Michail Gorbatschow

 3.9 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Perestroika, Alles zu seiner Zeit und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Michail Gorbatschow

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Alles zu seiner Zeit

Alles zu seiner Zeit

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Erschienen am 12.03.2013
Das neue Russland

Das neue Russland

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Erschienen am 10.09.2015
Alles zu seiner Zeit: Mein Leben

Alles zu seiner Zeit: Mein Leben

 (2)
Erschienen am 12.03.2013
Triumph der moralischen Revolution

Triumph der moralischen Revolution

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Erschienen am 11.08.2015
Zur Lage der Welt 2005 neu denken

Zur Lage der Welt 2005 neu denken

 (0)
Erschienen am 01.04.2005

Neue Rezensionen zu Michail Gorbatschow

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Rezension zu "Kommt endlich zur Vernunft - Nie wieder Krieg!" von Michail Gorbatschow

kurz und knapp - ein Appell an EINE Menschheit
katze102vor 2 Jahren

Michael Gorbatschow erläutert in seinem Vorwort sowie im Gespräch mit Franz Alt seine Vorstellung von weltpolitischem Umdenken hin zu gewaltfreien internationalen Beziehungen, dem Abschied von nationalstaatlichem Denken, hin zu einem gemeinsam gelebten Europa.

Dabei spricht er von Versöhnung, Abrüstung und gegenseitigem Vertrauen, so wie es schon zu Zeiten des kalten Krieges möglich war und von dem man sich um einiges entfernt hat. Immer wieder betont er, dass wir EINE Menschheit sind, mit Geduld und Verständnis aufeinander zugehen und einen gemeinsamen, friedlichen, atomwaffenfreien gemeinsamen Weg, neue Verhaltensregeln und eine andere Moral finden müssen, z.B. bei Spekulationen, Steuerflucht, organisierter Kriminalität...

Dieses kleine Büchlein mit nur 60 Seiten finde ich sehr interessant; woraus sollte man lernen, wenn nicht aus den Fehlern der Vergangenheit?

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Sikals avatar

Rezension zu "Kommt endlich zur Vernunft - Nie wieder Krieg!" von Michail Gorbatschow

Wir sind EINE Menschheit! Wir leben auf EINEM Planeten!
Sikalvor 2 Jahren

Diese gerade mal 60 Seiten Interview des Journalisten Franz Alt mit dem großen Staatsmann Michail Gorbatschow empfindet man als Leser wie ein Wachrütteln, einen Appell an die Vernunft, eine Bitte an die Hoffnung. Nur ein Umdenken, ein gemeinsames Ziel – nämlich auf diesem unserem Planeten in Frieden zu leben – kann noch den Schwenk in die richtige Richtung, in eine Zukunft bringen.

Michail Gorbatschow, Friedensnobelpreisträger und Visionär appelliert, nicht wieder in die alten Denk- und Verhaltensmuster zurück zu fallen, die Vergangenheit nicht zu vergessen, sondern nach Lösungen, anderen Denkmustern und neuen Leitsätzen zu suchen. Vor etlichen Jahren hatte er die Vision, einen Weg einer stabileren, sichereren, gerechteren und humaneren Gesellschaft einzuschlagen. Nach jahrelangem Wettrüsten auf Seiten der Supermächte wurden gegen Ende des 20. Jahrhunderts alle Anstrengungen unternommen, um konkrete Schritte zur Abrüstung zu setzen. Ein Atomkrieg sollte keine Chance haben, Atomwaffen haben keinen Platz auf diesem Planeten.

Gorbatschow gibt in diesem Interview einen Rückblick in die damalige Außenpolitik Russlands, die Perestroika, Glasnost – weist auf Schlüsselelemente hin, wie die Konfrontation mit dem Westen, Verzicht auf Gewaltanwendung in internationalen Angelegenheiten u.a.

Gorbatschow spricht von seinen Überzeugungen, von den höchsten Gütern, wie Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Und der Pflicht jedes Menschen, für diese Werte einzustehen.Den Dialog zu suchen, die Konfrontation zu meiden, ist sein Ansatz. Die Angst vor Terror und Gewalt ist derzeit allgegenwärtig, in sämtlichen Medien täglich vertreten. Doch kaum hört man von der noch viel größeren weltweiten Gefahr – einem Atomkrieg. Die Präsidenten der beiden Großmächte, Donald Trump und Wladimir Putin sind hier gefordert, müssen Verantwortung für unser weiteres gemeinsames Zusammenleben übernehmen. Es würde ihnen nicht schaden, Ratschläge der „Veteranen der Weltpolitik“ anzunehmen.

