Michel Faber

 3.7 Sterne bei 155 Bewertungen
Autor von Das karmesinrote Blütenblatt, Sugars Gabe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michel Faber

MICHEL FABER ist in den Niederlanden geboren, wuchs in Australien auf und lebt heute in England. Er ist Autor von neun Romanen, darunter Die Weltenwanderin (verfilmt als Under the Skin) sowie Das karmesinrote Blütenblatt, für die er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet wurde. Sein neuester Roman Das Buch der seltsamen neuen Dinge wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde in vielen Ländern zum Bestseller.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michel Faber

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Buchformat:
Cover des Buches Das karmesinrote Blütenblatt9783548604787

Das karmesinrote Blütenblatt

 (71)
Erschienen am 01.10.2004
Cover des Buches Sugars Gabe9783548607726

Sugars Gabe

 (17)
Erschienen am 01.01.2008
Cover des Buches Das Buch der seltsamen neuen Dinge9783036959894

Das Buch der seltsamen neuen Dinge

 (14)
Erschienen am 15.04.2019
Cover des Buches Hundertneunundneunzig Stufen9783548607085

Hundertneunundneunzig Stufen

 (2)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Das Buch der seltsamen neuen DingeB07BMZGTVJ

Das Buch der seltsamen neuen Dinge

 (0)
Erschienen am 29.03.2018

Neue Rezensionen zu Michel Faber

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Rezension zu "Das karmesinrote Blütenblatt" von Michel Faber

Jede einzelne Seite ist es wert, gelesen zu werden
Vespasiavor einem Jahr

Aufgrund des Umfangs dieses Buches - über 1000 Seiten - war ich doch ein wenig skeptisch, ob das Buch wirklich so lange meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte. Tatsächlich war ich nicht nur positiv überrascht, ich war regelrecht begeistert!


Der Roman über die Prostituierte Sugar, die den Parfümerben William Rackham kennenlernt, unterhält bis zur letzten Seite. Der angenehme Schreibstil ermöglicht es, ganz in diese Welt einzutauchen und mit den Personen mitzufiebern. Die Charaktere sind alle bis ins Detail ausgearbeitet, sodass ich am Ende traurig war, das Buch aus der Hand legen zu müssen. Die Prostituierte Sugar und Rackhams Frau stehen sich als Gegensätze gegenüber, einmal die zarte, gutbetuchte Frau von William und dann Sugar, die selbstbewusst und – zumindest soweit es ihr möglich ist – selbstbestimmt auftritt. Hier wird auch die Rolle der Frau in der damaligen Zeit gut hervorgehoben, gerade wenn man diese noch mit den Männern vergleicht, die nur zu gern sämtliche Bordelle der Stadt frequentieren. 

Da ein nicht unerheblicher Teil des Buches sich im Bordell abspielt, sind auch entsprechende erotische Szenen vertreten. Allerdings sind diese Szenen so, dass ich nie das Gefühl hatte, einen billigen Schundroman zu lesen. Stattdessen haben diese Szenen zu mehr Authentizität verholfen und haben mir ermöglicht, noch tiefer in das Leben der Frauen damals einzutauchen. Alles in allem hat das Buch mich mitgerissen, überzeugt und mich viele verschiedene Emotionen durchleben lassen. Die Direktheit des Autors, der öfter mit dem Leser selbst spricht, verhilft dem Buch dazu, einer der besten historischen Romane zu sein, den ich je gelesen habe. Der Roman ist mit seinen über 1000 Seiten keineswegs kurz, aber jede Seite war es mir wert. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die detailreichen Beschreibungen, die Handlung, alles war wirklich stimmig und höchst intelligent geschrieben. Ein großartiges Buch.


Fazit: Detailreich, authentisch und mitreißend: hier hat einfach alles gestimmt. Ich bin hellauf begeistert.

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Rezension zu "Das karmesinrote Blütenblatt" von Michel Faber

Ein Meisterwerk der Sprache, aber...
Sheylavor einem Jahr

Handlung:
London im 19. Jh. William Rackham, Erbe eines Parfum-Imperiums, begegnet der jungen Prostituierten Sugar. Beseelt von dem Wunsch, diese bemerkenswert kluge Frau ganz für sich zu haben, steigt er in kürzester Zeit zu einem der wohlhabendsten Unternehmer Englands auf. Für Sugar beginnt ein neues Leben ind Wohlstand - die Zwänge der bürgerlichen Konventionen schnüren sie in ein eisernes Korsett und ihre Sehnsucht, am Leben der "normalen" Menschen teilzuhaben, verleitet sie zu schicksalhaften Entscheidungen...

Das karmesinrote Blütenblatt ist mit seinen über 1000 Seiten kein Schinken, der sich mal eben weglesen lässt und Michel Faber sorgt außerdem dafür, dass die Leser/innen immer wieder herb zu schlucken habe.
Ich habe noch nie einen Roman mit so feinsinnigem, intelligentem und gleichzeitig melancholischem Humor gelesen. Der Autor begegnet seinen Charakteren - deren Innenleben so detailliert geschildert wird, dass zwar zahlreiche Handlungslängen, aber keine Langeweile entsteht - abwechselnd mitfühlend und mit schmerzhaftem Zynismus. Wirklich "nett" oder sympathisch ist keine der Figuren, dafür sind sie viel zu realistisch.

Die erotischen Szenen werden schonungslos real beschrieben. Ebenso wie der Alltag der Prostituierten. Keine Spur von romantischer Verklärtheit. Diese mutige Authentizität, bei der sich umfangreiche Recherche bis ins kleinste Detail bemerkbar macht, möchte ich als besonderes Merkmal des Romans hervorheben.

"Dieses Buch zu lesen ist besser als Sex!", schrieb die Times. Naja, besser als mittelmäßiger Sex ist Das karmesinrote Blütenblatt allemal. Leider hat das Ende mich enttäuscht. Im Vergleich zur minutiösen Beschreibung sämtlicher Gedanken und Handlungen aller Haupt- und Nebenfiguren ist es reichlich abrupt und konfus. Die Schicksale vieler Figuren, zu denen die Leser/innen im Verlauf der Handlung eine Beziehung aufbauen, velaufen im Sande. Was will der Autor damit zum Ausdruck bringen? Wenn jemand eine Idee, einen schlüssigen Interpretationsansatz hat, bitte her damit!

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Rezension zu "Das Buch der seltsamen neuen Dinge" von Michel Faber

Idee ist nett, aber die Umsetzung eher so lala
dominonavor 2 Jahren

Ein neuer Planet muss besiedelt werden und es gibt auch fremdes Leben dort und als nächstes wird ein Pfarrer hochgeschickt, um die neuen Wesen zu bekehren, die das auch alles super annehmen...viel interessanter ist, was mit dem Pfarrer so weit weg von der Erde geschieht und noch wichtiger: Was geht auf der Erde ab und kann eine Beziehung so etwas überstehen?

Ich habe den Protagonisten für sein biblisches Geschwafel manchmal sehr gehasst, weil es seiner Frau auf der Erde wirklich nicht gut geht und die Zukunftsvision ist beängstigend. Allerdings hat das Buch seine Längen und ist nicht wirklich Sci-fi, am besten kurz rein lesen.

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