Michel Roquebert Die Geschichte der Katharer

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte der Katharer“ von Michel Roquebert

Die Geschichte der großen Ketzerei im mittelalterlichen Südfrankreich umgibt ein Mythos: er erzählt von dramatischem religiösem Aufbegehren, spiritueller Eigenmächtigkeit und Beharren auf einer regionalen Kultur, von Bedrängung durch eine zentralisierte Kirche und einen expansiven auswärtigen Hochadel. Im 12. und 13. Jahrhundert stellen die Katharer die geltende kirchliche Lehre in Frage, Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft schließen sich dem neuen Glauben an, die Kirche mit dem Papst an der Spitze sieht sich herausgefordert und reagiert mit dem Aufruf zum ersten Kreuzzug innerhalb eines christlichen Landes. Nordfranzösische Ritter ergreifen die Chance und die Macht in den okzitanischen Grafschaften – erst in dieser Zeit formiert sich ein Frankreich, wie wir es heute kennen. Aber nicht der Krieg, sondern erst nahezu ein Jahrhundert der Inquisition kann die Ketzerei nach 1300 wirklich ausrotten.
Als Ergebnis einer lebenslangen Auseinandersetzung mit dem Thema schrieb Michel Roquebert seit 1970 an einer fünfbändigen monumentalen Gesamtdarstellung, die er zu dieser konzisen Synthese verdichtete. Das Ergebnis ist eine schlüssige und spannende Geschichtserzählung, deutungsfreudig, aber unparteiisch und niemals naiv. Dieses in Frankreich überaus populäre Buch wird nun auch einer größeren deutschen Leserschaft bekannt gemacht, die die Geschichte der Katharer bisher nur aus wissenschaftlicher oder aber aus esoterischer Perspektive kennt.

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    Die Geschichte der Katharer

    Matzbach

    24. November 2014 um 18:11

    Was alles ist nicht schon über die Katharer geschrieben worden? Von kritikloser Heroisierung bis hin zu absoluter Verdammung, mal ganz abgesehen von zahlreichem esoterischen Quatsch reichen die Darstellungen über diese Glaubensgemeinschaft. Das Problem ist, dass man über sie eigentlich nur aus den Protokollen der Inquisition, deren Geburtshelfer sie unfreiwilig wurden, Bescheid weiß. Das diese den Gegner der katholischen Wahrheit beinahe naturgemäß überzeichnen, dürfte niemanden überraschen. Roquebert gelingt es, trotz dieser Schwiegigkeiten, ein nüchternes und neutrales Bild dieser sogenannten Häretiker zu zeichnen. Beginnend mit einer Definition dieser Glaubensrichtung, die in manchen Belangen der christlichen Urkirche näher war als die katholische Orthodoxie, beschreibt der Historiker ausführlich den Albigenserkreuzzug, der die oktzitanische Kultur und den sie tragenden dortigen Adel an den Rand der Vernichtung brachte. Dies tut er, kleiner Wermutstropfen für Nicht-Hardcore-Historiker, in einer akribischen Art und Weise, die die Gefahr birgt, ermüdend zu wirken. Im dritten Teil des Buches werden dann ausführlich die, letztlich erfolgreichen, Bemühungen der Inquisition zur Zerschlagung der katharischen Kirche beschrieben. Das Buch ist ein Muss für alle am Mittelalter und seinen Häretikern interessierte Leser.

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