Michel Bergmann Die Teilacher

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(3)
(7)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Teilacher“ von Michel Bergmann

»Dramatisch, bitter und voll liebenswertem Humor.« Senta Berger1946 hatten sie noch in ausrangierten Güterwaggons gehaust, in Kellern und halben Ruinen. Die Treppen baufällig, die Nachbarn grimmig, das politische Klima frostig. Bermann, Fajnbrot, Verständig, Krautberg und die anderen waren zurückgekehrt, oft als einzige Überlebende ihrer Familie. Bei jedem Wetter, mit Horch, VW oder Tempo Dreirad waren sie Tag für Tag unterwegs, verkauften Weißwäsche in Aussteuerpaketen und fanden das Unerwartete: die Kraft, wieder an Liebe, Nestbau und Zukunft zu glauben. »Warum ich Filmregisseur geworden bin? Um aus diesem wunderbaren Buch einen Film entstehen zu lassen.« Sam Garbarski in einem Interview

Ein starker Anfang, ein paar gute Szenen ansonsten so lala

— Das_Leseleben

Magnetischer Einblick in die Welt des Judentums nach dem Holocaust in Deutschland - und in die jüdische Seele. Außerdem witzig.

— Beust

Stöbern in Romane

Die Farbe von Milch

Großartiges Buch, in einfacher und eindringlicher Sprache geschrieben, passend zur Protagonistin Mary.

meppe76

Acht Berge

Ein berührendes Buch.

Campe

Olga

Traurig. Melancholisch. Dennoch schön

Freda_Graufuss

Der Weihnachtswald

Tolles Weihnachtsbuch! Die Geschichte ist romantisch und verzaubert schön.

lesefant04

Das Herz des Henry Quantum

Meiner Meinung nach sehr emotionslos und überhaupt nicht packend

snekiiic

Leere Herzen

Tolles Cover, spannende Handlung, sprachlich ausgefeilt, Leseempfehlung!

dasannalein

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Seichte Lektüre...

    Die Teilacher

    Das_Leseleben

    07. July 2017 um 11:49

    Eigentlich weiß ich gar nicht mehr wie ich auf ‚Die Teilacher‘ aufmerksam wurde. Es stand sehr lange in meinem Regal ohne wirklich Beachtung zu finden. Neulich brauchte ich eine etwas lustige Lektüre und da kam mir dieser Roman in den Sinn.Meine Hardcoverausgabe ist im Februar 2010 im Arche Verlag erschienen und hat 288 Seiten. Noch einmal neuerschienen ist es bei dtv. Ein Film basierend auf den Büchern von Michel Bergmann lief im April in den Kinos, unter dem Titel ‚Es war einmal in Deutschland‘   Inhalt:Als David Bermann am 11. Januar 1972 stirbt, versammeln sich seine alten Kollegen Verständig, Fajnbrot und Szoros. Allesamt Teilacher, aber David Bermann war der Beste unter ihnen. Keiner hat so geschickt und raffinier Aussteuerpakete verkauft. Ein Meister seines Faches. Bei diesem Zusammentreffen werden aber nicht nur an die guten Seiten des Lebens gedacht. Auch der Krieg zieht sich wie ein dunkler Schatten durch die Erzählungen.Ein Roman der die Geschichte der Überlebenden erzählt.   Meine Meinung:Um gleich vorweg ein Missverständnis aufzuklären das Wort Teilacher hat nichts mit dem Lachen zu tun. Sondern es kommt aus dem Jüdischem und im Deutschem sagen wir zu einem Teilacher Handelsvertreter.Der Stil sowie die Sprache laden zum Schmunzeln ein und sind mit dem typischen jüdischen Humor gewürzt. Dies bedeutet das wir den einen oder anderen Witz zu lesen bekommen und sehr viele jüdische Begriffe einfließen. Erst am Ende der Lektüre entdeckte ich durch Zufall das angehängte Glossar. Um ehrlich zu sein brauchte ich es nicht, da die Sprache recht seicht ist. Die meisten Begriffe erklären sich von selber.Michel Bergmann ist selbst ein Kind von internierten Juden und dieses merkt man seinem Werk auch an. Er weiß wovon er schreibt. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke das der Autor auch ein stückweit seine eigene Familiengeschichte verarbeitet.Trotz der geringen Seitenzahl ließ Bergmann alle Teilacher zu Wort kommen. Der Leser erzählt so einen interessanten Rundumblick. Besonders Augenmerk wird auf Max Holzmann gelegt, dies ist der Vorgesetzte von David Bermann und den anderen Teilachern. Von seiner Geschichte hätte ich wirklich gern noch viel mehr erfahren, aber immer dann wenn ich dachte jetzt geht es los, das Buch wird tiefgründiger flachte es sofort wieder ab. Dies war ein Problem das sich für mich durch das komplette Buch zog.Man merkt dem Roman an, das sein Autor Filme und Serien fürs deutsche Fernsehen schreibt. Es ist wie ein deutscher Film gut aber nicht wirklich gut, immer ein wenig die Angst dahinter die Realität auch wirklich abzubilden. Viel zu schnell wurde für mich dann immer auf die nächste komische Situation umgeschwenkt, die dann der Vorherigen sehr glich. Leider trug dies dann auch nicht wirklich was zur Handlung bei.‚Die Teilacher‘ ist ein Buch, das wirklich stark beginnt jedoch bald seine Schwächen offenbart. Durch seinen Humor und die leichte Sprache ein gutes Buch für zwischendurch, aber mehr auch nicht.Mehr Infos: http://das-leseleben.webnode.com/news/die-teilacher-von-michel-bergmann/

    Mehr
  • Rezension zu "Die Teilacher" von Michel Bergmann

    Die Teilacher

    Jahreszeiten

    17. January 2011 um 21:01

    Ein wundervolles Buch und ein Kapitel Frankfurter Nachkriegszeit aus der Sicht der "Teilacher", jüdischer Handelsvertreter, allesamt fast einzige Überlebende des Holocaust. Mit Chuzpe und Tatkraft leben sie, wo sie nie mehr leben wollten.
    Voller Witz - eben jüdischem Humor - lässt es die Ungeheuerlichkeiten der Nazizeit und auch des Nachkriegsdeutschlands nicht aus.

