Michail Bulgakow Meister und Margarita

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Inhaltsangabe zu „Meister und Margarita“ von Michail Bulgakow

Moderner Klassiker

Moskau um 1930: Zusammen mit seinen Gehilfen geht der Teufel um und wirbelt die Stadt mächtig durcheinander. Im Varietétheater richten sie ein heilloses Chaos an und stellen das Publikum – Bürger der Stalinzeit – mit all ihren Schwächen bloß. Die Behörden scheitern kläglich mit rationalen Erklärungsversuchen. Nur zwei Personen entgehen Schreck und Unbill: Der Meister – ein Schriftsteller, der seine Tage in der Psychiatrie zubringt – und Margarita, seine Geliebte, die sich in ihrem gutbürgerlichen Leben nach ihm sehnt. Bulgakows Meisterwerk ist eine auch heute noch hochpolitische Gesellschaftssatire.

Geniales Buch ohne überflüssigen Schnick-Schnack. Lese ich nochmal.

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    Meister und Margarita

    dominona

    19. July 2016 um 06:13

    Aus atheistischer Sicht stiftet dieses Buch einige Verwirrung. Hat man sich erstmal an den Stil gewöhnt, sieht man dem Teufel dabei zu, wie er über eine Stadt herfällt. Wer jetzt noch auf die Idee kommt, das Buch mit dem Kommunismus und Stalin in Verbindung zu bringen, bekommt 100 Punkte, ich wäre nicht so leicht darauf gekommen. Das Buch mag ein Klassiker sein und für die russische Kultur sehr wichtig, ich fand es leider einfach nur anstrengend

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    Meister und Margarita

    Liebes_Buch

    21. May 2013 um 10:47

    Ich bin froh, dass ich "Der Meister und Margarita" gelesen habe. Aber leicht war es nicht. Das Buch hat einen sensationellen Anfang, der viele Erwartungen weckte. Während der Vorsitzende der Literaturgesellschaft und ein Dichter sich noch darüber unterhalten, wie man Jesus Christus in der atheistischen Sowjetunion darstellen muss/ darf, erscheint der Teufel und mischt sich ein. Fortan wird Moskau von einer Welle des Irrsinns erschüttert. Etliche Leute werden in die Psychiatrie eingeliefert, verschwinden oder finden sich nackt wieder. Michail Bulgakow entwickelt aber gar keinen philosophischen Dialog, in dem es um Gott und Satan geht. Er schreibt die Bibel um, so wie es wohl im Kommunismus gesehen wurde. Das hat mich sehr verwirrt und ich musste im Nachwort nachlesen, was der Autor uns sagen will: Die vordergründig theologisch oder philosophisch anmutende Erzählung ist als Kritik an der Diktatur Stalins zu verstehen. Jesus Christus wird zum Sinnbild des vom Staat gequälten Bürgers. Wenn man die Geschichte unter diesem Aspekt liest, ergibt sie auch einen Sinn. Der Meister, ein Schriftsteller, der seinen Namen abgelegt hat, lebt ganz für seine Kunst. Er schreibt einen Roman über Pontius Pilatus. Doch leider wollen die Genossen ihn nicht verlegen. Der Meister stürzt in eine tiefe Krise. Ein Auszug des Romans, der in einer Zeitung erscheint, wird verrissen. Nicht einmal seine Geliebte, die verheiratete Margarita, kann ihn trösten. Er verschwindet und Margarita geht einen Pakt mit dem Teufel ein, um ihn zu finden. So bleibt es auch der Teufel, dem in diesem Buch alle Macht gegeben ist, wenn ich es recht verstanden habe, bittet sogar Jesus ihn um die Erlösung des Pilatus. Der Teufel soll angeblich die Befreiung von der Staatsmacht sein. Michail Bulgakow ist zweifelsohne ein besonders phantasievoller Schriftsteller, der mit vielen Ideen eine ungewöhnliche Geschichte schreibt. Sein Stil hat mir gut gefallen und es gibt viele bewegende Momente. In Russland ist das Buch Kult, seine Wohnung eine Pilgerstätte. Damals hat man das Buch auswendig gelernt, um es vor der Zensur zu retten. Offensichtlich hat Bulgakow den vom Staat tyrannisierten Menschen also aus der Seele gesprochen. Mich hat die Umdeutung von Jesus und Teufel verwirrt. Die Düsterheit wirkte auf mich verstörend. Ohne erklärendes Nachwort hätte ich diese Geschichte gar nicht verstanden. Zu recht ein Klassiker. Muss man gelesen haben.

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