Michel Houellebecq Ausweitung der Kampfzone

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Inhaltsangabe zu „Ausweitung der Kampfzone“ von Michel Houellebecq

Kaum je hat ein Autor in der französischen Öffentlichkeit ein solches von
leidenschaftlichen
Diskussionen begleitetes Echo gefunden wie Michel Houellebecq
mit seinem ersten Roman. Es wurde in Windeseile zum Kultbuch, rückhaltlos
gepriesen und wütend geschmäht. Heute gilt es vielen als Houellebecqs
bestes Buch, sein Titel ist bereits zum Sprichwort geworden.
Ein junger Informatiker, der für eine Pariser Software- Firma arbeitet, ist der
Held der in einem straff gespannten Bogen erzählten Handlung. Seine betriebsame,
aber kommunikationslose Umgebung versteht er meisterhaft zu sezieren.
Dann unternimmt er eine Dienstreise in die Provinz, gemeinsam mit einem
ebenso erotomanischen wie verklemmten Kollegen, einer Verkörperung all jener
Eigenschaften, die er an seinen Mitmenschen verachtet. Am Weihnachtsabend,
in einer Diskothek, drückt er ihm ein Messer in die Hand . . .

Houellebecq ist wie immer sehr kritisch und sehr lesenswert!

— UlliAnna

Die Negativität des Protagonisten drückt dem Leser auf die Stimmung, zudem keinerlei Spannung in der Handlung.

— Croeli

Mixtur aus Erzählung und Reflexion über den kapitalistischen "Markt" der Chancen auf Liebesbeziehungen. Scharfsinnig, aber deprimierend.

— Zachanassian

Traurig, komisch, Houellebecq, GRANDIOS!

— ichundelaine

nüchtern,deprimierend, gut!

— Badmojo44

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  • Gedanken eines IT-Spezialisten?

    Ausweitung der Kampfzone

    Bibliomania

    18. February 2015 um 22:15

    In Michel Houellebeqcs Roman "Ausweitung der Kampfzone" geht es um einen 30-jährigen IT-Spezialisten, der, obwohl er Reisen hasst, mit einem Kollegen Weiterbildungen in verschiedenen Provinzstädten Frankreichs durchführen muss. Er hat weder Frau noch Familie und Freunde ebenfalls nicht. Am Wochenende sitzt er allein zu Haus. Im Laufe der Geschichte lässt uns der Ich-Erzähler an seinen teils wirren, unnachvollziehbaren Gedanken teilhaben, dass eigentlich die ganze Welt eine Kampfzone ist, egal welchem Bereich des Lebens man sich widmet. Und dann wird der IT-Spezialist auch noch krank... Eine äußerst eigenartige Geschichte, mit der ich nicht wirklich etwas anfangen kann. Depressive Grundstimmung und ein absolut offenes Ende lassen keinen besonders positiven Eindruck zurück.

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  • Jammern auf hohem Niveau

