Michail J. Lermontow Wadim

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  • Rezension zu "Wadim" von Michail J. Lermontow

    Wadim
    Sokrates

    Sokrates

    28. February 2011 um 21:37

    In dem russischen Dorf Palizyn treffen wir auf Wadim, den Protagonisten des Romans. Die Zeiten sind unruhig, die Leibeigenschaft steht auf dem Prüfstand, die großen russischen Bauernaufstände stehen kurz bevor. Die gesellschaftliche Situation dieser Jahre hat Lermontow in seinem nur fragmentarisch erhaltenen Roman "Wadim" verarbeitet. Wadim ist ein Buckeliger, Außenseiter, Leibeigener, der erst spät seine Schwester trifft; die Schwester Olga, eine schöne, aber unschuldige junge Frau, liebt den Sohn des von allen verhassten Gutsbesitzers. Dass alles Drunter und Drüber geht, zeichnet sich alsbald ab; bereits die Charaktere der Geschichte sind so angelegt, dass man den drohenden Konflikt, in den die Handlung münden soll, erahnen kann. Nach "Ein Held unserer Zeit" habe ich mich an dieses weitere Werk Lermontow's "gewagt" - gewagt deshalb, weil ich bereits mit dem "Helden" einfach nicht so klarkommen wollte. Bei "Wadim" wiederholte sich das Zerrspiel. Die Sprache ist zwar gelungen, aber eine spannungsvolle Aura konnte für meinen Geschmack einfach nicht entstehen. Den Protagonisten fehlt es Charisma und Pfeffer, der Handlung am gekonnten Schliff, an Dynamik. Und all dies hat nichts damit zu tun, dass der Roman nur fragmentarisch erhalten ist. Insgesamt kann ich deshalb feststellen, dass ich mit Lermontow irgendwie nicht auf einen gemeinsamen Nenner komme. Schade.

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