Klimt mit allen fünf Sinnen

von Michaela Schlögl 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Klimt mit allen fünf Sinnen
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Gustav Klimt aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel beobachtet - eine schöne Ergänzung zu den vielen anderen Klimt-Büchern

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Inhaltsangabe zu "Klimt mit allen fünf Sinnen"

Klimt war nicht nur ein grandioser Maler, sondern auch ein faszinierender Mensch, der die Welt mit allen Sinnen liebte.§Mit den Augen: Wie sah der Tabubrecher Klimt die Wirklichkeit? Wie fand er seine Bildausschnitte? Wer sind die von seinen Zeitgenossen oft als obszön empfundenen Schönen auf seinen Malereien und Zeichnungen? Mit den Ohren: Welche Musik liebte er? Warum saß er im Konzert auf einem von Gustav Mahler ver mittelten Sitzplatz, von dem aus er nichts sehen und wo man ihn nicht sehen konnte? Wir riechen den Blumenduft seiner Landschaften, schmecken sein geliebtes Schlagobers, das bei keinem Frühstück fehlen durfte. Zitate von Klimt selbst und von seinen Zeitgenossen zum Themenkomplex Sinnlichkeit runden diesen ungewöhnlichen Zugang zum weltberühmten Fin-de-Siècle-Maler aus Wien ab. Keine Biographie, keine kunstgeschichtliche Abhandlung, nicht der Versuch, den Künstler auf eine Alltagsebene herunterzuholen , sondern: §Eine auch sinnlich illustrierte Annäherung an einen Maler, der ungern theoretisierte, jedoch klipp und klar formulierte: Für uns heißt Künstlerschaft die ideale Gemeinschaft aller Schaffenden und Genießenden . Ein anregender Band für Klimt-Entdecker und Klimt-Genießer

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783222133800
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:168 Seiten
Verlag:Styria Premium
Erscheinungsdatum:12.07.2012

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gustav Klimt aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel beobachtet - eine schöne Ergänzung zu den vielen anderen Klimt-Büchern
    EIn Leben mit allen Sinnen - Gustav Klimt

     

    Michaela Schlögl beleuchtet Gustav Klimt und seine Werke aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Sie bemüht alle fünf Sinne, um den Lesern den Künstler, der vor 1918 Jahren verstorben ist, näher zu bringen.

     

    Es ist nicht ganz leicht, da Gustav Klimt kein Tagebuch geführt hat und grundsätzlich eher wortkarg war. Vieles erfahren wir aus seinen zahlreichen Postkarten, die er verschickt hat und die vielfach erhalten sind. Oder aus Erzählungen und Einschätzungen über ihn.

     

    Gustav Klimt ist ein Mann des Genusses. Nicht nur des Sehens sondern auch des Hörens. Er liebt leise Musik, verehrt Franz Schubert und Ludwig van Beethoven. Neben von Menschenhand geschaffenen Tönen erfreut er sich am Vogelgezwitscher in seinem Gartenatelier.

    Auch Gaumenfreuden ist er nicht abhold und so berichten seine Ansichtskarten von gutem oder weniger gutem Speisen, die man ihm auf deinen Reisen vorsetzt. Von französischer oder spanischer Küche hält er nicht viel („So ein Fraß“). Die Wiener bzw. Böhmische Küche ist ihm lieber.

    An Frühlingsdüften kann er sich kaum satt riechen. Frische Luft ist ihm ein Bedürfnis und deshalb unternimmt er lange Spaziergänge am Morgen.

    Seine haptischen Empfindungen nährt er durch eine Vielzahl von Modellen, denen er nicht nur mit den Augen näherkommt. Doch auch im Beethoven-Fries benutzt er Taktiles. Er arbeitet Spiegelstückchen, Knöpfe und allerlei Tand in sein Kunstwerk ein.

     

    Der bei Gustav am besten entwickelte Sinn ist natürlich der Sehsinn. Viele seiner Gemälde wirken wie Fotografien, so fein sind die Pinselstriche gesetzt.

    Gustav Klimt hat nicht nur ein Auge für die Natur, sondern auch für die weiblichen Reize. Er nimmt jede Rundung wahr, zeichnet auch nicht ganz perfekten Körper. Er bricht mit einem Tabu und stellt auch Schwangere dar. Doch anders als bei Egon Schiele sind Gustavs Akte weich, die Formen rund, fließend. So lässt er das schwangere Modell Herma wieder herholen, denn bei ihr ist der „Hintern schöner und intelligenter als das Gesicht bei vielen anderen.“ (S.75).

     

    Ein Mann des feinen Wortspiels ist Klimt nicht. Wenn er, der Wortkarge, etwas sagt, mutet es oft plump und derb an. Allerdings bringt er die Sache auf den Punkt.

     

    Abgerundet wird das leider nur 168 starke Buch durch Zitate von Bewunderern und Zeitgenossen.

     

    Fazit:

     

    Ein interessanter Blick auf Gustav Klimt, der mit allen Sinnen lebte und liebte. Gerne gebe ich dieser ergänzenden Darstellung des großen Künstlers 4 Sterne.

     

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