Michel Houellebecq Taschenbücher / Unterwerfung

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Inhaltsangabe zu „Taschenbücher / Unterwerfung“ von Michel Houellebecq

Es ist vielleicht der umstrittenste Roman des letzten Jahres: ›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Goncourt--Preisträger Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet.
Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.

Spannend und interessant. Bestes Buch von Michel Houellebecq seit Elementarteilchen.

— stefanb

Roman, Frankreich 2015

— ellaemma

Beeindruckend.

— coffeetimelady

Es hat mir gefallen, auch wenn ich einige Gedankengänge des Autors nicht wirklich nachvollziehen konnte.

— Lorenz_Stassen

Ich verstehe die Verteufelung nicht...

— SenfKorn1993

Ein spannendes Szenario mit aktuellem politischen Hintergrund.

— Berit_Schwarz

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ein ernstes Thema, ein politisches Buch.

— UlliAnna

Kontrovers, frauenverachtend, durchzogen von den triebhaften Gedanken einen alternden Akademikers und nicht Houellebecqs Sternstunde

— ichundelaine

sprachlich sehr gutes Buch, das Wert ist zu lesen. Inhaltlich leider zu oft zu eindimensional trotz des berechtigten Einwandes der Satire

— DrGordon

Luzide Analyse vorteilsgeiler Intelligenzia - gepaart mit unverhohlener Frauenverachtung. Mein erster und letzter Houellebecq.

— alasca

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Ganz ruhig und mit wunderbarer Sicht auf das Leben und Sterben, hat mich dieses Buch tief berührt! Klare Empfehlung!

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  • Unterwerfung

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Bibliomania

    13. March 2018 um 21:21

    Offensichtlich haben sich so Einige diesem Buch unterworfen. Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo war "Unterwerfung" von Michel  Houellebecq ganz hoch im Kurs. Er wusste scheinbar im Voraus, was passieren würde, wovon ziemlich viele angezogen wurden. Wenn ich daran denke, dass intelligente ältere Herren, die sich für Politik interessieren, dieses Buch gelesen haben, wird mir ganz schlecht.Die Hauptfigur ist Francois, ein Hochschullehrer und Literaturwissenschaftler, der sich mit dem Werk Huysmans ein Leben lang beschäftigt und darüber auch seine Dissertation geschrieben hat. Damals war er erfolgreich und jung, viele haben sich für seine Arbeit interessiert, junge Studentinnen ihm hinterher gelaufen. Doch jetzt sieht es anders aus. Francois ist in den mittleren Jahren, wechselt jährlich seine Bettgespielinnen und verfolgt die Präsidentschaftswahl, die sich immer mehr zu Gunsten des Kandidaten der Bruderschaft der Muslime verschiebt. Houellebecq zeichnete ein Zukunftsszenario, das gar nicht unrealistisch war. Voller Panik und Angst, was wohl passieren würde, wenn der Islam in der Politik Einzug erhält. Und es ist sicherlich beeindruckend, wie der französische Autor sich genau für dieses Thema, das uns auch jetzt mehr und mehr umtreibt, entschieden hat. Was mich allerdings sehr stört, ist das fürchterliche Frauenbild, die Art und Weise der Sexszenen und die recht ausgedehnten Passagen aus verschiedenen Werken von Huysman, den ich im Übrigen überhaupt nicht kannte. Und eigentlich nimmt Francois an der politischen Gegenwart überhaupt nicht teil. Vielmehr flieht er, fährt durch das Land und verbringt langweilige Tage in anonymen Hotels. Einzig das Ende fand ich nicht schlecht, in dem der Mensch als sich beugende Spezies zeigt (ich will nicht zu sehr ins Detail gehen). Eine letzte Chance werde ich Houellebecq noch geben, aber bisher gefällt er mir nicht sonderlich. Ob er nun als angeblich großer französischer Schriftsteller der Gegenwart dasteht oder nicht.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2018

    Bücher sind treu

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2018 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Da sich ja einige gewünscht haben, dass die Challenge auch in 2018 weiter geht, habe ich einen neuen Beitrag dazu erstellt. Die Regeln sollen so einfach wie möglich bleiben - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Die Sammelbeiträge werden ich dann hier im Startbeitrag verlinken, damit nicht jeder lange nach seinem Beitrag suchen muss. Jeder kann seinen Beitrag so gestalten wie er möchte, wichtig wäre nur am Anfang des Beitrages die Gesamtpunktzahl. Ich werde keine monatliche Auswertung der Punkte machen. Es wird dann Anfang 2019 wenn die Challenge vorbei ist eine Übersicht der Punkte geben. Eventuell werde ich auch schon mal eine nach einem halben Jahr machen, aber da möchte ich mich heute noch nicht festlegen. Wer seinen Punktestand zwischendurch wissen will, kann ja die Sammelbeiträge der anderen durchgehen und sieht wo er ungefähr steht.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2018 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2017 angefangen erst in 2018 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus (Achtung - die Seitenzahl hat sich geändert und es gibt eine Extra-Regel, damit man auch mal die dicken Wälzer zur Hand nimmt):  Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2018 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 300 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 500 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was über 800 Seiten hat, gibt es doppelte Punkte. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbücher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2018-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 10 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer: GrOtEsQuE Arachn0phobiA Code-between-lines hannipalanni lisam natti_ Lesemaus karinasophie jenvo82 Buchgespenst Frau-Aragorn Buchperlenblog KymLuca jala68 Beust Somaya tlow Janina84 Frenx51 Kerdie ChattysBuecherblog Bellis-Perennis Akantha Wuschel Meeko81 niknak kattii Icemariposa TodHunterMoon glanzente Kleine1984 MissB_ schokoloko29 Salander007 LadySamira091062 Yolande janaka Hortensia13 PMelittaM SomeBody Ritja once-upon-a-time paevalill Curly84 ReadingEmi carathis Kuhni77 Fadenchaos Schluesselblume eilatan123 Steffi_Leyerer miau0815 BettinaForstinger linda2271l Sutchy Larii-Mausi erazer68 nordfrau QueenSize Sommerkindt lieblingsleben StefanieFreigericht darkshadowroses secretworldofbooks EnysBooks Ecochi pinucchia Sandkuchen mistellor Nannidel Veritas666 papaverorosso DieBerta Musikpferd  Sportloewe

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    • 705

    StefanieFreigericht

    26. January 2018 um 12:21
  • LovelyBooks Weihnachtswichteln 2017

    LovelyBooks Spezial

    Federchen

    ♦ Achtung! Anmeldung geschlossen! Keine Anmeldung mehr möglich! ♦ ♦ Hinweis! Bitte tragt eure Beiträge immer in die davor vorgesehenen Unterthemen ein. Damit erspart ihr mir und vor allem euch ein riesiges Durcheinander! ♦ Hallo liebe Wichtelchen und solche, die es noch werden wollen. Das Halloweenwichteln ist zwar noch in vollem Gange, trotzdem wird es Zeit auch an die besinnlichste Zeit im Jahr zu denken. Eine wunderbare Zeit, um tolle Geschenke zu packen, finden wir! Wir freuen uns natürlich über jeden der mitmacht, dennoch müssen wir kurz auf auf Folgendes hinweisen: Bitte nur anmelden, wenn du bereit bist, hier aktiv mitzumachen. Soll heißen, dass du dich am Wichteln auch mit ein oder zwei Beiträgen im Plauderteil meldest, in der Regel öfter als einmal die Woche auf LB unterwegs bist und hier auf private Nachrichten reagierst. Dein Profil sollte aktiv sein! Du solltest auch die notwendige Zeit und ein Budget von 20-30 Euro einplanen. Achtung: Alle, die unter 18 sind, sollten bitte die Erlaubnis ihrer Eltern haben, auch wenn sie ihr Taschengeld dafür "opfern"! Wer sich nicht an die Regeln hält, wird für kommende Wichtelaktionen gesperrt! Wer bereits sehr negativ in anderen Aktionen (z.B. Wanderpakete, Wanderbücher o.ä.) aufgefallen ist, wird eventuell nicht zugelassen. Wir wollen ein faires Wichteln und Miteinander! Nachfolgendes bitte aufmerksam lesen!!! Natürlich geht es auch diesmal wieder darum, jemanden zu überraschen und selbst überrascht zu werden. Jeder der gern mitmachen möchte, meldet sich an und bekommt dann ein Wichtelkind zugeteilt, dem er ein Päckchen packt. Zugleich ist man selbst Wichtelkind und erhält ein Päckchen. Das Spannende dabei ist natürlich der Überraschungseffekt, denn man weiß nicht, was man geschenkt bekommt und von wem. Möglicherweise lässt man sich auf eine fremde Person ein oder man kennt sich gar schon ein wenig über LB. All das bleibt bis zum Auspacktermin geheim. Bitte nicht vorher verraten, wen man beschenkt!!! ♦ Anmeldung: Wer mitmachen möchte, der meldet sich bitte per PN bei mir und schickt mir seine Adresse. Außerdem solltet ihr einen Wunschzettel in das dafür vorgesehene Unterthema posten. Beantwortet dafür einfach die nachfolgende Fragen. Teilt mir bitte auch mit, ob ihr bereit wärt, ein Päckchen europaweit zu versenden. (Nur EU) Nur wer mir seine Adresse schickt, kann mitmachen. Bitte nicht vergessen!!! Die Adressen sind sehr wichtig, sonst weiß der zukünftige Wichtel nicht, wo das Päckchen hinreisen soll. Wir losen dann später aus, wer euer Wichtelkind sein wird. Anmeldungen sind bis einschließlich den 02. November 2017 möglich. Wer euer Wichtelkind ist, teilen wir euch am 03./04. November 2017 mit. Diese Fragen sollen euch helfen, einen gut gefüllten Wichtelwunschzettel hier im Thread zu schreiben, bitte nicht per PN an uns... Was mögt ihr besonders gern? Was mögt ihr gar nicht? Welche Bücher lest ihr am liebsten? Oder soll es lieber kein Buch sein? Sind Mängelexemplare ok? Sind gebrauchte Bücher ok? Mögt ihr Süßigkeiten? Wenn ja, welche? Trinkt ihr vielleicht Tee oder lieber Kaffee? Habt ihr ein Hobby, wobei euer Wichtel euch mit Material unterstützen kann?  Womit kann man euch sonst eine Freude machen? Welche Farben mögt ihr am liebsten? An alle Wichtelchen, die sich vorrangig Bücher wünschen, denkt bitte auch daran, dass das kein reines Bücherwichteln ist. Viele zukünftige Wichtelmamas würden neben einem Buch auch ganz viele andere tolle Sachen beilegen. Dazu werden natürlich eure Wünsche benötigt. Als Anhaltspunkt könnte dienen, was ihr macht, wenn ihr nicht lest oder auf Arbeit seid. Vielleicht malt der ein oder andere, oder bastelt, macht Scrapbooking oder filzt, näht, strickt, häkelt, puzzelt, spielt gern Karten, liegt stundenlang in der Badewanne, hört wahnsinnig gern Musik, schreibt, dichtet, oder tut etwas ganz anderes. Nicht nur wir würden uns freuen, wenn der Schwerpunkt des Wunschzettels nicht nur auf den Büchern liegt. Bitte achtet darauf, dass bei euren Wünschen Dinge dabei sind, die nicht den preislichen Rahmen sprengen. Neue Wichtelchen dürfen auch sehr gern bei den "Alten Hasen" schauen, wie ein Wichtelwunschzettel aussehen könnte. ♦ Verschicken: Die Pakete müssen bis spätestens 06. Dezember 2017 -VERSICHERT!!!- verschickt werden. Dies bedeutet bei der DHL als Paket (auch Pluspäckchen, die man komplett fertig kaufen kann, gehen nicht!) und bei Hermes ist ab dem Päckchen alles versichert. Bitte achtet darauf, dass ihr es wirklich spätestens dann verschickt. Es ist wichtig diesen Termin einzuhalten, damit dann jeder sein Päckchen pünktlich öffnen kann. Gerade zur Vorweihnachtszeit sind Pakete auch mal länger unterwegs. Bitte schreibt auf das Päckchen "Väterchen-Frost-Post" oder "Ho-Ho-Weihnachtspost" als Erkennung, dass es sich um ein Wichtelpäckchen von LovelyBooks handelt. So weiß das Wichtelkind, dass dieses nicht vor dem 24. Dezember 2017 geöffnet werden darf. Wer am 15. Dezember 2017 noch kein Päckchen erhalten hat, meldet sich bitte auf jeden Fall per PN bei uns. Immer wieder kam es in vergangenen Wichtelaktionen zu Problemen, weil nicht pünktlich oder unversichert verschickt wurde. Daher hier jetzt ganz klar als neue Regel: Wer nicht versichert verschickt, sprich, keine Sendenummer nachweisen kann, wird für die nächste Wichtelaktion gesperrt!!! ♦ Auspacken: Unser gemeinsamer Auspacktermin wird der 24. Dezember 2017 sein. Dabei spielt die Uhrzeit keine Rolle. Einige werden sicher schon am 23. Dezember auf Mitternacht warten. ;-) Wer später auspacken will oder muss, meldet dies bitte im Auspackthread, den ich später noch erstellen werde. So weiß der Wichtel Bescheid und sitzt nicht ungeduldig vor dem Bildschirm. Bitte lasst euch auf keinen Fall schon von Neugier getrieben dazu verleiten, das Päckchen eher zu öffnen. Schön warten!!! ;-) Es gehört unbedingt dazu, sich im dafür vorgesehenen Unterthema zu melden, wenn das Päckchen angekommen ist. Außerdem wird ein Auspackbericht im Unterthema "Gemeinsames Auspacken" erwartet, am liebsten mit Foto!!! ♦ Geschenke: Bei den Geschenken sollte es nicht um besser, teurer und neuer gehen, sondern darum, etwas mit Herz für jemanden auszusuchen. Jemandem mit einem selbstgepackten Päckchen eine Freude machen, sollte das Ziel sein. Eine gut gewählte Kleinigkeit, ein lieber Kartengruß, eine kleine kreative Arbeit, all das kommt viel besser an, als ein teuer gekauftes Buch oder gar nur ein Büchergutschein. Trotzdem sollte man den preislichen Rahmen von 20-30 Euro immer im Auge behalten. Sicher werden sich viele Bücher wünschen, es sollte allerdings kein Muss sein. Wer Bücherwünsche hat, kann diese gern im Beitrag mit anhängen oder vielleicht hat derjenige ein Wichtelwunschregal in seiner Bibliothek hier bei LB eingerichtet. Dann bitte darauf hinweisen. Mängelexemplare oder gebrauchte Bücher sollte man nur verschenken, wenn das Wichtelkind in der Beantwortung der Fragen sein OK gegeben hat. Außerdem muss jeder ein Rätsel zu seiner Person mit in das Päckchen legen. Wie das aussehen soll, ist dabei ganz eurer Fantasie überlassen - ganz egal ob Kreuzworträtsel, Bilderrätsel, Logikrätsel oder etwas ganz anderes. Nur allzu schwer sollte es nicht sein, denn das Wichtelkind will sich sicher mit einer persönlichen Nachricht bei der Wichtelmama bedanken. Noch einmal die wichtigsten Daten: ♦ Anmeldeschluss: 02. November 2017 (Adresse an Federchen nicht vergessen!!!) ♦ Wichtelvergabe: 03. / 04. November  (PN von Daniliesing oder Federchen) ♦ spätester Versand: 06. Dezember 2017 (Sendungsnummer an den Wichtelkindausloser) ♦ Auspacktermin: 24. Dezember 2017 Nun hoffen wir auf viele Mitwichtler und wünschen uns allen: Viel Spaß!!! PS: Noch Fragen?? Dann her damit!! Auch dafür gibt es ein Unterthema! Ich werde nachfolgend eine Liste der Teilnehmer führen. Bitte nicht in Panik ausbrechen, wenn ihr dort nicht sofort erscheint. Wer mir seine Adresse geschickt hat, kommt auch sicher drauf. *** Bitte überlegt euch vor der Anmeldung, ob ihr wirklich Lust, Zeit und das nötige Taschengeld habt, um hier teilzunehmen. Es gehört nämlich dazu, selbst ein Päckchen liebevoll zu packen & zu verschicken, sich hier zu melden, wenn das Wichtelpaket angekommen ist, beim Auspacken mit dabei zu sein usw. ... Wer Zweifel hat, kann gern bei der nächsten Wichtelrunde von neuem überlegen. Falls jemand schon angemeldet ist und sich doch lieber wieder abmelden möchte, sollte dies bis spätestens den 31. Oktober 2017 melden. ***Teilnehmer: Aaaaa123 - Wunschzettel - Bericht / erraten (thora01) Acida-2 - Wunschzettel - Bericht / erraten (Elke) aepfelin - Wunschzettel - Bericht / erraten (zessi79) Alexlaura - Wunschzettel - Bericht / erraten (Immeline) Alicemanya - Wunschzettel - Bericht / erraten (Shira-Yuri) Alondria - Wunschzettel - ohne Bericht / erraten (Sasi1990) AmaraSummer - Wunschzettel - Bericht / erraten (denise7xy) AmberStClair - Wunschzettel - Bericht / erraten (Debbi1985) AnjaNejem - Wunschzettel - Bericht / erraten (GrOtEsQuE) Arachn0phobiA - Wunschzettel - Bericht / erraten (Marina_nordbreze) Aramara - Wunschzettel - Bericht / erraten (Raindrops) ArtepSonne - Wunschzettel - Bericht / erraten (Leseratte2007) Aurora - Wunschzettel - Bericht / (YaBiaLina) Azalee - Wunschzettel - Bericht / erraten (Cuddister) babsS - Wunschzettel - Bericht / nicht erraten (Aaaaa123) BeeLu - Wunschzettel - Bericht / erraten (diebuchrezension) bigchaos - Wunschzettel - Bericht / erraten (JessSpa81) Bleistiftmine - Wunschzettel - Bericht / erraten (ioreth) Bosni - Wunschzettel - Bericht / erraten (Azalee) _Buchliebhaberin_ - Wunschzettel - Bericht / erraten (buecherGott) BuchHasi - Wunschzettel - Bericht / erraten (calimero8169) Buchperlenblog - Wunschzettel - Bericht / erraten (LarasEngel) buecherGott - Wunschzettel - Bericht / erraten (Kelo24) _Buecherkiste_ - Wunschzettel - Bericht / (Karpfen35) Büchernische - Wunschzettel - Bericht / erraten (jackdeck) calimero8169 - Wunschzettel - Bericht / erraten (BeeLu) Catherine Oertel - Wunschzettel - Bericht / erraten (BuchHasi) chaos-deluxe - Wunschzettel - Bericht / erraten (Lucretia) chrikri - Wunschzettel - Bericht in a. 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    • 5344
  • Der Tag an dem Houellebecq unterworfen wurde

