Michel Houellebecq Taschenbücher / Unterwerfung

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Inhaltsangabe zu „Taschenbücher / Unterwerfung“ von Michel Houellebecq

Es ist vielleicht der umstrittenste Roman des letzten Jahres: ›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Goncourt--Preisträger Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet.
Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.

Es hat mir gefallen, auch wenn ich einige Gedankengänge des Autors nicht wirklich nachvollziehen konnte.

— Lorenz_Stassen

Ich verstehe die Verteufelung nicht...

— SenfKorn1993

Ein spannendes Szenario mit aktuellem politischen Hintergrund.

— Berit_Schwarz

Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ein ernstes Thema, ein politisches Buch.

— UlliAnna

Kontrovers, frauenverachtend, durchzogen von den triebhaften Gedanken einen alternden Akademikers und nicht Houellebecqs Sternstunde

— ichundelaine

sprachlich sehr gutes Buch, das Wert ist zu lesen. Inhaltlich leider zu oft zu eindimensional trotz des berechtigten Einwandes der Satire

— DrGordon

Luzide Analyse vorteilsgeiler Intelligenzia - gepaart mit unverhohlener Frauenverachtung. Mein erster und letzter Houellebecq.

— alasca

Erschreckend logisch wird das schwer Vorstellbare einer Islamisierung des Westens beschrieben. Unnötige Sexszenen dienen wohl dem Absatz.

— RaphaelaYamada

Beunruhigende Zukunftsvisionen auf hohem Niveau!

— Arunika_Senarath

eine Zukunftsversion von Europa im Jahre 2022

— Ay73

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  • Der Tag an dem Houellebecq unterworfen wurde

