Michaela Karl Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber

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Inhaltsangabe zu „Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber“ von Michaela Karl

I love a Martini – but two at the most. Three, I’m under the table; Four, I’m under the host. (Dorothy Parker)

In den Roaring Twenties war sie die Königin von New York. Ihre scharfe Zunge und ihr beißender Witz wurden Legende.
Sie stritt mit Ernest Hemingway, schlief mit F. Scott Fitzgerald und soff mit Truman Capote. Dorothy Parker schrieb für "Vogue“, „Vanity Fair“ und den „New Yorker“ und gehörte zur legendären Tafelrunde des Hotels Algonquin, wo sich die kulturelle Szene der Stadt traf. Ihre sarkastischen Verse und pointierten Kurzgeschichten erzählen von zerplatzten Träumen und dem Warten auf das Klingeln des Telefons.
Sie machte als Drehbuchautorin in Hollywood Karriere und landete wegen ihres Engagements gegen Rassismus und Faschismus auf der Schwarzen Liste von Senator McCarthy.

Michaela Karl legt nun die erste deutschsprachige Biografie vor. Sie porträtiert das unkonventionelle Leben der Dorothy Parker, und entdeckt hinter der zynischen Fassade eine sensible Frau auf der Suche nach dem großen Glück.

Brillante Biographie über eine herausragende Persönlichkeit der amerikanischen Literatur!

— leserattebremen

Interessantes und absolut witzig geschriebenes Buch. Hat mir sehr gefallen, obwohl mir die Hauptperson nicht sympathisch war.

— pippab

Ich muss mich Bri anschließen. Es ist super toll recherchiert, man will einfach noch mehr lesen. Danke für das tolle Buch!

— Daphne1962

Ein tolles Buch - danke Michaela Karl dafür!!

— Bri

Hier muß man das Buch schon wegen des Titels kaufen. Ich freue mich wahnsinnig auf die Biografie von Dorothy Parker, einer Ikone der Zwanziger Jahre aus New York.

— Birkhenne

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  • Ein Leben wie ein großer Roman

    Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber

    leserattebremen

    22. May 2016 um 18:17

    Bei „Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber“ handelt es sich zwar um eine Biographie, doch das Leben von Dorothy Parker liest sich wie ein Roman. Noch jung löst sich von ihrem jüdischen New Yorker Elternhaus und heiratet Eddie Parker, dessen Namen sie ihr Leben lang führen wird. Sie schreibt Kurzgeschichten und Theaterkritiken, die die New Yorker Theaterszene zittern lassen und gründet den berühmten „Round Table“ im Hotel Alongquin in Manhattan mit, wo sie sich jeden Mittag zum Lunch mit den Intellektuellen und Berühmtheiten der 20eer Jahre New Yorks trifft. Sie haben zwar kein Geld, aber sie trinken Alkohol wie andere Wasser. Der Alkohol wird auch lebenslang Dorothy Parkers größtes Laster sein- auch wenn sie selbst es wohl nie so bewerten würde. Michaela Karl ist eine großartige Biographie dieser schillernden Person des New Yorks der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts gelungen. Obwohl die zahlreichen Schwächen von Dorothy Parker in der Beschreibung sehr deutlich werden und sie keineswegs nur positiv wegkommt, merkt man der Autorin an, dass sie Dorothy Parker sehr schätzt und bewundert. Dabei ist das Leben der berühmten Autorin keineswegs trocken beschrieben, als Leser hat man Gefühl mit ihr und F. Scott Fitzgerald am Tisch zu sitzen oder einer Auseinandersetzung mit Ernest Hemingway direkt beizuwohnen. Michaela Karl Biographie von Dorothy Parker hätte wohl keine passenderen Titel als „Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber“ haben könne, so selbstzerstörerisch wie Dorothy Parker ihr ganzes Leben zelebrierte. Dieses Buch ist auf jeden Fall eine großartige Biographie über eine herausragende Persönlichkeit, spannend nicht für Fans von Dorothy Parker, sondern für alle, die sich für die amerikanische Literatur des beginnenden 20. Jahrhunderts interessieren und eine ihrer schillerndsten Personen kennenlernen wollen. 

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  • Gar nicht so schlecht für eine Biografie......

    Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber

    Yoga-Nadine

    07. March 2014 um 18:43

    Diese Buch gehört in die Kategorie „ein Genre das ich noch nie gelesen habe“, Ich habe Biografien bis jetzt vermieden, weil mich das Leben anderer so gar nicht interessiert. Diese las ich nun im Rahmen einer Challenge. Nun das Leben dieser Frau bringt den Leser in einen wahren Gefühlsstrudel. Dorothy Parker war eine der ganz Großen der Literatur der 1920er in Amerika. Sie verfasste vor allem Kurzgeschichten und Gedichte, später dann schrieb sie in Hollywood auch Drehbücher, wobei das nicht gut läuft, für so lange Schriftstücke fehlt ihr die nötige Disziplin. Es ist aufregend mit welchen Größen diese Frau sich umgab, da wären Hemingway, Fitzgerald, Capote und derer noch so viele. Vor allem durch die Mitgründung der legendären Tafelrunde im Hotel Algonquin in NY, wo sich viele Künstler treffen die später Berühmtheiten werden, kommt sie zu diesem erlesenen Freundeskreis. Wer jetzt anfängt die Frau zu beneiden, dem sage ich nur lasst es! Das Leben von Dorothy Parker ist in vielerlei Hinsicht nicht zu beneiden. Wie so viele Schriftsteller und Künstler dieser Zeit hat sie schwere Alkoholprobleme. Zudem durchlebt sie, durch Ihre Geburt im Jahre 1893, beide Weltkriege. Sie verliebt sich immer in die falschen Männer und überlebt 3 Selbstmordversuche. Meine Gefühle dieser Frau gegenüber wechselten mit jedem Kapitel. In der schweren Kindheit noch war es Mitgefühl und dann in ihren Anfängen bei der Vogue und der Vanity Fair (übrigens meine absolute Lieblingszeitschrift, Gott allein weiß warum sie ausgerechnet in Deutschland nicht mehr verlegt wird ) beneidete ich sie um ihr aufregendes Leben und ihr Talent fürs Schreiben. Diese Gefühle wechselten im Laufe des Buches zu Antipathie teils sogar Verachtung, sie war nicht gerade ein feinfühliger Mensch anderen gegenüber. Und doch engagierte sie sich später sehr stark für Unterpriviligierte und Kollegen, demonstrierte gegen Rassismus und Faschismus. Dafür bewunderte ich sie dann wieder. Dorothy Parker führte ein aufregendes Leben. Sie ist witzig, oft auf eine zynische, sarkastische Art: Zitat Seite 114: „Die Seereise war so stürmisch, das alles, was ich in mir behalten konnte, der erste Offizier war.“ Dieser geniale Geist und das soziale Engagement auf der einen Seite und gleichzeitig ist sie teilweise so hilflos im täglichen Leben, so zynisch anderen gegenüber und so selbstzerstörerisch. Im Großen und Ganzen war es nicht so schwer wie vermutet eine Biografie zu lesen. Dies ist wohl nicht zuletzt dem guten Schreibstil der Autorin Michaela Karl zu verdanken und man erfährt auch viel geschichtlich Interessantes zum literarischen Leben in NY, den Broadway und auch Hollywood und Europa in den Zeiten der Prohibition, der Kriege und anderer politischer Unruhen. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir .

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  • Rezension zu "Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber" von Michaela Karl

    Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber

    Daphne1962

    22. April 2012 um 18:19

    „Wenn man die Dämmerung übersteht, dann wirst Du auch die Nacht überleben“ Zitat von D.P. zum Leben in New York. Hat man diese hervorragend porträtierte Biografie von Michaela Karl gelesen, dann versteht man den Satz nur zu gut, wie gut er doch zum Leben passt von ihr. Das Leben am „Round-Table“ des Hotel Alonquin bei den Treffen der sogenannten Elite von Schriftstellern, Theater-Kritikern, Filmemachern und Journalisten ist zwar ein lockeres Treffen, aber dort wird gequalmt und gesoffen und später auch gepokert, wie in den nächtlichen Bars der Nacht. Wann die alle noch Zeit zu arbeiten hatten, ist einem bei diesen gut recherchierten Schilderungen schon fast ein Rätsel. Dorothy Parker war eine New Yorkerin durch und durch. Die Vorgängerin von Carrie Bradshaw aus Sex and the City sozusagen. Nur mit kaum zu überbietendem Humor und reichlichem Sarkasmus später auch recht boshaft das alles zu einer anderen Zeit sozusagen. Sie wurde eine gefürchtete Theaterkritikerin. Aber sie schrieb auch Gedichte und Kurzgeschichten. Vieles hat biografische Züge. Für Dorothy Parker, geborene Rothschild kann man Bewunderung empfinden, aber auch Mitleid und Bedauern kommt beim Lesen auf. Mitleid, weil sie ihre Familie schon früh verlor und Mitleid, da sie wohl immer auf der Suche nach der wahren Liebe war, Bedauern für ihre Alkohol-Sucht, später kamen noch Medikamente dazu und Mitleid für die Depressionen, die sie oft ereilte. Männer, die Dorothy begehrt stoßen sie weg und die Männer, die sie bewunderten kann sie nicht lange ertragen oder langweilen sie. Oftmals behandelt sie diese auf recht schäbige und beleidigende Art. Sie machte sich nicht nur Freunde. Aber 2 Freunde fürs Leben hatte sie. Es war ein richtiges Dreiergespann. Robert Benchley und Robert Sherwood. Sie waren ständig zusammen. Mehr als manches Ehepaar an Zeit miteinander verbracht hatte. Da Alkohol in Amerika lange Zeit verboten war, hinderte es die Freunde des Round-Table nicht, dennoch welchen zu trinken. Es gab da sogenannte Flüsterkneipen, dort kam man nur mit Codewörter hinein oder es gab private Flüsterpartys sozusagen. Als die schwer reichen Amerikaner sich zum Round-Table gesellten, ließ sich oft einladen. Wurde dort aber mehr oder weniger vorgeführt, als die berühmte Schriftstellerin. Tief im Herzen hielt sie diese neuen Freunde für blasiert und fällt ein hartes Urteil. Ein bedeutender Satz, den sie hierzu von sich gab. „Wenn Du wissen willst, was Gott über Geld denkt, dann guck dir bloß die Leute an, denen ER es gegeben hat.“ Beißender Spott war ihr Markenzeichen. Für Politik interessierte sie sich nicht. Aber es gab dann ein Ereignis, wo sie sich der Politik nicht entziehen konnte. Die Verhaftung zweier italienischer Einwanderer, die des Mordes bezichtigt und später zum Tode verurteilt wurden. Es gab 2 gespaltene Nationen und Dorothy, auch Dottie von ihren Freunden genannt, ging auf die Straße für Sacco und Vanzetti und wurde dafür sogar einmal verhaftet. Als sie entlassen wurde, erfreute sie die Pressemeute dennoch mit einem typischen Satz: „Ich dachte immer, das man entlassenen Strafgefangenen fünf Dollar und einen Satz Kleidung mitgibt“. Später, verheiratet in 2. Ehe, wird sie dann doch politisch aktiv. Zur Zeit des 2. Weltkrieges. Sie gründet in Hollywood auch eine Gewerkschaft für Drehbuchautoren, um deren Rechte zu sichern. Auch durch ihre jüdische Herkunft versucht sie aktiv mitzuwirken und sie wird zur Kommunistin. Nach dem 2. Weltkrieg wird vielen das zum Verhängnis uns sie werden bespitzelt und verfolgt und ausgewiesen, einige fliehen und dürfen nie wieder einreisen. Was schrieb Elke Heidenreich? Diese Biografie war längst überfällig. Toll, das im Mittelteil einige schöne alte Fotos abgedruckt sind. Chronologisch ist es auch toll aufgearbeitet. Ich bin schon sehr gespannt auf Michaela Karls nächste Biografie über F. Scott Fitzgerald und seiner Frau Zelda, die auch mit Dottie befreundet waren.

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