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Mr. Rail

    Manchmal fällt es sehr schwer, einen Roman völlig losgelöst von den realen sozialen Rahmenbedingungen unseres Lebens zu lesen und ihn dabei in seiner rein inhaltlichen Wirkung zur freien Entfaltung kommen zu lassen. Manchmal spielt das reale Leben auch einem Roman einen Streich und hebt ihn durch das Eintreten besonderer Ereignisse auf eine andere und nicht vom Autor erdachte und beabsichtigte Ebene. Behandelt zum Beispiel eine moderne Gesellschaftsutopie den Zusammenprall von Politikern, Konfessionen und Kulturen im Frankreich des Jahres 2022 und entwirft dabei ein bedrohliches Szenario aus Demonstrationen gegen die drohende Islamisierung des Landes, schafft Bilder von bürgerkriegsähnlichen Szenen zwischen den Anhängern der unterschiedlichen politischen Richtungen und projiziert viele tagesaktuelle Probleme in die Zukunft, dann erlangt ein solcher utopischer Roman flankiert durch das reale Leben eine ungeheuerliche Relevanz. Erscheint dieser Roman dann auch noch in einer Zeit, in der selbst in unserem Land Protestzüge mit islam-, flüchtlings- und ausländerfeindlichen Parolen durch die Städte ziehen und Schlagworte wie „Lügenpresse“ skandieren, dann wird dem Leser mulmig. Erscheint der Roman zudem noch am selben Tag, an dem in Paris einzelne islamistische Terroristen die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ stürmen und gezielt Journalisten und Karikaturisten liquidieren, die mit ihren mehr als kritischen Mohammed-Karikaturen provozierten, dann weht der Hauch von „VISION“ über Buch und seinem, Autor. Als hätte er es vorhergesehen! Und als stünden das Erscheinen des Romans und die Anschläge in Paris in kausalem Zusammenhang. Als wäre alles miteinander verbunden und was wäre geeigneter, als gerade diesen neuen Roman mit dem allzu passenden Titel „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq (DUMONT) auf ein hell erleuchtetes Podest zu heben und dann, egal von welcher Seite auch immer, zu instrumentalisieren? Einerseits als hellsichtig formulierte Warnung vor dem islamischen Gottesstaat und andererseits lauter Weckruf für die wackeren AufRECHTEN, die eigenen Bestrebungen zu intensivieren. Zitate werden gesucht, Textstellen willkürlich aus dem Zusammenhang gerissen, der Titel wird zum schlagwortartigen Selbstläufer und zurück bleibt ein Autor, der anderes beabsichtigte und bei den Pariser Anschlägen selbst gute Freunde verloren hat. „Unterwerfung“ hat Michel Houellebecq an jenem tragischen 7. Januar 2015 selbst unterworfen. Vereinfacht wurde in allen Medien darüber berichtet, dass sein erdachtes Schreckgespenst erwacht sei und man nun nur in diesem Buch nachlesen müsse, wie es mit Frankreich weitergeht. Aus dem Gesellschaftskritiker Houellebecq wurde auf einen Schlag ein Populist. Ein guter zwar, aber nichts desto trotz ein verschlagworteter Autor. Dabei hat er nichts anderes getan, als sein literarisches Echolot auf das geliebte eigene Land zu richten und die Schallwellen, die ihn erreichten mit Wortgewalt verstärkt und zu einem Roman verdichtet, der in seiner utopischen Ausrichtung keinesfalls die Angst vor dem sich ausbreitenden Islam in Europa in den Mittelpunkt stellt. Wer dieses Buch so versteht, macht es sich zu leicht. Wer es so versteht, hat nicht in den Spiegel geschaut, den Houellebecq so blank poliert hat, dass die darin entstandenen Bilder keine Verzerrungen zulassen. Frankreich befindet sich im Jahr 2022 in einer tief angelegten politischen Krise. Die althergebrachten politischen Parteien sind im Präsidentschaftswahlkampf lediglich auf der Basis leerer Parolen bestrebt, die Macht zu erhalten und die zukünftigen Ämter in den dichten eignen Reihen zu verteilen. Die inhaltichen Unterschiede zwischen den Vertretern der liberalen Parteien sind zwar vorhanden, für politikverdrossenen Wähler jedoch kaum noch wichtig. Es gilt nur noch, zwischen den Extremen zu entscheiden und einen Rechtsruck im Land zu verhindern. Und dieser droht beharrlich, demonstrieren doch nicht nur in Paris die „Ureinwohner Europas“ in den Straßen und machen ihrem Unmut gegenüber den üblichen zu verunglimpfenden Minderheiten Luft. Gegen die Islamisierung des Landes. Gegen Flüchtlinge. Gegen Zuwanderung. Gegen… Gegen… Gegen… Um zu verhindern, dass genau diese Demonstranten von der rechtskonservativen Partei des Landes automatisch aufgesaugt werden, gehen alle restlichen Parteien eine logisch erscheinende, aber letztlich fatale Koalition mit einem Kandidaten und seiner Partei ein, um den Rechtsruck im Land zu verhindern und dabei selbst noch ein wenig im Sattel der Macht zu bleiben. Dass der muslimische Präsidentschaftskandidat der Wertetradition eines durchaus gemäßigten Islam anhängt, und seine Partei der „Bruderschaft der Muslime“ genau die Gefahr verkörpert, gegen die man auf den Straßen demonstriert, nehmen die Politiker gerne in Kauf. Es gilt einen drohenden Bürgerkrieg zu verhindern, zu dem die Rechten im Lande immer unverhohlener aufrufen. Am Wahltag entscheidet sich das Schicksal eines ganzen Landes und angesichts der drohenden Revolten und Unruhen im ganzen Land gewinnt die Koalition um den muslimischen Kandidaten Ben Abbes und dessen Vorstellung von der Führung eines Staates auf der Grundlage des Wertevorrates des moderaten Islam beginnt Realität zu werden. Was Houellebecq dann beschreibt ist mitnichten die Machtübernahme radikaler Islamisten in einem europäischen Land. Er richtet das Brennglas seiner Utopie auf den Werteverfall westlicher Länder. Eigene religiöse Vorstellungen sind schon lange verdampft und haben mit dem realen Leben wenig zu tun. Gewalt, Egoismus und pures Streben nach Karriere sind die Eckpfeiler einer hohlen Gesellschaft, die „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ längst auf dem Altar der globalisierten Wirtschaft geopfert haben. Die Politiker-Attrappen, die sich einbilden für die Menschen ihres Landes zu sprechen werden gnadenlos entlarvt und in das große Vakuum der Wertlosigkeit bringt der von Ben Abbes vorgelebte gemäßigte Islam einen Lebensinhalt, der von breiten Schichten der Gesellschaft plötzlich als wohltuend empfunden wird. Houellebecq entwirft kein islamistisches Horrorszenario, sondern hält uns nur vor Augen, auf welche Werte wir dauerhaft verzichtet haben, und wie wir in unserer extrem lebhaften Unzufriedenheit miteinander umgehen. Das Land erfindet sich völlig neu. Die Kriminalitätsrate sinkt ebenso wie die Anzahl der Arbeitslosen. Frauen werden aus den Berufen gedrängt und kümmern sich wieder um die Familie. Kindergartenplätze werden frei, weil die selbst betreute Familie eine neu entdeckte Lebensform wird. Die Wirtschaft boomt durch neue Handelsbeziehungen, Frauen werden aufgrund ihrer züchtigeren Kleidung nicht mehr als sexuelles Freiwild betrachtet und das Bildungssystem richtet sich plötzlich an den realen Erfordernissen aus. Der Islam steht hier stellvertretend für jeden Wertevorrat, der denkbar wäre, den abendländisch hochgradig gefährlichen Wertemüll zu ersetzen und mit neuem Leben zu füllen. Houellebecqs Protagonisten erleben diese innere Wandlung aus ihrer jeweiligen rein subjektiven Perspektive und der Ich-Erzähler Francois steht stellvertretend für uns alle. Passiv, latent unzufrieden, abgetaucht in Scheinwerte-Ebenen. Tief versunken in die vergangene Welt der Literaturklassiker bemerkt er selbst viel zu spät, dass auch seine eigene Welt auf moralischem Sand gebaut ist. Houellebecq macht es sich manchmal allzu leicht, seine Utopie zu etablieren. Er blendet aus, was sie tatsächlich zur Utopie macht und bleibt einfach, wo er hätte noch komplexer hätte ausholen können. Dies jedoch macht seine Utopie unterhaltenswert. Und unterhalten wurde ich in diesem Roman hervorragend. Sprachlich spielt er in einer eigenen Liga! Er regt intensiv zum Denken an, schürt keine Ängste vor Minderheiten oder Religionen, sondern verdeutlicht so sehr den Zustand, in dem wir uns befinden. Ich denke gerade an Demonstrationen in Deutschland. Während früher die Kirchen des Landes in schweren Krisenzeiten bis auf den letzten Platz gefüllt waren, schalten sie heute maximal noch ihre Lichter aus, während ausländerfeindliche Demonstranten vor ihren geschlossenen Toren einträchtig Kirchenlieder singen und gleichzeitig die Anzahl der Kirchenaustritte ungeahnte Dimensionen erreicht. Hach, lasst uns das Abendland retten, es ist nichts mehr übrig davon!. „Unterwerfung“ ist ein sehr wichtiges Buch. Ich wünschte mir nur, es wäre auch ohne die feigen Anschläge radikal-islamistischer Terroristen, die auch ihren eigenen Glauben attackieren, wichtig gewesen. Ich lasse mich nicht unterwerfen. Chapeau, Michel AstroLibrium Literaturblog

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    • 7
  • Ich verstehe die Verteufelungen nicht...

