Fremde Tochter

von Michel Bussi 
3,8 Sterne bei21 Bewertungen
Fremde Tochter
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Alle anderen haben mir bisher besser gefallen, auch wenn zum Ende hin die Spannung nochmal stark anstieg

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Eine ergreifende Familiengeschichte!

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Inhaltsangabe zu "Fremde Tochter"

„Die Geschichte eines tragischen Sommers. Absolut empfehlenswert.“ marie claire

Sommer 1989: Die 15-jährige Clothilde verbringt die Ferien mit ihrer Familie auf Korsika. Dann geschieht das Unfassbare. Ihr Vater verliert auf der Küstenstraße die Kontrolle über den Wage, und sie stürzen in die Tiefe – nur Clotilde überlebt.
27 Jahre später kehrt Clotilde mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Korsika zurück. Und plötzlich erhält sie Briefe, die nur eine Person geschrieben haben kann: ihre Mutter.

Spannend und hochemotional: ein schrecklicher Unfall und eine Frau auf der schmerzhaften Suche nach der Wahrheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783352009013
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:Rütten & Loening Berlin
Erscheinungsdatum:15.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Alle anderen haben mir bisher besser gefallen, auch wenn zum Ende hin die Spannung nochmal stark anstieg
    Was ist wirklich auf Korsika passiert?

    Clothilde ist 15 Jahre alt, als sie Ihre Eltern und ihren Bruder auf dem jährlichen Korsika-Ferienaufenthalt durch einen Autounfall verliert. Sie ist die einzige Überlebende des Unglücks.

    27 Jahre später wagt sie sich mit ihrem Mann und ihrer Tochter wieder dorthin zurück. Sie möchte das Gefühl, die Atmosphäre und das Flair der Insel und ihrer Kindheit wiederbeleben, wird jedoch durch einen Brief völlig aus der Bahn geworfen. Sie weiß, dass es unmöglich ist, doch der Brief muss von ihrer Mutter stammen. Ihrer Mutter, die 27 Jahre zuvor bei einem Autounfall gestorben ist. Clo sucht Antworten, Erklärungen, doch sie trifft auf eine Mauer aus Schweigen, Unverständnis und Abwiegelungen. Niemand glaubt ihr oder möchte ihr helfen. Alle halten sie für verrückt. Doch es passieren mehr und mehr eigenartige Dinge, die sie davon überzeugt, dass ihre Mutter noch am Leben sein muss...
    Ein weiterer Spannungsroman aus der Feder des französischen Autors Michel Bussi. Ich habe mittlerweile alle bisher auf deutsch übersetzen Bücher des Autoren gelesen und musste leider feststellen, dass mir dieses bisher am wenigstens gefallen hat. 
    Das Buch ist zweigeteilt. Eine Eben befasst sich mit Clothildes Tagebuch als 15-Jährige. Ihre Gedanken, Gefühle, Beobachtungen. Und ihre Beobachtungen sind präzise und gut. Die andere Ebene ist die Gegenwart, in der Clo versucht die Wahrheit herauszufinden. Eigentlich alles spannende Zutaten, aber für mich hat die Spannung dieses Mal sehr lange auf sich warten lassen. Man weiß sofort, dass ein Mann Clos Tagebuch in Händen hält und darin liest. Natürlich verdächtigt man diesen und jenen, aber so richtig Spannung kommt erst spät auf. Leider ist mir dieses Mal auch etwas zu sehr aufgefallen wie sehr sich die Geschichten ähneln, was die Story noch einmal ein wenig schmälert. Aber dann wurde es richtig spannend und ich las schneller und schneller bis zum Finale. Die Art Epilog, der sich anschließt, ist ein wenig zu umfangreich und hätte deutlich kürzer gefasst werden können, aber ich habe dafür sehr große Lust auf Korsika bekommen und plane meinen nächsten Urlaub dorthin zu planen :)
    Trotz allem werde ich auch den nächsten Bussi lesen, denn ich mag den Autoren, seinen Schreibstil (wenn auch dieses Mal nicht zur Gänze) und die Spannung in seinen Romanen.

