Michal Hvorecky Tod auf der Donau

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Inhaltsangabe zu „Tod auf der Donau“ von Michal Hvorecky

Eigentlich ist Martin Roy Übersetzer. Eigentlich. Denn dazu kommt er nicht als Reiseleiter einer Donau-Kreuzfahrt, in deren Verlauf so gut wie alles schiefgeht. Michal Hvorecky verknüpft in seinem grotesken Ship-Movie die Geschichte Mitteleuropas mit persönlichen Schicksalen (und seinen eigenen Erlebnissen als Reisebegleiter). Dabei zeichnet er das Bild einer Generation, die wie Nomaden durch die Länder zieht, auf der Suche nach dem besten Job, der Erfüllung im Leben und so etwas wie Heimat. 'Tod auf der Donau' ist deshalb vieles auf einmal: Abenteuerroman, Liebesgeschichte und Satire auf die Auswüchse des Tourismus. Und nicht zuletzt eine Liebeserklärung an die Donau. - Hvorecky ist der populärste slowakische Autor in Deutschland. - Roman mit europäischem Tiefgang - Autor auf Lesereise in Kooperation mit dem Grenzgänger-Programm der Robert-Bosch-Stiftung (Lesungen in deutscher Sprache)

Nur als Reisebeschreibung lesbar

— berka

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  • Rezension zu "Tod auf der Donau" von Michal Hvorecky

    Tod auf der Donau

    Wolkenatlas

    12. September 2012 um 11:33

    Eine verrückte Reise auf der "MS America" Im Prolog dieses Romans von Michal Hvorecky erleben wir Martin Roy bei seiner Aufnahmeprüfung als Reiseleiter bzw. gar als Direktor an Bord der "MS America", im Dienste der Firma "American Danube Cruises". Gleich von Anfang an ist klar, die us-amerikanische Firmenleitung in Chicago zahlt und bekommt dafür fast echt aussehendes Lächeln und vermeintlichen Kompletteinsatz. Wirklicher Einsatz für die Firma ist eine Utopie. Das Personal an Bord der "MS America" besteht hauptsächlich aus Rumänen und Ungarn und eben Martin, einem slowakischer Übersetzer, der diese Arbeit gesucht hat, da er sich als literarischer Übersetzer in Bratislava keine wirkliche Lebensgrundlage schaffen konnte, und weil er aus einem zuerst noch unklaren Grund aus seiner Heimatstadt fliehen wollte. Seine Arbeit ist von älteren US-Amerikanern und US-Amerikanerinnen abhängig, die diese Reise besonders überteuert gebucht haben, die er bereits am Flughafen abholen und denen er fast eine Rundumbetreuung zukommen lassen muss. US-Amerikaner und US-Amerikanerinnen, die von Michal Hvorecky durchgehend übertrieben klischeehaft und zynisch gezeichnet werden, so sehr, dass es eigentlich nicht mehr als Karikatur funktioniert. Ich möchte fast behaupten, dass der Autor kein einziges Klischee über US-Amerikaner ausgelassen oder nicht berücksichtigt hat ... Mit falschem Lächeln lobt er die allesamt dümmlichen US-Amerikaner, die die Bauwerke von Regensburg mit der Innenstadt von Frankfort/Kentucky vergleichen, die Mozart nicht kennen und der Meinung sind, dass die Konzentrationslager von den Kommunisten errichtet worden sind. Dafür erhofft er sich am Ende eine positive Beurteilung der Gäste, die für seine weitere Tätigkeit an Bord ungemein wichtig ist. Gleich von Anfang an wird man mit Wissen über die Schifffahrt auf der Donau und über die Donau gut bedient, so dass man sich am Ende zumindest einiges an neuem Wissen angeeignet hat. Allerdings fügen sich diese Abschnitte nicht ganz in die doch leider etwas seichte Handlung. Während die Vorgängerromane "City" und "Eskorta" auf unterschiedliche Art und Weise wunderbar absurd-verrückt waren, ist "Tod auf der Donau" offensichtlich leider der Versuch, ein etwas "verträglicheres" Buch zu schreiben. Martin Roy lässt Beschimpfungen und Annäherungsversuche der verschiedenen Gäste stoisch über sich ergehen, wird erst unsicher, als seine ehemalige Freundin mit einer abstrusen Geschichte im Gepäck und einem Aktenkoffer voll Geld plötzlich an Bord auftaucht und sich in seiner Kabine breit macht. Als dann noch ein paar Morde an Bord passieren, wird die Erzählung etwas unglaubwürdig, aber eben nicht unglaubwürdig genug um, wie z.B. in "Eskorta", trotzdem zu überzeugen. Der Spannungsaufbau ist löchrig und die Aufklärung der Morde am Ende nicht allzu einleuchtend. Da bleibt leider der Eindruck einer zu konstruierten Sache zurück. "Tod auf der Donau" ist natürlich, abseits der Krimihandlung, auch als Gesellschaftssatire zu verstehen. Der materielle und persönliche Ausverkauf der Länder aus dem ehemaligen Osten steht im Vordergrund, sowie die immer stärker auftretende kulturelle Dekadenz und eine Satire auf us-amerikanische Touristen. Oder gar auf US-Amerikaner? Am Ende bleiben hauptsächlich die Erinnerungen an das durch die Lektüre von "Tod auf der Donau" neu erworbene Wissen über diverse Donaustädte, die Donauschifffahrt und die geschichtlichen Ereignisse, die Michael Hvorecky sehr genau recherchiert hat. Fazit: Leider nicht ganz überzeugend, obschon sehr gut lesbar, geschichtlich und geografisch interessant, wenn auch als Erzählung doch nicht wirklich fesselnd. (Roland Freisitzer; 03/2012)

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