    Ausweitung der Kampfzone

    Bellami

    Dieser kurze Roman handelt von einem dreißigjährigen Ich-Erzähler, der nach einer gescheiterten Beziehung ein verbitteter Mensch geworden ist. Seinen Mitmenschen gegenüber verhält er sich zynisch und verachtend. Auch seinen Job als Informatiker hasst und gibt sich keine Mühe, seine Verachtung gegenüber der Arbeit und den Menschen, denen er geschultes Wissen vermitteln soll,zu verbergen. Mit seinem Kollegen Tisserand wird auf Dienstreise geschickt. Dieser ist so hässlich und chancenlos gegenüber Frauen und trotzdem "immer auf der Pirsch". Im Laufe der Erzählung bietet diese Vorlage nur die Grundlage für die trostlosen misanthropischen Gedanken und Taten und je mehr er sich von allem isoliert, umso mehr versinkt er in seine Depressionen. "Ich liebe diese Welt nicht. Ich liebe sie ganz entschieden nicht. Die Gesellschaft, in der ich lebe, widert mich an; die Werbung geht mir auf die Nerven; die Informatik finde ich zum Kotzen. Meine ganze Arbeit als Informatiker besteht darin, die Grundlagen, Vergleichsmöglichkeiten und Kriterien rationaler Entscheidung zu vervielfachen. Das hat überhaupt keinen Sinn. Offen gestanden, das ist sogar eher negativ; eine sinnlose Behinderung für die Neuronen. Dieser Welt mangelt es an allem, außer an zusätzlicher Information." . Der provokante Schreibstil, die eingebauten Tierfabeln, die depressive Stimmung in dem Roman sind keine leichte Lektüre. Aber die Figur des Ich-Erzählers fasziniert, die seines Kollegen Tisserand amüsiert, der Kampf um Anerkennung, die ewige Suche nach schnellem Sex, die Suche nach der großen Liebe alles untermalt mit Hoffnungslosigkeit interessiert. Tipps und Hinweise des Misanthropen gaben Anlass zum Schmunzeln, ohne die Traurigkeit, die von dieser Person ausgeht, zu vergessen. "Will man sich die Achtung des Verkäufers bewahren, ist man gezwungen, ein Doppelbett zu kaufen, ganz gleich, ob man dafür Verwendung hat oder nicht . Ein Einzelbett kaufen, heißt öffentlich zugeben, daß man kein Sexualleben hat und daß man weder in naher oder ferner Zukunft die Absicht hat, ein solches zu erlangen. " In diese Geschichte kann man gut sich hineinfühlen, auch wenn nichts Großartiges passiert, das einem dem Protagonisten sympathisch macht oder an derem Schicksal man unbedingt teilhaben muss. Es ist für mich einfach ein Roman über einen Sonderling unserer Gesellschaft, der seine Mitmenschen genausten unter die Lupe nimmt und in Ihnen das sehen möchte, woran er selbst erkrankt ist. Ein Buch über Jammern auf hohem Niveau !

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    • 4
  • Großartig ekelhaft!

    Ausweitung der Kampfzone

    Violet_Mascarpone

    Ich habe nie ein Buch gelesen, dem es besser gelungen ist das Mikroskop auf die B-Seite des Lebens zu richten und die banalen menschlichen Abgründe und Erbärmlichkeiten intensiver und grausamer zu beschreiben als es in "Ausweitung der Kampfzone" geschieht. Ich weiß nicht wie oft ich diese skalpellhafte Sezierung der Triebe, den Verlust jeder Wertschätzung des Lebens gelesen habe, aber jedes Mal schaue ich angespannt und starr vor Entsetzen in die Seele der Depression und Isolation des Einzelnen inmitten anderer.  Houellebeqc deckt den Bereich der Einsamkeit und der zwischenmenschlichen Kälte mit einer, für mich schmerzhaften Präsenz und Einseitigkeit auf, dass ich wirklich nur von Herzen dankbar bin, dass dieses Buch geschrieben wurde.  Die Stärke der Geschichte besteht für mich klar in der radikalen Ausleuchtung der miesen Seite des menschlichen Seins. Houellebeqc kennt keine Gnade, er lässt kein Licht in das Leben seines namenlosen Hauptcharakters dringen und doch fand ich in seinem belanglosen Leben eine Menge Situationen, die mir vertraut waren und die ich nun durch Houellebeqcs Lebensvernichtungs-Kaleidoskop betrachten musste.  Ich fand es grandios geschrieben, aber ist bestimmt nicht Lektüre Nummer eins für Menschen mit Kuschelbedürfnis und Hang zum Happy End.

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    • 2
  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    Miringa_83

    14. August 2012 um 18:51

    Die Beobachtungsgabe des namenlosen 30-jährigen Protagonisten ist ganz herrlich und scharfsinnig. Zu Anfang musste ich noch viel lachen, aber mit der Zeit hat mich die Deprimierung auch etwas runtergezogen, was ich aber nicht schlecht finde.

