Michaela Karl Die Geschichte der Frauenbewegung

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte der Frauenbewegung“ von Michaela Karl

Eine Töchtergeneration findet sich 'überhaupt nicht benachteiligt, im Gegenteil' und lässt sich mal wieder Geld und Ruhm vor der Nase wegschnappen. War da was? Ja, da war viel, vor diesem backlash, vor dem sich zugegebenermaßen auch ein paar versprengte Feministinnengrüppchen in Sicherheit bringen konnten. Der kurzsichtige Blick neuer Mädels auf den eigenen Bauchnabel (und die eigene biologische Uhr) hört auf, der einzig mögliche zu sein, rekapituliert man die Geschichte der Frauenbewegung seit der Französischen Revolution, die Frauen überhaupt erst das Menschenrecht erfocht, ein Menschenrecht, das noch längst nicht überall auf der Welt gilt.

Perfekt um sich einen Überblick zu verschaffen!

— CocuriRuby
CocuriRuby

Das Buch verschaffte mir einen guten Überblick! Die Autorin erklärt viele Begriffe. Wer sich Grundwissen aneignen möchte, liest dieses Buch!

— Regenblumen
Regenblumen

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  • Perfekt um sich einen Überblick zu verschaffen!

    Die Geschichte der Frauenbewegung
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    20. June 2017 um 16:49

    Hierbei handelt es sich um ein Sachbuch, was bedeutet, dass es nicht wertet und es geht nicht ins Detail, sondern bietet einen umfassenden, allgemeinen Überblick. Es Beschäftigt sich mit den drei Wellen der Frauenbewegung – in den Ländern Deutschland, Frankreich und USA. Die Frauenbewegung ist eine Thematik, die erschreckend selten bis fast nie im schulischen Rahmen besprochen wird – Bücher wie diese, können diese Bildungslücke auffangen. Dieses Buch ist natürlich wissenschaftlich geschrieben, mit vielen Quellenangaben, etc. Aber es zeigt viele Ereignisse/Fakten auf und sensibilisiert für dieses Thema, was zum Teil ziemlich erschreckend sein kann. Es war sehr interessant zu sehen, vor welchen Hindernissen diese Bewegung stand, welche Phasen sie durchlaufen hat und welche Argumente die Gegenseite formuliert hat. Aber auch die Streitpunkte innerhalb der Bewegung. Es wird der hemmende Einfluss der konservativen und evangelischen Gruppen angeführt – aber es werden eben auch Kritikpunkte der Frauenbewegungsgruppen untereinander aufgeführt. So werden auch die damals vorherrschenden Argumentationen/Ansichten genannt,  wie z.B. wenn Frauen arbeiten dürften, wäre das schädlich für die Gesellschaft und Staat oder damalige vorherrschende, wissenschaftliche Ansicht, dass Frauen von Natur aus über weniger Verstand verfügen würden, weil ihre Gehirne kleiner wären, etc. Das Buch hat mir auch noch mal in Erinnerung gerufen, wie spät doch viele Rechte und Grundsätze der Frauen und Familienrechte, die heute selbstverständlich sind, in Kraft getreten sind. Z.B. Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts, welches die Arbeitsteilung und vorrangige Pflichten zur Hausarbeit für Frauen abgeschafft hat – welches erst 1977 erfolgte, also erst vor 40J. Erst seit 1997 steht Vergewaltigung in der Ehe überhaupt unter Strafe. Horst Seehofer, hat z.B. damals im Parlament gegen dieses Gesetz gestimmt. Besonders deutlich wird, wie lange dieser Kampf der Frauenbewegung  war und im Prinzip bis heute andauert. Aber auch die fundamentale Verzögerung, bis ein Gesetz wie der Gleichstellungsparagraph (1957), nicht nur auf Papier steht, sondern auch real gelebt wird, also in der Gesellschaft ankommt. Gleiche Löhne für Männer und Frauen, ist bis heute, also 60 Jahre später, immer noch nicht Realität! Das zeigt, dass es eben nicht ausreicht, dass Männer und Frauen theoretisch (auf Papier) gleichberechtigt sind. Denn real ist das in vielen Bereichen ist das bis heute nicht der Fall (z.B. Doppelbelastung der Frau mit Beruf und Familie oder schwer bis kaum realisierbare Wiedereinstieg der Frau ins Erwerbsleben). Übrigens, wusstet Ihr, dass  in Deutschland die Frau bis heute nicht die alleinige Herrschaft über ihren eigenen Körper hat? Was ich schon ziemlich skandalös finde. Abtreibung, auch  in den ersten drei Monaten, ist immer noch rechtswidrig, es bleibt jedoch straffrei – Plus Frau muss sich die Bevormunden einer Beratung unterziehen (die nicht rein medizinischer Natur ist). Seid euch also bewusst, liebe Frauen, dass der Staat und das Gesetz, euch nicht die vollstände Selbstbestimmung über euren eigenen Körper zuspricht! Wie unmenschlich der Prozess bei Vergewaltigungsvorwürfen bis heute für die Frau ist, zeigt sowohl das juristische, politische und gesellschaftliche Versagen – Frauen wird nichts geschenkt, sie mussten und müssen für jedes noch so vermeintlich selbstverständliche Recht kämpfen. Dieser Weg ist nicht beendet.   Fazit Ich finde dieses Buch ist für den Erwerb von Grundwissen, sich einen guten Überblick zu verschaffen oder bereits vorhandenes Wissen aufzufrischen, nahezu perfekt.

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  • Rezension zu "Die Geschichte der Frauenbewegung" von Michaela Karl

    Die Geschichte der Frauenbewegung
    Sokrates

    Sokrates

    26. December 2011 um 16:35

    Geschichte der Frauenbewegung, getrennt nach Ländern; ein paar Worte zur Rolle der Frauen in der Zwischenkriegszeit und Nationalsozialismus; Trümmerfrauen und Entwicklung der Frau nach dem 2. Weltkrieg in Ost- und Westdeutschland. In einem extra Kapitel widmet sich die Autorin dem historischen und aktuellen Feminismus, seinen Wurzeln und seinen derzeitigen Problemen, sich aktuell neu zu definieren und zu organisieren in einer Zeit, die einen seltsamen Mischmasch darstellt zwischen (scheinbar) emanzipierten Frauen und solchen, die sich über Popkultur und Modebewegungen freiwillig und zur eigenen "Entfaltung" in tradierte Rollenbilder flüchten. Michaela Karl schreibt klar, präzise, sachlich fundiert, ohne jedoch ganz in akademische Fachliteratur und -sprache abzugleiten. Grundsätzliches wird geklärt: wann führte man in den wichtigen Ländern das Frauenwahlrecht ein, wer waren die Suffragetten, für was steht die aktuell vorherrschende Linie der Frauenbewegung in den USA und der EU. Zuletzt wird auf den - mittlerweile - akzeptierten und durch Gender-Forschung institutionalisierten Bereich der Gender eingegangen. Für mich eine profund recherchierte und kurzweilig (aber nicht oberflächliche) Einführung in ein fundamentales gesellschaftliches Thema des 20. und 21. Jahrhunderts.

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