Michail Bulgakow Meister und Margarita

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Inhaltsangabe zu „Meister und Margarita“ von Michail Bulgakow

Zum 125. Geburtstag am 15. Mai 2016Eine fantastische Abenteuergeschichte, eine Liebesgeschichte, eine Parabel – ein russischer Faust: Das Leben in Moskau steht Kopf in dieser Groteske um den Teufel und sein Gefolge, um Jesus und Pontius Pilatus, um einen gemütskranken Schriftsteller, der sich Meister nennt, und Margarita, die Frau, die ihn liebt. In der überbordenden Hörspielinszenierung von Klaus Buhlert auf Grundlage der Neuübersetzung von Alexander Nitzberg wird Bulgakows Jahrhundertroman zu einem vielstimmigen Großstadtpoem.(2 mp3-CDs, Laufzeit: 10h 4)

Anfang und Mitte sehr gut, zum Ende hin lahm.

— wie_rea
wie_rea

Bombastische Hörspieladaption eines vielschichtigen, grotesken Jahrhundertromans.

— Lesemanie
Lesemanie

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    Meister und Margarita
    Lesemanie

    Lesemanie

    27. November 2015 um 20:04

    Zwölf Jahre lang (1928-1940) arbeitete Michail Bulgakow an seinem Roman Meister und Margarita. Einige Teile diktierte er kurz vor seinem Tod 1940 noch vom Krankenbett aus seiner Frau. Seine Witwe war es auch, die das vollendete Werk schließlich abtippte und redigierte, und die darauf beharrte, das Buch zu veröffentlichen. Stark zensiert und gekürzt wurde der Roman postum 1966 und 19767 in zwei Teilen in der russischen Literaturzeitschrift Moskwa abgedruckt. Innerhalb kürzester Zeit war der Roman vergriffen und der "russische Faust" schlug auch im Ausland Wellen. Selbst die Rolling Stones ließen sich von Bulgakow inspirieren: die Idee zum Text ihres Klassikers Sympathy for the devil kam ihnen dank Meister und Margarita. Es gibt in diesem Roman zwei Erzählstränge: der eine spielt im Moskau der 1930er Jahre. Der Teufel erscheint in der Stadt in Begleitung seines Gefolges, das neben einem Todesdämon und einer Hexe unter anderem auch den schießwütigen, blutrünstigen und gesprächigen Kater Behemoth beinhaltet, der riesig ist, auf zwei Beinen geht und sich elegant kleidet. Der zweite Erzählstrang ist in Jerusalem angesiedelt und zwar zu Zeiten des Pontius Pilatus, der das Verfahren gegen Jeschua leitet und ihn schlussendlich zum Tode durch Kreuzigung verurteilen wird. Der Roman setzt in Moskau ein. Satan gibt sich als ein Professor Woland aus, der die Moskauer mit Tricks aus dem Bereich der schwarzen Magie in Erstaunen (und Begeisterung) versetzt. Wiederum andere treibt er in den Wahnsinn. Den jungen Schriftsteller Ivan Ponyrev zum Beispiel. Der wird Zeuge, wie der "Professor" einem Mann seinen Tod prophezeit, und wie das Gefolge des Professors den Tod herbeiführt. Ponyrevs Bemühungen, die Öffentlichkeit über die wahre Identität des Professors zu informieren, führen dazu, dass der junge Mann in eine Anstalt eingeliefert wird. Hier trifft er auf den Meister, einen verbitterten Schriftsteller, der im Schaffensprozess seines historischen Romans über Pontius Pilatus (Zweiter Erzählstrang) an seiner Aufgabe verzweifelt ist. Und dann ist da Margarita. Die verheiratete Frau ist Muse und Geliebte des Meisters. Um diesen aus der Anstalt zu befreien, geht sie einen Pakt mit dem Teufel ein und wird zur Hexe (anders als bei Goethe findet sich hier also ein weiblicher Faust, dessen Name unweigerlich an Fausts Gretchen denken lässt). Im zweiten Teil der Geschichte folgen wir Margaritas Abenteuern und den Umständen ihrer Wiedervereinigung mit dem Meister. Schlussendlich verwebt Bulgakow beide Erzählstränge miteinander; Sprünge durch Raum und Zeit sind dem Teufel und seinem Gefolge schließlich problemlos möglich. Die Inszenierung: Das Hörspiel basiert auf einer neuen Übersetzung des Romans von Alexander Nitzberg, der beiden Erzählsträngen im Deutschen jeweils ihre eigene Sprache und ihren eigenen Rhythmus gegeben hat. Alle acht Fassungen des Romans, an denen Bulgakow in zwölf Jahren Arbeit geschrieben hat, ist Nitzberg durchgegangen; fünf Jahre lang hat er an der Übersetzung des Romans gesessen. Insgesamt treten rund 50 Personen in diesem Stück auf und die 50 Sprecher, die sich hierfür eingefunden haben, verstehen es meisterhaft, die Fülle dieses Romans über Lautsprecher wirken zu lassen. Regie und Musik wurden von Klaus Buhlert übernommen und die Musik dieser Inszenierung verdient ein wenig Aufmerksamkeit. Buhlert hat mit einem Bandoneon gearbeitet und damit eine Musik geschaffen, die zwischen Blues, Tango und russischer Volksmusik changiert. So fügt sie sich perfekt ein in diese Collage aus Liebesgeschichte, Systemkritik, Parabel und Groteske. Sprachlich und klanglich greift dieses Hörspiel also alle Facetten von Bulgakows Roman auf und kaum ein Wort scheint mir passender, es zu beschreiben als "bombastisch". Das Hörerlebnis ist anstrengend, doch mit äußerster Konzentration lassen sich Geschichte und Inszenierung in ihrer Fülle erfassen und tatsächlich auch genießen. Manche Szenen habe ich drei- oder viermal gehört und was mir beim ersten Hören verwirrend erschien, erhielt beim dritten Mal eine gewisse Komik; im vierten Durchlauf erschloss sich mir der sarkastische Unterton. Die Gesamtlaufzeit der 12 CDs beträgt zehn Stunden, doch sollte man sich die Zeit nehmen, sich deutlich länger damit zu befassen. Es lohnt sich! Weitere Rezensionen unter lesemanie.blogspot.de

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