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Mr. Rail

    Manchmal fällt es sehr schwer, einen Roman völlig losgelöst von den realen sozialen Rahmenbedingungen unseres Lebens zu lesen und ihn dabei in seiner rein inhaltlichen Wirkung zur freien Entfaltung kommen zu lassen. Manchmal spielt das reale Leben auch einem Roman einen Streich und hebt ihn durch das Eintreten besonderer Ereignisse auf eine andere und nicht vom Autor erdachte und beabsichtigte Ebene. Behandelt zum Beispiel eine moderne Gesellschaftsutopie den Zusammenprall von Politikern, Konfessionen und Kulturen im Frankreich des Jahres 2022 und entwirft dabei ein bedrohliches Szenario aus Demonstrationen gegen die drohende Islamisierung des Landes, schafft Bilder von bürgerkriegsähnlichen Szenen zwischen den Anhängern der unterschiedlichen politischen Richtungen und projiziert viele tagesaktuelle Probleme in die Zukunft, dann erlangt ein solcher utopischer Roman flankiert durch das reale Leben eine ungeheuerliche Relevanz. Erscheint dieser Roman dann auch noch in einer Zeit, in der selbst in unserem Land Protestzüge mit islam-, flüchtlings- und ausländerfeindlichen Parolen durch die Städte ziehen und Schlagworte wie „Lügenpresse“ skandieren, dann wird dem Leser mulmig. Erscheint der Roman zudem noch am selben Tag, an dem in Paris einzelne islamistische Terroristen die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ stürmen und gezielt Journalisten und Karikaturisten liquidieren, die mit ihren mehr als kritischen Mohammed-Karikaturen provozierten, dann weht der Hauch von „VISION“ über Buch und seinem, Autor. Als hätte er es vorhergesehen! Und als stünden das Erscheinen des Romans und die Anschläge in Paris in kausalem Zusammenhang. Als wäre alles miteinander verbunden und was wäre geeigneter, als gerade diesen neuen Roman mit dem allzu passenden Titel „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq (DUMONT) auf ein hell erleuchtetes Podest zu heben und dann, egal von welcher Seite auch immer, zu instrumentalisieren? Einerseits als hellsichtig formulierte Warnung vor dem islamischen Gottesstaat und andererseits lauter Weckruf für die wackeren AufRECHTEN, die eigenen Bestrebungen zu intensivieren. Zitate werden gesucht, Textstellen willkürlich aus dem Zusammenhang gerissen, der Titel wird zum schlagwortartigen Selbstläufer und zurück bleibt ein Autor, der anderes beabsichtigte und bei den Pariser Anschlägen selbst gute Freunde verloren hat. „Unterwerfung“ hat Michel Houellebecq an jenem tragischen 7. Januar 2015 selbst unterworfen. Vereinfacht wurde in allen Medien darüber berichtet, dass sein erdachtes Schreckgespenst erwacht sei und man nun nur in diesem Buch nachlesen müsse, wie es mit Frankreich weitergeht. Aus dem Gesellschaftskritiker Houellebecq wurde auf einen Schlag ein Populist. Ein guter zwar, aber nichts desto trotz ein verschlagworteter Autor. Dabei hat er nichts anderes getan, als sein literarisches Echolot auf das geliebte eigene Land zu richten und die Schallwellen, die ihn erreichten mit Wortgewalt verstärkt und zu einem Roman verdichtet, der in seiner utopischen Ausrichtung keinesfalls die Angst vor dem sich ausbreitenden Islam in Europa in den Mittelpunkt stellt. Wer dieses Buch so versteht, macht es sich zu leicht. Wer es so versteht, hat nicht in den Spiegel geschaut, den Houellebecq so blank poliert hat, dass die darin entstandenen Bilder keine Verzerrungen zulassen. Frankreich befindet sich im Jahr 2022 in einer tief angelegten politischen Krise. Die althergebrachten politischen Parteien sind im Präsidentschaftswahlkampf lediglich auf der Basis leerer Parolen bestrebt, die Macht zu erhalten und die zukünftigen Ämter in den dichten eignen Reihen zu verteilen. Die inhaltichen Unterschiede zwischen den Vertretern der liberalen Parteien sind zwar vorhanden, für politikverdrossenen Wähler jedoch kaum noch wichtig. Es gilt nur noch, zwischen den Extremen zu entscheiden und einen Rechtsruck im Land zu verhindern. Und dieser droht beharrlich, demonstrieren doch nicht nur in Paris die „Ureinwohner Europas“ in den Straßen und machen ihrem Unmut gegenüber den üblichen zu verunglimpfenden Minderheiten Luft. Gegen die Islamisierung des Landes. Gegen Flüchtlinge. Gegen Zuwanderung. Gegen… Gegen… Gegen… Um zu verhindern, dass genau diese Demonstranten von der rechtskonservativen Partei des Landes automatisch aufgesaugt werden, gehen alle restlichen Parteien eine logisch erscheinende, aber letztlich fatale Koalition mit einem Kandidaten und seiner Partei ein, um den Rechtsruck im Land zu verhindern und dabei selbst noch ein wenig im Sattel der Macht zu bleiben. Dass der muslimische Präsidentschaftskandidat der Wertetradition eines durchaus gemäßigten Islam anhängt, und seine Partei der „Bruderschaft der Muslime“ genau die Gefahr verkörpert, gegen die man auf den Straßen demonstriert, nehmen die Politiker gerne in Kauf. Es gilt einen drohenden Bürgerkrieg zu verhindern, zu dem die Rechten im Lande immer unverhohlener aufrufen. Am Wahltag entscheidet sich das Schicksal eines ganzen Landes und angesichts der drohenden Revolten und Unruhen im ganzen Land gewinnt die Koalition um den muslimischen Kandidaten Ben Abbes und dessen Vorstellung von der Führung eines Staates auf der Grundlage des Wertevorrates des moderaten Islam beginnt Realität zu werden. Was Houellebecq dann beschreibt ist mitnichten die Machtübernahme radikaler Islamisten in einem europäischen Land. Er richtet das Brennglas seiner Utopie auf den Werteverfall westlicher Länder. Eigene religiöse Vorstellungen sind schon lange verdampft und haben mit dem realen Leben wenig zu tun. Gewalt, Egoismus und pures Streben nach Karriere sind die Eckpfeiler einer hohlen Gesellschaft, die „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ längst auf dem Altar der globalisierten Wirtschaft geopfert haben. Die Politiker-Attrappen, die sich einbilden für die Menschen ihres Landes zu sprechen werden gnadenlos entlarvt und in das große Vakuum der Wertlosigkeit bringt der von Ben Abbes vorgelebte gemäßigte Islam einen Lebensinhalt, der von breiten Schichten der Gesellschaft plötzlich als wohltuend empfunden wird. Houellebecq entwirft kein islamistisches Horrorszenario, sondern hält uns nur vor Augen, auf welche Werte wir dauerhaft verzichtet haben, und wie wir in unserer extrem lebhaften Unzufriedenheit miteinander umgehen. Das Land erfindet sich völlig neu. Die Kriminalitätsrate sinkt ebenso wie die Anzahl der Arbeitslosen. Frauen werden aus den Berufen gedrängt und kümmern sich wieder um die Familie. Kindergartenplätze werden frei, weil die selbst betreute Familie eine neu entdeckte Lebensform wird. Die Wirtschaft boomt durch neue Handelsbeziehungen, Frauen werden aufgrund ihrer züchtigeren Kleidung nicht mehr als sexuelles Freiwild betrachtet und das Bildungssystem richtet sich plötzlich an den realen Erfordernissen aus. Der Islam steht hier stellvertretend für jeden Wertevorrat, der denkbar wäre, den abendländisch hochgradig gefährlichen Wertemüll zu ersetzen und mit neuem Leben zu füllen. Houellebecqs Protagonisten erleben diese innere Wandlung aus ihrer jeweiligen rein subjektiven Perspektive und der Ich-Erzähler Francois steht stellvertretend für uns alle. Passiv, latent unzufrieden, abgetaucht in Scheinwerte-Ebenen. Tief versunken in die vergangene Welt der Literaturklassiker bemerkt er selbst viel zu spät, dass auch seine eigene Welt auf moralischem Sand gebaut ist. Houellebecq macht es sich manchmal allzu leicht, seine Utopie zu etablieren. Er blendet aus, was sie tatsächlich zur Utopie macht und bleibt einfach, wo er hätte noch komplexer hätte ausholen können. Dies jedoch macht seine Utopie unterhaltenswert. Und unterhalten wurde ich in diesem Roman hervorragend. Sprachlich spielt er in einer eigenen Liga! Er regt intensiv zum Denken an, schürt keine Ängste vor Minderheiten oder Religionen, sondern verdeutlicht so sehr den Zustand, in dem wir uns befinden. Ich denke gerade an Demonstrationen in Deutschland. Während früher die Kirchen des Landes in schweren Krisenzeiten bis auf den letzten Platz gefüllt waren, schalten sie heute maximal noch ihre Lichter aus, während ausländerfeindliche Demonstranten vor ihren geschlossenen Toren einträchtig Kirchenlieder singen und gleichzeitig die Anzahl der Kirchenaustritte ungeahnte Dimensionen erreicht. Hach, lasst uns das Abendland retten, es ist nichts mehr übrig davon!. „Unterwerfung“ ist ein sehr wichtiges Buch. Ich wünschte mir nur, es wäre auch ohne die feigen Anschläge radikal-islamistischer Terroristen, die auch ihren eigenen Glauben attackieren, wichtig gewesen. Ich lasse mich nicht unterwerfen. Chapeau, Michel AstroLibrium Literaturblog

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    • 7
  • Ich verstehe die Verteufelungen nicht...

    Taschenbücher / Unterwerfung

    SenfKorn1993

    16. October 2017 um 14:27

    Der Klappentext verrät:Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.Michel Houellebecq analysiert in seinem Buch sehr genau, was möglich ist, wenn eine religiös-motivierte Partei an die Macht kommt und die "säkularen" Parteien sich nicht mehr gegen eine mögliche Umwälzung der Gesellschaft stemmen können. Allerdings ist es nicht islamophob, sondern spiegelt den Islam in seinen verschiedenen Facetten wider, was sehr interessant ist und das Buch auch lesenswert macht! 

