Michaela Saalfeld

 3.7 Sterne bei 61 Bewertungen
Autor von Was wir zu hoffen wagten, Als wir im Regen tanzten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michaela Saalfeld

Die Autorin und Historikerin Michaela Saalfeld lebt mit ihrer Familie in Berlin und verknüpft ihre zwei Leidenschaften miteinander: die Geschichte und das Schreiben. Ihr Debütroman "Was wir zu hoffen wagten" spielt in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg im Jahre 1912 in Berlin und handelt von einer tragischen Kriegsgeschichte und unerfüllten Träumen von drei Geschwistern. Felice würde gerne Jura studieren doch es bleibt ihr verwehrt, weil das Studium für eine Frau im Kaiserreich verboten ist. Ihr Bruder Willi muss das väterliche Bankgeschäft übernehmen, obwohl er sich für die Filmwelt interessiert und Ille, die Jüngste unter ihnen, muss die Gewalttaten ihres Ehemannes über sich ergehen lassen....Könnte die neue Republik, nach der brutalen Kriegszeit, eine neue Chance für die Geschwister bieten?

Neue Bücher

Als wir im Regen tanzten

 (22)
Neu erschienen am 31.07.2019 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe.

Alle Bücher von Michaela Saalfeld

Cover des Buches Was wir zu hoffen wagten (ISBN:9783404177073)

Was wir zu hoffen wagten

 (35)
Erschienen am 27.07.2018
Cover des Buches Als wir im Regen tanzten (ISBN:9783404178438)

Als wir im Regen tanzten

 (22)
Erschienen am 31.07.2019
Cover des Buches In der Nacht weint meine Stadt (ISBN:9783732559770)

In der Nacht weint meine Stadt

 (4)
Erschienen am 01.06.2018

Neue Rezensionen zu Michaela Saalfeld

Neu
J

Rezension zu "Als wir im Regen tanzten" von Michaela Saalfeld

Verspricht nicht das, was ich erwartet habe
jas_min_0612vor 17 Stunden

"Als wir im Regen tanzten" ist ein Roman über ein Ehepaar, das in den Zwanziger Jahren in Berlin lebt: Willi, der gefeierte Regisseur und Recha, eine bekannte und beliebte Schauspielerin des Stummfilms. Die beiden straucheln mit ihrer Ehe und mit den Ereignissen und Eigenarten jener Zeit, auch weil Recha Jüdin ist. Sie haben Hürden in ihrem Job und in ihrer Ehe zu meistern. 
Auf der anderen Seite erzählt die Geschichte von Felice, die Schwester von Willi, und deren Mann. Die beiden kämpfen mit allen Mitteln darum, ihre Pflegekinder behalten zu können und nicht an die leibliche Mutter und Schwester von Willi und Felice zu verlieren.

Das Cover gefällt mir gut. Es wirkt atmosphärisch, sehnsüchtig, ein wenig verloren. Im Großen und Ganzen spiegelt es Rechas Situation zu der damaligen Zeit wider.

Zu Beginn heißt es:

"Sie waren jung, sie hatten überlebt. Es gab kein Geld, aber auch keine Zensur mehr, und sie würden es schaffen. Sie würden aus der zerstörten Welt eine bessere bauen." (Zitat Prolog)

Dieses Zitat direkt am Anfang hat mir sehr viel Hoffnung auf eine energiereiche, gefühlvolle Geschichte gemacht. Leider wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht.

Gerade im ersten Drittel dieses Buches habe ich mich durch die Seiten gequält und musste mich daran hindern, es nicht einfach zur Seite zu legen. 

Ich habe keine Beziehung zu den Figuren aufgebaut. Es fehlt die Nähe, die Charaktere bleiben oberflächlich, etwas unnahbar.

Der Erzählstil der Autorin ist sehr langatmig, sehr verschachtelt und sie schweift oft ab vom eigentlichen Geschehen, sodass ich oft der Handlung nicht gut folgen konnte und mich gelanweilt habe. Dies wird mit der Zeit besser. Im zweiten Teil konnte ich mich zwar noch nicht vollständig, aber ein wenig mehr in diese Zeit hinein versetzen.

Im Nachhinein überlege ich, ob es nicht besser gewesen wäre, den ersten Band zu kennen. Diesen habe ich nicht gelesen. Ich denke, dass man einige Punkte sicher besser verstanden hätte, wenn man die Vorgeschichte der Figuren gekannt hätte. So wirkte alles sehr verworren. Allerdings hätte das wahrscheinlich meine Meinung zu diesem Buch nicht geändert, da sich die Geschichte einfach wirklich zäh hinzieht und einem kein wahres Lesevergnügen bereitet.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte mehr Fahrt auf, allerdings kam es mir so vor, dass alles Handlungen schnell zu Ende gebracht werden mussten und zum Teil erscheint mir das Ende nicht logisch. Ich hätte mir ein wenig von dem Schwung des letzten Abschnittes in den ersten Teilen gewünscht. Das hätte das Ganze sicher ein wenig spannender gemacht.