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    buecherherzrauschs avatar
    buecherherzrauschvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ergreifende Familiengeschichte!
    Eine ergreifende Familiengeschichte!

    Der Roman „Fremde Tochter“ von Michel Bussi wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

    Michel Bussi ist ein französischer Politologe und Geograph. Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt. Mein erster Roman von Michel Bussi war „Das verlorene Kind“ (Rezension)und danach folgten „Das Mädchen mit den blauen Augen“ und „Die Frau mit dem roten Schal“. Michel Bussi  „Fremde Tochter“ ist nun mein vierter Roman und man kann durchaus sagen, dass ich mittlerweile ein großer Fan des Autors bin.

    Michel Bussi konnte mich sofort wieder in seine Welt des Erzählens entführen. Bereits nach den ersten Seiten war ich gefangen. Typisch für den Autor wird auch diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was diesem Roman eine gewisse Komplexität gibt, allerdings finde ich es hier besser umgesetzt, als beim Roman „Das verlorene Kind“, wo ich mich teilweise etwas verloren in der Erzählkonstruktion fühlte und zurückblättern musste, um die einzelnen Aspekte zu verstehen.

    Michel Bussi wechselt in seinem Roman „Fremde Tochter“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit, d.h. das Familiendrama wird in zwei Handlungsstränge unterteilt. Die erste Zeitebene befindet sich im Jahr 2016, die Protagonistin Clothildes kehrt zum ersten Mal nach einem tragischen Unfall  in der Kindheit, bei dem sie ihre Eltern verloren hat, mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Korsika zurück und wird übermannt von den Gefühlen und Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit. Nachdem Sie einen Brief erhält, der Details Ihrer Vergangenheit beschreibt, glaubt Clothilde, dass ihre Mutter noch am Leben ist, und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.  Die zweite Zeitebene führt uns in das Jahr 1989, kurz vor dem Unfall und wird in Form von Auszügen aus Clotildes Tagebuch erzählt, die beschreiben, was die junge Clothilde in den letzten Tagen vor dem Unfall erlebt und gefühlt hat.

    Die Erzählweise in verschieden Zeitebenen finde ich sehr gelungen, da wir die Protagonistin dadurch intensiver kennenlernen und eine Gefühlsebene offenbart wird, die die Tragik des Geschehenes noch stärker hervorhebt.

    Michel Bussi versteht es Spannung aufzubauen, und die Suche nach der Wahrheit perfekt zu inszenieren, denn natürlich bringt die Protagonistin damit ihre Familie in Gefahr und verfällt in ein Netz von Intrigen und Lügen und deckt am Ende ein großes Familiengeheimnis auf.

    Michel Bussi hat einen sehr gefühlvollen Roman geschrieben, der eine komplexe, aber in sich geschlossene Geschichte erzählt, wobei die Wahrheit bis zum Ende verschlüsselt bleibt. Dieses Buch lebt von den bildhaften Beschreibungen der Landschaft und Figuren, wodurch die Spannung vielleicht an einigen Stellen herabgesetzt wird, was ich aber überhaupt nicht als störend empfunden habe, allerdings muss man diesen Stil auch lieben, sonst könnten sich 528 Seiten sehr lang anfühlen, denn der Autor verliert sich manchmal etwas im Detail beim Schreiben, aber genau dieser Aspekt macht am Ende die Einzigartigkeit des Schreibens von Michel Bussi aus.

     Fazit

    Michel Bussi versteht es Spannung aufzubauen, und die Suche nach der Wahrheit perfekt zu inszenieren – eine ergreifende Familiengeschichte. Natürlich merkt man dem Autor seine „Detailverliebtheit“ an, die natürlich die Geschichte etwas in die Länge zieht, aber  ich verliere mich gerne in den Weiten seines Erzählens.

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    Rosenmadls avatar
    Rosenmadlvor 9 Monaten
    Unglaubwürdige Geschichte und langatmige Szenen




    Inhalt:


    Clotilde und ihre Familie verbringen im Sommer 1989 ihre Ferien auf Korsika. Nur Tage später stürzen sie allesamt mit dem Wagen einen Abhang hinunter. Die einzige Überlebende: Clotilde.


    27 Jahre später kehrt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter an den Ort des Geschehens zurück.

    Plötzlich erhält Clotilde anonyme Briefe mit der Handschrift ihrer Mutter. Aber wie kann das sein? Sie hat doch mit eigenen Augen gesehen, dass auch sie im Wagen saß. Das keiner ihrer Familie überleben konnte. Spielt ihr jemand einen Streich oder was war wirklich im Sommer 1989 geschehen? Clotilde macht sich auf die Suche nach der Wahrheit !



    Meine Meinung: (Achtung: SPOILER)


    Verführt durch den Klappentext wollte ich mich auf eine großartige Reise begeben. Eine Reise durch die Wirren der Menschheit, durch die Psyche dessen.

    Ich kenne die meisten Werke von Michel Bussi und habe meist, bis auf das Ende, nichts an seinen Romanen auszusetzen gehabt. Aber "Fremde Tochter" konnte mich schon gleich auf den ersten Seiten kaum überzeugen. 


    Zwischen all den Mutmaßungen ob Clotilde ihre Familie durch einen Unfall oder durch Sabotage verloren hat, zwischen den Fragen wer der Schreiber der Briefe sei und ob ihre Mutter tatsächlich noch leben könnte, fand ich nur gähnende Langeweile. Zudem kann ich mir kaum vorstellen, dass ein 15jähriges Mädchen so geschwollen ein Tagebuch führt. In diesem Alter sicher nicht, auch noch die Logikfrage zum Ende hin. Kann sie in die Zukunft sehen? Woher wusste sie denn, dass sie am besagten Tag ihre Familie verlöre? So stand es am Ende ihres geführten Tagebuchs. Ich weiß nicht ob "Michel Bussi" dies nicht aufgefallen ist oder vielleicht die Übersetzung nicht richtig durchgeführt wurde. Meines Empfindens nach jedenfalls ein großes Minus.


    Zudem kommen noch die langgezogenen Beschreibungen der Gegend. Bildlich vorstellen konnte ich mir sie dennoch nicht, da sie einfach platt aber dafür unendlich lange beschrieben wurden.


    Ich muss ehrlich zugeben, dass dieser Roman mich mehr gelangweilt denn erstaunt hätte. Für mich das bisher schlechteste Buch des Autors. Sonst konnte er mich immer sofort in seinen Bann ziehen, mit "Fremde Tochter" leider gar nicht.


    Einzig und allein die Tatsache, dass ich wissen wollte, ob Clotildes Mutter tatsächlich noch lebt oder nicht, wer für diesen Unfall verantwortlich war, haben mich am Weglegen des Buches gehindert. Wirklich schade, denn es hätte so gut werden können.


    Alle Protagonisten, bis auf Clotilde fand ich auch sehr unscheinbar, eher sogar unsympathisch. Ich konnte keinerlei Beziehung mit irgendeinem Charakter aufbauen und so konnten auch keinerlei Emotionen entstehen.


    Und dann das verheerende Ende: Warum sollte ein Vater, dessen Sohn sich eines Unfalls schuldig gemacht und sich deswegen das Leben genommen hat nach Jahren dazu entschließen sich an unschuldigen Personen zu rächen? Weil er seinen guten Ruf nicht verlieren wollte, weil man immer noch seinen Sohn als Verdächtigen entlarven könnte? Und dass obwohl der Vater selbst nicht mehr lange zu leben hat? Irgendwie für mich unverständlich und total absurd. Dadurch hat für mich das gesamte Werk an Glaubhaftigkeit verloren.



    Fazit: 


    Mich konnte "Fremde Tochter" kaum überzeugen. Viele langgezogene und unwichtige Szenen, kaum greifbare Charaktere und eine komplett absurde Geschichte. Gerade zum Ende hin kaum noch glaubhaft. Sonst bin ich bessere Romane von "Michel Bussi" gewohnt und weil ich diesmal kaum Lob aussprechen kann, werde ich auch nur



    3 Sterne vergeben ! 

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    lenisveas avatar
    lenisveavor 10 Monaten
    Fremde Tochter

    Fremde Tochter Übersetzer/in Barbara Reitz, Eliane Hagedorn Klappenbroschur, 528 Seiten Rütten & Loening 978-3-352-00901-3 14,99 € *) Inkl. 7% MwSt. „Die Geschichte eines tragischen Sommers. Absolut empfehlenswert.“ marie claire Sommer 1989: Die 15-jährige Clothilde verbringt die Ferien mit ihrer Familie auf Korsika. Dann geschieht das Unfassbare. Ihr Vater verliert auf der Küstenstraße die Kontrolle über den Wage, und sie stürzen in die Tiefe – nur Clotilde überlebt. 27 Jahre später kehrt Clotilde mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Korsika zurück. Und plötzlich erhält sie Briefe, die nur eine Person geschrieben haben kann: ihre Mutter. Spannend und hochemotional: ein schrecklicher Unfall und eine Frau auf der schmerzhaften Suche nach der Wahrheit. Meine Meinung: Ich bin durch den sehr interessanten Klappentext auf das Buch aufmerksam geworden. Freundlicherweise wurde mir das Buch vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst in keinster Weise meine Meinung. Für mich ist dies das erste Buch, welches ich von dem Autoren gelesen habe. Ich habe schon viel von dem Autoren gehört, so dass ich sehr darauf gespannt war. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen, da direkt am Anfang das Hauptgeschehen stattfindet. Ich konnte mich direkt mit der 15jährigen Clothilde identifizieren, da ich meine Eltern auch sehr jung verloren habe. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass der Autor es geschafft auch, die Atmosphäre vor Ort einzufangen, man konnte sich in die Situation auf Korsika hinein versetzen und auch die Kultur und die Familientraditionen sind dort ja anders als hier. Andererseits hatte ich das Problem, dass mir das Buch viel zu langatmig war. Es ist wenig passiert in dem dicken Buch, 100 Seiten weniger hätten dem Buch gut getan. Es war alles sehr ausführlich beschrieben, so dass zeitweise wirklich ein wenig Langeweile aufkam. Zum Ende hingegen wurde es dann einmal richtig spannend, so dass ich das Buch dann nicht mehr weglegen konnte. Auch die Auflösung der mysteriösen Familiengeschichte konnte mich durchaus begeistern. Von der Story her hätte das Buch ein absolutes Lesehighlight werden können, durch die Langatmigkeit muss ich aber leider einen Stern abziehen. Alles in allem kann ich hier aufgrund der interessanten Story um in dramatisches Familiendrama vor der Kulisse Korsikas eine Kauf- und Leseempfehlung abgeben. Meine kleine Kritik hat mich dann dazu bewogen, das Buch mit 4 Sternen zu bewerten. Ich werde den Autoren auf jeden Fall weiter im Auge behalten.

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannender Unterhaltungsroman mit sehr viel Korsika-Flair.
    Spannende Unterhaltung vor atemberaubender Kulisse

    Der 23. August spielt eine bedeutsame Rolle im Leben der Familie Idrissi: Am 23.08.1968 hat der Korse Paul Idrissi seine Frau Palma kennengelernt, die auf dem Campingplatz von La Revellata ihr Zelt aufgeschlagen hatte und ihn schließlich seinem Clan und der Insel entrissen und mit nach Nordfrankreich genommen hat. Genau 21 Jahre später, am 23.08.1989, verunglückt die inzwischen vierköpfige Familie beim Urlaub auf Korsika mit ihrem roten Fuego und nur die 15-jährige Tochter Clotilde überlebt. 27 Jahre später kehrt sie zurück, nun selber verheiratet und mit einer 15-jährigen Tochter, um ihre Großeltern wieder zu sehen, um ihrer Familie Korsika und die Unglücksstelle zu zeigen, und um Licht ins Dunkel des Unfalls zu bringen, was ihr schließlich am 23.08.2016 gelingt – bei einem furiosen Finale... Doch bis dahin wird der Aufenthalt für sie immer surrealer, denn sie erhält mit einem „P.“ unterzeichnete Briefe, die eigentlich nur ihre Mutter geschrieben haben kann, die ungewöhnlichen Zufälle häufen sich und jemand scheint ein Spiel mit ihr zu spielen. Während ihr Mann, der nur an Effizienz und Rationalität glaubt, versucht, sie von weiteren Nachforschungen abzuhalten, taucht Clotilde immer weiter in die Geheimnisse der Vergangenheit ein und ahnt nicht, dass jemand die Aufdeckung der Wahrheit unter allen Umständen verhindern will. Hätte sie nur ihr Tagebuch aus jenem Sommer 1989 noch, dem sie damals alles über die Jugendclique auf dem Campingplatz, große Emotionen, die Konflikte mit ihrer Mutter, die Entdeckungen über ihren Vater und die Streitereien der Eltern anvertraut hat, doch das war nach dem Unfall spurlos verschwunden.

     

    Eigentlich lese ich eher selten leichte Unterhaltungsromane, aber wenn ich das Bedürfnis danach habe, hat mich der französische Bestsellerautor und Professor für Politologie und Geografie an der Universität Rouen Michel Bussi bisher noch nie enttäuscht. In diesem Fall hat mich die Geschichte über die reine Spannung der Handlung auch deshalb gefesselt, weil sie an einem Ort spielt, den ich aus mehreren Urlauben gut kenne: die Umgebung von Calvi auf Korsika. Die detaillierte Beschreibung der Region und besonders der Menschen mit ihrem Lebensmotto „Respekt, Ehre und Tradition“ hat mir sehr gut gefallen und Erinnerungen geweckt. Wie schon bei „Das Mädchen mit den blauen Augen“ konnte ich mir bis kurz vor dem Ende absolut keine Auflösung vorstellen, so wenig haben die Umstände zusammengepasst, und doch gab es sie. Die Kombination von zwei Zeitebenen, der Zeit von 2016 in erzählter Form und der Zeit von 1989 kurz vor dem Unfall als Auszüge aus Clotildes Tagebuch, ist gut gewählt und hat die Dramatik noch verstärkt, da man nicht weiß, wer da in diesem verschwundenen Heft liest und es bisweilen kommentiert.  

     

    Mich hat der Roman über stark 500 Seiten gut unterhalten und ich habe gerne beim ein oder anderen Zufall ein Auge zugedrückt. Schließlich habe ich es immer geahnt: Korsika ist nicht nur die Île de la Beauté, dort können sich auch Dinge zutragen, die man anderswo nicht für möglich halten würde...


    http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/michel-bussi-fremde-tochter/

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    J
    jojo86vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spanndende Geschichte, die zeitweise doch die ein oder andere Durststrecke überstehen muss
    Familienbande im traumhaften Idyll von Korsika

    Ich war schon sehr gespannt auf das Buch, da mir die letzten beiden Bücher von Michel Bussi sehr gut gefallen haben.
    Clothilde verlor bei einem tragischen Autounfall auf Korsika vor knapp 30 Jahren ihre Familie. Nun reist sie mit ihrem Mann und Ihrer Tochter erneut nach Korsika und wird dort mit den Geistern ihrer Vergangenheit konforntiert.

    Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgebaut. Einer spielt in der Gegenwart und erzählt von Clothildes Rückkehr nach Korsika. Der zweite Strang spielt in der Vergangenheit und ist in Form von Tagebucheinträgen von der jungen, 15-jährigen Clothilde dargestellt. Beide Handlungsstränge werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wobei in beiden Fällen die Ereignisse immer aus Sicht der Portogonistin dargestellt werden.
    Die Handlung des Buches ist durchaus gut durchdacht und der Plot interessant konzipiert. Allerdings konnte ich keinen Zugang zu Clo finden. Als 15-jährige war Sie mir nicht sympathisch, und auch wenn man eine persönliche Entwicklung erkennen konnte, hat sich das bei der erwachsenen Clothilde nicht geändert. Ein Großteil ihrer Reaktionen und Handlungen blieben mir fremd und haben mir eher ein Stirnrunzeln entlockt.
    An für sich fand ich die Idee gut und die idyllische Seite Koriskas ist auch sehr gut zur Geltung gekommen. Aber stellenweise war die Handlung doch recht zäh und langatmig. Es spielen viele Chraktere mit. Die Anzahl hat sich nach meiner Meinung aber negativ auf die tiefe der Chraktere ausgewirkt. Viele der Beschreibungen, durchaus auch der Protogonistin, sind doch eher an der Oberfläche geblieben.

    Im Großen und Ganzen ist das Buch durchaus okay. Aber aufgrund meiner Leseerfahrung von "Das Mädchen mit den blauen Augen" und "Die Frau  mit dem roten Schal" waren meine Erwartungen recht hoch und sind leider nicht erfüllt worden. Daher gibt es nur drei Sterne.

    Das Buch würde mir kostenfrei von netgalley zur Verfügung gestellt.

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor einem Jahr
    Schicksalhaftes Korsika


    Mit 15 Jahren verbringt Clotilde die Ferien mit ihren Eltern und ihrem 18-jährigen Bruder auf Korsika. Eines Abends fährt ihr Vater mit der ganzen Familie in einem rasanten Tempo durch die Serpentinen der Insel und verliert die Kontrolle über den Wagen. Er stürzt in die Tiefe und wie durch ein Wunder überlebt Clotilde als einzige diesen tragischen Unfall. 27 Jahre später verschlägt es Clotilde mit ihrer jetzigen Familie wieder nach Korsika. Emotional aufgeladen aufgrund des immer noch nicht vollständig verarbeiteten Schicksalsschlag, wird sie plötzlich wieder  mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ihr werden Informationen zugetragen, die eigentlich nur ihre vor 27 Jahren verstorbene Mutter wissen kann...


    "Fremde Tochter" ist der mittlerweile dritte Roman von Michel Bussi, den ich lesen durfte und er steht den anderen beiden Büchern in nichts nach. Der Autor versteht  es die Emotionen seiner Protagonisten mit seinem gefühlvollen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil hervorragend wiederzugeben. Auch in diesem Buch baut Michel Bussi eine komplexe und vielschichtige Geschichte auf, deren Ausgang aus meiner Sicht nicht vorhersehbar ist und im Verlaufe des Romans immer neue Rätsel aufgibt. Wie schon bei "Das Mädchen mit dem roten Schal" konnte ich mir nicht vorstellen, wie dieses erschaffene Konstrukt schlüssig und nachvollziehbar aufgelöst werden kann, aber der Autor konnte mich mit seinem überraschenden und fulminanten Finale voll und ganz überzeugen. Sehr gut gefallen hat mir auch die Beschreibung des speziellen korsischen Charmes und Stolzes, der auf mich sehr authentisch wirkte. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen, in denen jeweils Clotilde, einmal als heranwachsende Jugendliche und einmal als Familienmutter, die Schlüsselfigur ist. Michel Bussi gelingt es hierbei sehr gut diese Ebenen miteinander zu verbinden, so dass Situationen der Vergangenheit zu Erklärungen in der Gegenwart werden. 


    Mich konnte Michel Bussi auf die französische Insel entführen und mir dort ein paar sehr fesselnde und spannende Stunden bescheren. Ein aus meiner Sicht ist "Fremde Tochter" ein toller Roman mit Ansätzen eines Thrillers, den ich sehr gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte.

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor einem Jahr
    Im Sog der Vergangenheit - ein Roman, der sich zu lesen lohnt!

     "Fremde Tochter" ist inzwischen das dritte Buch, welches ich von dem Autor Michel Bussi gelesen habe. Es beginnt Ende August 1989. Handlungsort die Schäferei von Arcanu. Die 15-jährige Clothilde schreibt gerade ihre Gedanken in ihr Tagebuch, als sie gerufen wird. Die Eltern wollten mit ihr, dem achtzehnjährigen Bruder nach Prezzina fahren. Doch dort kommen sie nie an.

    Siebenundzwanzig Jahre später kehrt Clothilde mit ihrem Mann und der fünfzehnjährigen Tochter Valentine zurück an den Ort des Unglücks, den sie als einzige der Familie überlebt hat. Es ist das erste Mal, das Clothilde hierher an den Ort des Unglücks kommt. Doch sowohl ihr Mann Franck als auch zeigen keinerlei Interesse daran. Ihr Mann war der Meinung, die alte Geschichte müsse nun endlich ruhen. Die Familie war zu einem zweiwöchigen Urlaub auf der Insel Korsika, Handlungsort des damaligen Geschehens. Zurück auf den Campingplatz, dem Ort ihrer Kindheit.
    Das nächste Kapitel zeigt Auszüge aus Clothildes damaligen Tagebuch, welches sie damals in der Schäferei liegen gelassen hatte. Nunmehr liest darin ein uns noch Unbekannter. Sie war zurück, so seine Gedanken. Was wollte Sie? Die Wahrheit suchen?
    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen des August 1989 sowie der August 2016.
    Wer schon zuvor von Michel Bussi Romane gelesen hat, kann davon ausgehen, dass ihn eine Geschichte mit Familiengeheimnis erwartet. Der Handlungsort Korsika bringt es mit sich, dass klar wird, hier darf man keine Traditionen ignorieren geschweige sich widersetzen. Und schnell spürt man die spannungsgeladene Atmosphäre in dem über 500 Seiten umfassenden Buch. Die Ausführungen über die Landschaft, Korsika selbst und vor allem der teils doch sehr ausgeprägten Charaktere sind umfassend. Es ist so, als wäre man direkt vor Ort. Diese Erzählkunst hat mir schon in den vorherigen zwei Büchern gefallen, die ich gelesen habe. In diesem Buch überlässt der Autor auch wiederum nichts dem Zufall. Die Fäden der einzelnen Erzählabschnitte werden eins, werden ein roter Faden, der Kreis schließt sich.
    Ich habe es absolut genossen, das neue Werk von Michel Bussi zu lesen.
    Ebenso ansprechend das Cover, irgendwie im Stil der vorherigen Romane. Schlicht und dennoch einprägsam. Das tobende Meer im Hintergrund, davor eine Frau, die hinunter zum Strand geht. Auf jeden Fall eine Verbindung zur Geschichte.
    Mag sein, dass es kein leichter Stoff ist, "Fremde Tochter". Ernste Themen, Vorurteile, Traditionen, an manchen Stellen doch etwas langatmig. Und dennoch meiner Meinung nach wieder eine klasse Familiengeschichte, Gefühle und Wahrheit. Ich hoffe, noch mehr von Michel Bussi in Zukunft lesen zu dürfen.

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    SunshineSaars avatar
    SunshineSaarvor einem Jahr
    Unterhaltsam, aber auch teils etwas zu langatmig

    Ich kannte noch kein Buch des Autors Michel Bussi, deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch „Fremde Tochter“, denn bisher habe ich nur positives über den Autor gehört. Der Klappentext hat mich schon einmal sehr angesprochen, doch ich wurde dann doch leider etwas enttäuscht.

    Die Geschichte dreht sich um Clothilde, die im Sommer 1989 in einen schrecklichen Unfall verwickelt wird, bei dem sie nur haarscharf überlebt hat – ihre anderen Familienmitglieder jedoch sterben. 27 Jahre später kehrt sie nun nach Korsika zurück, wo der Unfall passiert ist. Und plötzlich passiert das Unfassbare: Sie erhält mysteriöse Briefe von einer Person. Sind die Briefe von ihrer Mutter? Was ist die Wahrheit? Wird sie sie herausfinden?

