Michal Viewegh Engel des letzten Tages

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Inhaltsangabe zu „Engel des letzten Tages“ von Michal Viewegh

Dass sie schon morgen sterben werden, wissen die Menschen natürlich nicht. Engel wissen, dass es so kommen wird, und versuchen - ganz pragmatisch - ein letztes Mal zu helfen. Denn jede kleine Freude und die Liebe machen das menschliche Leben ein wenig erträglicher - davon sind die Engel des letzten Tages, die der Autor in seinem neuen Roman bei der Arbeit beobachtet, felsenfest überzeugt. Mit großem Einfühlungsvermögen erzählt Michal Viewegh, in Tschechien ein Bestsellerautor, von den überirdischen Beschützern am Himmel über Prag, zu deren Pflichtausstattung Flügel längst nicht mehr gehören.

Tiefsinniger, trauriger, aber auch witziger Roman über das Leben und die kleinen Dinge, welche es erst lebenswert machen.

— Ambermoon

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    Engel des letzten Tages

    Ambermoon

    09. April 2017 um 14:15

    Jophaniel, Hachamel, Nith Haia und die junge Auszubildende Ilmuth – diese vier Engel auf den Brücken von Prag haben eine wichtige Mission: Sie sollen Menschen, die in Kürze sterben werden, eine letzte Freude machen. Diese himmlischen Wesen tragen keine Flügel, neigen zum Zynismus und sind doch fest davon überzeugt, dass jedes Promille menschlichen Glücks schon ein großer Erfolg ist....(Klappentext)                                        ---------------------------------------Auf nur 126 Seiten eröffnet sich dem Leser ein unglaublich tiefsinniger, trauriger, aber auch witziger Roman über das Leben und den Tod. Vor allem über das Leben, dass erst durch den Tod an Bedeutung gewinnt und welches wir an uns oft nur so vorüberziehen lassen, ohne es bewusst wahrzunehmen. Ein Buch, welches uns lehrt auch die kleinen Dinge zu schätzen und nichts als selbstverständlich hinzunehmen. Ein Buch das nachallt und zum Nachdenken anregt.Dies alles schafft der Autor indem er vier Engel nach Prag reisen lässt, um zwei Menschen vor ihrem Tod noch einmal glücklich zu machen.Hachamel - der Chef dieser Truppe; nimmt die Todesfälle manchmal viel zu persönlich und verträgt angeblich den Klimawechsel nicht immer gut. Er ist der Älteste und Ruhigste unter ihnen.Nith-Haiah - der Zweitälteste; hat eine Schwäche für Fernsehserien und liebt es daher Menschen mit Berühmtheiten zu vergleichen, aus Serien zu zitieren, oder einfach Situationen aus diesen zu vergleichen.Jophaniel - sarkastisch und zynisch; glaubt nicht immer an Gott, zumindest zweifelt er an den Logistikfähigkeiten des Arbeitgebers und ist mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden. (dieser Engel war von Anfang an mein Lieblingsengel ^^)Ilmuth - das weibliche Engelsexemplar unter ihnen und das Nesthäkchen, wenn man das bei jahrhundert alten Engeln so sagen kann. Dieser Einsatz in Prag ist ihr erster und sie ist quasi noch in Ausbildung.Bis auf Ilmuth kommt jeder Engel zu Wort und mit ihnen besucht der Leser die beiden Todeskandidaten, aber auch deren Angehörigen. Denn die Aufgabe der Engel ist nicht nur das kurzfristige Glück der "Klienten", sondern auch die Hinterbliebenen. Denen wird geholfen mit dem Verlust besser zurecht zu kommen.Und dann wäre da noch Ester - eine junge Witwe, die noch in der frischen Trauerphase steckt, nachdem ihr Mann an Krebs gestorben ist. Eine Ärztin mit leicht morbidem Humor, welche versucht wieder ins Leben zurückzukehren. Wie sich im  Verlauf der Geschichte herausstellt ist sie auch auf gewisse Art ein Engel.Scheinbar haben die lebenden Protagonisten so gar nichts miteinander zu tun oder gemeinsam und doch ist ihr Schicksal eng miteinander verbunden. Wie eng erfährt der Leser erst während des Lesens.Der Schreibstil ist flüssig, schnörkellos und nüchtern. Wer also ein esoterisch angehauchtes Engelbuch erwartet liegt komplett falsch.In diesem Roman geht es aber nicht nur um das Leben und Sterben, sondern vor allem um die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Hoffnung, um die kleinen Dinge des Lebens, die oft schöner sind als die großen, wenn man sie nur bewusster betrachten und beachten würde.Dabei kommt der Humor nicht zu kurz. Dieser wird immer an den richtigen Stellen eingebracht und lockert die Geschichte auch etwas auf. Fazit:Ein Buch wie das Leben selbst - tiefsinnig, traurig, skurril, aber auch zum Schmunzeln und Lachen.Es regt zum Nachdenken über das Leben an und über die großen und kleinen Dinge die es bereithält.Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung!In diesem Sinn - CARPE DIEM!