    Taschenbücher / Unterwerfung

    SenfKorn1993

    16. October 2017 um 14:27

    Der Klappentext verrät:Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.Michel Houellebecq analysiert in seinem Buch sehr genau, was möglich ist, wenn eine religiös-motivierte Partei an die Macht kommt und die "säkularen" Parteien sich nicht mehr gegen eine mögliche Umwälzung der Gesellschaft stemmen können. Allerdings ist es nicht islamophob, sondern spiegelt den Islam in seinen verschiedenen Facetten wider, was sehr interessant ist und das Buch auch lesenswert macht! 

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  • Brave New World auf französisch

    Taschenbücher / Unterwerfung

    DrGordon

    29. April 2017 um 08:21

    Der Schreibstil Houellebecq ist flüssig und das Buch ist sehr gut zum Lesen. Die internationale Bekanntheit des Autors hilft darüber hinaus den Erfolg des Buches zu erklären.Der Hauptdarsteller Francois ist als Literaturwissenschaftler von vornherein nicht der typische Mann von der Strasse und mit seiner Spezialisierung auf Huysmans noch weniger. Das letzlich frauenfeindliche Bild zieht sich sehr gekonnt durch das gesamte Buch hindurch.Wirklich gut beschrieben ist die demokratische Machtübernahme des Muslimbrüder mit ihrem charismatischen Anführer. Aus einem Kampf westlicher Liberalismus gegen Chauvinismus, bzw. Kapitalismus gegen Kommunismus wird duch die Partei der Muslimbrüder vermeintlich ein dritter, alternativer Weg dargelegt.Schwerpunkt ist die Familie und der familiäre Handwerksbetrieb. Der Islamismus kommt durch die Hintertür. Houellebecq spielt gekonnt mit dem Thema des (radikalen) Islamismus und der sicherlich bei vielen Menschen vorhandenden unterbewussten Angst gegenüber dem  Islam im Allgemeinen. Aber leider trotz aller zugespitzten, sartireartigen Erzählweise ist alles doch recht eindimensional. Gerade am Frauenbild des Hauptdarsteller, der nicht nur zufällig eine Beziehung zu einer 20 jüngeren Jüdin pflegt, zieht sich der Rote Faden durch das Buch. Das am Ende unter anderem die Möglichkeit der Heirat von 4 Ehefrauen im Islam theoretisch erlaubt ist, versucht der Autor eine Art Krieg der Religionen aufzuziehen. Auch das gerade der Wahabismus der Saudis die Universität Sorbonne finanziell unterstützt ist bewusst von Houellebecq in Szene gesetzt. Stichwort Vollverschleierung und Heirat Minderjähriger.Das es keine organisierte Gegenwehr gegen die schleichende Übernahme der 5. Republik gibt seitens der Bevölkerung sondern allenfalls Bürgerkrieg und Fatalismus ist sicherlich der Satire und Zielsetzung des gesamten Buches geschuldet.

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  • Beunruhigende Zukunftsvisionen auf hohem Niveau!

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Arunika_Senarath

    13. January 2017 um 14:15

    Beunruhigende Zukunftsvisionen auf hohem Niveau! Provokant und frech, detailreich und intellektuell. Auf manche Sexszenen und ausufernde Beschreibungen hätte ich allerdings gerne verzichtet ;)
    Lohnt sich aber aufjedenfall zu lesen, wenn man politisch interessiert ist!

  • Erschreckend.

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Farbwirbel

    08. January 2017 um 14:37

    Als der dystopische Roman „Unterwerfung“ von Houllebecq herauskam, wurde es enorm viel in den Medien besprochen, denn die Veröffentlichung fiel mit dem Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo zusammen. Dieser Anschlag gab dem Roman etwas sehr beängstigendes. Es handelt sich um eine Zukunftsvision für Frankreich im Jahr 2022. Der Ich-Erzähler berichtet, ähnlich wie in Tagebucheinträgen, zu verschiedenen Daten, was er erlebte. Francois ist Mitte 40, Hochschulprofessor für Literatur in Paris und beschäftigte sich vor allem mit Huymann, über den er auch seine Dissertation schrieb. Er ist ungebunden, dem Alkohol sehr zugetan, wie auch den schönen Frauen. Der Roman beginnt mit politischen Umwälzungen im Land, die Francois bemerkt und kritisch beäugt. Er fühlt sich jedoch geschützt und kann sich nicht vorstellen, dass die Front National noch die muslimische Partei die Führung im Land erhält. Es kommt jedoch anders, als er denkt. Nach einem brutalen Wahlwochenende, an dem er in die Provinz geflüchtet war, befindet er sich plötzlich in einem Land, welches von Ben Abbes geführt wird und dessen Staatssystem umgewälzt wird, damit es zum Islam passt. „Es stimmt“, fuhr ich fort, „dass mein Atheismus auf keiner soliden Grundlage fußt; es wäre anmaßend von mir, das zu behaupten.“ „Anmaßend, ja, das ist das treffende Wort; in seinem Kern ist dem atheistischen Humanismus ein ungeheurer Hochmut, eine ungeheure Arroganz zu eigen. Und selbst die christliche Vorstellung der Fleischwerdung zeugt im Grunde von einer leicht komischen Anmaßung. Gott ist Mensch geworden... Hätte Gott sich nicht eher in einem Bewohner von Sirius oder der Andormeda-Galaxie inkarnieren sollen?“ - S. 226f So kommt es, dass sich Francois nun in einer Theokratie befindet, die die Polygamie wieder einführt, so wie das Patriarchat und die Scharia. Aber es wird nicht demonstriert, er geht nicht dagegen an. Er passt sich an. Ganz langsam und hinterrücks verändert sich Francois Einstellung zu einer, die ein Leben in den neuen Umständen bequemer macht. „Ich bin nicht Nietzsche...“ „Stimmt, Sie sind nicht Nietzsche. Aber Sie sind etwas, etwas von Interesse. Und – entschuldigen Sie, wenn ich es so geradeheraus sage – Sie sind etwas, das ich haben will. [...]“ - S. 220 Der Roman ist, wie bereits geschrieben, in einer Art Tagebuch verfasst. Jedes Kapitel ist mit einem Datum vermerkt und dann werden die Geschehnisse berichtet. Es geht auch viel um Akademikerdünkel, das Leben als anrüchigen Professor und dem Wunsch nach Glück. Über Huymann versucht Francois Verbindung zum Christentum zu finden, doch kann er hier, trotz Klosteraufenthalts, keinen Halt finden. Erschreckend und unter die Haut fahrend, das sind meine Empfindungen zu dem Roman. Diese Inaktivität, die sich in acht Jahren abspielen soll, die könnte man auch heute schon empfinden. Eigentlich kann man das Buch nur als einen Aufschrei auffassen. Dabei handelt es sich nicht, wie oft vermeintlich angenommen, um ein islamfeindliches Buch, sondern viel mehr um einen Aufruf, Werte, die in Europa herrschen und die schutzwürdig sind, auch weiterhin zu verteidigen. Für mich war es ein gelungenes Gedankenspiel, wenn auch wirklich erschreckend realistisch. Das einzige, was mich etwas verleidet hat, war das tendenziell sehr ausgiebige Lustbegehren des Protagonisten, was aber auch wieder als Metapher interpretiert werden kann. Der Schreibstil ist recht nüchtern, birgt aber immer wieder wunderbare Erkenntnisse, die zum Nachdenken anregen. Aber Wehmut hat nichts mit ästhetischem Empfinden zu tun, sie steht noch nicht einmal im Zusammenhang mit der Erinnerung an ein Glücksgefühl; ein Ort macht einen schlichtweg deshalb wehmütig, weil man dort gelebt hat, egal, ob gut oder schlecht, die Vergangenheit ist immer schön, ebenso übrigens wie die Zukunft. Nur die Gegenwart schmerzt, nur sie trägt man mit sich wie einen schmerzhaften Abszess, den man zwischen zwei Unendlichkeiten stillen Glücks nicht loswird. - S. 240

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    • 6
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  Punkteeilatan123                                 ---   96 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   343 Punkte Frenx51                                     ---  127 Punkte glanzente                                  ---   104 Punkte GrOtEsQuE                               ---   94 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   207,5 Punkte Hortensia13                             ---   199 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  222 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    109 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   153 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   116 Punkte Katykate                                  ---   130 Punkte Kerdie                                      ---   259 Punkte Kleine1984                              ---   190 Punkte Kuhni77                                   ---   155 Punkte KymLuca                                  ---   149 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   306 Punkte Larii_Mausi                              ---    154 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   331 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte miau0815                                 ---   71 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   263 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  163 Punkte Nelebooks                               ---  310 Punkte niknak                                       ----  328 Punkte nordfrau                                   ---   162 Punkte PMelittaM                                 ---   283,5 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   165 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   87 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 80 PunkteSandkuchen                              ---   300 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   209 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   361 Punkte SomeBody                                ---   207,5 Punkte Sommerleser                           ---   244 Punkte StefanieFreigericht                  ---   263,5 Punkte tlow                                            ---   178 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   147 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   202 Punkte Yolande                                       --   233 Punkte

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  • Unterwerfung - Zukunft von Europa???

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Ay73

    13. December 2016 um 16:44

    Das Buch beschreibt das Jahr 2022 in Frankreich. Die Wahlen stehen an und die Muslimbrüder gewinnen diese Wahl. Und dann geschieht etwas, womit keiner rechnet: Frankreich wird ein islamischer Staat, der versucht sich modern zu geben aber auch diktiert wie das Leben jetzt im Jahre 2022 aussieht. Frauen verschwinden aus der Öffentlichkeit und dem Berufsleben und alle verhalten sich auf einmal dem Staate gegenüber in Unterwerfung. Auch so die Elite der Universitäten, sie unterrichten nachdem sie zum Islam konvertieren und die "Großzügigkeit" von vier Frauen (angemerkt: junge Frauen) in Anspruch nehmen.Das Buch ist interessant und auch ziemlich flüssig zu lesen, aber der Hauptcharakter hat mir nicht so gefallen... sexsüchtig, desinteressiert und antriebslos. Trotzdem fand ich es faszinierend, eine Vision zu beschreiben wie es sein könnte...

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  • Einblick in eine mögliche Zukunft Frankreichs?

    Taschenbücher / Unterwerfung

    LarissaMaria

    12. October 2016 um 14:52

    Ein bemerkenswertes Buch das letztes Jahr hohe Wellen geschlagen hat, fanden doch die Anschläge auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ just am Veröffentlichungstag von “Soumission“ statt. Vieles wurde dem Autor Michel Houellebecq unterstellt, nicht zuletzt ein ausgeprägter Hass auf den Islam. Mit großer Skepsis habe ich also mit der Lektüre begonnen, da ich persönlich zwar ein Freund von intelligenter Religionskritik bin, jedoch keine Lust auf eine spezifische „Islam-Hassschrift“ hatte. Ich kam jedoch recht schnell zu der Auffassung, dass nicht der Islam, mehr aber ganz Frankreich in der Kritik steht. Der Protagonist gilt aufgrund hohem Bildungsgrades und guter Anstellung vielleicht nicht als „Durchschnitts-Franzose“, wohl aber könnte man von ihm schnell auf viele andere schließen. Seine lethargische Art, seine Sichtweise der Geschehnisse, seine Überlegungen im Bezug auf sich selbst und die Zukunft sind es, die mich persönlich oftmals schockiert haben. Ich möchte aber nicht zu weit vorgreifen, da ich dieses Buch für absolut lesenswert halte und hoffe, dass noch viele von euch sich die Zeit nehmen um es zu lesen. Eines jedoch sei angemerkt: Die Erzählung wirkt erschreckend realistisch und gibt schwer zu denken. Nichts für zart Besaitete.

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  • Europa Vs. Islam

    Taschenbücher / Unterwerfung

    TheRavenking

    29. September 2016 um 19:14

    Über kein Buch wurde 2015 mehr diskutiert. Ist es notwendig auch 2016 darüber zu reden? Ich denke, ja, da die Themen, die hier behandelt werden leider nach wie vor sehr aktuell sind. Michel Houellebecq beschreibt ein Frankreich der nahen Zukunft, das vor drastischen politischen Veränderungen steht. Das Land ist tief gespalten. Auf der einen Seite steht die rechte Front National um Marine Le Pen. Auf der anderen formiert sich die Muslimbrüderschaft mit ihrem charismatischen Anführer Mohammed Ben Abbes. Als die Rechte die Wahlen zu gewinnen droht verbünden sich die linken Parteien mit den Muslimbrüdern, nicht ahnend, dass sie damit den Untergang der westlichen Demokratie einleiten. Der Protagonist Francois, ein Houellebecq-typischer erotomaner Mittelständler mit intellektuellen Ambitionen, beobachtet diese historischen Umwälzungen von der Peripherie, unfähig handelnd einzugreifen und letztendlich nur um seine eigene Karriere besorgt. Als Frankreich zur islamischen Republik wird, ändert sich manches zum Positiven (sinkende Kriminalität), vieles zum Negativen (die Frauen verlieren ihre Rechte und werden praktisch zu Bürgern zweiter Klasse). Der Roman hat durchaus mit einigen Plausibilitätsproblemen zu kämpfen. So gelingt es Houellebecq nicht zu erklären, wieso die radikale Rechte, die eben noch den Bürgerkrieg gegen die Moslems plant sich so friedfertig mit dem Sieg der Muslimbrüder abfindet. Und ist es wirklich vorstellbar, dass sich die Frauen einfach so in ihre neue Rolle fügen? Nimmt man das ganze allerdings als Realsatire, ist es schon einfacher solche Seltsamkeiten zu tolerieren. Es scheint offensichtlich, dass Houellebecq hier das erzliberale Memmentum gewisser intellektueller europäischer Kreise karikiert, die im Namen der Toleranz alles opfern, einschließlich ihrer eigenen Lebensgrundlage. Erstaunlich ist das Fehlen wissenschaftlicher Zukunftsvisionen wie noch in Elementarteilchen oder Die Möglichkeit einer Insel. Keine Gentechnik, keine Klone, keine Utopie oder Dystopie. Der Positivist Houellebecq scheint das Vertrauen in die Wissenschaft verloren zu haben. So ist Unterwerfung ein wesentlich pessimistischeres Buch als seine Vorgänger, das unter seiner stillen Oberfläche ein sardonisches Lächeln zur Schau trägt. Wie einigen anderen Lesern, hat mir auch folgende Passage am besten gefallen (obwohl oder gerade weil sie nichts mit Politik zu tun hat?): „Über die Literatur ist vieles, vielleicht zu vieles geschrieben worden (als Literaturwissenschaftler steht mir dieses Urteil mehr als jedem anderen zu), dabei ist die spezifische Besonderheit der Literatur, der hohen Kunst der westlichen, vor unseren Augen untergehenden Welt nicht schwierig zu bestimmen. Die Musik kann im selben Maße wie die Literatur erschüttern, eine gefühlsmäßige Umkehr, Traurigkeit oder absolute Ekstase bewirken; die Malerei kann im selben Maße wie die Literatur verzücken, einen neuen Blick auf die Welt eröffnen. Aber allein die Literatur vermittelt uns das Gefühl von Verbundenheit mit einem anderen menschlichen Geist, mit allem, was diesen Geist ausmacht, mit seinen Schwächen und seiner Größe, seinen Grenzen, seinen Engstirnigkeiten, seinen fixen Ideen, seinen Überzeugungen; mit allem, was ihn berührt, interessiert, erregt oder abstößt. Allein die Literatur erlaubt uns, mit dem Geist eines Toten in Verbindung zu treten, auf direkte, umfassendere und tiefere Weise, als das selbst in einem Gespräch mit einem Freund möglich wäre – denn so tief und dauerhaft eine Freundschaft sein mag, niemals liefert an sich in einem Gespräch so restlos aus, wie man sich einem leeren Blatt ausliefert, das sich an einen unbekannten Empfänger richtet. Natürlich sind, wenn es um Literatur geht, die Schönheit des Stils, die Musikalität der Sätze von Wichtigkeit. Die Tiefe und Originalität der Gedanken des Autors sind nicht unwesentlich; aber ein Autor ist zuvorderst ein Mensch, der in seinen Büchern gegenwärtig ist; ob er gut schreibt oder schlecht, ist dabei zweitrangig, die Hauptsache ist, dass er schreibt und wirklich in seinen Büchern gegenwärtig ist. … Ein Buch, das man mag, ist zudem vor allem ein Buch, dessen Autor man mag, dem man gern begegnet, mit dem man gern seine Tage verbringt.“