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  • Brave New World auf französisch

    Taschenbücher / Unterwerfung

    DrGordon

    29. April 2017 um 08:21

    Der Schreibstil Houellebecq ist flüssig und das Buch ist sehr gut zum Lesen. Die internationale Bekanntheit des Autors hilft darüber hinaus den Erfolg des Buches zu erklären.Der Hauptdarsteller Francois ist als Literaturwissenschaftler von vornherein nicht der typische Mann von der Strasse und mit seiner Spezialisierung auf Huysmans noch weniger. Das letzlich frauenfeindliche Bild zieht sich sehr gekonnt durch das gesamte Buch hindurch.Wirklich gut beschrieben ist die demokratische Machtübernahme des Muslimbrüder mit ihrem charismatischen Anführer. Aus einem Kampf westlicher Liberalismus gegen Chauvinismus, bzw. Kapitalismus gegen Kommunismus wird duch die Partei der Muslimbrüder vermeintlich ein dritter, alternativer Weg dargelegt.Schwerpunkt ist die Familie und der familiäre Handwerksbetrieb. Der Islamismus kommt durch die Hintertür. Houellebecq spielt gekonnt mit dem Thema des (radikalen) Islamismus und der sicherlich bei vielen Menschen vorhandenden unterbewussten Angst gegenüber dem  Islam im Allgemeinen. Aber leider trotz aller zugespitzten, sartireartigen Erzählweise ist alles doch recht eindimensional. Gerade am Frauenbild des Hauptdarsteller, der nicht nur zufällig eine Beziehung zu einer 20 jüngeren Jüdin pflegt, zieht sich der Rote Faden durch das Buch. Das am Ende unter anderem die Möglichkeit der Heirat von 4 Ehefrauen im Islam theoretisch erlaubt ist, versucht der Autor eine Art Krieg der Religionen aufzuziehen. Auch das gerade der Wahabismus der Saudis die Universität Sorbonne finanziell unterstützt ist bewusst von Houellebecq in Szene gesetzt. Stichwort Vollverschleierung und Heirat Minderjähriger.Das es keine organisierte Gegenwehr gegen die schleichende Übernahme der 5. Republik gibt seitens der Bevölkerung sondern allenfalls Bürgerkrieg und Fatalismus ist sicherlich der Satire und Zielsetzung des gesamten Buches geschuldet.

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  • Beunruhigende Zukunftsvisionen auf hohem Niveau!

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Arunika_Senarath

    13. January 2017 um 14:15

    Beunruhigende Zukunftsvisionen auf hohem Niveau! Provokant und frech, detailreich und intellektuell. Auf manche Sexszenen und ausufernde Beschreibungen hätte ich allerdings gerne verzichtet ;)
    Lohnt sich aber aufjedenfall zu lesen, wenn man politisch interessiert ist!

  • Erschreckend.

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Farbwirbel

    08. January 2017 um 14:37

    Als der dystopische Roman „Unterwerfung“ von Houllebecq herauskam, wurde es enorm viel in den Medien besprochen, denn die Veröffentlichung fiel mit dem Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo zusammen. Dieser Anschlag gab dem Roman etwas sehr beängstigendes. Es handelt sich um eine Zukunftsvision für Frankreich im Jahr 2022. Der Ich-Erzähler berichtet, ähnlich wie in Tagebucheinträgen, zu verschiedenen Daten, was er erlebte. Francois ist Mitte 40, Hochschulprofessor für Literatur in Paris und beschäftigte sich vor allem mit Huymann, über den er auch seine Dissertation schrieb. Er ist ungebunden, dem Alkohol sehr zugetan, wie auch den schönen Frauen. Der Roman beginnt mit politischen Umwälzungen im Land, die Francois bemerkt und kritisch beäugt. Er fühlt sich jedoch geschützt und kann sich nicht vorstellen, dass die Front National noch die muslimische Partei die Führung im Land erhält. Es kommt jedoch anders, als er denkt. Nach einem brutalen Wahlwochenende, an dem er in die Provinz geflüchtet war, befindet er sich plötzlich in einem Land, welches von Ben Abbes geführt wird und dessen Staatssystem umgewälzt wird, damit es zum Islam passt. „Es stimmt“, fuhr ich fort, „dass mein Atheismus auf keiner soliden Grundlage fußt; es wäre anmaßend von mir, das zu behaupten.“ „Anmaßend, ja, das ist das treffende Wort; in seinem Kern ist dem atheistischen Humanismus ein ungeheurer Hochmut, eine ungeheure Arroganz zu eigen. Und selbst die christliche Vorstellung der Fleischwerdung zeugt im Grunde von einer leicht komischen Anmaßung. Gott ist Mensch geworden... Hätte Gott sich nicht eher in einem Bewohner von Sirius oder der Andormeda-Galaxie inkarnieren sollen?“ - S. 226f So kommt es, dass sich Francois nun in einer Theokratie befindet, die die Polygamie wieder einführt, so wie das Patriarchat und die Scharia. Aber es wird nicht demonstriert, er geht nicht dagegen an. Er passt sich an. Ganz langsam und hinterrücks verändert sich Francois Einstellung zu einer, die ein Leben in den neuen Umständen bequemer macht. „Ich bin nicht Nietzsche...“ „Stimmt, Sie sind nicht Nietzsche. Aber Sie sind etwas, etwas von Interesse. Und – entschuldigen Sie, wenn ich es so geradeheraus sage – Sie sind etwas, das ich haben will. [...]“ - S. 220 Der Roman ist, wie bereits geschrieben, in einer Art Tagebuch verfasst. Jedes Kapitel ist mit einem Datum vermerkt und dann werden die Geschehnisse berichtet. Es geht auch viel um Akademikerdünkel, das Leben als anrüchigen Professor und dem Wunsch nach Glück. Über Huymann versucht Francois Verbindung zum Christentum zu finden, doch kann er hier, trotz Klosteraufenthalts, keinen Halt finden. Erschreckend und unter die Haut fahrend, das sind meine Empfindungen zu dem Roman. Diese Inaktivität, die sich in acht Jahren abspielen soll, die könnte man auch heute schon empfinden. Eigentlich kann man das Buch nur als einen Aufschrei auffassen. Dabei handelt es sich nicht, wie oft vermeintlich angenommen, um ein islamfeindliches Buch, sondern viel mehr um einen Aufruf, Werte, die in Europa herrschen und die schutzwürdig sind, auch weiterhin zu verteidigen. Für mich war es ein gelungenes Gedankenspiel, wenn auch wirklich erschreckend realistisch. Das einzige, was mich etwas verleidet hat, war das tendenziell sehr ausgiebige Lustbegehren des Protagonisten, was aber auch wieder als Metapher interpretiert werden kann. Der Schreibstil ist recht nüchtern, birgt aber immer wieder wunderbare Erkenntnisse, die zum Nachdenken anregen. Aber Wehmut hat nichts mit ästhetischem Empfinden zu tun, sie steht noch nicht einmal im Zusammenhang mit der Erinnerung an ein Glücksgefühl; ein Ort macht einen schlichtweg deshalb wehmütig, weil man dort gelebt hat, egal, ob gut oder schlecht, die Vergangenheit ist immer schön, ebenso übrigens wie die Zukunft. Nur die Gegenwart schmerzt, nur sie trägt man mit sich wie einen schmerzhaften Abszess, den man zwischen zwei Unendlichkeiten stillen Glücks nicht loswird. - S. 240

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    • 6
  • Unterwerfung - Zukunft von Europa???

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Ay73

    13. December 2016 um 16:44

    Das Buch beschreibt das Jahr 2022 in Frankreich. Die Wahlen stehen an und die Muslimbrüder gewinnen diese Wahl. Und dann geschieht etwas, womit keiner rechnet: Frankreich wird ein islamischer Staat, der versucht sich modern zu geben aber auch diktiert wie das Leben jetzt im Jahre 2022 aussieht. Frauen verschwinden aus der Öffentlichkeit und dem Berufsleben und alle verhalten sich auf einmal dem Staate gegenüber in Unterwerfung. Auch so die Elite der Universitäten, sie unterrichten nachdem sie zum Islam konvertieren und die "Großzügigkeit" von vier Frauen (angemerkt: junge Frauen) in Anspruch nehmen.Das Buch ist interessant und auch ziemlich flüssig zu lesen, aber der Hauptcharakter hat mir nicht so gefallen... sexsüchtig, desinteressiert und antriebslos. Trotzdem fand ich es faszinierend, eine Vision zu beschreiben wie es sein könnte...

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  • Einblick in eine mögliche Zukunft Frankreichs?

    Taschenbücher / Unterwerfung

    LarissaMaria

    12. October 2016 um 14:52

    Ein bemerkenswertes Buch das letztes Jahr hohe Wellen geschlagen hat, fanden doch die Anschläge auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ just am Veröffentlichungstag von “Soumission“ statt. Vieles wurde dem Autor Michel Houellebecq unterstellt, nicht zuletzt ein ausgeprägter Hass auf den Islam. Mit großer Skepsis habe ich also mit der Lektüre begonnen, da ich persönlich zwar ein Freund von intelligenter Religionskritik bin, jedoch keine Lust auf eine spezifische „Islam-Hassschrift“ hatte. Ich kam jedoch recht schnell zu der Auffassung, dass nicht der Islam, mehr aber ganz Frankreich in der Kritik steht. Der Protagonist gilt aufgrund hohem Bildungsgrades und guter Anstellung vielleicht nicht als „Durchschnitts-Franzose“, wohl aber könnte man von ihm schnell auf viele andere schließen. Seine lethargische Art, seine Sichtweise der Geschehnisse, seine Überlegungen im Bezug auf sich selbst und die Zukunft sind es, die mich persönlich oftmals schockiert haben. Ich möchte aber nicht zu weit vorgreifen, da ich dieses Buch für absolut lesenswert halte und hoffe, dass noch viele von euch sich die Zeit nehmen um es zu lesen. Eines jedoch sei angemerkt: Die Erzählung wirkt erschreckend realistisch und gibt schwer zu denken. Nichts für zart Besaitete.

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    • 3
  • Europa Vs. Islam

    Taschenbücher / Unterwerfung

    TheRavenking

    29. September 2016 um 19:14

    Über kein Buch wurde 2015 mehr diskutiert. Ist es notwendig auch 2016 darüber zu reden? Ich denke, ja, da die Themen, die hier behandelt werden leider nach wie vor sehr aktuell sind. Michel Houellebecq beschreibt ein Frankreich der nahen Zukunft, das vor drastischen politischen Veränderungen steht. Das Land ist tief gespalten. Auf der einen Seite steht die rechte Front National um Marine Le Pen. Auf der anderen formiert sich die Muslimbrüderschaft mit ihrem charismatischen Anführer Mohammed Ben Abbes. Als die Rechte die Wahlen zu gewinnen droht verbünden sich die linken Parteien mit den Muslimbrüdern, nicht ahnend, dass sie damit den Untergang der westlichen Demokratie einleiten. Der Protagonist Francois, ein Houellebecq-typischer erotomaner Mittelständler mit intellektuellen Ambitionen, beobachtet diese historischen Umwälzungen von der Peripherie, unfähig handelnd einzugreifen und letztendlich nur um seine eigene Karriere besorgt. Als Frankreich zur islamischen Republik wird, ändert sich manches zum Positiven (sinkende Kriminalität), vieles zum Negativen (die Frauen verlieren ihre Rechte und werden praktisch zu Bürgern zweiter Klasse). Der Roman hat durchaus mit einigen Plausibilitätsproblemen zu kämpfen. So gelingt es Houellebecq nicht zu erklären, wieso die radikale Rechte, die eben noch den Bürgerkrieg gegen die Moslems plant sich so friedfertig mit dem Sieg der Muslimbrüder abfindet. Und ist es wirklich vorstellbar, dass sich die Frauen einfach so in ihre neue Rolle fügen? Nimmt man das ganze allerdings als Realsatire, ist es schon einfacher solche Seltsamkeiten zu tolerieren. Es scheint offensichtlich, dass Houellebecq hier das erzliberale Memmentum gewisser intellektueller europäischer Kreise karikiert, die im Namen der Toleranz alles opfern, einschließlich ihrer eigenen Lebensgrundlage. Erstaunlich ist das Fehlen wissenschaftlicher Zukunftsvisionen wie noch in Elementarteilchen oder Die Möglichkeit einer Insel. Keine Gentechnik, keine Klone, keine Utopie oder Dystopie. Der Positivist Houellebecq scheint das Vertrauen in die Wissenschaft verloren zu haben. So ist Unterwerfung ein wesentlich pessimistischeres Buch als seine Vorgänger, das unter seiner stillen Oberfläche ein sardonisches Lächeln zur Schau trägt. Wie einigen anderen Lesern, hat mir auch folgende Passage am besten gefallen (obwohl oder gerade weil sie nichts mit Politik zu tun hat?): „Über die Literatur ist vieles, vielleicht zu vieles geschrieben worden (als Literaturwissenschaftler steht mir dieses Urteil mehr als jedem anderen zu), dabei ist die spezifische Besonderheit der Literatur, der hohen Kunst der westlichen, vor unseren Augen untergehenden Welt nicht schwierig zu bestimmen. Die Musik kann im selben Maße wie die Literatur erschüttern, eine gefühlsmäßige Umkehr, Traurigkeit oder absolute Ekstase bewirken; die Malerei kann im selben Maße wie die Literatur verzücken, einen neuen Blick auf die Welt eröffnen. Aber allein die Literatur vermittelt uns das Gefühl von Verbundenheit mit einem anderen menschlichen Geist, mit allem, was diesen Geist ausmacht, mit seinen Schwächen und seiner Größe, seinen Grenzen, seinen Engstirnigkeiten, seinen fixen Ideen, seinen Überzeugungen; mit allem, was ihn berührt, interessiert, erregt oder abstößt. Allein die Literatur erlaubt uns, mit dem Geist eines Toten in Verbindung zu treten, auf direkte, umfassendere und tiefere Weise, als das selbst in einem Gespräch mit einem Freund möglich wäre – denn so tief und dauerhaft eine Freundschaft sein mag, niemals liefert an sich in einem Gespräch so restlos aus, wie man sich einem leeren Blatt ausliefert, das sich an einen unbekannten Empfänger richtet. Natürlich sind, wenn es um Literatur geht, die Schönheit des Stils, die Musikalität der Sätze von Wichtigkeit. Die Tiefe und Originalität der Gedanken des Autors sind nicht unwesentlich; aber ein Autor ist zuvorderst ein Mensch, der in seinen Büchern gegenwärtig ist; ob er gut schreibt oder schlecht, ist dabei zweitrangig, die Hauptsache ist, dass er schreibt und wirklich in seinen Büchern gegenwärtig ist. … Ein Buch, das man mag, ist zudem vor allem ein Buch, dessen Autor man mag, dem man gern begegnet, mit dem man gern seine Tage verbringt.“