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    • 3
  • Der Himmel über Prag

    Engel des letzten Tages

    The iron butterfly

    08. July 2013 um 18:40

    Barmherzige Engel, die an der Existenz Gottes zu zweifeln wagen...Jophaniel, Hachamel, Nith-Haiah und die junge Engelsfrau Ilmuth bescheren den Toten von morgen noch einen letzten Glücksmoment. Ohne jeglichen Kitsch, aber mit vielen kontroversen Emotionen erzählt Michal Viewegh von Engeln ohne Flügeln und Menschen, deren Leben endlich ist, auch wenn es noch nicht wirklich erfüllt war. Viel Carpe diem und lebendige Protagonisten, die Nachbarn sein könnten. Eine kleine und sehr feine Lektüre.

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  • Rezension zu "Engel des letzten Tages" von Eva Profousová

    Engel des letzten Tages

    shaim

    25. November 2012 um 16:12

    Inhalt Sie sind die Engel in Prag und wissen genau, wann die Menschen sterben werden. So haben es sich Jophaniel und seine Engel-Kollegen zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen ein letztes Mal zu helfen und ihnen eine Freude zu bereiten oder einen Wunsch zu erfüllen. Der Leser beobachtet in dem Roman die Engel bei ihrer Aufgabe und verfolgt hoch-interessante Diskussionen über Gott, den Tod und das menschliche Glück. Fazit: Da die einzelnen Kapitel in "Die Engel des letzten Tages" relativ kurz und immer aus einer anderen Sicht geschrieben sind, hatte ich anfangs Probleme die Engel und ihre seltsamen Namen auseinanderzuhalten und wusste nicht genau, wer jetzt spricht und um wen es geht. Aber man kommt dann doch schnell rein und kann dieses Buch kaum mehr aus den Händen legen. Mit viel Einfühlungsvermögen und Humor erzählt der Autor mehrere Geschichten parallel und regt, durch intelligente Aussagen der Engel, zahlreiche Male zum Nachdenken an. So werden beispielsweise Diskussionen über Gott geführt, den Tod, das Glück im Leben eines Menschen oder einfach nur über den Sinn des Lebens. Fragen, die sich sicherlich jeder schon einmal gestellt hat. Ein wirklich tolles Buch, daß ich jedem empfehlen kann, der ein besonderes Buch lesen möchte, dessen Aussagen nicht nur fesselnd sind, sondern mich auch noch Monate später beschäftigen. 4 von 5 Punkten

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  • Rezension zu "Engel des letzten Tages" von Eva Profousová

    Engel des letzten Tages

    SV

    02. March 2011 um 11:14

    Engel in Prag - Todesengel eigentlich, sie begleiten diejenigen die sterben werden, Kranke, Selbstmörder, künftige Unfallopfer -
    Melancholisch, liebenswürdig, sie wollens erleichtern, sind selbst voller Zweifel, und auch sie sind nicht ganz sicher:
    warum tut Gott das? und: gibts ihn wirklich?
    Sehr gut.

  • Rezension zu "Engel des letzten Tages" von Eva Profousová

    Engel des letzten Tages

    Sophia!

