Michail J. Lermontow

 4.3 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor von Ein Held unserer Zeit, Wadim und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Michail J. Lermontow

Sortieren:
Buchformat:
Michail J. LermontowEin Held unserer Zeit
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ein Held unserer Zeit
Ein Held unserer Zeit
 (38)
Erschienen am 24.02.2009
Michail J. LermontowAusgewählte Werke, 2 Bde.
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ausgewählte Werke, 2 Bde.
Ausgewählte Werke, 2 Bde.
 (0)
Erschienen am 01.12.1989
Michail J. LermontowAshik Kerib
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ashik Kerib
Ashik Kerib
 (0)
Erschienen am 09.02.2011
Michail J. LermontowEin Held unserer Zeit
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ein Held unserer Zeit
Ein Held unserer Zeit
 (0)
Erschienen am 01.10.2005
Michail J. LermontowWadim
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Wadim
Wadim
 (1)
Erschienen am 01.02.1995
Michail J. LermontowEin Held unserer Zeit/Geroj naschego vremeni
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ein Held unserer Zeit/Geroj naschego vremeni
Michail J. LermontowA Hero of Our Time
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
A Hero of Our Time
A Hero of Our Time
 (0)
Erschienen am 05.07.2011
Michail J. LermontowGeroj nasego vremeni. Stichotvorenija. Poomy
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Geroj nasego vremeni. Stichotvorenija. Poomy

Neue Rezensionen zu Michail J. Lermontow

Neu
Sokratess avatar

Rezension zu "Wadim" von Michail J. Lermontow

Rezension zu "Wadim" von Michail J. Lermontow
Sokratesvor 8 Jahren

In dem russischen Dorf Palizyn treffen wir auf Wadim, den Protagonisten des Romans. Die Zeiten sind unruhig, die Leibeigenschaft steht auf dem Prüfstand, die großen russischen Bauernaufstände stehen kurz bevor. Die gesellschaftliche Situation dieser Jahre hat Lermontow in seinem nur fragmentarisch erhaltenen Roman "Wadim" verarbeitet. Wadim ist ein Buckeliger, Außenseiter, Leibeigener, der erst spät seine Schwester trifft; die Schwester Olga, eine schöne, aber unschuldige junge Frau, liebt den Sohn des von allen verhassten Gutsbesitzers. Dass alles Drunter und Drüber geht, zeichnet sich alsbald ab; bereits die Charaktere der Geschichte sind so angelegt, dass man den drohenden Konflikt, in den die Handlung münden soll, erahnen kann.

Nach "Ein Held unserer Zeit" habe ich mich an dieses weitere Werk Lermontow's "gewagt" - gewagt deshalb, weil ich bereits mit dem "Helden" einfach nicht so klarkommen wollte. Bei "Wadim" wiederholte sich das Zerrspiel. Die Sprache ist zwar gelungen, aber eine spannungsvolle Aura konnte für meinen Geschmack einfach nicht entstehen. Den Protagonisten fehlt es Charisma und Pfeffer, der Handlung am gekonnten Schliff, an Dynamik. Und all dies hat nichts damit zu tun, dass der Roman nur fragmentarisch erhalten ist. Insgesamt kann ich deshalb feststellen, dass ich mit Lermontow irgendwie nicht auf einen gemeinsamen Nenner komme. Schade.

Kommentieren0
14
Teilen
Sokratess avatar

Rezension zu "Ein Held unserer Zeit" von Michail J. Lermontow

Rezension zu "Ein Held unserer Zeit" von Michail J. Lermontow
Sokratesvor 8 Jahren

