Michaela Lindinger

 4,5 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Elisabeth Petznek, Hedy Lamarr und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michaela Lindinger

Michaela Lindinger studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Ägyptologie, Ur- und Frühgeschichte. Die Autorin und Kuratorin arbeitet für das „Wien Museum“. Neben der Wiener Stadtgeschichte und Frauengeschichte begeistert sie sich für die Themen Tod und Mode, die immer wieder in ihre Bücher einfließen. Von Michaela Lindinger ist Band 1 der „Reihenweise kluge Frauen"-Reihe erschienen: „Hedy Lamarr: Filmgöttin - Antifaschistin - Erfinderin“

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Elisabeth Petznek (ISBN: 9783222150708)

Elisabeth Petznek

 (7)
Neu erschienen am 23.02.2021 als Hardcover bei Molden Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von Michaela Lindinger

Cover des Buches Elisabeth Petznek (ISBN: 9783222150708)

Elisabeth Petznek

 (7)
Erschienen am 23.02.2021
Cover des Buches Hedy Lamarr (ISBN: 9783222150395)

Hedy Lamarr

 (2)
Erschienen am 23.09.2019
Cover des Buches Die Hauptstadt des Sex (ISBN: 9783990500491)

Die Hauptstadt des Sex

 (1)
Erschienen am 19.09.2016
Cover des Buches Außenseiter, Sonderlinge, Femmes fatales (ISBN: 9783850029162)

Außenseiter, Sonderlinge, Femmes fatales

 (1)
Erschienen am 05.03.2015
Cover des Buches "Mein Herz ist aus Stein" (ISBN: 9783850028219)

"Mein Herz ist aus Stein"

 (1)
Erschienen am 07.03.2013

Neue Rezensionen zu Michaela Lindinger

Cover des Buches Elisabeth Petznek (ISBN: 9783222150708)divergents avatar

Rezension zu "Elisabeth Petznek" von Michaela Lindinger

Sehr spannend und gut recherchiert!
divergentvor 12 Tagen

In dieser vorliegenden Biographie geht es um eine Frau, die in eines der bedeutendsten Kaiserhäuser Europas hineingeboren wurde.

Erzherzogin Elisabeth "Erzsi" Marie von Österreich, die einzige Tochter von Kronprinz Rudolf und Enkelin von Kaiserin Elisabeth aka "Sisi" und Kaiser Franz Joseph I. Sie galt als Lieblingsenkelin des Kaisers, hatte scheinbar alles was sie sich nur wünschen brauchte und führte dennoch ein sehr bewegtes Leben. Sie wuchs am kalten Wiener Hof auf, verlor früh ihren Vater und hatte zu ihrer eigenen Mutter, Stephanie von Belgien, nie ein sonderlich enges Verhältnis.

Mit 18 heiratete sie den Mann, den sie sich eingebildet hatte, Otto Fürst zu Windisch - Graetz, doch die Ehe war keine glückliche. Sie forderte beim Kaiser die Scheidung, doch dieser weigerte sich. Als das Kaiserreich Österreich-Ungarn 1918 endgültig zerfiel, kämpfte Elisabeth alleine in Wien um ihr Überleben. Von da an, war sie keine Adelige mehr, sie hatte keine schützende Hand mehr über sich und bestritt ihr Leben allein. Sie ließ sich scheiden und ging eine Partnerschaft mit dem sozialdemokraten Leopold Petznek ein, was ihr später den Namen die "rote Erzherzogin" brachte.


Dieses Buch behandelt das Leben der Elisabeth Petznek sehr ausführlich und mit sehr vielen Details. So beinhaltet diese überaus lesenswerte Biographie auch einige Bilder, die dem Leser einen noch besseren Einblick in das Leben auf dem Wiener Kaiserhof bieten. Auch das spätere Leben als Fürstin und dann als "einfache" Bürgerin hat die Autorin sehr gut geschildert. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und möchte es jedem ans Herz legen, der sich für die Habsburger und da insbesondere für die weit verzweigte Familie von Kaiser Franz Joseph interessiert.




Ein äußerst interessante und sehr gut recherchierte Biographie über das einzige Kind von Kronprinz Rudolf von Österreich! Zwar ist Elisabeth"Erzsi"Petznek, eine geborene Prinzessin von Österreich nicht unbedingt sympathisch, doch ihr Leben war ein äußerst bewegtes, was hier sehr gut geschildert wird. Sie hatte es nicht immer leicht, trug daran durchaus auch eine Mitschuld, doch das, was sie Österreich am Schluss hinterlassen hat zeigt, was für eine starke und intelligente Frau sie war!


4 von 5 Sternchen!


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Cover des Buches Elisabeth Petznek (ISBN: 9783222150708)buechermauschens avatar

Rezension zu "Elisabeth Petznek" von Michaela Lindinger

Wer will schon Kaiserin werden ?
buechermauschenvor 17 Tagen

Michaela Lindinger hat eine Biografie mit Liebe zum Detail über Elizabeth Petznek geschrieben . Sehr gut recherchiert und ohne irgendwelche Stolpersteine liest sich das Leben der Enkelin von Kaiser Franz Joseph .

