Michal Witkowski Lubiewo

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Inhaltsangabe zu „Lubiewo“ von Michal Witkowski

Der Badestrand Lubiewo an der polnischen Ostseeküste, einen Steinwurf von der deutschen Grenze entfernt, war seit den siebziger Jahren ein Mekka der Homosexuellen. Hier haben auch Patrycja und Lukrecja, zwei "Tunten", ihre schönsten Sommer verbracht. Seit dem Untergang der "Kommune", wie die kommunistische Zeit in Polen genannt wird, ist der Strand von emanzipierten, sportlichen gays und solariumsgebräunten, tätowierten Lederschwulen bevölkert, die nichts mehr wissen vom Herumstreunen auf der Straße, vom Dreck, von der Anonymität und demütigenden Unterwerfung. Von einem Begehren, das Kraft gab, zu leben und zu träumen. Lukrecja und Patrycja stehen auf luje, auf "Kerle", maskuline Heteros, die es auf möglichst raffinierte Weise zu verführen gilt: "Einer mit Abitur ist kein richtiger Kerl." Sie wollen weder Partnerschaft noch soziale Anerkennung. Ihr Platz in der Gesellschaft war die Klappe. Heute gehen sie sonntags zur Kirche, wie alle Frauen ihres Alters. Lubiewo, der "Große Atlas der polnischen Tunten", setzt ihnen ein Denkmal - wie auch dem Krankenpfleger Jessica, der an Aids stirbt, dem slowakischen Strichjungen Di am Wiener Westbahnhof und vielen anderen.

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  • Rezension zu "Lubiewo" von Michal Witkowski

    Lubiewo
    SV

    SV

    21. November 2007 um 12:36

    Nachrichten aus fernen Welten Michal Witkowski erzählt von "Lubiewo", einem Strand in Polen, der ein Treffpunkt der Tunten war. Jetzt ist er voller modischer Gays, die Gefahr und das Abenteuer sind nicht mehr sehr groß. Damals als die Tunten die der Autor erzählen, erfinden, gestehen läßt, noch auf der Suche waren nach "Kerlen", solche für die gilt: "einer mit Abitur ist kein richtiger Kerl.". Eine Geschichte von Erniedrigung, Hoffnung, Wünschen, Verzweiflung - sehr fremd und weit entfernt. Man braucht Mut, um das Buch zu lesen, aber Witkowski verrät sie nicht, seine Gesprächspartner und ihre Geschichten, sanft ist er mit ihnen, bei aller Derbheit und Hemmungslosigkeit, sehr menschlich und beeindruckend. "Es reicht, die Zigarette ein bißchen anders zu halten, keinen Schnurrbart zu tragen und dann all diese Worte. In den Worten steckt ihre Kraft. Sie haben nichts, alles müssen sie sich erlügen, erspinnen, erdichten. Heute kann man für Geld alles verändern: Geschlecht, Augenfarbe, Haare ... Für Phantasie ist da kein Platz mehr. Deshalb sind sie lieber arm und "amüsieren sich"."

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