    Der Schreibstil gefällt mir schon sehr gut. Er ist flüssig und der Autor schreibt sehr bildhaft, was für mich auf jeden Fall ein Pluspunkt ist, denn genau das mag ich. Doch ab und zu wurde es mir dann doch etwas zu detailliert und das hat mich etwas von der Geschichte selbst abgelenkt. Teilweise wurde es sogar etwas langweilig. Schön fand ich dagegen, dass die Story in zwei Zeitebenen erzählt wurde. Aus der Gegenwart sowie der Vergangenheit. So ist eine gewisse Spannung gegeben, die mich vor allem am Anfang sehr mitgerissen hat. Leider gab es dann ein paar Längen und erst zum Ende hin wurde es wieder spannender. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und sind mir allesamt auf ihre Art und Weise sympathisch. Vor allem Clothilde ist mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen.

    Im Großen und Ganzen wurde ich von dem Roman gut unterhalten, doch ab und zu musste ich mich dann doch etwas dazu zwingen, weiterzulesen, denn gerade in der Mitte wurde einfach zu langatmig erzählt und die Spannung ging flöten. Deshalb kann ich leider nur 3 von 5 Sternen geben!

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    tweedledees avatar
    tweedledeevor einem Jahr
    Familientragödie

    Michel Bussi entführt seine Leser nach Korsika. Vor 27 Jahren geschah eine schreckliche Tragödie, ein Unfall, bei dem außer Clothilde keiner ihrer Familie überlebt hat.


    Nur widerwillig brechen die damals 15-jährige Clothilde und ihr Bruder Nicolas zusammen mit den Eltern zu einem Kirchenkonzert auf. Clothildes Vater fährt schnell die kurvige Straße entlang, eine Straße, bei der es ihr immer bang wird. Dann geschieht das Unglück, ihr Vater verliert in einer engen Kurve die Kontrolle, das Auto schießt über die Seitenabsperrung, überschlägt sich mehrmals. Bei dem Unfall finden alle bis auf Clothilde den Tod, wie durch ein Wunder bleibt sie bis auf einen gerbrochenen Arm und einige Schrammen unverletzt.


    Inzwischen ist Clothilde erwachsen, verheiratet, hat eine Tochter. Sie stellt sich zum ersten mal ihrer Vergangenheit, besucht den Unglücksort auf Korsika. Es gibt ein Wiedersehen mit ihren Großeltern und sie trifft den Jungen, in den sie damals verliebt war. Als sie einen Brief erhält gerät alles in wanken, Clotilde ist sich sicher dass er nur von ihrer Mutter stammen kann. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.


    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, in der Gegenwart und in Kapiteln, die im Jahr 1989 spielen, im Jahr der Tragödie. Dadurch bleibt die Handlung abwechslungsreich, man erfährt stückweise, was sich damals ereignet hat. Michel Bussis Schreibstil ist wunderbar lebendig und schön flüssig zu lesen. Er beschreibt die Insel detailliert, durch seine Augen bekommt man als Leser einen sehr guten Eindruck von Korsika, der Flora und Fauna und den Menschen. Diese bildhafte Darstellung hat mir besonders gut gefallen, denn Korsika möchte ich unbedingt noch bereisen.


    Die Figuren sind gut skizziert, ich konnte mich mit Clothilde identifizieren und mich in sie hineinversetzen und habe ihre Suche nach der Wahrheit gespannt verfolgt. Im Mittelteil gibt es auch mal Längen, die mich aber weiter nicht gestört haben. Der Autor baut einige unvorhersehbare Wendungen ein, so dass es zum  Schluss nochmals richtig spannend wird.


    Fazit: Fesselnder Roman über eine Familientragödie vor der wunderschönen Kulisse Korsikas.

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