Wir erfahren etwas aus ihrer Kindheit bei Hofe , wo es ihr materiell an nichts mangelte . Über ihr Soziales Engagement und ihren Kampf für die Rechte der Frauen . Bishin zu ihreren Kindern, die sie enterbte um ihrem Österreich ihr Erbe zu überlassen . Und ihrem Leonard Petznek .

Ich bin von den Biografien aus dem Molden Verlag schwer beeindruckt . Sie sind eine Augenweide , hochwertig aufgemacht und gut geschrieben . 

Es gibt neben dem angenehm zu lesenden Text , Bilder und Zitate , die alles abrunden.


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Cover des Buches Elisabeth Petznek (ISBN: 9783222150708)Bibi1960s avatar

Rezension zu "Elisabeth Petznek" von Michaela Lindinger

Erzsi – die rote Erzherzogin
Bibi1960vor einem Monat

„Elisabeth Marie Petznek wollte vergessen werden.“ (S. 297)

So ist es anscheinend auch. Ich hatte bis dato auch noch nichts von Elisabeth Petznek gehört. Wer war sie? Das Buch in auffallendem lila Farbton mit der ernst dreinblickenden jungen Frau war für mich allerdings sofort ein Hingucker. Nachdem ich dann recherchiert hatte, wusste ich auch, um wen es ging:
 Elisabeth Marie Henriette Gisela von Habsburg-Lothringen, Erzherzogin von Österreich, genannt „Erzsi“ – das einzige Kind des tragisch verstorbenen Kronprinzen Rudolf.

Geboren und aufgewachsen im 600 Jahre alten österreichischen Kaiserhaus fehlte es Erzsi materiell an nichts – außer an der Liebe ihrer Eltern, die sich nicht besonders gut leiden konnten. Als Fünfjährige musste die Kleine den Freitod ihres Vaters verkraften und – schlimmer noch- ertragen, dass nie mehr wieder über ihn gesprochen wurde. Ihre Mutter war am Hof unglücklich und hielt sich von ihr fern, einzig ihr Großvater Franz Joseph war ihr zugetan. Welche Frau konnte denn aus so einem traumatisierten Kind werden?

In einer Zeit, die im politischen Wandel begriffen war, hat es Elisabeth nicht immer leicht gehabt. Verwöhnt, exzentrisch, mit einem eigenen Willen ausgestattet und nur sich selbst verpflichtet, geht sie ihren rücksichtlosen Weg durchs Leben. Dabei kommt die Ex-Erzherzogin nicht immer sehr sympathisch rüber. Auch als sie später ihr Herz für die Sozialdemokraten entdeckt, bleibt sie im Grunde stets eine Aristokratin.

Das Leben der Erzherzogin Elisabeth Marie ist von Autorin Michaela Lindinger hervorragend recherchiert und zu einer sehr interessanten, lebendigen Biografie umgesetzt worden. Sie liest sich flüssig und ist durchgängig spannend geschrieben. Dieses, sowie die reichhaltige Bebilderung und die hochwertige Aufmachung, machen die Lektüre zu einem echten Genuss.

Fazit: Das Leben einer äußerst interessanten Frau, sehr schön von Autorin Michaela Lindinger erzählt. Lesenswert!

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Gespräche aus der Community

Einst hätte sie Kaiserin werden können. Später wurde sie lieber Sozialdemokratin: Österreichs letzte, fortschrittlichste und ganz sicher extravaganteste Prinzessin: Elisabeth Marie Petznek.

Die radikalste Aussteigerin, die das Haus Habsburg je hervorgebracht hat, kämpfte für Ehescheidung und sexuelle Selbstbestimmung.

Die erste umfassende Biografie zur einzigen Tochter von Kronprinz Rudolf.

Die radikalste Aussteigerin des Hauses Habsburg

Einst hätte sie Kaiserin werden können. Später wurde sie lieber Sozialdemokratin: Österreichs letzte, fortschrittlichste und ganz sicher extravaganteste Prinzessin: Elisabeth Marie Petznek. Ihren Traummann musste die einzige Tochter des Kronprinzen Rudolf bei ihrem Großvater, Kaiser Franz Joseph, auf Biegen und Brechen durchboxen. Konkurrentinnen rückte sie auch schon mal mit der Schusswaffe zu Leibe. In Gesellschaft diverser Liebhaber tanzte sie durch die Nachtbars von Pula bis Triest.



Die radikalste Aussteigerin, die das Haus Habsburg je hervorgebracht hat, kämpfte für Ehescheidung und sexuelle Selbstbestimmung. Sie war eine enge Freundin des Bundespräsidenten Theodor Körner und des Aussenministers Bruno Kreisky. Zusammen mit der Widerstandskämpferin Rosa Jochmann lauschte sie am 11. März 1938 in ihrem Wohnzimmer der Radio- Abschiedsrede des Bundeskanzlers Kurt Schuschnigg.



Ihre vier Kinder wurden enterbt, stattdessen ging ihr gesamter Besitz an die Republik Österreich. Auf ihrem einfachen Grab in Hütteldorf steht kein Name. Erzherzogin Erzsi starb 1963 als Genossin Elisabeth Petznek.


Aus welchen Lebensbereichen seid ihr schon radikal ausgestiegen ?

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