  • Rezension zu "Die Teilacher" von Michel Bergmann

    Die Teilacher

    goldfisch

    18. May 2010 um 08:40

    ----------Zitat aus dem Buch:"Das jiddische Substantiv »Teilacher« ist der Cousin des jiddischenBerliner Verbs »teilachen«, und das heißt im vulgären Sprachgebrauch so viel wie »abhauen«. Seinen Ursprung hat dies wiederum in dem Wort für Hausierer und müsste eigentlich »Teillaacher« geschrieben werden. Es ist ein Pleonasmus und setzt sich zusammen aus dem Begriff »Teil« und dem Wort »Laachod«, Einzelhandel. Der Teilacher, als Vertreter des Einzelhandels, ist das kleinste spaltbare Teilchen, dasAtom der Kaufmannswelt. Was den Teilacher vom herkömmlichen Handlungsreisenden unterscheidet: Der Teilacher ist Jude. Oder er gibt sich als solcher aus. Denn es gab eine Zeit, da konnte das, unglaublich, aber wahr, Vorteile haben. Aber auch Nachteile." --------------Zitatende Ich habe das Zitat meiner Rezension vorangestellt, da ich glaube,dass es den meisten Menschen so geht wie mir, sie können mit dem Begriff "Teilacher" nichts anfangen.Nun habe ich das Wort hoffentlich etwas bekannter gemacht....und das Buch hoffentlich auch. 1972 stirbt David Bermann,d e r Teilacher. Alfred Kleefeld packt das ganze Leben des David Beermann in Kartons und erinnert sich an viele Begegnungen. Fast jedes Papier, jedes Buch, jede Schallplatte erzählt aus Davids Leben. Davids Familie war wohlhabend und sie waren Juden....vor dem Krieg. Davids Familie hat alles verloren und David hat sie alle verloren, er hat als Einziger überlebt. Alfred Kleefeld trifft sich nach Davids Beerdigung mit dessen ehemaligen Kollegen,den Teilachern Verständig, Fajnbrot und Szoros in ihrem Stammcafe´. Sie haben viele Geschichten voller Trauer und auch voller Humor zu erzählen. Wie haben sie den Krieg überlebt? Warum sind sie nach Frankfurt zurückgekehrt oder überhaupt nach Deutschland gekommen? Stück für Stück erfährt der Leser, was diese Männer angetrieben hat, wie sie gekämpft haben ums überleben und wie sie Teilacher wurden und aus Überzeugung aber auch mit List und Tücke Waren verkauft haben. Am Ende erfährt man auch, welches Band David mit Alfred verbunden hat. Unbedingt lesen!!!

    Mehr
  • Rezension zu "Die Teilacher" von Michel Bergmann

    Die Teilacher

    Thaila

    17. March 2010 um 18:53

    Der Begriff Teilacher stammt aus dem jiddischen und setzt sich zusammen aus dem Wort "Teil" und dem hebräischen "Laachod", Einzelhandel. Gemeint ist damit ein Vertreter, sozusagen das kleinste Teil des Einzelhandels. "Die Teilacher", das ist eine Gruppe jüdischer Männer aus ganz Europa, die es nach dem Krieg nach Frankfurt verschlägt. Bleiben wollen sie im Land der Deutschen nicht, eigentlich auch keinen Kontakt zu ihnen aufnehmen. Aber irgendwie muss man ja leben und so beginnen sie Wäsche zu verkaufen. Und obwohl sie eigentlich immer noch weg wollen, in die USA oder nach Palästina, bleiben sie, nie richtig angekommen, immer ein wenig fremd. Fremd auch von den Deutschen, in ihrer Umgebung, die - von wenigen Außnahmen abgesehen - nicht bereit sind ihr Leid anzuerkennen. David Bermann ist einer dieser Teilacher und der Onkel von Alfred, dem Erzähler dieses wundervollen Romanes. Als David Bermann stirbt macht Alfred sich auf die Geschichte des alten Mannes zu erzählen, der so viel Leid erfahren hat, der 21 Angehörige in Auschwitz verloren und dafür ein paar tausend Mark Entschädigung erhalten hat. Der aber nie seinen Lebensmut, seine Freude am Verkaufen und an den Frauen verloren hat. Und desser Rettung der jüdische Humor ist. Davon lebt der Roman. Jüdische Witze und jiddisches Idiom sind sozusagen das Rückrad der Menschen von denen er handelt und auch das Rückrad der Geschichte. So ist es Michel Bergmann gelungen eine ungewöhnliche traurige, zuweilen bittere Geschichte zu schreiben, die trotzdem komisch ist und trotz allem eine gewisse Heiterkeit ausstrahlt. Ein ganz tolles Buch, dem ich viele Leser wünsche!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks