Michail Scholochow Ein Menschenschicksal

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Inhaltsangabe zu „Ein Menschenschicksal“ von Michail Scholochow

Als Andrej Sokolow 1940 an die Front muss, hat seine Frau bereits eine Vorahnung: Sie werden sich nicht wiedersehen. Andrej gerät in Gefangenschaft und muss in Deutschland unter menschenverachtenden Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Seinen Humor und seine Standfestigkeit verliert er auch in diesen Jahren nicht: Als er vom geplanten Verrat eines Mitgefangenen erfährt, übt er Rache. Als ihm wegen Fluchtversuchen und Meuterei der Tod sicher ist, lässt ihn der Lagerkommandant wegen seines mutigen und gewitzten Auftretens laufen. Schließlich gelingt ihm doch noch die Flucht. Wieder auf russischer Seite erhält er die Schreckensnachricht: Bei einem Bombenangriff wurden seine Frau und seine Kinder getötet. Andrej hat jeden Antrieb verloren. Nach Kriegsende zieht er zu Freunden, schlägt sich durchs Leben, trinkt. Bis er eines Tages auf Wanja trifft . . . Michail Scholochow erzählt das Unfassbare: leise, unaufdringlich und ergreifend. Eine wahre Meistererzählung, ergänzt mit einem Vorwort von Willi Beitz

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  • Kurz und gut

    Ein Menschenschicksal

    Phliege

    02. July 2014 um 08:13

    Sechzig Seiten sind viel zu kurz, um Scholochows Sprachgewalt zu entfalten, aber für ihn nicht zu kurz, um die ganze Lebensgeschichte eines traurigen Mannes zu erzählen. Innerhalb dieser kurzen Zeit hört man die Schilderung des Protagonisten, wie er sich Familie und Heim aufbaut, wie er in Krieg und Gefangenschaft gerät, zu fliehen sucht und eine unbändige Willenskraft beweist, um irgendwann zu seiner Familie zurückkehren zu können. Nur um dann die ganze Tragik seines Schicksals zu erfassen. Trotz der Knappheit mit der berichtet wird, liegt das Innenleben des Protagonisten vollständig offen und für wichtige Details bleibt die Zeit, sie wie Motive immer wieder zu wiederholen. Wenn man die Erzählung weglegt, bleibt das Gefühl zurück, einen ganzen Roman gelesen zu haben.

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  • Rezension zu "Ein Menschenschicksal" von Michail A. Scholochow

    Ein Menschenschicksal

    slov

    13. March 2012 um 12:10

    Wie schreibt man eine Novelle um einen Mörder, der nicht Mörder genannt werden darf? Michail Scholochow stand bei seiner „Menschenschicksal“ vor einer schwierigen, fast unlösbaren Aufgabe. Herausgekommen sind zwei Interpretationsmöglichkeiten, von der die hintergründige gern übersehen wird. Natürlich kann man sagen, es sei eine pathetisch überhöhte Geschichte eines sowjetischen Heldenmenschen, den auch die schwersten Schicksalsschläge nicht zu brechen vermögen. Von dieser Sicht würde ich nur einen Gedanken aufnehmen wollen: Die ungeheuer tief verwurzelte Ablehnung von Krieg und Gewalt. Wenn man nämlich die russische Literaturgeschichte berücksichtigt, so gibt es dort ein wichtiges Motiv: Schuld und Sühne. Und was passiert denn dem Helden? Kaum dass er aus seiner friedlichen Heimat in den Krieg geholt wird, entscheidet er sich schon in einer eingebildeten Nothilfesituation für einen heimtückischen Mord. Zusammen mit einem zweiten erstickt er den nächtens schlafenden Kameraden, der einem Kommissar die Denunziation angedroht hatte. Während des „Roadmovies“ durch die Gefangenschaft bis zur erfolgreichen Heimkehr kämpft er sich nur durch. Er könnte als Held herumlaufen, weil er einen wichtigen deutschen Offizier als Beute mitbrachte. Allein … eine höhere Ungerechtigkeit beraubt ihn seiner Familie. Eine höhere Strafe als es die Hinrichtung sein könnte. Abseits von der großen Welt aber bietet sich eine Chance zu einer ungewöhnlichen Wiedergutmachung: Ein Waisenjunge glaubt in ihm seinen aus dem Krieg zurückgekommenen Vater zu erkennen, vielleicht will e es auch nur. Und die Vergangenheit wird mit einer positiven Lüge getilgt: Er gibt sich als jener Vater aus. Das Kind wird glücklich und durch dieses Glück auch der Mann. Man mag die Gesamtgeschichte für „konstruiert“ halten. Doch Scholochow dürfte es auch um eine „Parabel“ gegangen sein: Seht, was der Krieg uns antut und aus uns macht, gehen wir menschlicher miteinander um – in der Hoffnung, dass wir nie wieder in eine solche Lage geraten. Dies poetisch erzählt in einer solchen Form der Kritik an einem Menschen, den er eben nicht fallenlässt. Die Form der eingebetteten Ich-Erzählung ermöglicht es dem Autor, den Erzähler sich rechtfertigen zu lassen, ohne selbst die Tat rechtfertigen zu müssen – obwohl sie von Staats wegen gerechtfertigt worden wäre. Bleiben wird das Bild aus der alten Verfilmung, bei dem der Junge dem „Papa“ um den Hals fällt – rührend und für sich genommen unschuldig schön (kitschig?!) ...

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  • Rezension zu "Ein Menschenschicksal" von Michail A. Scholochow

    Ein Menschenschicksal

    Hallogen

    23. January 2010 um 09:22

    Schade, aber die eigentlich gewaltige Tragik der Erzählung konnte sich bei mir nicht so recht entfalten. Verzichtet auf Spannung, indem es Dinge meist schon vorher deutlich andeutet. Etwas zu konstruiert und pathetisch das Ganze (am 9. 5. 45, also wirklich..., das ist doch etwas billig, so als letztes Opfer des Krieges). Trotzdem schnell gelesen, und von daher drei Sterne. Zum Inhalt: Der Ich-Erzähler trifft einen Mann, der ihm sein Leben erzählt, das von Verlusten durch Hunger und Krieg geprägt ist.

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