  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    Medienjournal

    26. May 2012 um 20:56

    Den großen Kultroman, wie er von vielen propagiert wird, erkenne ich in Ausweitung der Kampfzone nicht, doch blitzt hier und da schon ein Stück weit die sprachliche Eleganz des späteren Houellebecq durch und in diesem Kontext kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der dem Autor etwas abgewinnen kann.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2011/06/ausweitung-der-kampfzone-buch/

  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    Mozartine

    25. June 2011 um 11:29

    Aus meiner Sicht ist dieses Buch eine der schärfsten Analysen, die jemals über unsere zeitgenössische Gesellschaft geschrieben wurde, die Individualismus und Liberalität propagiert, aber in Wahrheit ein Schlachtfeld ist, auf dem sich die Menschen im Streben nach Erfolg, Achtung und Sex selber vernichten. Houellebecq zeigt einen der typischen Leidtragenden dieses kranken Systems, in dem man letztlich immer nur verlieren kann: Ein mit seinem Beruf unzufriedener Informatiker sehnt sich nach Sexualität und sozialen Beziehungen, doch führt ihn sein weg immer nur in die Resignation. Irgendwie ein hoffnungsloses Buch, aber eine realistische Beschreibung des Ist-Zustandes für einen großen Teil der Menschheit in Europa. Brillant geschrieben wie alle Bücher des Meistes Houellebecq.

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  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    Marlischen

    29. November 2010 um 00:13

    Hat das Leben denn überhaupt einen Sinn? Nicht für den Protagonisten in Houellebecqs Erstlingswerk. Ein Informatiker in den Mitdreißigern, in allen Bereichen des Lebens Durchschnitt und ohne aktives Liebesleben, exerziert über die Einsamkeit, phantasiert über Macht und sucht nach sich selbst, um schlussendlich in der Depression zu landen. Anfänglich neuartig und erfrischend verliert sich der Roman mit der zunehmenden Desillusionierung des Protagonisten in sich selbst. Am Ende bleibt nicht viel, außer dem Eindruck, dass das Leben eben das nicht hat, wonach der Roman zu suchen strebt. Sinn.

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  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    BigDi

    08. August 2010 um 22:07

    Die erbärmliche Tristesse der modernen Sinnlosigkeit, die sich selbst auffrisst, wenn sie keinen Sex bekommt, und für den Rest der Menschheit soviel Mitleid übrig hat wie für sich selbst - nämlich gar keinen. Keine richtige Geschichte, vielmehr ein sezierender, zynischer und gnadenlos hoffnungsloser Blick in eine kaputte Welt durch die Augen eines würdigen Teils dieser.

  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. October 2009 um 19:44

    Dieses Buch war einfach nicht mein Ding!!! Ging gar nicht!!! Lesen abgebrochen!!! AUWEIA!!!

  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    Frankfurter

    06. March 2009 um 12:37

    Wunderbar lakonische Abrechnung mit Anspruch und Wirklichkeit heutiger Erfolgs- und Erotiknormen. Die Geschichte entwickelt sich am Ende fast zu schnell und zu dramatisch, über mehr als die knappen 170 Seiten hätte ich mich sehr gefreut. Insgesamt ein intensives Buch mit vielen zitierwürdigen Passagen, das mir viel Freude gemacht und mich sehr zum Nachdenken angeregt hat.

  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    Jetztkochtsie

    15. November 2008 um 17:11

    Ich bin mit gespannter Erwartung an das Buch herangegangen, wurde zunächst auch nicht enttäuscht, sondern war von dieser seltsamen Sichtweise sehr fasziniert, um dann am Ende irgendwie verstört, leer und enttäuscht zurück zu bleiben.
    Wirklich etwas gegeben hat mir dieses Buch nicht. Ich hatte mehr das Gefühl, es nimmt mir etwas.

  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    leosinger

    24. February 2007 um 01:14

    Ein reichlich deprimierendes Buch. Im Gegensatz zu den späteren Romanen kommt Houellebecq aber hier noch ohne seinen missionarischen Firlefanz aus.

  • Rezension zu "Ausweitung der Kampfzone" von Michel Houellebecq

    Ausweitung der Kampfzone

    Martinka

    16. February 2007 um 01:03

    Auf die These dass die Ausweitung der Kampfzone von der Wirtschaft auf das Sexuelle übergreift, muss mensch erst einmal kommen. Die Ableitungen, die daraus getroffen werden, sind irgendwo zwischen völlig absurd und schrecklich wahr. Menschenverachtend - aber das sind war ja von Houellebecqs Figuren ja gewohnt.

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