Michaela Vieser

 3.7 Sterne bei 56 Bewertungen

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Rezension zu "Tee mit Buddha" von Michaela Vieser

Lehrreiches kurzweilig verpackt
badwomanvor 3 Jahren

Michaela Vieser erzählt in diesem Buch kurzweilig über ihr Jahr in einem japanischen Kloster. Alles mögliche hat sie mit großer oder auch etwas weniger großer Begeisterung ausprobiert: Von Ikebana über Kendo bis zur Meditation bei einem Zen-Mönch alles, was der Durchscnitts-Deutsche für typisch japanisch hält. Ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass ich dieses Buch so leicht und schnell lesen könnte, aber es ist nie langweilig, sondern immer auch mit Humor geschrieben. Ich habe viele neue Einblicke in die japanische Kultur gewonnen, und das mit Spaß! Dieses Buch empfehle ich, obwohl ich ein treuer Krimifan bin, weiter.

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Rezension zu "Tee mit Buddha" von Michaela Vieser

Ein schöner Kamelienbaum aus Europa taucht ins japanische Klosterleben ein
TochterAlicevor 3 Jahren

In Tee mit Buddha" schildert Michaela Vieser ihr Jahr in einem buddhistischen Kloster in Japan. Es ist keine Darstellung einer spirituellen Reise, sondern ein handfester Erlebnisbericht und als solcher sowohl spannend als auch amüsant.

Im Rahmen ihres Klosteraufenthalts begegnet Michaela, die vom Begleiter zu ihrem Kendo-Unterricht, der Kunst des Schwertkampfes, den japanischen Namen Mishara - schöner Kamelienbaum - erhält, einer Reihe von japanischen Originalen: Menschen, die ihr - jeder auf seine eigene Art - den Weg weisen, sie etwas lehren. Da gibt es den standesbewussten Rentner Herrn Sato, der sich als Lehrer für das Lesen japanischer Zeitungen nur bedingt eignet, umso mehr jedoch als zuverlässiger Begleiter durch das Klosterleben, die Ersatzgroßeltern" Mari und Kawa, die in der Abgeschiedenheit der Berge leben und denen Michaela einen Einblick in die Verbindung von Natur und Religion und eine ordentliche Ladung Herzenswärme verdankt und viele andere. Sie findet sogar eine Freundin, die traurige Kyoko, die im Kloster den Verlust ihres Mannes verarbeitet.

Überraschend für den Leser ist die viel engere Verknüpfung von weltlichem Alltag mit dem Klosterleben im Buddhismus als man es aus dem Christentum kennt. Ganze Familien leben im Kloster, gehen ein und aus, auch die Mönche selbst haben ein Familienleben. Eindrucksvoll, wie all diese Menschen es schaffen, trotz ihres durchaus weltlichen Alltags ihren tiefen und wertvollen Beitrag zum Klosterleben zu leisten und als Gemeinschaft mit einem übergeordneten Ziel zu funktionieren.

Sprachlich und stilistisch hat die Autorin aus meiner Sicht noch einen weiten Weg zu gehen, doch der Zugang zu dem Thema und der unverkrampfte Umgang mit ihrem eigenen anfänglichen Nichtverstehen vieler Aspekte des Klosterlebens sowie die offene Schilderung zahlreicher Fettnäpfchen, in die sie getreten ist, macht das Buch zu einem Lesevergnügen. Leser, die sich über einen ungewöhnlichen Zugang zu einem fremden Land freuen, werden ihren Spaß daran haben.

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K

Rezension zu "Tee mit Buddha" von Michaela Vieser

Rezension zu "Tee mit Buddha" von Michaela Vieser
Kahnertvor 6 Jahren

'Eine besondere Begegnung mit der gelebten Spiritualität Japans'' prangt auf dem Klappentext und spricht insbesondere den Käuferkreis an, der ein Faible für den Fernen Osten im Allgemeinen und den Japanischen Buddhismus im Besonderen hat.
Die Autorin Michaela Vieser sei 'die erste westliche Person, der die intensive Auseinandersetzung mit der Spiritualität und der im Kloster wohl gehüteten japanischen Kultur gewährt wird.'
Natürlich entstanden in meinem Kopf die Bilder der großen geheimnisvollen Tempel wie Eihei-Ji in Nebel umwogten Bergen und voll der Pracht der blühenden Kirschbäume.

Wer mit dieser Intension und der Hoffnung auf tiefgreifende Einblicke in Japanische Mystik und große Hinweise zur buddhistischen Erleuchtung das Buch aufschlägt, wird auf den ersten Seiten genauso ernüchtert werden wie die Autorin selber, als sie das erste Mals vor dem Kloster in der Japanischen Provinz stand.

M. Vieser beschreibt ihre Erwartungen Hoffnungen und überraschenden Erlebnisse sehr klar und nüchtern. Ihr Stil ist nicht voller esoterischer Räucherstäbchenlyrik. Dies ist erfrischend für ein Buch mit dieser Thematik. Sie gibt Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt, doch diese Einblicke entsprechen sehr der Japanischen Mentalität: sie bleiben an der Oberfläche und geben nur so viel preis, wie für das Verständnis ihrer Erfahrungen notwendig sind.

Das Kloster, in dem sich ihre Geschichte abspielt, gehört zur Richtung des Reinen-Landes-Buddhismus und ist so ganz anders, als das was man von einem Japanischen Kloster erwartet. Erst am Schluss ihres Aufenthaltes erhalten sie und der Leser einen kurzen Einblick in ein 'echtes' Zen-Kloster.

Das Buch gewährt einen Einblick in die Welt der Japaner wie sie wirklich ist. Es gibt immer wieder kleine Überraschungen und Skurrilitäten, die manchmal die Vorurteile und das Klischee der Menschen im Land der aufgehenden Sonne bestätigen aber viele, die einen diese Menschen auch verstehen lässt.

Man könnte sagen, dass Buch steht in buddhistischer Tradition. Es gibt keine Knalleffekte, keine Mysterien und Wunder, keine großen Wahrheiten und schon gar keine plötzliche Erleuchtung. Das Buch führt einen auf leisen Sohlen und mit trippelnden Füssen durch einzelne Kapitel, die von Menschen handeln und ihrer Sicht auf dir Welt. Oft sind die Aussagen versteckt in einzelnen Sätzen und Worten.

Das Buch lässt den Leser mit einem Lächeln auf dem Gesicht und ein klein bisschen wissender zurück als er vorher war. So wir der Buddhismus im Kern auch.

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