    "Glück heißt Zeit." _ Der Engel Uriel berichtet von seinen Erfahrungen mit den Menschen. Er beobachtet sie zusammen mit Jophaniel, Hachamel, Ilmuth und Nith - Haiah kurz vor ihrem Tod. Es wird philosophiert über spezielle Verhaltensformen, Gefühle und Beweggründe für verschiedene Handlungen. Vieles ist dabei für die Engel nicht nachvollziehbar. Dennoch möchten sie den Menschen die letzten Augenblicke ihres Lebens versüßen und Hinterbliebene bei der Trauerbewältigung unterstützen. _ Erzählt wird beispielsweise die Geschichte von Karel, einem Fahrschullehrer, der in kurzer Zeit sterben wird. Als Leser taucht man nicht nur in seine Gefühlswelt ein, sondern auch in die seiner Frau, die Berufe der Beiden und ihre Sorgen und Probleme. Zusätzlich werden weitere Akteure vorgestellt: Ein Selbstmörder oder eine trauernde Witwe, die jeden Lebenssinn verloren hat. Interessant ist, dass sie alle miteinander verbunden sind. _ Obwohl es um ein ernstes Thema geht, enthält das Buch humorvolle, ja sogar ironische und zynische Passagen, die teilweise von schwarem Humor gefärbt sind. Zusätzlich regen viele einzelne Textstücke zum Nachdenken an: "Der Tod von jedem, der uns nahe steht, nimmt einen Teil von uns weg (...). Nach außen hin sehen wir normal aus, aber in Wirklichkeit sind wir nur bewegliche Rümpfe" _ Interessant sind auch die Diskussionen der Engel über Gott: "Die oft so diskutierte göttliche Barmherzigkeit besteht vor allem darin, dass Er mehrere Milliarden Menschen in einer absoluten Ahnungslosigkeit hält: Er lässt sie in Ruhe einkaufen, mit der Ehefrau streiten, politische Fraktionen gründen oder Bowling spielen. Falls es Gott wirklich gibt, ist er barmherzig; ein wirklich grausamer Gott würde die Menschen sehend werden lassen." _ Fazit: Ein sehr interessanter Text über die Engel des letzten Tages.

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    • 3
  • Rezension zu "Engel des letzten Tages" von Eva Profousová

    Engel des letzten Tages

    Gruenente

    31. August 2010 um 13:17

    Janek und Zdenek haben noch zwölf Stunden zu Leben. Sie wissen das nicht, aber 5 Engel, die die Aufgabe haben, die letzten Stunden einiger Auserwählter durch kleine Freuden zu verschönern wissen bescheid. Dieser letzte Tag im Leben der beiden Männer ist Inhalt dieses Buches. Darin wird auch die Geschichte von Zdeneks Mutter angerissen, von Marie, Karels Frau und das von der jungen Witwe Ester, die von den Engeln benutzt wird um Karel noch einen seiner größten Wünsche zu erfüllen. Ein nettes Buch über den Tod, das dazu auffordert das Leben zu genießen. Um jeden Tag Freud under bar fand ich folgende Stelle, in der eine junge Nonne zur jungen Witwe sagt: "Sie glauben also nicht an Gott. Trotzdem verhalten Sie sich so, als ob es ihn geben würde.". Dann deutet sie auf Esters Herz und sagt zu einer anderen Nonne: " Wenn sie die Kirche hier stehen hat, kann sie am Sonntag zu Hause bleiben..."

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  • Rezension zu "Engel des letzten Tages" von Eva Profousová

    Engel des letzten Tages

    Lieblingsbuchhandlung

    21. March 2010 um 10:31

    “Das Buch des Frühjahres”, so urteilt[e] Christine Westermann auf WDR 2 über diesen Titel. Ich finde das Buch nun wirklich nicht schlecht, die Idee sogar ganz hervorragend, aber so tief in den Trophäenschrank zu greifen, das ginge mir dann doch zu weit. In Prag begleiten wir besagte “Engel des letzten Tages” für exakt einen Tag. Dort versuchen sie, direkt ‘Betroffenen’ und/oder deren Angehörigen an ihrem letzten Tag kleine Freuden zu bereiten, Wünsche zu erfüllen, niemandem im großen Streit auseinandergehen zu lassen - oder schlichtweg: versöhnlich einzugreifen. Wir schauen drei Engeln und einem Engel-Azubi bei der Arbeit über die Schulter und durchleben mit ihnen Freude und Trauer, Hoffnung und Resignation… und wir erleben, wie auch sie mitunter daran verzweifeln, was ‘von oben’ vorgegeben bzw. verfügt wird. Bis hierhin alles prima, aber warum bitteschön gibt Michal Viewegh dem Fahrlehrer Karel keinen… na, wie soll ich’s sagen? Fahrlehrer Karel hat schon einen besonderen Wunsch, den ihm die Engel zu erfüllen versuchen. Ich werde mich hüten, diesen hier zu verraten, denn das hätte sicherlich zur Folge, dass uns einschlägige Seiten zuspammten [die Crawler fischen überall], …nennen wir den Wunsch vielleicht einfach ‘delikat’. Und eben diese Sehnsucht ist so etwas wie das Zentrum der Geschichte, sämtliche Geschehnisse und Handlungsstränge sind darauf zugeschnitten. …vielleicht bin ich auch vollkommen verklemmt, keine Ahnung [und ich glaube es nicht], aber mir erscheint der Wunsch im Gesamtkontext unangemessen… Von mir gibt es knappe 4 von 5 Sternen.

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