„Das Ideal des 21. Jahrhunderts ist eine gewaltfreie Welt.“

Ein russisches Sprichwort sagt: „Unter einem fest auf der Stelle liegenden Stein fließt das Wasser nicht mehr.“ Hätten sich Visionäre wie Gorbatschow nicht an Bewegung und Vorankommen angehalten, hätten vielleicht die Länder des Warschauer Pakts nie ihre Politik selbstbestimmen dürfen, der Kalte Krieg wäre vielleicht heute noch nicht beendet und die Berliner Mauer nicht gefallen.

Ich würde mir wünschen, ein Politiker à la Gorbatschow zeigt Möglichkeiten und Lösungen für eine globalisierte Welt auf, eine friedliche Welt. Gorbatschow fordert, endlich an „unserem gemeinsamen Haus“ zu bauen, anstatt es zu zerstören.

Diesen Appell finde ich so wichtig für unsere heutige turbulente Zeit, dass es in jedem Geschichtsunterricht seinen Platz finden muss.

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awogflis avatar

Rezension zu "Das neue Russland" von Michail Gorbatschow

Gorbatschows Russland
awogflivor 3 Jahren

Aus aktuellem Anlass der Ukraine Krise und um das polarisierende Schimpfwort „Putinversteher“ nicht nur als leere Worthülse zu betrachten, sondern wirklich zu versuchen, Putin zu verstehen, habe ich mir vorgenommen, heuer ein paar aktuelle Bücher über Russland zu lesen.

Dabei habe ich als erstes die Analyse des neuen Russlands von Michail Gorbatschow ausgewählt. Mir erschien es eine perfekte Wahl, denn er steht seit jeher Putin sowohl wohlwollend als auch kritisch gegenüber.

Leider habe ich dummerweise nicht berücksichtigt, dass Gorbatschow weder pointierter Analyst historischer und politischer Vorgänge noch ein Journalist oder Autor ist, der das Schreiben von der Pike auf gelernt hat. Im Gegenteil, er ist und bleibt auch bis jetzt Politiker, der sehr diplomatisch mit blumigen Beschreibungen rechtfertigend das Zeitgeschehen kommentiert.

Diese Rechtfertigungen der eigenen Politik und Taten sind im ersten Abschnitt des Buches von 1989- 1999 sehr mühsam und für mich absolut nicht notwendig. Von meinem Standpunkt aus braucht seine Idee und Umsetzung von Glasnost und Perestroika nicht verteidigt werden.

Ab dem zweiten Abschnitt über Putin wird es zwar in der russischen Innenpolitik wirklich sehr spannend, aber Gorbataschow wiederholt sich massiv in seinen zentralen Argumenten und leiert diese immer wieder gebetsmühlenartig herunter. Da hätte ein Lektor mehr in das Werk eingreifen müssen.

Im dritten Abschnitt, den modernen Zeiten und aktuellen Konflikten, behübscht Gorbatschow sehr diplomatisch die aktuelle Situation, nur um die aktuelle Regierung ja nicht zu sehr zu kritisieren. Er drückt sich vor klaren Aussagen und schreibt teilweise hanebüchenen Unsinn z.B. über Syrien, der bereits 3 Wochen nach Auslieferung des Buches obsolet ist, aber schon vor einem halben Jahr absehbar war. Was hat er sich überhaupt dabei gedacht, den Konflikt in Syrien auf 2,5 Seiten abzuhandeln? Da hätte er es gleich bleiben lassen können. Auch um den Ukrainekonflikt eiert er herum – mir ist die Situation aus russischer Sicht nach der Lektüre dieses Werkes nicht um ein Jota klarer geworden.

Bei aller Kritik habe ich dennoch sehr viel Neues aus der Innenpolitik Russlands erfahren: Wie werden Politiker gemacht, wie ist die neureiche Post-Perestroika-Clique wirklich zu ihrem sagenhaften Reichtum gekommen, wie funktioniert(e) die Duma, die politischen Prozesse ….. Das war spannend und sehr informativ.

2,5 Sterne wohlwollend aufgerundet

Fazit: Mehr distanzierte Analyse anstatt rechtfertigendes Involvement und diplomatische Worthülsen wären von Nöten gewesen. Dies kann aber nur durch einen eigenständigen externen Autor, der Aussagen selbständig zusammenfasst, verwirklicht werden. Da hätte sich Gorbatschow mal an all den der Rechtschreibung nicht fähigen B-und C Promis ein Beispiel nehmen sollen, die sich biografische Bücher teilweise in sehr guter Qualität haben schreiben lassen. Er hat ja sehr viel Spannendes zu sagen, aber in dem Fall schafft das Selbermachen der Analyse zu wenig Distanz zum Thema.

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Michail Gorbatschow wurde am 02. März 1931 in Priwolnoje (Region Stawropol) (Russland) geboren.

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