Meiner Meinung nach ist auch die Inhaltsangabe irreführend. Ich habe eine Geschichte rund um Recha erwartet, um ihre Ängste und Sorgen in der Nachkriegszeit. Als ich das Buch zur Hand genommen habe, habe ich erwartet, einiges mehr über die damalige Judenverfolgung zu erfahren. Dies wird nur am Rande angeschnitten. Viel mehr geht es um die Beziehung zwischen Recha und Willi und vor allem auch um Felice und ihren Kampf um die Ziehtöchter. Diese beiden Geschichten wurden nebeneinander her erzählt und wurden mir zu wenig verknüpft.

Alles in allem muss ich leider sagen, dass ich mich nicht richtig in diesem Buch verlieren konnte und etwas enttäuscht wurde. Da ist es natürlich schade, dass ich auch keine Lust verspüre, weitere Bücher dieser Reihe zu lesen.

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Rezension zu "Als wir im Regen tanzten" von Michaela Saalfeld

Hat mich leider gar nicht überzeugen können...
Franzip86vor 3 Tagen

Inhalt: Berlin 1929, Recha ist mit Willi verheiratet und beide leben und lieben den Film. Leider wird das Filmgeschäft immer umkämpfter und dies muss auch Willi von Nieden erkennen, dass er nicht wieder einen Erfolg wie mit seinem ersten Film schafft... Auch für Recha wird es immer schwieriger im Filmgeschäft, denn sie muss immer mehr mit ihrer jüdischen Herkunft leben... Felice, Willis Schwester muss um ihre Familie kämpfen... Meinung: Wie schon der erste Teil, war auch dieses Buch langweilig, langatmig und nicht sehr spannend zu lesen. Das ich dieses Buch lesen wollte, war der, dass ich wissen wollte, wie es mit Felice und ihrer Familie weiter geht. Auch wenn man eine andere Geschichte um Felice hätte finden können, war die Geschichte um Felice die spannendste... Diese hat sich für mich gut lesen lassen. Leider traf dies für die Sichtweise von Willi und Recha nicht zu... Recha hätte auch spannend werden können, wenn man nicht immer so abgeschweift wäre. Aber die Geschichte um Willi war einfach nur langweilig und langatmig, eigentlich schon wie im ersten Teil.

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Rezension zu "Als wir im Regen tanzten" von Michaela Saalfeld

Geplatzte Lebensträume und Hoffnung auf bessere Zeiten
Lesewundervor 3 Tagen

Berlin im Jahr 1928. Recha, Jüdin und einst gefeierter Stummfilmstar, bekommt die ersten Auswirkungen des Erstarkens der NSDAP zu spüren. Sie bekommt keine guten Filmrollen mehr und muss sich die Anzüglichkeiten des strammen Nazis und Schauspielerkollegen Gernot gefallen lassen. Auch das neue Medium Tonfilm bedroht ihre Karriere.  Ihr Mann Willi, einst gefeierter Regisseur, versucht alles ,den Erfolg seines allersten Filmes zu wiederholen. Jeder der beiden Eheleute ist gefangen in seinen eigenen Problemen und vergisst darüber den anderen.. Dies führt zu einer zunehmenden Entfremdung. Parallel dazu erzählt die Autorin die Geschehnisse rundum die Rechtsanwältin Felice , Rechas Schwägerin und Willis Schwester und ihrer Familie. Felice und ihr Mann haben die beiden Mädchen von Felices Schwester  Ille bei sich aufgenommen, als diese ins Gefängnis musste. Ille möchte die Kinder wieder zurück haben. Ein erbitterter Kampf entbrennt.

Das vorliegende Buch ist der 2. Band um die beiden Ehepaare. Vielleicht würde ich etwas anders urteilen, wenn ich den 1. Band kennen würde. So waren Hinweise auf die vergangenen Ereignisse nicht immer hilfreich. So war es mit den häufigen Erwähnungen des ersten und so überaus erfolgreichen Film von Willi. Es wiederholte sich ständig, was mir dann Zuviel wurde und mich regelrecht geärgert hat. Die im Buch geschilderten Ereignisse sind zum Teil sehr dramatisch, wirken aber allzu gewollt und haben einige Ungereimtheiten. Das führte dazu, dass ich mit den handelnden Personen nicht richtig warm wurde. Jedes Mal, wenn ich etwas Mitgefühl empfunden habe, habe ich mich kurz darauf über eine für mich nicht logische Handlung geärgert. Was ich aber schmerzlich vermisst habe, ist die Thematisierung der politischen Verhältnisse und deren stärkere Einbindung in die Handlung. Gelegentlich klingt es an, bleibt aber sehr oberflächlich. Über den Schluss habe ich mich dann geärgert, weil er für mich zu sehr "Heile Welt " war. So hat der Roman für mich Licht, aber auch 
einiges an Schatten. Er war leicht und streckenweise unterhaltsam zu lesen, konnte aber  meine in ihn gesetzten Erwartungen nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllen.

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