Michal Welles

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Michal WellesCharles Manson - Meine letzten Worte
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Charles Manson - Meine letzten Worte
Charles Manson - Meine letzten Worte
 (7)
Erschienen am 28.03.2011

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Rezension zu "Charles Manson - Meine letzten Worte" von Michal Welles

Befremdlich und Interessant zugleich
Rebel_Heartvor 3 Jahren

Ich muss ehrlich gestehen, ich habe, nachdem ich das Buch gelesen habe, lange gebraucht, um mich zu dieser Rezension aufzuraffen.
Nicht etwa, weil mir dieses Buch nicht gefallen hat oder dergleichen, sondern eher weil ich einfach nicht richtig wusste, wie ich mich unmittelbar nach dem Lesen ausdrücken sollte.
Nicht, dass es jetzt unbedingt besser ist, aber ich möchte trotzdem versuchen, meine Eindrücke ein wenig zu verdeutlichen.

1969 erschüttert eine grausame Mordserie die ganze Welt. Die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate und vier ihrer Freunde werden auf grausamste Art und Weise hingerichtet.
Schon bald werden die Täter gefunden: Der Manson-Clan. Sharon Tate und ihre Freunde schienen einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort und auch, wenn Charles Manson als Oberhaupt nicht als derjenige gilt, der die Morde beging, gab er sie doch in Autrag und verbüßt dazu bis heute eine lebenslange Haftstrafe.

Der Anfang des Buches beginnt mit einem Vorwort von Mark Benecke und auch, wenn das Buch nun wahrlich keinen Grund zum Schmunzeln hat, wenn man den Hintergrund betrachtet, hat Mark Benecke es geschafft.
Der Forensiker nimmt - wie in seinen eigenen Büchern auch - kein Blatt vor den Mund, schreibt sein Vorwort so, wie es ihm gerade in den Sinn kommt.

Den weiteren Verlauf des Buches erlebt der Leser aus der Sicht der Autorin Michal Welles. Sie beginnt über Charles Manson zu recherchieren und besucht ihn schließlich nicht nur einmal im Gefängnis. Oftmals erlebt sie fast alle Gesichter des Charles Manson und weiß selbst nicht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten soll.
Aber eines weiss sie: Dieser Mann fasziniert sie und sie möchte mehr von ihm erfahren, mehr davon, wieso er zum Mörder wurde, mehr davon, wer Charles Manson wirklich zu sein scheint.

Der Schreibstil hat mir durchaus gefallen, gerade der Teil des Buches, in welchem Charles Manson selbst zu Wort kommt und etwas aus seinem Leben erzählt.
Ich muss allerdings auch sagen, dass ich mit einem Punkt wirklich meine Probleme hatte und das eher aus.. ich weiss nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll, aber ich glaube, es waren eher Probleme moralischer Art und welche, die meinen Beschützerinstinkt aufflammen ließen.
Bei ihren Besuchen im Krankenhaus nimmt sie ihre kleine Tochter mit, welche Charles Manson sogar die kämmt und ihn wie eine Art Puppe frisiert.
Ich persönlich fand es wirklich schon ein bisschen befremdlich und ich bin mir wahrlich nicht sicher, ob ich meinen Sohn, wirklich in die Nähe eines solchen Menschen gelassen hätte, egal wie sehr er sich - wie er auch selbst sagt - im Gefängnis verändert hätte.

Bis heute hat er einige Gnadengesuche vergeblich gestellt und wird vermutlich seinen Tod im Gefängnis finden.
Ich persönlich fand es durchaus interessant einen Einblick in die Hintergründe und Taten des Charles Manson zu bekommen und würde dieses Buch durchaus weiterempfehlen. Auch wenn längst nicht über alle Hintergründe berichtet wurde.

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Cicumas avatar

Rezension zu "Charles Manson - Meine letzten Worte" von Michal Welles

Rezension zu "Charles Manson - Meine letzten Worte" von Michal Welles
Cicumavor 7 Jahren

Die Morde, die sich im Sommer 1969 in Los Angeles und in Teilen der USA ereigneten, gingen in die Geschichte der Welt ein. Unter den sieben Opfern war die Ehefrau vom Regisseur Roman Polanski, Sharon Tate. Die Schauspielerin und ihr ungeborenes Baby wurden bestialisch erstochen. Erst reichlich spät und mehr oder weniger durch Zufall kamen die Ermittler auf die Spur von Charles Manson und seiner so genannten "Familie".

Die Verhaftung im selben Jahr folgte der bis dahin spektakulärste Prozess in Amerika, der mit dem Urteil "Todesstrafe" im Jahr 1972 seinen Abschluss fand. Manson musste dennoch nicht sterben, weil sich der Bundesstaat Kalifornien später dazu entschloss, die Todesstrafe abzuschaffen. Seit dem sitzt der wohl berühmteste Insasse im Gefängnis ein. Seitdem vergeht kaum eine Woche mit weniger als hundert (Fan) Briefen, praktisch kein Wochenende ohne Besuch. Unter den Besucher war auch die israelische Journalistin Michal Welles. Sie besuchte Manson seit mehr als zwanzig Jahren regelmäßig im Gefängnis. Aus dieser Art Freundschaft heraus bat er Welles eines Tages, seine Autobiographie niederzuschreiben. Er gab ihr für dieses einzigartige Projekt sehr persönliche Aufzeichnungen, Briefe, Fotos und Zeichnungen.

Michal Welles zeichnet so den Menschen Manson auf, eine öffentliche Person, wie ihn bisher kaum wahrgenommen hat. Mal wirkt der Verbrecher völlig irre und unverständlich, das andere mal einsam und müde. Manson teilt noch immer die Menschheit.

Wer den Menschen Manson verstehen will, muss das Buch gelesen haben!

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