Der Roman, einziges vollendetes Prosastück des russischen Schriftstellers Lermontow, erzählt aus der Perspektive eines Ich-Erzählers, wie dieser im Kaukasus auf den Offizier Maxymitsch trifft, welcher wiederum von seiner Begegnung des Petschorin erzählt. Dessen Leben soll später zur Handlung des Romans werden. Die Erzählung über Petschorin beginnt mit einer muslimischen Hochzeit, einer breit angelegten Darstellung muslimisch-kaukasischen Brauchtums, Besonderheiten und natürlich der sehr eigenen Persönlichkeit des Petschorin. Im Anschluss an diese Hochzeit versucht Petschorin ein besonders schönes Pferd zu stehlen, um damit einer jungen Frau zu imponieren. Doch schon bald ist er ihr überdrüssig, sie wird ermordet, Petschorin bleibt unengagiert, kalt, unemotional. Und später in der Handlung kommt es zu einer Begegnung zwischen dem Ich-Erzähler und Petschorin – die ganze Deutlichkeit seines Charakters kann sich offenbaren...
Der Roman ist in einer fließenden, leicht zu lesenden Sprache geschrieben. Erzähltes, insbesondere zu Beginn der Handlung, gibt viel der kaukasischen Kultur wieder, in deren Milieu die Handlung spielt. Petschorin kann man als pessimistischen Fatalisten bezeichnen; sein Engagement ist gedämpft bis gar nicht vorhanden. Der Roman gliedert sich formal in zwei Teile. Während der erste Teil von einem Ich-Erzähler erzählt wird, „veröffentlicht“ dieser Ich-Erzähler im zweiten Teil die Tagebuchaufzeichnungen des Petschorin. Diese Aufzeichnungen stellen für sich gesehen abgeschlossene Novellen, Kurzgeschichten, kleinere Erzählungen dar. Ihr Grundton ist pessimistisch-fatalistisch, der inneren Einstellung des Protagonisten folgend.
Und leider spätestens hier bin ich gescheitert. Während dem ersten Teil des Buches noch etwas abzugewinnen war, die Handlung noch ein gewisses Maß an Tempo hatte, verlor sich dieses Tempo im zweiten Teil völlig. Den Gedanken Petschorins konnte und wollte ich irgendwann nicht mehr folgen, es fehlte der der Handlung innewohnende Antrieb, der Leser wurde einfach nicht neugierig auf die noch folgende Handlung. Nach gut 120 Seiten habe ich das Buch enttäuscht aus der Hand legen müssen. Schade.

Kommentieren0
14
Teilen
Ferrantes avatar

Rezension zu "Ein Held unserer Zeit" von Michail J. Lermontow

Rezension zu "Ein Held unserer Zeit" von Michail J. Lermontow
Ferrantevor 9 Jahren

Ein packendes, bewegendes und aufwühlendes Buch, hervorragend übersetzt. In den ersten Kapiteln berichtet ein unbekannter Erzähler von seiner beschwerlichen Reise durch Osteuropa, während der er auf einen Reisegefährten stößt, der Petschorin - den "Held" des Romans - kennt und Geschichten über ihn erzählt. Der Erzähler trifft Petschorin und erfährt von seinem Tod, aufgrund dessen er das Tagebuch Petschorins veröffentlicht. Dieses besteht formal aus mehreren Novellen mit unterschiedlichen Themen. Die erste ist eine Art Schauererzählung, die zweite eine bittere Liebesgeschichte, die dritte eine Anekdote über das Schicksal. Petschorin analysiert sich und seine widersprüchlichen Emotionen ständig selbst und ist verfangen in seiner Langeweile und seinem Nihilismus. Der neue Mensch der Moderne, wie ihn Lermontow hier karikiert, ist ständig auf der Suche nach dem Glück, sabotiert es aber selbst, verachtet das Gewöhnliche, ist aber vom Leben gelangweilt und dürstet aber nach jeder neuen extremen Erfahrung, um sich selbst wenigstens kurz zu spüren. Der tragische, unglückliche und resignierte Held nimmt damit eine Gestalt an, wie man sie noch später oft im Zynismus verschiedenster Bewegungen erkennen kann.

Kommentieren0
9
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Michail J. Lermontow wurde am 15. Oktober 1812 in Russland geboren.

Community-Statistik

in 76 Bibliotheken

auf 5 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks