Michel Rodrigue Parodie, Die

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Inhaltsangabe zu „Parodie, Die“ von Michel Rodrigue

Eine versprengte Wikingerschar stößt am Strand auf ein seltsames, vom Himmel gefallenes Behältnis, das sich schnell als Heulboje erweist – befindet sich doch ein Säugling darin, der offenbar Hunger hat. Schon mal irgendwo gesehen? Gut möglich, aber sicher nicht so. Vor einiger Zeit trafen sich nämlich Grzegorz Rosinski (»Thorgal«, »Der kleine Schninkel« etc.) und Michel Rodrigue (u. a. »Percy Pickwick«), und Rosinski scherzte bei der Gelegenheit, er würde demnächst ein Album der Schlümpfe zeichnen. Gut, setzte Rodrigue noch einen drauf, dann mache er eben den nächsten »Thorgal«. Gesagt, getan – hier ist nun das Resultat.
Seine Version heißt allerdings Thorax, und heldenhaftes Gebaren ist diesem »Sohn der Sterne« eher fremd. Das allein sorgt schon für reichlich Heiterkeit, aber nicht unbedingt für Action. Also hat sich Rodrigue noch ausgiebig bei »XIII« bedient, einem weiteren von Jean van Hamme getexteten Comic-Klassiker. Und weil ihm auch das nicht genügte, nahm er zudem kurzerhand die fantastische Rittersaga »Kreuzzug« von Jean Dufaux und Philippe Xavier hinzu. Und da er danach immer noch ein bisschen Platz und offenbar großen Spaß daran hatte, versteckte er rund zwei Dutzend weitere beliebte Comic-Gestalten in seiner aberwitzigen Parodie. Es können aber auch gut einige mehr sein – manche Anspielungen sind gar nicht so schnell zu entdecken, wie sie auftauchen...
Der vielseitige Michel Rodrigue, Comic-Autor und -Zeichner sowie Rugbyspieler und Wahl-Schotte, hat mit seiner verrückten Wikingersaga ein pralles Vergnügen für Comic-Kenner geschaffen. Aber nicht bloß »Thorgal«- oder »XIII«-Experten kommen hier auf ihre Kosten – die Suche der wilden Nordmänner nach der sogenannten »Zivilisation« macht einfach nur Spaß! Auf die »Schlümpfe« von Rosinski dagegen werden wir wohl weiterhin warten müssen...

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  • Tour de Force durch die französischsprachige Comicwelt

    Parodie, Die

    derMichi

    08. January 2017 um 16:00

     Selbst wenn man aus der frankophonen Comicwelt "nur" die großen Klassiker wie Asterix, Lucky Luke, die Schlümpfe oder Tim und Struppi kennt, wird man hier auf viele bekannte Figuren und Szenarien stoßen. Da gibt es Dorfkeilereien, einen untalentierten Möchtegernbarden, einen verwirrten Professor, Bogenschützen, die schneller als ihr Schatten schießen, kleine blaue Kobolde, lokale Dialekte ohne 'R' und vieles mehr. Aber auch die zeitgenössische Popkultur findet Eingang in das Werk, etwa in Form eines Ikea-Katalogs für Wikinger-Schiffe oder eines Gastauftritts von Darth Vader. Außerdem rauben die Wikinger mit Vorliebe belgische "Manuskripte, voll mit prächtigen Buchmalereien", auf denen nicht zufällig die Namen bekannter Comicautoren stehen.Und das ist nur der Anfang. Rodrigue stopft den Band mit dermaßen vielen Hommagen, Parodien, Subtexten, Anspielungen und ironischen Verweisen voll, dass die eigentliche Handlung schon fast zur Nebensache wird. Thorax' surrealer Selbstfindungstrip, der ihn durch unterschiedlichste Dimensionen, Zeitalter und Situationen führt, hat nur relativ wenige Auswirkungen, die launige Suche der Wikinger nach der sogenannten Zivilisation birgt hingegen schon mehr Stoff für eine süffisante Abrechnung mit dem Zeitgeist des Mittelalters. Aber auch in diesem Handlungsstrang bricht der Autor und Zeichner geradezu anarchisch aus den anfangs noch sorgfältig etablierten Erzählmustern aus.Letztendlich dürfte "Die Parodie" vor allem bei Insidern so richtig zünden. Wem Titel wie "XIII" und "Thorgal" etwas sagen, der dürfte in dem bunt durcheinandergewürfelten Szenario noch sehr viel mehr entdecken.Originaltitel: "La Parodie"Seitenzahl: 48Format: 21,5 x 29,9 cm, gebundenVerlag: Toonfish

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