Michel Odent Die Natur des Orgasmus

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Inhaltsangabe zu „Die Natur des Orgasmus“ von Michel Odent

Natürlich macht’s mehr Spaß – Michel Odent über elementare Erfahrungen

Unser Leben kennt viele lustvolle Reflexe, keineswegs nur einen, zum Beispiel den Milchreflex, der auch keine Selbstverständlichkeit ist. Wie treten diese lustvollen Reflexe im Laufe unseres Lebens auf, wie gehen wir damit um, warum blockieren wir sie manchmal und wie können wir sie rein genießen? Dieses Buch über Formen weiblicher und männlicher Orgasmen zeigt uns, dass wir dabei sind, uns den Weg zu diesen Lustreflexen zu verbauen. Anästhesie, Pharma-Cocktails und jede Art von Pillen, Milchpulver und Kaiserschnitte blockieren die natürlichen Reaktionen, unser Körpergefühl wird fremdgesteuert. Michel Odent führt uns vor Augen, was der Verlust elementarer Erfahrungen bedeutet.

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  • Rezension zu "Die Natur des Orgasmus" von Michel Odent

    Die Natur des Orgasmus

    HeikeG

    01. January 2011 um 11:26

    Am höchsten Punkt der Leitern . „Jede Episode des menschlichen Sexuallebens kann zu einer Klimax führen, einer Gipfelerfahrung. Das griechische Wort ,klimax‘ bedeutet Leiter oder Treppe. Jede Leiter hat einen höchsten Punkt. Dieses Buch handelt von den Höhepunkten, die auf verschiedenen Leitern erreicht werden können.“ So beginnt Michel Odents „Die Natur des Orgasmus. Über elementare Erfahrungen“. Doch nicht den ekstatischen Höhepunkt der genitalen Vereinigung nimmt der französische Arzt und Geburtshelfer unter die Lupe, sondern sein Interesse bezieht sich fast ausschließlich auf den so genannten „Fötus-Ejektions-Reflex“ (das kontraktorische Pressen des Kindes durch den Geburtskanal) und den „Milch-Ejektions-Reflex“ (das Einschießen der Milch in die weibliche Brust), der in einem engen Zusammenhang zum weiblichen genitalen Orgasmus und dem männlichen „Sperma-Ejektions-Reflex“ steht, so Odent. . Dem Autor geht es in seinem Buch vor allem darum, Wilhelm Reichs bahnbrechende Arbeit aus den 40er Jahren („Die Funktion des Orgasmus“), die sich ausschließlich auf die genitale Sexualität richtete, in einen neuen wissenschaftlichen Kontext zu stellen und dessen Perspektive zu erweitern. Eine bewusst erlebte Geburt ohne störende Einflüsse sowie das Stillen sind für ihn gleichfalls Höhepunkte, in die viele Ebenen des Nerven- und Hormonsystems einbezogen sind, „und die die Möglichkeit bieten, in einen anderen Bewusstseinszustand zu wechseln sowie aus dem Raum-Zeit-Gefüge der Alltagsrealität zu flüchten und in transzendente emotionale Zustände einzutauchen.“ Kaiserschnitt, „Einmischung von Außen“ oder gar die Anwesenheit des Vaters während der Geburt verhindere den „Fötus-Ejektions-Reflex“ und das Ausschütten körpereigener Liebeshormone. Das wiederum habe einen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Liebesfähigkeit der Mutter. Der Mutterliebe als Prototyp aller anderen Facetten der Liebe, solle man ein besonderes Augenmerk in zukünftigen wissenschaftlichen Betrachtungen schenken, plädiert der Autor. . „Kann Gebären eine ekstatische Erfahrung sein? (...) Kann der Ort einer Geburt zu einem heiligen Ort werden?“ Michel Odent beantwortet diese Frage ganz klar mit „Ja“. Die drei Leitern der Lust (Gebären, Sex, Stillen) spielen dabei eine entscheidende Rolle. Seine gewählte Mixtur offenbart sich allerdings als eigenartige Melange aus alternativer Geburtshilfe, Evolutions- und Neurobiologie, Hormonforschung bis hin zu esoterischen Betrachtungsweisen. Alle Themen werden nur kurz angerissen und gehen nicht in die Tiefe. Als „eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Phänomen Liebe und mit der Frage, wie sich die Liebesfähigkeit entwickelt“ kann dieses Buch meines Erachtens nicht angesehen werden. Dafür ist die Argumentation des Autor zu einseitig und zu explizit auf eine physiologische Dynamik der „natürlichen“ Geburt ausgelegt.

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