Michaela Huber Trauma und die Folgen

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Inhaltsangabe zu „Trauma und die Folgen“ von Michaela Huber

Etwa ein Drittel aller Menschen gerät irgendwann im Leben in ein Trauma: Eine Situation, in der man sich vom Tode bedroht fühlt, nicht davor fliehen und nicht dagegen ankämpfen kann, etwas erleben zu müssen, das „einfach zuviel“ ist. Was machen unser Gehirn und unsere Seele in einer solchen Situation? Einfach gesagt: Sie gehen in einen kurzfristigen Schockzustand (Freeze genannt) und splittern das Unerträgliche des Geschehens und der dadurch ausgelösten inneren Reaktionen auf – dies nennt man Dissoziation. Was das ist, wie sich das anfühlt und welche Auswirkungen es hat, beschreibt Michaela Huber in ihrem neuen Buch, das für Betroffene ebenso als Lektüre geeignet ist wie für Fachleute. Glücklicherweise schaffen viele Menschen es anschließend, das Geschehen gut zu verarbeiten. Doch etwa 20 bis 30 Prozent der traumatisierten Menschen behalten Langzeitfolgen zurück: Ihr Körper reagiert immer wie im akuten Schock; Alpträume und Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Schreckhaftigkeit, Rückzugstendenzen und Beziehungsprobleme können die Folge sein. Schwerpunkt des Buches sind die Folgen von Langzeittraumatisierungen, die in der Kindheit begonnen haben und meist körperliche, emotionale und sexuelle Gewalt umfassen. Sie können komplexe Folgen haben: Schwierigkeiten im Umgang mit den eigenen Gefühlen und Impulsen, Unsicherheit bezüglich der eigenen Identität oder sogar Identitätsspaltungen, und Persönlichkeitsstörungen. Auch die Folgen organisierter Ausbeutung - Stichwort: rituelle Gewalt – von Kindern für deren seelische Entwicklung werden ausführlich dargestellt. Ergänzt wird der Band durch die Vorstellung bewährter Diagnose-Instrumente und umfangreiche Hinweise auf die internationale Fachliteratur zum Thema.

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    Trauma und die Folgen

    Kleine8310

    12. January 2016 um 20:58

    "Trauma und die Folgen - Trauma und Traumabehandlung" ist ein Buch der Autorin Michaela Huber. In diesem Fachbuch geht die Autorin detailliert und verständlich auf das Thema der Traumatisierungen ein. Dies ist übrigens der erste Band, zu dem Thema gibt es auch noch einen zweiten, der sich mit den Wegen der Traumabehandlung befasst. Aber nun zum ersten Band.    Schon in der Einleitung erfährt man vieles wissenwertes zum Thema des Buches. Es finden sich neben der Einleitung sogar zwei Vorworte. Zum einen von Onno van der Hart, Professor für Psychopathologie Traumatisierungen in Utrecht und zum anderen von Luise Reddemann, die beispielsweise die "Psychodynamisch imaginative Traumatherapie" entwickelte.   Im ersten Kapitel widmet sich Frau Huber der Definition eines Traumas und erläutert was ein Trauma überhaupt ist und was ein belastendes Ereignis. Zudem erfährt man die Fakten, die diese Begriffe unterscheiden. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Dissoziationen. Hier wird erklärt wie und auch wieso ein dissoziativer Zustand hilft ein Trauma zu überleben. Kapitel drei beinhaltet verschiedene Traumatisierungen und es wird aufgezeigt, welche von ihnen besonders schwer zu verarbeiten sind. Das vierte Kapitel fand ich sehr interessant, da es einen direkten Bezug zur Gegenwart herstellt. Hier wird sich damit befasst, wie sich ein Trauma auf die Bindungsfähigkeit eines Menschen auswirken kann und wie sich dies äußert.    Zwischen, beziehungsweise zu den einzelnen Themen, gibt es auch die themenzugehörigen Fragebögen und Skalen, die man prima einfach kopieren und nutzen kann. Die Texte sind mit Tabellen und Bildern, beziehungsweise Zeichnungen aufgelockert und diese helfen, wie ich finde zusätzlich noch beim Verständnis.    Auf die Diagnosen und welche Bedeutung diese haben beziehungsweise was sie "taugen" wird in Kapitel fünf näher eingegangen. Auch das sechste Kapitel ist sehr spannend und interessant, hier geht erklärt Frau Huber anschaulich, "warum traumatisierten Menschen, der Tod oft näher als das Leben" ist. Im achten Kapitel wird auf das oftmals tabuisierte Thema der Selbstverletzungen eingegangen und verständlich dargestellt, warum diese bei traumatisierten Menschen öfter vorkommen. Ein besonderer, aber nicht weniger interessanter Exkurs, findet sich im achten und letzten Kapitel - die rituelle Gewalt.    "Trauma und die Folgen" ist ein vielschichtiges, sehr gut verständliches Buch, mit hilfreichen und interessanten Fakten, welches nicht nur Fachleute lesen können!  

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