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  • Reine Fiktion oder doch möglich?

    Taschenbücher / Unterwerfung

    AngiF

    22. September 2016 um 11:16

    François ist Literaturprofessor an der Pariser Universität, Sorbonne II. Was er in seinen eigenen Studienzeiten begann, hält er noch immer aufrecht, nämlich Beziehungen zu Studentinnen, erst waren es seine Kommilitoninnen nun sind es seine eigenen Studentinnen. Die Beziehung dauert meistens nur knapp ein Jahr, dann wird sie von „ihr“ beendet. François lebt ansonsten zurückgezogen und versuche Menschen zu meiden. Die Wahl zum nächsten Präsidenten steht in Frankreich kurz bevor. Während François einzig darüber nachdenkt, welche Vorteile ein Wahlergebnis für seine Universität haben könnte, verändert sich die Stimmung im Land. Er selbst nimmt die aufkommende Bedrohung nur langsam wahr, wie Schießereien von Arabern, das Verbot von Juden an der Universität – alles ein schleichender Prozess. Doch auch François beginnt sich zu fragen, ob die Familien seiner moslemischen Studentinnen eigentlich wissen, was er so unterrichtet und auch er beginnt sich zu sorgen. Wir Leser beginnen die aufkeimende Bedrohung erst unterschwellig zu erahnen, bis Michel Houellebecq die Ausmaße immer deutlicher werden lässt, in seiner fiktiven, in der nahen Zukunft spielenden, Dystopie „Unterwerfung“. Ich mag den Schreibstil des Autoren sehr gerne, er kann mich vom ersten Moment an mitnehmen und fesseln. Michel Houellebecqs Sprache ist schön und klar, sein verwendetes Tempo empfinde ich für das Lesen als angenehm. Meine Bewertung für dieses Buch sind ganz klar fünf von fünf möglichen Sternen und ich empfehle es absolut weiter. Natürlich kam das Buch zum richtigen aktuellen, politischen Zeitpunkt auf den Markt, doch dass es sich hierbei um eine Fiktion handelt, darf der Leser meiner Meinung nach jedoch nicht vergessen. Noch ein Zitat, da ich es selbst nicht besser ausdrücken könnte: „Ein Buch, das man mag, ist zudem vor allem ein Buch, dessen Autor man mag, dem man gern begegnet, mit dem man gern seine Tage verbringt.“ http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/09/unterwerfung-von-michel-houellebecq.html

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    • 3
  • Gute Idee einer politischen Dystopie schlecht konzipiert in chauvinistischem Midlifecrisisgewinsel