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  • Reine Fiktion oder doch möglich?

    Taschenbücher / Unterwerfung

    AngiF

    22. September 2016 um 11:16

    François ist Literaturprofessor an der Pariser Universität, Sorbonne II. Was er in seinen eigenen Studienzeiten begann, hält er noch immer aufrecht, nämlich Beziehungen zu Studentinnen, erst waren es seine Kommilitoninnen nun sind es seine eigenen Studentinnen. Die Beziehung dauert meistens nur knapp ein Jahr, dann wird sie von „ihr“ beendet. François lebt ansonsten zurückgezogen und versuche Menschen zu meiden. Die Wahl zum nächsten Präsidenten steht in Frankreich kurz bevor. Während François einzig darüber nachdenkt, welche Vorteile ein Wahlergebnis für seine Universität haben könnte, verändert sich die Stimmung im Land. Er selbst nimmt die aufkommende Bedrohung nur langsam wahr, wie Schießereien von Arabern, das Verbot von Juden an der Universität – alles ein schleichender Prozess. Doch auch François beginnt sich zu fragen, ob die Familien seiner moslemischen Studentinnen eigentlich wissen, was er so unterrichtet und auch er beginnt sich zu sorgen. Wir Leser beginnen die aufkeimende Bedrohung erst unterschwellig zu erahnen, bis Michel Houellebecq die Ausmaße immer deutlicher werden lässt, in seiner fiktiven, in der nahen Zukunft spielenden, Dystopie „Unterwerfung“. Ich mag den Schreibstil des Autoren sehr gerne, er kann mich vom ersten Moment an mitnehmen und fesseln. Michel Houellebecqs Sprache ist schön und klar, sein verwendetes Tempo empfinde ich für das Lesen als angenehm. Meine Bewertung für dieses Buch sind ganz klar fünf von fünf möglichen Sternen und ich empfehle es absolut weiter. Natürlich kam das Buch zum richtigen aktuellen, politischen Zeitpunkt auf den Markt, doch dass es sich hierbei um eine Fiktion handelt, darf der Leser meiner Meinung nach jedoch nicht vergessen. Noch ein Zitat, da ich es selbst nicht besser ausdrücken könnte: „Ein Buch, das man mag, ist zudem vor allem ein Buch, dessen Autor man mag, dem man gern begegnet, mit dem man gern seine Tage verbringt.“ http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/09/unterwerfung-von-michel-houellebecq.html

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    • 3
  • Gute Idee einer politischen Dystopie schlecht konzipiert in chauvinistischem Midlifecrisisgewinsel

