werden. Die Sichtweise auf diese Krankheit verändert sich und ich denke das gerade Kinder es schwer haben, die Eltern oder Elternteile haben, die Depressiv sind. Da kann diese Geschichte auch helfen. Malena weiß wie man sich fühlt mit einer depressiven Mutter. Die Geschichte zeigt auch das man sich Hilfe holen sollte, damit man als Kind nicht alle Verantwortung tragen muss. Hier kann dieses Buch auch Mut machen.Zu Beginn hatte ich leichte Probleme in die Geschichte rein zu finden. Sie wird aus Sicht von Malena erzählt und beinhaltet schon einige Metaphern. Der Schreibstil wirkt ein wenig blumig auch wenn das nicht im Sinne von bunt gemeint ist. Doch als ich mich an diesen Stil gewöhnt hatte konnte ich richtig eintauchen in einer Geschichte die viel Tiefe und Gefühl hat.Es sind nur 184 Seiten, doch mehr dürften es auch nicht sein. Hier wird kurz und sehr spannend von einer grauen Krankheit geschrieben, doch nicht nur das. Es gibt noch ein Geheimnis aus Malenas Vergangenheit das sie lüften möchte. So bleibt es fesselnd und spannend von Anfang bis zum Ende, denn als Leser möchte man sowohl wissen wie es mit Malena weiter geht und auch was genau dieses Geheimnis ist und wie alles zusammenhängt.Am Ende habe ich dieses Buch sehr zufrieden zugeschlagen und kann es gerade für die Kinder empfehlen die selber mit depressiven Elternteilen aufwachsen. Ein Buch das helfen will und nicht verurteilen möchte.

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  • Ein unglaublich tiefgreifendes Buch, was zum nachdenken anregt

    Kalt bläst der Wind

    Bookilicious

    15. May 2016 um 16:45

    *Inhalt*Ihr Vater hatte Malena noch das Bunte im Leben gezeigt. Doch seit er tot ist, gibt es nur noch eine Farbe: das Grau ihrer schwer depressiven Mutter. Nach außen hin versucht Malena, den Schein eines intakten Alltags zu wahren. Ein unerwarteter Brief bringt alles ins Wanken: Malena muss sich heimlich auf die Suche nach Antworten machen. Ihre Reise in die Vergangenheit bringt neue Freundschaften, sogar Zuversicht, doch aus dem Grau wird Schwarz, so dunkel sind die Geheimnisse rund um ihre Familie. Erst, wenn sie alles weiß, kann sie sich und ihrer Mutter helfen.  (Quelle: Verlagshomepage) *Infos zum Buch*Seitenzahl: 184 Seiten
Verlag: Obelisk VerlagVeröffentlichungsdatum: 01.05.2016ISBN: 978-3851978278Preis:  12,95 € (Gebunden) / 9,99€ (Ebook)*Infos zur Autorin*Michaela Holzinger, geboren 1978, auf einem Bauernhof in OÖ aufgewachsen, Ausbildung zur Sozialpädagogin, arbeitete einige Jahre in einem Sozialverein, widmet sich seit der Geburt ihrer Kinder dem Schreiben und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie im Salzkammergut und schreibt für alle Altersstufen. (Quelle: www.michaela-holzinger.at)*Erster Satz des Buches*"Nichts."*Fazit*"Kalt bläst der Wind" ist ein Roman der Autorin Michaela Holzinger, die ihr vielleicht durch ihren Roman Funkenkammer kennt. Auf dieses Buch bin ich eigentlich nur deswegen aufmerksam geworden, weil mich die Autorin selbst gefragt hatte, ob ich gerne ihr neues Werk rezensieren möchte, was ich natürlich sofort bejahte. Malenas Mutter leidet unter Depressionen und Malena kümmert sich, neben ihrem Schulalltag nicht nur um die Verpflegung, sondern auch darum, dieses Geheimnis gut verdeckt zu halten. Viel zu groß ist die Angst, dass sie ihrer Mutter weggenommen wird, wenn ans Licht kommt, wie schwer diese nach dem Tod von Malenas Vater an Depressionen erkrankt ist und so nimmt sie diese schwere Bürde auf sich und managt Tag für Tag. Die 15-jährige ist für ihr Alter nicht nur sehr vernünftig, sondern musste, bedingt durch ihre aktuelle Lebenssituation, auch schneller erwachsen werden, als es so mancher Jugendliche heute muss, was sie zwar stark, aber auch sehr einsam gemacht hat. Malena erlaubt sich keinerlei Schwäche, auch wenn sie so manches Mal nicht mehr weiß, wie sie all die Probleme noch stämmen soll und als sich ein Fluchtweg auftut, unternimmt das Mädchen alles Menschenmögliche, um diesen Weg gehen zu können...Fernab von allen Young Adult Liebesschnulzen, Shades of Grey Verschnitten und Vampirromanen schenkt uns die Autorin hier einen Roman, der uns etwas nachdenklich stimmt und auch noch über das Buch hinaus im Gedächtnis bleibt, denn die Thematik, die sie - sehr gekonnt - behandelt, ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem zentralen Thema geworden: Depressionen. Auch wenn - oder gerade weil - viele Menschen das Krankheitsbild der Depression noch nicht verstehen können und die Erkrankten daher oft nicht ernst nehmen, sind Bücher wie dieses unabdingbar, um solchen Menschen das tatsächliche Problem "spielerisch" etwas näher zu bringen und gerade auch Jugendliche und junge Erwachsene etwas sensibler mit dem Thema umgehen lassen. Michaela Holzinger widmet sich diesem Thema mit viel Feingefühl und zeigt uns, wie sehr die Kinder von Menschen mit dieser Erkrankung unter dieser Situation zu leiden haben, insbesondere dann, wenn sie niemanden mehr haben, mit dem sie diese gemeinsam meistern können. Die Geheimnisse, die sich nach und nach um Malena und ihre Familie auftun, sind so interessant wie einfallsreich und machen das Buch zu einer Lektüre, die man eigentlich nicht aus der Hand legen möchte, da man unbedingt wissen möchte, wie sich das Ganze entwickelt und was des Rätsels Lösung ist. Schön fand ich auch, dass Malena die Chance bekommt, zwischendurch wirklich mal die Seele baumeln zu lassen und zu erkennen, dass es ein Leben außerhalb des "Steines" (wie sie die Depressionen ihrer Mutter immer nennt) gibt, in dem sie einfach sie selbst sein kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil sie ihre Mutter vernachlässigt. Insgesamt bin ich von "Kalt bläst der Wind" absolut begeistert, da die Autorin dieses düstere Thema ins richtige "Licht" rückt, sodass man als Leser nicht auch in diesem Strudel der schlimmes Gedanken, Traurigkeit und Niedergeschlagenheit gerät, sondern immer rechtzeitig (gemeinsam mit Malena) den Absprung schafft. Durch Michaelas Wortgewandheit macht es Spaß, dieses Buch zu lesen und besonders die Art und Weise, wie Malena die Welt sieht, hat mir besonders gut gefallen. Sie denkt oft an die Weisheiten, die ihr Vater immer von sich gegeben hat und seine Art, die (graue) Welt mit Farben zu versehen, macht das Buch zu einem noch größeren Schatz, als ohnehin schon. Wertung: 5 von 5 Sterne!

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