    Taschenbücher / Unterwerfung

    awogfli

    Typisch Houelle, weist der Roman wie erwartet mehrere gravierende Ärgerfaktoren auf. Da wäre mal zuerst der widerliche Sexismus des Autors: Frauen verwelken bereits in jungen Jahren schlagartig, es gibt Frauen für die Küche und Frauen als Dirne - am besten für beides. Wenn sie keine von beiden Fähigkeiten haben, sind sie nutzlos. Zweitens habe ich den alternden Penis des Hauptprotagonisten (vulgo Penis des Autors) bereits in vorhergehenden Romanen wie z.B. Plattform viel zu genau kennengelernt, und in welchen Scharen von Frauen bzw. Öffnungen er sich immer herumtreibt, das wird wirklich mittlerweile ganz schön langweilig. Es muss schon ein sehr frustrierendes Leben sein, wenn sich ein Mann fast ausschließlich über sein (bestes) Stück definiert. Am meisten überrascht hat mich aber der Umstand, dass Houelle auch diesmal seine atemberaubende Technologieunkenntnis, die schon in Plattform offenbart wurde, nicht ausgemerzt hat. Er hätte ja mal jemanden fragen können. Juhu die Hauptfigur hat zwar in dieser Dystopie, die einige Jahre in der Zukunft spielt, ein Smartphone, es gibt auch Eingangstüren mit Fingerprintscan, aber Plagiatssoftware im akademischen Betrieb ist komplett unbekannt. Das erschüttert insofern, da sich solche Software schon HEUTE im Einsatz befindet und semantische Vergleichsalgorithmen bereits 2001 entwickelt wurden. Insofern ist jene Aussage bereits im heutigen Unibetrieb schier unmöglich - respektive totaler Schwachsinn, es sei denn wir reden von einer Uni im Busch irgendwo in Mittel-Afrika, die kein Geld für Software und Digitalisierung hat, aber sicher nicht von der Sorbonne. "Rimbaud ist das am häufigsten durchgekaute Dissertationsthema der Welt, mit Ausnahme vielleicht Flaubert. Man muss sich nur zwei, drei alte Arbeiten heraussuchen, die an Provinzuniversitäten eingereicht wurden, und sie grob interpolieren, niemand verfügt über die materiellen Mittel, das zu überprüfen, niemand hat die Zeit und die Lust, sich in Hunderttausende Seiten unverdrossener Ergüsse charakterloser Studentenüber die "Seher-Briefe" zu stürzen." Wow! Houellebecq hat tatsächlich noch nie von einer Plagiatssoftware gehört. Ansonsten ist der Unibetrieb aber sehr gut recherchiert und herrlich treffend mit spitzer Feder beschrieben, obwohl der Autor noch nie eine Uni von innen gesehen hat (er bedankt sich auf der letzten Seite bei Agathe Novak-Lechevalier für das Briefing): Die akademischen Empfänge, die Eitelkeiten, die subtilen Vernaderungen und die tieffliegenden Hackln in den altehrwürdigen akademischen Gängen sind so genial gezeichnet! Sogar der Ausverkauf, die Anbiederung fast schon Prostitution der Unis, um mangels ausreichender staatlicher Finanzierung, die für den Studienbetrieb dringend benötigten Drittmittel zu generieren, wurde grandios in den Plot eingebaut. Auch der Idee und der Vision dieser politschen Dystopie, wie sie der Autor generiert hat, kann ich nur riesengroße Hochachtung zollen - geniales Vorstellungsvermögen und großartige politische Fiktion: In Frankreich kooperieren die Sozialisten mit den Muslimbrüdern, um an der Macht zu bleiben und um die rechten Identitären zu verhindern. Da beide Parteien annähernd gleich stark sind, müssen die Sozialisten riesige Zugeständnisse an die Moslems machen, was den laizistischen Staat mit seinem Wertesystem total aus den Angeln hebt. Scharia light wird quasi eingeführt. Leider offenbart sich in der Ausgestaltung und detaillierten Konzeption der politischen Vision jene Schwäche des Romans, die ich als am gravierendsten erachte (alle anderen habe ich ohnedies erwartet und hätte ich auch gar nicht so streng gewertet, mittlerweile kenne ich ja den Autor). Da der gesamte Umbau der Gesellschaft konsistent aus der Sicht der Hauptfigur erzählt wird, des widerlichen Opportunisten und Wendehalses, der seine lazisistische, teilweise auch agnostische Prägung sehr gerne und in vorauseilendem Gehorsam für eine gute Karriere und der Möglichkeit zur Polygamie über Bord wirft, wird nie beleuchtet, wie eine solche politische Situation konkret passieren konnte. Erstens gibt es nicht nur Opportunisten, die sich mit ein bisschen Geld bestechen und so einfach zum Islam konvertieren lassen. Zweitens wie konnten die ganzen Atheisten in Frankreich überzeugt bzw. mundtot gemacht werden? Und drittens und somit der gravierendste logische Fehler in diesem Buch: Wie konnten so schnell 50% der Bevölkerung nämlich die Frauen, ohne Krieg, Aufstand und Protest all ihrer Rechte beraubt werden? Das würde ich gerne wissen und zu diesen gesellschaftspolitischen Umwälzungen hätte er sich schriftstellerisch unbedingt irgendetwas einfallen lassen müssen. Eine solche Konstellation ohne Gegenwind ist total unrealistisch und fußt wahrscheinlich im Umstand, dass in Houellebecqs Universum Frauen, ihre Meinungen und Bedürfnisse irgendwie noch nie wirklich exisistiert haben. Auch wenn Frankreichs Paradesexist dies negiert, sind sie aber tatsächlich da und nur zu einem verschwindend geringen Prozentsatz bis zur Selbstaufgabe so willig, wie er sie sich in seiner beschränkten Vorstellungswelt gern zeichnet. Insofern ist die Vision der Dystopie großartig aber die konkrete logische und strategische Ausgestaltung derselben grottenschlecht. Er hat einfach seine Hirngespinste nicht auf den fiktiven Boden der "Realität" gebracht. :-). Insofern bin ich enttäuscht und kann den begeisterten Kritiken auch in dieser Hinsicht nicht zustimmen. Andererseits beschreibt er die politischen Ränkespiele und Koalitionen der einzelnen Parteien mit sehr treffender Feder. Also wenn Männer Männersachen machen. Oft fühlte ich mich an die derzeitige Situation in Österreich erinnert. Auch die Erkenntnis, dass unsere rechte Identitäre Bewegung dem orthodoxen Islam extrem ähnlich ist, was den erbitterten Kampf der beiden gegeneinander auch in einem anderen Licht erscheinen läßt. Die Linke, die in ihrer falsch verstandenen Toleranz des Islam bereit ist, gleichmütig die Trennung von Staat und Religion aufzugeben und dabei vergisst, dass sie die Rechte Pest durch die Rechte Cholera eintauscht. Das haben wir ja bereits heute in der Kopftuchdebatte. ... aber der ganze Artikel war ein einziger Aufruf an seine früheren traditionalistischen und identitären Freunde. Es sei tragisch, bekundet er leidenschaftlich, dass eine irrationale Feindseligkeit gegenüber dem Islam sie daran hindere, die folgende Gewissheit nicht zu erkkennen: sie seien in den wesentlichen Punkten völlig im Einklang mit den Moslems. Was die Ablehnung des Atheismus und Humanismus angehe, die notwendige Unterwerfung der Frau und die Rückkehr des Patriachats: Ihr Kampf sei in jeder Hinsicht derselbe. Fazit: Wenn ich alle Pluspunkte und Ärgerfaktoren in eine Wagschale werfe, ergibt dies exakt drei Sterne. Der Roman ist auf jeden Fall selten langweilig und das bedeutet schon viel. Im Sinne des Buches als Grundlage für weitere Diskussionen, gebe ich dennoch eine Leseempfehlung ab, wenn man über die logischen Schwächen, die faden Sexszenen und den grauslichen Sexismus hinwegkommen kann.

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    • 9
  • Gedankenspiel, Zukunftsszenario oder Utopie

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Stephanus

    25. June 2016 um 23:26

    Frankreich vor den nächsten Präsidentschaftswahlen. Die bürgerlichen Parteien haben abgewirtschaftet und sehen sich der radikalen Rechten oder einer muslimischen Partei gegenüber, die sich anschicken, die Wahlen zu gewinnen. In  der Person eines Hochschullehrers an der Uni Paris III der Spezialist für Huysmans und sonst nichts ist, wird die Einsamkeit des Individuums und dessen Perspektivlosigkeit, aber auch das Angepasste an das bisherige System geschildert. Durch den Präsidenten der muslimischen Partei ändert sich alles. Von der Angst eines Bürgerkrieges, der dann doch nicht eintritt, bis zur Entlassung aus dem Hochschuldienst, da kein Muslim. So aufs Abstellgleis geschoben denkt Francois, der Huysmans Spezialist, an das Exil oder die Anpassung, die er sich schließlich vermeintlich entscheidet und zum Islam konvertiert. Houellebecq, wie gewohnt in seinem unnachahmlichen, knappen aber drastischen Stil und Sprache, stellt in dem Roman ein Gedankenspiel an über eine mögliche Islamisierung Frankreichs. Ob eine Zukunftsvision oder eine Utopie kann sich jeder Leser selbst beantworten. Zentrale Themen des Romans sind hoch aktuell und u.a. zunehmende Ausbreitung des Islam und der Rückzug der alten Werte und Institutionen. Das Buch scheint sehr schnell geschrieben und wirkt gehetzt und erschöpft sich letztlich in der einmaligen Formel der Anpassung wegen der Poligamie. Dem Autor scheint nur wichtig, die Themen möglichst schnell anzusprechen. Auf ein klares und logisches Ende des Buches wird kein Wert gelegt, so dass das Ende sehr schwach ist. Kein großes Buch von Houellebecq.

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