    Taschenbücher / Unterwerfung

    awogfli

    Typisch Houelle, weist der Roman wie erwartet mehrere gravierende Ärgerfaktoren auf. Da wäre mal zuerst der widerliche Sexismus des Autors: Frauen verwelken bereits in jungen Jahren schlagartig, es gibt Frauen für die Küche und Frauen als Dirne - am besten für beides. Wenn sie keine von beiden Fähigkeiten haben, sind sie nutzlos. Zweitens habe ich den alternden Penis des Hauptprotagonisten (vulgo Penis des Autors) bereits in vorhergehenden Romanen wie z.B. Plattform viel zu genau kennengelernt, und in welchen Scharen von Frauen bzw. Öffnungen er sich immer herumtreibt, das wird wirklich mittlerweile ganz schön langweilig. Es muss schon ein sehr frustrierendes Leben sein, wenn sich ein Mann fast ausschließlich über sein (bestes) Stück definiert. Am meisten überrascht hat mich aber der Umstand, dass Houelle auch diesmal seine atemberaubende Technologieunkenntnis, die schon in Plattform offenbart wurde, nicht ausgemerzt hat. Er hätte ja mal jemanden fragen können. Juhu die Hauptfigur hat zwar in dieser Dystopie, die einige Jahre in der Zukunft spielt, ein Smartphone, es gibt auch Eingangstüren mit Fingerprintscan, aber Plagiatssoftware im akademischen Betrieb ist komplett unbekannt. Das erschüttert insofern, da sich solche Software schon HEUTE im Einsatz befindet und semantische Vergleichsalgorithmen bereits 2001 entwickelt wurden. Insofern ist jene Aussage bereits im heutigen Unibetrieb schier unmöglich - respektive totaler Schwachsinn, es sei denn wir reden von einer Uni im Busch irgendwo in Mittel-Afrika, die kein Geld für Software und Digitalisierung hat, aber sicher nicht von der Sorbonne. "Rimbaud ist das am häufigsten durchgekaute Dissertationsthema der Welt, mit Ausnahme vielleicht Flaubert. Man muss sich nur zwei, drei alte Arbeiten heraussuchen, die an Provinzuniversitäten eingereicht wurden, und sie grob interpolieren, niemand verfügt über die materiellen Mittel, das zu überprüfen, niemand hat die Zeit und die Lust, sich in Hunderttausende Seiten unverdrossener Ergüsse charakterloser Studentenüber die "Seher-Briefe" zu stürzen." Wow! Houellebecq hat tatsächlich noch nie von einer Plagiatssoftware gehört. Ansonsten ist der Unibetrieb aber sehr gut recherchiert und herrlich treffend mit spitzer Feder beschrieben, obwohl der Autor noch nie eine Uni von innen gesehen hat (er bedankt sich auf der letzten Seite bei Agathe Novak-Lechevalier für das Briefing): Die akademischen Empfänge, die Eitelkeiten, die subtilen Vernaderungen und die tieffliegenden Hackln in den altehrwürdigen akademischen Gängen sind so genial gezeichnet! Sogar der Ausverkauf, die Anbiederung fast schon Prostitution der Unis, um mangels ausreichender staatlicher Finanzierung, die für den Studienbetrieb dringend benötigten Drittmittel zu generieren, wurde grandios in den Plot eingebaut. Auch der Idee und der Vision dieser politschen Dystopie, wie sie der Autor generiert hat, kann ich nur riesengroße Hochachtung zollen - geniales Vorstellungsvermögen und großartige politische Fiktion: In Frankreich kooperieren die Sozialisten mit den Muslimbrüdern, um an der Macht zu bleiben und um die rechten Identitären zu verhindern. Da beide Parteien annähernd gleich stark sind, müssen die Sozialisten riesige Zugeständnisse an die Moslems machen, was den laizistischen Staat mit seinem Wertesystem total aus den Angeln hebt. Scharia light wird quasi eingeführt. Leider offenbart sich in der Ausgestaltung und detaillierten Konzeption der politischen Vision jene Schwäche des Romans, die ich als am gravierendsten erachte (alle anderen habe ich ohnedies erwartet und hätte ich auch gar nicht so streng gewertet, mittlerweile kenne ich ja den Autor). Da der gesamte Umbau der Gesellschaft konsistent aus der Sicht der Hauptfigur erzählt wird, des widerlichen Opportunisten und Wendehalses, der seine lazisistische, teilweise auch agnostische Prägung sehr gerne und in vorauseilendem Gehorsam für eine gute Karriere und der Möglichkeit zur Polygamie über Bord wirft, wird nie beleuchtet, wie eine solche politische Situation konkret passieren konnte. Erstens gibt es nicht nur Opportunisten, die sich mit ein bisschen Geld bestechen und so einfach zum Islam konvertieren lassen. Zweitens wie konnten die ganzen Atheisten in Frankreich überzeugt bzw. mundtot gemacht werden? Und drittens und somit der gravierendste logische Fehler in diesem Buch: Wie konnten so schnell 50% der Bevölkerung nämlich die Frauen, ohne Krieg, Aufstand und Protest all ihrer Rechte beraubt werden? Das würde ich gerne wissen und zu diesen gesellschaftspolitischen Umwälzungen hätte er sich schriftstellerisch unbedingt irgendetwas einfallen lassen müssen. Eine solche Konstellation ohne Gegenwind ist total unrealistisch und fußt wahrscheinlich im Umstand, dass in Houellebecqs Universum Frauen, ihre Meinungen und Bedürfnisse irgendwie noch nie wirklich exisistiert haben. Auch wenn Frankreichs Paradesexist dies negiert, sind sie aber tatsächlich da und nur zu einem verschwindend geringen Prozentsatz bis zur Selbstaufgabe so willig, wie er sie sich in seiner beschränkten Vorstellungswelt gern zeichnet. Insofern ist die Vision der Dystopie großartig aber die konkrete logische und strategische Ausgestaltung derselben grottenschlecht. Er hat einfach seine Hirngespinste nicht auf den fiktiven Boden der "Realität" gebracht. :-). Insofern bin ich enttäuscht und kann den begeisterten Kritiken auch in dieser Hinsicht nicht zustimmen. Andererseits beschreibt er die politischen Ränkespiele und Koalitionen der einzelnen Parteien mit sehr treffender Feder. Also wenn Männer Männersachen machen. Oft fühlte ich mich an die derzeitige Situation in Österreich erinnert. Auch die Erkenntnis, dass unsere rechte Identitäre Bewegung dem orthodoxen Islam extrem ähnlich ist, was den erbitterten Kampf der beiden gegeneinander auch in einem anderen Licht erscheinen läßt. Die Linke, die in ihrer falsch verstandenen Toleranz des Islam bereit ist, gleichmütig die Trennung von Staat und Religion aufzugeben und dabei vergisst, dass sie die Rechte Pest durch die Rechte Cholera eintauscht. Das haben wir ja bereits heute in der Kopftuchdebatte. ... aber der ganze Artikel war ein einziger Aufruf an seine früheren traditionalistischen und identitären Freunde. Es sei tragisch, bekundet er leidenschaftlich, dass eine irrationale Feindseligkeit gegenüber dem Islam sie daran hindere, die folgende Gewissheit nicht zu erkkennen: sie seien in den wesentlichen Punkten völlig im Einklang mit den Moslems. Was die Ablehnung des Atheismus und Humanismus angehe, die notwendige Unterwerfung der Frau und die Rückkehr des Patriachats: Ihr Kampf sei in jeder Hinsicht derselbe. Fazit: Wenn ich alle Pluspunkte und Ärgerfaktoren in eine Wagschale werfe, ergibt dies exakt drei Sterne. Der Roman ist auf jeden Fall selten langweilig und das bedeutet schon viel. Im Sinne des Buches als Grundlage für weitere Diskussionen, gebe ich dennoch eine Leseempfehlung ab, wenn man über die logischen Schwächen, die faden Sexszenen und den grauslichen Sexismus hinwegkommen kann.

