Michaela Schonhöft Kindheiten

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Inhaltsangabe zu „Kindheiten“ von Michaela Schonhöft

Afrikanische Babys schreien weniger als deutsche; in japanischen Kitas fühlen sich die Kleinen besonders wohl; in Finnland leistet die Schul-Ambulanz erste Hilfe bei ungenügendem Lernerfolg – können es die anderen besser? Michaela Schonhöft hat viele Länder bereist und mit Eltern rund um den Globus gesprochen. Ihr Fazit: Den Kindern und ihren Eltern geht es umso besser, je weniger Erwartungen auf ihnen lasten – Liebe und Gelassenheit sind immer noch die besten Voraussetzungen für glückliche Kinder.

Kindheiten weltweit unter die Lupe genommen - da gibt es schon gravierende Unterschiede! Ein interessanter Vergleich!

— parden
parden

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  • Mama, wo wohnt das Glück?

    Kindheiten
    parden

    parden

    MAMA, WO WOHNT DAS GLÜCK? Afrikanische Babys schreien viel weniger als deutsche; in japanischen Kitas fühlen sich die Kleinen viel wohler als in unseren; in Finnland leistet die Schul-Ambulanz erste Hilfe bei mangelndem Lernerfolg - es gibt noch viel mehr Beispiele gelingender Kindererziehung auf dieser Welt! Michaela Schonhöft war in Südostasien und Südamerika, in Skandinavien und Frankreich und anderswo und hat mit Eltern rund um den Globus gesprochen. Können es die anderen besser? Mama, wo wohnt das Glück? Diese Frage der zweieinhalbjärhigen Tochter der Autorin stellt schon den Dreh- und Angelpunkt dieses Buches heraus. Denn Glück als das wesentliche Erziehungsziel - darauf können Eltern sich weltweit über alle Sprachen, Kontinente und Kulturen verständigen. Doch wie das Glück zu definieren und zu erreichen ist, darüber haben sie alle sehr unterschiedliche Ansichten. Ein interessantes und gut recherchiertes Buch bietet Michaela Schonhöft hier, das Einblicke in die Kindheiten quer über den Globus vermittelt. Teilweise beruhen die Erkenntnisse auf eigenen Beobachtungen der Autorin durch Reisen in die verschiedensten Länder der Welt, teilweise beruft sie sich in ihren Ausfürungen aber auch auf Sekundärquellen wie Studien, Ratgeber und auch Medien. Angefangen bei der Schwangerschaft bis hin ins Erwachsenenalter präsentiert die Autorin die landestypischen Unterschiede. In China beispielsweise schicken viele Eltern ihre Kinder gleich in zwei Kindergärten - morgens in den 'normalen', nachmittags in den englischsprachigen. In den Niederlanden sind Überstunden nahezu verpönt - die arbeitsfreie Zeit gehört der Familie und damit den Kindern. Und in Deutschland ist es wichtig, dass Kinder sich von klein auf an Regeln und Grenzen halten. Aber auch das Heranwachsen der Jugendlichen ist erstaunlich unterschiedlich. Klar, die Kindheit endet nicht plötzlich - aber wie verschieden der Umgang mit der Pubertät sein kann, ist schon verblüffend. Dabei kristallisieren sich bei allen Unterschieden jedoch auch Gemeinsamkeiten heraus. So liegt beispielsweise dem oftmals nicht nachvollziehbaren Verhalten der Jugendlichen das dringende Bedürfnis zugrunde, sich zu bewähren. Statt von der Gesellschaft Mutproben gestellt zu bekommen (wie das Erlegen eines wilden Tieres) denken sich hierzulande die Jugendlichen eigene Bewährungsmöglichkeiten aus (wie der Diebstahl im Kaufhaus). In jedem Fall ein interessanter Gedankengang. Kindern geht es dort am besten, wo Erziehung als gemeinschaftliche Aufgabe betrachtet wird. Manches gerät hier in der Darstellung etwas wissenschaftlich-trocken, das meiste jedoch ist gut verständlich präsentiert und verschafft dem Leser einen wirklich guten Überblick über die kulturellen Unterschiede in der Kindererziehung. Damit ist das Buch in jedem Fall geeignet, um eigene und gesellschaftliche Werte gelegentlich doch einmal zu überdenken... Vielleicht kommen wir so ja dem Glück ein Stück näher? © Parden

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  • Liebe und Gelassenheit sind immer noch die besten Voraussetzungen für glückliche Kinder

    Kindheiten
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. September 2013 um 09:24

    Wie Kinder aufwachsen, was sie brauchen um sich gut zu entwickeln, ob eine Frühförderung sinnvoll ist, ab welchem Alter eine Krippe für ein Kind gut ist, welche Schulformen und pädagogische Konzepte aus ihnen kluge und selbstbewusste, aufrechte und empathische Menschen machen – diese und tausend andere Fragen werden in wohl kaum einer Gesellschaft in den letzten beiden Jahrzehnten so ausführlich und auch kontrovers diskutiert wie in der deutschen.   Da geht nicht selten die Orientierung verloren und die Frage, welche Folgen bestimmte Entscheidungen für die Zukunft haben, gerät ganz aus dem Blick. Gerade hat heute Die ZEIT in ihrem Bildungsteil mit einem Artikel „Liebe auf Distanz“ darauf aufmerksam gemacht, dass die frühe staatliche Betreuung von Kindern in Frankreich ihren Preis hat und Frauen sich  zunehmend entfremdet von ihren Kindern fühlen. Ich sage eine ähnliche Entwicklung in einigen Jahren auch für unser Land voraus.   Bei all dieser Verwirrung hilft manchmal ein Blick nach draußen, um dann wieder von dort anders nach innen blicken zu können. Die frühere Journalistin, Soziologin und heutige freie Autorin Michaela Schonhöft hat das während ihrer Aufenthalte in vielen Ländern dieser Welt getan und entschieden, die deutschen Debatten (siehe oben) hinter sich zulassen und  von den Erfahrungen anderer zu lernen.   Herausgekommen sind faszinierende Berichte, die zeigen , dass das Weltwissen der Kindererziehung nicht hinter deutschen Experten Schreibtischen entsteht, sondern basiert auf einer teilweise langen  Erfahrung und Tradition verbunden mit einer in vielen Ländern praktizierten Erziehung, die auf die Fragen der modernen Gesellschaften Antworten gibt.   Nach tausenden von Gesprächen mit Eltern rund um den Globus zieht Michaela Schonhöft ein für mich als Familienvater wenig überraschendes Fazit: Den Kindern und ihren Eltern geht umso besser, je weniger Erwartungen auf ihnen lasten – Liebe und Gelassenheit sind immer noch die besten Voraussetzungen für glückliche Kinder.   Was dies für all die aktuellen Debatten bedeutet, möge jeder für sich einmal reflektieren.

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