Michaela Vocelka , Karl Vocelka Franz Joseph I.

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Inhaltsangabe zu „Franz Joseph I.“ von Michaela Vocelka

<p>Mit nur 18 Jahren bestieg Franz Joseph I. als Hoffnungsträger den Habsburger-Thron, den er fast 68 Jahre innehaben sollte. Michaela und Karl Vocelka haben anlässlich des herannahenden 100. Todestages eine spannende, umfassende und gründlich recherchierte Biographie dieses bedeutenden Monarchen vorgelegt.<br /> Sie beschreiben zunächst die Erziehung des künftigen Kaisers und erhellen den familiären Rahmen seiner Entwicklung. Zwar steht die Persönlichkeit des Monarchen im Vordergrund, doch um dessen Politik verständlich zu machen, arbeiten sie sorgfältig die Rahmenbedingungen seiner Herrschaft heraus – Familientraditionen, Lage der Monarchie, Hofhaltung und Verwaltung seines Reiches. Ebenso nehmen sie die kulturellen Entwicklungen während seiner Regierungszeit in den Blick, stellen die innenpolitischen Herausforderungen im Vielvölkerreich sowie die außenpolitischen Krisen dar, die in der Katastrophe des Ersten Weltkriegs münden. Wer um die verheißungsvollen Anfänge des Kaisers weiß, der einst mit Elisabeth in Bayern – Sisi – eine der schönsten Frauen des 19. Jahrhunderts heiraten sollte, der wird die Tragik nachempfinden, die seine Herrschaft umgibt. Sie war überschattet von militärischen Niederlagen, der Hinrichtung seines Bruders, Kaiser Maximilians von Mexiko, dem Selbstmord seines Sohnes, Kronprinz Rudolf, unter skandalösen Umständen, der Ermordung seiner geliebten Frau und dem heraufziehenden Ende der Habsburgermonarchie als Folge des Ersten Weltkriegs.</p>

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  • Umfassende, fundierte und gut zu lesende Biographie

    Franz Joseph I.
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. January 2016 um 14:52

    Umfassende, fundierte und gut zu lesende Biographie 68 Jahre währte die Herrschaft von Franz Joseph I. von Österreich, dem Inbegriff der kuk Monarchie. Mit einer bildlichen Präsenz auf Bildern, Münzen, Standbildern versehen, die zu seiner Zeit ein festes Symbol der „Allgegenwärtigkeit und Beständigkeit“ der Monarchie versinnbildlichte, wie s vorher und nachher wohl nie anders gelungen ist. Eine ganze Generation kannte nur das Leben in diesem Kaiserreich und unter diesem konkreten Kaiser. Im Ornat als übernationale Figur und im Jagdwams zugleich als volksnaher Herrscher. Wobei genau dieses positive Bild des gütigen Herrschers, des Vaters der Nation, der Klammer der Nation in bewegten, nationalistisch einer Zerreißprobe unterliegenden Zeiten, späterhin umgehend stark kritisch von den nachfolgen Parteien und Parteiungen gesehen wurde. Was aber blieb, gerade in den Zwischenkriegsjahren und späteren Jahrzehnten als geflügeltes Schlagwort war dieser Ausdruck der „guten alten Zeit“ als Synonym für Ruhe, Ordnung, Frieden, ein gesichertes Leben unter der Vaterfigur des Lebzeiten-Kaisers. Nicht zuletzt Stefan Zweig setzt diesem (verzerrten) Bild einer stabilen, weltoffenen Zeit mit seiner „Welt von gestern“ ein nachhallendes Denkmal, das über Jahrzehnte prägend wirkte. Im Geflecht dieser vielfachen Sichtweisen und der nachhaltigen Veränderungen der Zeit selbst im Lauf der Regierungsjahre (europäische Neuordnung 1870/71, Industrialisierung, Aufkommen neuer Großmächte), setzen sich die Autoren zum Ziel, dem Leser die Persönlichkeit des Mannes aus seinen „Beeinflussungen“ heraus darzustellen. In der Nutzung eines chronologisches Gerüstes (statt einer Orientierung an den wesentlichen Sachthemen), werden so von der Geburt an die konkreten Einflüsse, die Rahmenbedingungen dieses Lebens (Metternich, das System des Vormärz, Revolution 1848, Entwicklung und Entfaltung des Absolutismus), und dies in differenzierter Darlegung der Bezüge zu Franz Joseph als Person, seiner Politik und der Funktion als Herrscher fundiert erläutert. Ein Ansatz, der die Breite der Ereignisse ebenso fast lückenlos aufgreift , wie die Autoren es sehr verständlich im Stil verstehen, die vielfachen Sachthemen in den biographischen Abläufen zu vertiefen, ihre Herleitung und ihre Folgen aufzuzeigen. Wozu selbstverständlich auch gehört, die gesicherte und lange Tradition der Dynastie der Habsburger als ein wesentlich prägendes Element der Person des letzten kuk Kaisers ausführlich mit anzuführen, Auch wenn aufgrund der Konzentration auf die „wesentlichen“ charakterlichen Momente des Mannes und die damit zusammenhängenden politischen und biographischen Ereignisse nicht vollständig die gesamte politische Linie dieser 68 Jahre erzählt wird und zudem auch „Nebensächlichkeiten“ wie das Hofleben, das Zeremonielle, der kaiserliche Alltag tatsächlich, wenn überhaupt, nur nebenbei erwähnt werden, gerade durch die Konzentration auf herausgehobene Momente, an denen sich die Person und Haltung des Kaisers besonders zeigt, ergibt sich für den Leser ein prägnantes, fundiertes und lebendiges Bild der Person, der Zeit und der Wirkung der Person in und für die Zeit. Intensive Darstellungen gerade der wichtigen Jugendjahre und der sich teils fast überschlagenden Ereignisse der ersten knapp 20 Regierungsjahre, die den Mann formten und die Basis für dann fast ein halbes Jahrhundert lang „routinierter“ Staatenlenkung legten. Im der Rahmung einer sorgfältigen Darstellung in dieser Biographie, die dem Leser überzeugend vor Augen führen, warum mit dem Tod dieses Mannes 1916 für die nachfahrenden Generationen die kuk Monarchie tatsächlich beendet war (auch wenn es einen Nachfolger gab und noch zwei Jahrzehnte die Monarchie in Österreich offizielle Staatsform war Eine sehr lebendige, faltenreiche und verständlich verfasste Betrachtung Franz Joseph I als „Gesamtbild“, die zugleich vielfache Zeitgeschichte des 19. Jahrhunderts aufnimmt und in Bezug zum österreichischen Kaiser setzt. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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