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    • 9
  • Gedankenspiel, Zukunftsszenario oder Utopie

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Stephanus

    25. June 2016 um 23:26

    Frankreich vor den nächsten Präsidentschaftswahlen. Die bürgerlichen Parteien haben abgewirtschaftet und sehen sich der radikalen Rechten oder einer muslimischen Partei gegenüber, die sich anschicken, die Wahlen zu gewinnen. In  der Person eines Hochschullehrers an der Uni Paris III der Spezialist für Huysmans und sonst nichts ist, wird die Einsamkeit des Individuums und dessen Perspektivlosigkeit, aber auch das Angepasste an das bisherige System geschildert. Durch den Präsidenten der muslimischen Partei ändert sich alles. Von der Angst eines Bürgerkrieges, der dann doch nicht eintritt, bis zur Entlassung aus dem Hochschuldienst, da kein Muslim. So aufs Abstellgleis geschoben denkt Francois, der Huysmans Spezialist, an das Exil oder die Anpassung, die er sich schließlich vermeintlich entscheidet und zum Islam konvertiert. Houellebecq, wie gewohnt in seinem unnachahmlichen, knappen aber drastischen Stil und Sprache, stellt in dem Roman ein Gedankenspiel an über eine mögliche Islamisierung Frankreichs. Ob eine Zukunftsvision oder eine Utopie kann sich jeder Leser selbst beantworten. Zentrale Themen des Romans sind hoch aktuell und u.a. zunehmende Ausbreitung des Islam und der Rückzug der alten Werte und Institutionen. Das Buch scheint sehr schnell geschrieben und wirkt gehetzt und erschöpft sich letztlich in der einmaligen Formel der Anpassung wegen der Poligamie. Dem Autor scheint nur wichtig, die Themen möglichst schnell anzusprechen. Auf ein klares und logisches Ende des Buches wird kein Wert gelegt, so dass das Ende sehr schwach ist. Kein großes Buch von Houellebecq.

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  • Eine satirische Zukunftsversion

    Taschenbücher / Unterwerfung

    blauerklaus

    "Krieg zu führen gehört seit jeher zu den elementarsten Handlungen des Menschen, es liegt in seiner Natur wie Napoleon sagte. Jetzt ist es an der Zeit für eine gütliche Einigung mit dem Islam, Zeit für eine Allianz, wie ich meine." Der 2015 erschienene Roman „Unterwerfung“ des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq entwirft das Bild eines islamisch regierten Frankreichs in nicht allzu ferner Zukunft, welches erschreckend nah an unserer heutigen Realität liegt. Das Buch erlangte bereits bei seinem Erscheinen traurige Berühmtheit, da Houellebecq und sein Roman in der Woche des Terrorangriffs auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo die Titelgeschichte der Zeitschrift darstellten. Frankreich 2022, der Literaturwissenschaftler Francoise hadert mit seinem Leben. Sein Job als Dozent für Literatur an der Universität füllt ihn nicht mehr richtig aus, seine jährlich wechselnden Affären mit jungen Studentinnen beginnen ihn zu langweilen und eine „richtige“ Beziehung ist ihm zu anstrengend. „Ein Studium im Fachbereich Literaturwissenschaften führt bekanntermaßen zu so ziemlich gar nichts außer – für die begabtesten Studenten – zu einer Hochschulkarriere im Fachbereich Literaturwissenschaften.“ Man merkt, dass er auf der Suche nach einem neuen Sinn in seinem Leben sucht. In Frankreich stehen Wahlen an und das Land scheint vor einem politischen Wendepunkt zu stehen. „Als ich wieder an der Fakultät war, um meine Kurse abzuhalten, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass etwas passieren könnte, dass das politische System, in das ich seit meiner Kindheit hineingewachsen war und das seit einiger Zeit spürbare Risse bekam, mit einem Schlag zu zerspringen drohte.“ Die politische Rechte um Marine Le Pen und ihren Front National ist die stärkste politische Kraft und die Konflikte dieser Partei mit den Sozialisten, den Moslems und anderen Gruppierungen lassen im Vorfeld der Wahl bürgerkriegsähnliche Unruhen entstehen, die die Rechten gerne für ihre Propaganda ausnutzen würden.  Die Vorwahlen scheinen die Befürchtungen um einen Wahlsieg der rechtsextremen Le Pen zu bestätigen. Um dies zu verhindern führen Sozialisten und Moslems heimlich Koalitionsverhandlungen und so kommt es zu einem islamischen Präsidentschaftskandidaten, der jedoch einen sehr moderaten Islam vertritt und für viele weniger Unannehmlichkeiten mit sich bringt, als zunächst befürchtet. Den islamischen Politikern und den mit schier unerschöpflichen finanziellen Mitteln ausgestatteten saudischen „Sponsoren“ sind Bildung und die Stärkung der Familie sehr wichtig. So kommt es, dass das Lehrpersonal an den Universitäten fortan mit dem dreifachen Gehalt entlohnt wird, vorausgesetzt ihr Unterricht steht nicht im allzu krassen Gegensatz zur islamischen Lehre. Andere erhalten ein großzügiges Angebot für einen vorgezogenen Ruhestand, der für sie finanziell keinerlei Nachteile bedeutet. Die Arbeitslosigkeit sinkt gegen null, da die meisten Frauen fortan nicht mehr arbeiten. Das dadurch fehlende Haushaltseinkommen wird durch eine großzügige Aufstockung der Familienzulagen ausgeglichen. Das alles erscheint Francoise zunächst reichlich konfus, doch die Tatsache, dass er durch die jetzt gesetzlich erlaubte Polygamie künftig in der Lage sein wird drei Ehefrauen zu haben, scheinen seine letzten Zweifel zu beseitigen. Der Roman ist in meinen Augen eindeutig satirisch zu verstehen und wirft einen bitterbösen Blick auf Frankreichs Intellektuelle und Politiker. Dennoch zeigt er uns durchaus realistisch auf, wie schnell scheinbar unbedeutende politische Entwicklungen zu großen gesellschaftlichen Umwälzungen führen können. Houellebecqs Schreibstil lässt sich problemlos lesen. Auch wenn er an einigen politischen bzw. philosophischen Überlegungen etwas abschweift, kann man doch immer wieder schöne Textstellen finden:  „…die Vergangenheit ist immer schön, ebenso übrigens wie die Zukunft. Nur die Gegenwart schmerzt, nur sie trägt man mit sich wie einen schmerzenden Abszess, den man zwischen zwei Unendlichkeiten stillen Glücks nicht loswird.“ „…ich spürte, dass ich nie wieder den Mut haben würde, Myriam anzurufen, das Gefühl der Nähe, das am Telefon entstand, war zu heftig, die Leere danach zu grausam.“ Mit Sicherheit nicht mein letzter Roman, den ich von diese Autor lese.

