Michel Friedman Kaddisch vor Morgengrauen

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Inhaltsangabe zu „Kaddisch vor Morgengrauen“ von Michel Friedman

Der bewegende Roman über das Schicksal einer Familie, die der Shoah entkam, aber nicht ihren Alpträumen§Eine ganze Nacht hindurch wacht Julien am Bett seines Kindes und erzählt ihm die Geschichte seiner Eltern Sarah und Ariel, die als einzige ihrer Familien dem Holocaust entronnen sind - und die dennoch nie wieder ins Leben zurückfinden konnten. So wird sein Bericht zum Kaddisch, zum Totengebet, und ist zugleich von der Hoffnung getragen, daß diese Bürde auf der nächsten Generation weniger schwer lasten wird.§Sarah und Ariel haben überlebt und können dennoch dem Schatten des Geschehenen nicht entkommen. Ihre gesamte Existenz kreist um den Sohn, Julien, der stellvertretend für sie ein unbeschwertes Leben führen soll - und dem genau dies nicht gelingt. Hinter der Fassade eines scheinbar harmonischen Lebens ist die Traumatisierung der Familie nur notdürftig verborgen. Julien erträgt das Leben im Land der Täter nicht, er geht nach Paris, um dort als Theaterregisseur zu leben. Doch die Katastrophe, die seine Familie erlitt, wird auch für ihn zu einer schier unüberwindlichen Last. Erst der Tod der Eltern ermöglicht ihm trotz des Schmerzes einen Neubeginn: die Heirat mit Perla und die Geburt des gemeinsamen Kindes. An dieses Kind wendet sich Julien, um endlich das Schweigen zu brechen und die Verstorbenen dem Vergessen zu entreißen - denn es gibt keine Stunde Null. Weder für Täter noch für Opfer. (Quelle:'Fester Einband')

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  • Rezension zu "Kaddisch vor Morgengrauen" von Michel Friedman

    Kaddisch vor Morgengrauen

    Gilfaen

    21. February 2011 um 19:50

    Ich habe dieses Buch als Mängelexemplar ergattert, nachdem ich Caias Rezension gelesen habe, in dem sie von einem Buch schreibt, welches "sehr gefühlvoll, ruhig, im inneren Monolog [geschrieben ist]. Und ich bin ehrlich - Einerseits war dies eines der besten Bücher, welches ich in der Thematik um den Holocaust gelesen habe. Andererseits auch das stilistisch fragwürdigste. Friedman beschreibt auf gerade einmal 150 Seiten ein ganzes Leben. Der Protagonist wächst als Kind zweier Holocaust-Überlebender auf. Sarah und Ariel können nicht leben - nicht im Jetzt, auch nicht in der Vergangenheit. Resignierend leben sie irgendwie - Ariel, in dem er sich verschließt und nur für seine Familie lebt und Sarah, in dem sie mit allen möglichen Menschen korrespondiert, egal ob über Briefe (auch in ferne Länder) oder abends und nachts durch Telefonate mit Freundinnen. Beide können nicht schlafen, beide können nicht hin-, aber auch nicht wegsehen. Das Erlebte wird immer wieder in Anekdoten, die sie ihrem Sohn nur in wenigen Situationen offenbaren, verarbeitet. Der Tod der mütterlichen Schwester als missbrauchte Persönlichkeit eines SS-Offiziers. Der Tod des Großvaters, vor die Wahl gestellt, welches seiner Kinder leben und welches sterben soll. Diese Geschichten offenbare sie ihm, es sind nur Fragmente, Bruchstücke; ihr eigenes Schicksal bleibt im Dunkeln, bis ihr Sohn Jeschua sich auf den Boden wirft und schreit: "Erzählt es mir endlich!" Doch sie können nicht sprechen. Sie gehen in das Land der Täter, nach Deutschland und ihr Sohn erlebt in seiner Studienzeit die Scheinwelt, die sich seine Eltern aufbauen. "Sie sind glücklich, wiederholen sie!" und sterben doch schluss endlich in der größten Einsamkeit. Dies stellt Michel Friedman sehr gelungen da - Der Sohn soll das Leben leben, welches den Eltern nicht vorbehalten war. Er soll Arzt werden, die Welt sein, in einer Welt zu Hause sein, die ihn nicht als "Drecksjude" beschimpft. Und doch ist er nur die Imagination seiner Eltern. Wie soll man leben, mit einer Last, die man nicht nehmen kann, weil sie die einzigen Personen sind, die man liebt? Inhaltlich betrachtet ist es das beste Buch dieser Thematik; es wird sehr anschaulich beschrieben, wie sich die Familie entwickelt, wie sich trennen muss, wie sie wieder zueinander finden. Manche sprachliche Bilder sind sehr ansprechend, wenn Jeschua z.B. schildert, wie sich die Liebe seiner Eltern ausdrückt: "Er darf kein Eis essen, erst, wenn es geschmolzen ist, weil es sonst im Hals wehtut." Lügen, zum Schutz des Jungen. Und doch ist der Stil Michel Friedmans für meinen Geschmack überbordend. Er bringt sehr viele philosophische Gedanken hinein, allesamt sehr interessant und doch erscheinen mir die Gedankengänge manchmal einfach zuviel für diese kleine, aber feine Geschichte. Es geht nicht nur um Gedanken, um die Existenz, sondern auch um das Leben, Lieben und Denken. Oftmals verliert er sich jedoch in diesen Gedankengängen, dass es ab und an sehr schwer fällt zu folgen. Und doch, eine feine, stilistisch sehr schöne Erzählung, die eine Melodie hinterlässt, wenn diese auch manchmal verstört.

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  • Rezension zu "Kaddisch vor Morgengrauen" von Michel Friedman

    Kaddisch vor Morgengrauen

    ChaosQueen13

    23. April 2010 um 14:45

    "Kaddisch vor Morgengrauen" Das Buch war ein Geschenk. Man kennt den Autor aus dem Fernsehen aus seiner Talkshow, wo er seine Gäste nicht ausreden läßt und auch ziemlich aggressiv sein kann. Deswegen hat mich das Buch sehr verwundert, da es sehr feinfühlig geschrieben ist. Es dreht sich hier um die Zeit des 3. Reichs, seine Eltern standen auf der Liste von Schindler und sind gerettet worden. Der Roman ist eine Art Dankschreiben, an die Menschen aus der damaligen Zeit. Die ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben und auf die Gefahr in die sie sich und ihre Familien ausgesetzt haben, für andere Menschen da waren.

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  • Rezension zu "Kaddisch vor Morgengrauen" von Michel Friedman

    Kaddisch vor Morgengrauen

    rpunkt

    04. December 2007 um 04:13

    Kaddisch im Morgengrauen war für mich ein wichtiges Buch. Einfach um ein Phänomen zu verstehen, das oft aufgezeigt und selten erklärt wird: Die Folgen des Holocaust für die Kinder der Überlebenden. Ein emotionales, intimes Thema, welches in diesem kleinen Bändchen ebenso emotional wie intim behandelt wird. Da überrascht es schon, daß es vom streitbaren Journalisten Michel Friedman stammt. Und doch - oder gerade deshalb - ist es ein gutes Buch, auch wenn Friedman gelegentlich den Bogen überspannt und die Gefühlsbeschreibungen in seiner erdrücken Masse dann fast schwülstig wirken.

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