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    • 4
  • spaltet die Leserschaft

    Taschenbücher / Unterwerfung

    Marjuvin

    02. April 2016 um 22:29

    Klappentext: Es ist vielleicht der umstrittenste Roman des letzten Jahres: ›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Goncourt-Preisträger Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet. Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres. Rezension: Stilistisch und sprachlich ist dieses Buch einwandfrei.. es hat insgesamt einen guten Lesefluss und hinterlässt auch den Eindruck eines sprachlich überlegenen Autors. Mein Mann hat das Buch zuvor gelesen und es mir dringend ans Herz gelegt... als ich nun im Nachhinein mit ihm darüber diskutierte kam ich zu dem Schluss, dass dieses Buch wohl hauptsächlich Männer als Zielgruppe ansprechen soll. Für meinen Geschmack hätte die Handlung die Ausschweifungen mit den Escort Mädchen nicht gebraucht, weil sie eigentlich zur Geschichte nichts beigetragen haben und es entstand der Eindruck, dass es der Autor "nur loswerden wollte". Angeblich sind diese sexuellen Schilderungen Houellebecqs zumeist autobiografisch (soll er in einem Interview so bestätigt haben), was diesen Eindruck nur noch verstärkt. Ansonsten ist es ein interessantes politisches Gedankenspiel, und die Möglichkeit der Wahrwerdung in der Realität ist nicht völlig von der Hand zu weisen. Houellebecq erkennt hier mit Sicherheit den Zeitgeist und spielt gekonnt mit kollektiven Ängsten.

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  • Gemischte Gefühle

    Taschenbücher / Unterwerfung

    -Leselust-

    29. February 2016 um 19:25

    Klappentext: Preisträger Michel Houellebecq erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres. Meinung: Ich war sehr gespannt auf das Buch, nachdem es in den Medien ja doch recht viel Aufmerksamkeit bekommen hat und die Meinungen sehr auseinandergingen. Mich hat das Buch oft sehr wütend gemacht, und ich habe mich gen Ende etwas quälen müssen. Die Schilderungen der politischen Situation fand ich sehr spannend. Houellebecq beschreibt ein interessantes Szenario, in dem die arabischen Vereinigungen nach und nach zu mehr Macht gelangen, bis die Bruderschaft der Muslime schließlich den Präsidenten stellt. Die etablierten Parteien und der Front National haben Stimmen und Einfluss verloren. Es kommt zu Ausschreitungen, besonders zwischen Muslimen und Juden und viele verlassen das Land. Der Protagonist beschreibt die Veränderungen im Land, die dieser Machtwechsel mit sich bringt. So zum Beispiel der nun mehr verhüllende Kleidungsstil der Frauen, oder das Lehrer und Professoren dem Islam angehören müssen, die Schulpflicht drastisch verkürzt und Polygamie legalisiert wird. Der Protagonist lässt sich viel über den Islam erzählen, und so erfährt man auch als Leser einiges über die Religion. Etwa die Begründung für die Polygamie, oder Ansichten über die Stellung der Frau oder das Christentum etc. Das alles fand ich recht spannend und vieles an dem Szenario hat mich zum nachdenken angeregt. Auf der anderen Seite berichtet der Protagonist aber auch in aller Ausführlichkeit von seinem Sexualleben. Houellebecq verwendet hier oft eine recht vulgäre Sprache und rutsch fast ins Pornografische ab. Das hat mir nicht gefallen. Auch die geschilderte Einstellung des Protagonisten gegenüber Frauen hat mich wirklich sehr wütend gemacht. Frauen werden komplett auf ihr Äußeres reduziert. Wer nicht mehr jung und knackig ist, ist nicht mehr begehrenswert und der Protagonist findet es nur logisch, wenn Ehemänner sich eine junge Geliebte suchen, wenn ihre Frauen die ersten Falten bekommen. Eine Frau muss nur zwei Qualitäten haben: Sie muss eine "Kochtopffrau" sein, und vorzügliche Mahlzeiten zubereiten können; auf Wunsch muss sie sich aber auch in eine "Dirne" verwandeln können. Klar, dass dem Protagonisten die Idee der Polygamie gefällt, die es ihm erlaubt, eine ältere "Kochtopffrau" sowie eine junge, knackige Frau fürs Bett zu haben. So ein Frauenbild ist mir zuwider und ich konnte die langen Monologe und Darstellungen des Protagonisten zu diesem Thema nur schwer ertragen. Meine Strategie war, das Buch in kleinen Dosen zu konsumieren, damit ich bis zum Ende durchhalte. Und zum Glück gab es ja zwischendurch auch immer wieder Schilderungen des politischen Geschehens und der gesellschaftlichen und Kulturellen Veränderungen. Fazit: Insgesamt bekommt das Buch von mir nur 2 Sterne. Obwohl ich das politische Szenario interessant fand, hat mich das Frauen- Thema doch zu sehr aufgeregt und auch der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen.

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  • Nicht so,wie ich erwartet habe

    Taschenbücher / Unterwerfung

    czytelniczka73

    Inhalt: "Unterwerfung handelt von Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident,von Judentum,Islam und Christentum-Fragen die heute so relevant sind wie nie.Michel Houellebecq präsentiert sich als fruchtloser Gesellschaftsdenker,der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit-und zugleich mit virtuose Ironie-ausdeutet." Meinung: Da "Unterwerfung" für einige Diskussionen gesorgt hat,war ich auf den Roman besonders neugierig.Ich wusste nicht nicht was ich von dem Buch erwarten sollte und ehrlich gesagt auch nach dem Lesen sind meine Gefühle sehr gemischt. Anfangs fand ich die Geschichte wirklich gut.Zwar wirkt der Protagonist (der gleichzeitig auch der Erzähler ist) nicht gerade sympathisch,aber doch auf skurrile Weise sehr interessant.Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und mir hat die subtile Ironie,die in fast jedem Satz durchsickert sehr gefallen.Das politische Zukunftsszenario ,das uns der Autor präsentiert,fand ich wirklich faszinierend.Ich finde diese Möglichkeit ist erschreckend realistisch und das hat mich zum Nachdenken gebracht.Bis ungefähr die Hälfte des Buches hat mich der Roman wirklich gebannt.Leider verliert sich dann der Erzähler immer öfter in sein pseudointellektuelles Geplänkel und seine sexuelle Erlebnisse (die er leider sehr ausführlich zum Ausdruck bringt) hatten für mich leicht pornografischen Nachgeschmack.Das Niveau des Romans sinkt rapide,die Ironie geht verloren und der Schreibsill wird eh trocken.Zum Schluß war ich einfach nur erleichtert,dass ich das Buch fertig gelesen habe. Fazit: Paar wirklich interessante Gedanken,die nachdenklich machen,aber der ganze Rest war leider nicht so meins.

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    • 5

    itwt69

    24. January 2016 um 14:05
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